Ich trinke gerade diesen Filterkaffee/Brühkaffee...

Diskutiere Ich trinke gerade diesen Filterkaffee/Brühkaffee... im Bohnen und Kaffee Forum im Bereich Rund um die Bohne; Wenn ich immer wieder von unter 90 grad für die ap lese, muss ich ein wenig mit dem Kopf schütteln und kann mir das nicht gut erklären. Ich hatte...

  1. Dinkel

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    Ich wärme generell AP und Tasse vor, zur Zeit hab ich zb einen Kenya von ddn Günther Coffee Roasters in Freiburg. Ich finde den ziemlich düster geröstet, im V60 kriege ich ihn gar nicht hin, da kommen mir immer zu viele Röstaromen durch und er wird schnell sehr bitter.

    In der AP allerdings kriege ich ihn bei 80 Grad lecker raus. Die Röstaromen verschwinden bei der niedrigen Temperatur und bitter wird zu schokoladig. Und nur so kriege ich die typischen Beerenaromen raus gekitzelt. Er erinnert so an eine schöne ZartbitterSchokolade mit Beeren.

    Fazit: Besonders wenn mir ein Roast zu dunkel ist funktionieren die niedrigen Temperaturen sehr gut um die Röstaromen im Hintergrund zu halten!
     
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  2. #1362 Oldenborough, 19.10.2019
    Oldenborough

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    Heute in der Rösterei Baum in Leer gewesen und noch ein Päckchen ergattert:

    Raritaet_Costa_Rica_Fuego.png

    Costa Rica Cordillera del Fuego - Anaerob

    Zuhause direkt den ersten Becher nach Kasuya:

    20191019_184112.jpg 20191019_190815.jpg

    Weihnachtsstimmung! Der Zimtgeschmack kommt sehr gut durch,schokoladig, dann die Frucht (Apfel, aber für mich schwer zu erkennen).
     
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  3. #1363 whereiscrumble, 19.10.2019
    whereiscrumble

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    @Oldenborough wenn du Zimt magst, halte mal nach dem El Diamante Ausschau. Ebenfalls eine spannende Angelegenheit..Costa Rica, anaerob..
     
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  4. Babalou

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    Oder den Cordillera vom Namensvetter Baum aus Augsburg. Sehr lecker, ich hoffe den gibt es noch ein Weilchen.
     
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  5. #1365 oldsbastel, 20.10.2019
    oldsbastel

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    Nach einem Käffchen aus Oslo jetzt mal was aus Schweden. Ich habe die Bohnen bislang auch nur mit den Standardparametern getestet. :)

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  6. #1366 whereiscrumble, 23.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 23.10.2019
    whereiscrumble

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    Leuchtfeuer- Panama, Geisha
    20191022_151811.jpg

    Angaben vom Röster:
    HACIENDA LA ESMERALDA
    Anbauhöhe: +1659m
    Verarbeitung: washed
    Cuppingpunkte 92
    Varietät: Geisha
    Ernte: 2019
    20191022_151934.jpg

    tasting-notes: Peach, jasmine, honey melon --juicy, elegant, sweet, clear
    20191022_174648.jpg

    Geschmacksbeschreibung:
    Bei der Preislage habe ich etwas mit mir gerungen, ob ich das „Risiko" eines mir noch neuen Rösters eingehe. Aber es hat sich gelohnt. Neben einer tollen Aufmachung/Präsentation der Röstung -in einer edlen Aufbewahrungsbox- überzeugt die vorgelegte Bohne in den geforderten Punkten.
    Denn die vorgelegte Röstung strotz vor tadellosen blumigen Elementen und tollen Kakaofarben in der Spitze auf Fondant-Ebene. Floral sind mir vor allem Passionsblume, Rose, Glyzinien und Lavendel aufgefallen. Die Fruchtnoten, die ergänzend die Zunge verwöhnen, schmeicheln einer Aprikose, Apfel und etwas Litschi. Im Abgang stellt man hier noch etwas Mandarinen(schale) fest und untergeordnet kann man dem Brew zarte Zitronentropfen abgewinnen. Eine Cashewnote begleitet leicht und unaufdringlich den gemeinsamen Weg.
    Alles wirkt bei diesem Kaffee reichhaltig und resonant. Auch die Aromen sind bei diesen Bohnen sehr intensiv und verleiten zu Träumereien. So sollte es schwer verwundern, dass die süß-herbe Struktur eine saftige und helle Säure vereint. Das Mundgefühl ist cremig bis sirupartig. Der Abgang ist angenehm resonant und angenehm lang. Ein mittelschwerer Körper, der diese ganze Vielfalt meistern kann.
    Eine elegante, intensive und sehr komplexe –wenn auch sehr typische Panama, Geisha (washed)- Röstung. Sie hat mir gut gefallen und verdient auf jeden Fall eine Empfehlung.
    Nur solange der Vorrat reicht.. ;*

    Fazit:
    Extravagante Blumen, zarte Fruchtnoten und angenehme Kakaonoten kennzeichnen diese tiefsüße, gewaschene Aufbereitung durch Leuchtfeuer. Leider ist dieses Special nur in einem 250g Bag nebst Aufbewahrungsbox zu erhalten und hat somit auch einen stolzen Preis; hier schlagen 56,90 € zu Buche. Wer sich an diese Art von Röstungen aus Panama herantraut, wird nicht enttäuscht werden. Kein „Protzkaffee", sondern ein Kaffee zum Genießen und „sich einfach fallen lassen". Ich kann aber auch verstehen, wenn einige Brüher hier einen Bogen -aufgrund des Preises und der blumigen Elemente- machen. Wie immer eure Entscheidung ausfallen wird:
    „Möge dich dein Cup mit einem nuancierten, aber allgegenwärtigen Umami-Impuls begeistern".

    Ergänzende Hinweise: [der HP des Rösters entnommen]
    Bosque 4 ist Teil der „Esmeralda Special Reserve", eine preisgekrönte Kaffeekollektion, welche vor 15 Jahren ins Leben gerufen wurde. Diese Lots werden direkt und ausschliesslich in sehr sehr kleinen Lots verkauft.
    Auf der Esmeralda Farm werden ausschliesslich die reifesten und rotesten Kaffeekirschen handgepflückt. Die ausgesprochene Sorgfalt vom Pflücken der Kirschen sowie der weiteren Verarbeitung des Rohkaffees garantiert erstklassige Qualität in der Tasse, in der sich Pfirsichnoten, Jasmin, Steinfrucht und Bergamot wiederfinden. Es ist ein aussergewöhnlicher Geisha, der durch den besonders nährstoffreichen Vulkanboden in Boquete und durch die besondere klimatische Lage zwischen Atlantik und Pazifik optimalste Bedingungen hat, um zu reifen.
    Teile der Einnahmen für diesen aussergewöhnlichen Kaffee fliessen in die Infrastruktur der Dörfer der Farmarbeiter, in erster Linie der Pflücker, die einen aussergewöhnlichen Job leisten müssen. Ihre Kinder werden während der Ernte mit warmen Mahlzeiten versorgt, Schulen werden renoviert und Sie erhalten eine jährliche Gewinnbeteiligung von mindestens 30%.

    Edit: nach vorliegenden Informationen wird es künftig bei weiteren "Specials" von Leuchtfeuer, diese auch in kleineren Abpackungen geben, so dass die Besonderheit der Bohne ergänzend betont wird.
     

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  7. Senftl

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    Freundlicherweise hat @Oldenborough ein paar Gramm davon mir zum Probieren zukommen lassen.
    Der Zimt ist tatsächlich sehr deutlich/intensiv zu erkennen, ungemahlen wie auch später in der Tasse. Der Apfel auch, aber nicht ganz so direkt/klar wie der Zimt, zeigt sich eher in Kombination mit diesem wie ein Apfelkuchen, Apfelstrudel oder Bratapfel. Sehr lecker und tatsächlich recht Weihnachtlich angehaucht.
    Etwas Marzipan und eine „boozines“ (den Begriff hier mal irgendwo aufgeschnappt :D) in Richtung, hm, Wein oder Rum ist auch dabei und irgendwas nicht wirklich für mich greifbares (dunkler Spekulatius klang auch mal an mittendrin).

    Dieses „alkoholische“ kommt wohl von der anaeroben Fermentation und der anschliessenden „Natural“ Aufbereitung?
    Bin mir da gerade nicht sicher.:oops:

    Jedenfalls war das für mich mal eine interessante Abwechslung und Ich sollte solchen Kaffees wohl zwischendurch mehr Aufmerksamkeit widmen.
    Danke nochmal an @Oldenborough fürs teilen.:)
     
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  8. #1368 Oldenborough, 26.10.2019
    Oldenborough

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    Da uns diese Woche eine Erkältung geplagt hat, waren die Geschmacksknospen NOCH verschlossener als üblich. Das hält natürlich nicht vom Kaffeetrinken ab.
    Da @Senftl s Gegenlieferung eingetroffen war haben wir eine Sorte davon in Angriff genommen:
    20191023_171525.jpg 20191023_172558.jpg

    Ein sehr milder, nussiger Geschmack mit einer leichten Süße (brauner Zucker, Honig?).
    Wenn ein Kaffee trotz Erkältung sehr gut schmeckt, dann kann man wirklich nicht meckern! Danke!
     
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  9. #1369 flopehh, 27.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 28.10.2019
    flopehh

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    Schön Kaffee Spezialitätenrösterei: Kangocho AA

    Gott sei Dank kam gestern die Lieferung an, denn meine Bohnen waren alle. Nach ein paar Bags von anderen Röstern habe ich mal wieder bei Schön bestellt. Der Kangocho ist vom 22.10. und darf gerne noch 2-3 Tage liegen, aber Not am Mann zwang zum Handeln.

    Es gibt ja Bohnen, die einem beim ersten Öffnen der Packung förmlich etwas entgegen schreien: ERDBEEREN, TROPISCHE FRÜCHTE, SCHOKOLADE! Beim Kangocho muss ich sagen, dass hier nicht geschrien wird. Es riecht für mich, völlig wertfrei, nach Kaffee.

    Gebrüht wurde dann mehr oder weniger nach dem Rezept von The Barn. Für mich gesprochen: 24 Clicks, ca. 94 Grad, 4 Pours bis 240 ml, b-r 1:16.

    Der Kaffee gibt, noch recht heiß getrunken, eine tolle Süße ab, ohne eine prägnante Säure zu entwickeln. Je mehr er jedoch abkühlt, desto mehr kommt eine tolle Zitrusnote durch. Der Röster gibt ebenfalls Hibiskus an. Könnte passen. Was ich an dem Kaffee aktuell am meisten schätze, ist sein sehr leichter Körper: ich mag Kaffees, die eine teeartige Struktur haben und nicht schwer auf der Zunge liegen. Und diese Karte kann der Kangocho hier voll ausspielen. Wenn er dann fast schon zu kalt ist, erinnert er mich sehr an einen warmen Eistee. Find ich klasse!

    Von mir eine volle Empfehlung für diese Röstung!

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  10. #1370 oldsbastel, 01.11.2019
    oldsbastel

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    Nach dem letzten Schwenk von Oslo über Schweden jetzt wieder nach Kristiansand in Norwegen.

    Ich bin gespannt ... :)


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  11. #1371 Oldenborough, 02.11.2019
    Oldenborough

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    Der Geisha Finca la Isabella von der Oldenburger Rösterei La Molienda heute im Hario V60 nach Kasuya:

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    Wie bei Full Immersion Austausch Immersion Dripper kam die Zitrusnote gut durch, auch Jasmin konnte meine Mittrinkerin erkennen. Uns hat's geschmeckt!
     
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  12. #1372 Oldenborough, 03.11.2019
    Oldenborough

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    Mein erster selbstgebrühter Malabar! Überraschung: hat in der Mühle nicht rumgesaut. Prima! 25 Gramm im Hario V60. 400ml bei 90 Grad.
    Ein Wahnsinnsbloom (leider kein Foto, so faziniert war ich) 70 ml für 30 Sekunden, dann drei Aufgüsse a 110 ml.

    20191103_141304.jpg 20191103_141154.jpg 20191103_141236.jpg 20191103_141834.jpg

    Der Geschmack: einfach nur Schokolade und Nuss. Richtig guter Kaffee, wenn man das mag.

    Schönen Restsonntag euch allen!
     
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  13. #1373 whereiscrumble, 04.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2019
    whereiscrumble

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    Good Karma Coffee – The Jam

    Angaben vom Röster:
    saisonaler Blend
    40% Ethiopia Biftu Gudina & 60% Kenya Handege
    roast: omniroast (light roast)
    20191103_104031.jpg

    tasting notes: Drinking jam. Perfect for fruity espressi and filter brews that are not too tangy.


    Vorabinformation:
    Good Karma Coffee haben die Vision von einem Bright Roast Blend der die maximale Süße der Kaffees offenbart und dabei möglichst viel Frucht transportiert ohne die Säuren zu betonen. Dazu kaufen sie gezielt zwei Kaffees ein, die ihnen dafür besonders geeignet erscheinen und die es nicht als Single in ihrem Sortiment zu bekommen gibt.
    Sie möchten damit einen fruchtigen Kaffee schaffen, den man gerne jeden Tag von morgens bis abends trinkt. Als Filter, als Espresso und als Flat White. Das ganze zu einem Preis den man für seinen Jederzeit-Kaffee auch bereit ist, zu zahlen.
    20191103_161602.jpg


    Geschmack:
    Im Normalfall bin ich kein großer Freund oder Tester für einen Blend. Aber die Idee, die hier von dem Team der Rösterei Good Karma Coffee verfolgt wird, fesselte mich dennoch. Ich war einfach neugierig und gespannt. Nebenbei findet man an allen Ecken und Kanten gute Voraussetzungen für eine gute „Mischung" vor; zum einen ein sehr gutes Röst-Team und sehr hochwertige Bohnen. Bei dem aktuellen Preisansatz von lediglich 7,00 € sind „Ängste" obsolet. Leider konnte ich die Bohnen bisher nur als Filtervariante testen; hier dann im GEM Dripper, V60 und der Aeropress. Als Pendant zum Flat White konnte ich zumindest mit einem Milchkaffee auf die Zielgerade einbiegen. Und abschließend kann ich auch nur Positives berichten.
    Denn bei diesem Genuss erhält man durchaus spannende Noten und auch Authentizität. Vor allem war ich doch überrascht, wie bestimmend sich der Ethiopia in diesem Blend schlägt..Nuancen, die ich eher dem Kenya zuschreiben würde, sind praktisch in den Ethiopia aufgegangen und bis zum Schluss weitergetragen worden. Hier spielt die Schichtigkeit eine zentrale Rolle. Hier wandeln sich z.B. dunkle Beeren in eine fruchtige Aprikose, eine Mango geht in Hopfen auf und verbleibt recht unterschwellig im Aroma und auch in der Tasse. Ebenfalls konnte ich in den meisten Brews doch eine sehr präsente Limette ausmachen, die sich schon von der normalen Säureumgebung abgehoben hat. Sie sorgte teilweise für eine angenehme Bitterkeit, die noch etwas Schwung in den Charakter des Blends brachte. [Wer diese Nuance um Limette gerne auf der Zunge spüren möchte, der kann dies ua mit einem heißen Brew, um die 95 Grad, gerne mal testen.] Floral obsiegt auch hier der Ethiopia. Es liegt eine feine Jasminnote in der Luft; im Abgang mit leichter Unterstützung von Magnolie und lila Blüten. Die Süße ist in den meisten Aufbereitungen nicht sehr ausgeprägt. Hier handelt es sich eher um eine tiefe/schwere Süße, die ich einem dunklen Honig und der Melasse zuschreiben würde. Bei einem abkühlenden Beverage ergibt sich neben dem Honig eine in Honig eingelegte Walnuss. Sehr nice! Das Mundgefühl empfinde ich beim Verkosten eher zart/weich und dicht, jedoch nicht sirupartig. Säuretechnisch handelt es sich um eine Zitrussäure, die zwar nicht spitz, aber durchaus lebendig ist. Sie erhält im Laufe des Verkostens an Kraft und wirkt noch nach.
    Den absoluten Jam hatte ich im Kasuya Dripper..süß und cremig. Genau so soll er sein..zwar nicht so differenziert in der Wahrnehmung, aber genau DAS war der JAM!
    In der AP war die Ethiopia-Dominanz nicht ganz so stark ausgeprägt. Lediglich in dieser Bereitung hatten die SL Varietäten die Möglichkeit sich ein wenig mehr durchzusetzen.
    Gehüpft wie gesprungen..die Röstung scheint sehr flexibel und jede Methode scheint ihren eigenen Charakter zu erschaffen. Faszinierend und durchaus spannend. Mein Daumen geht hoch!!


    Fazit:
    Interessant, spannend..faszinierend! Wandelbar und einfach nur zum Genießen. Obwohl ich hier noch etwas „Space" bei der Balance und der Süße sehen würde, ist der Blend einfach ein Kaffee zum Genießen und Probieren. Das war das Ziel, dass definitiv erreicht wurde. Und mehr..der Blend läd immer wieder dazu ein, ihn zu testen und neu zu interpretieren. Also bei dem aktuellen Preisansatz auf jeden Fall eine Empfehlung. Die Idee geht auf und man kann sich über die Jam Series freuen. Die werde ich sicher auch ordern, vor allem, weil es ja nicht nur bei Kenya und Ethiopia bleibt. Ich bin sehr gespannt, was sich @Oblator noch einfallen lassen wird.


    Da die Röstung hier sicher gut vertreten sein wird, würde ich mich gerne einer Gegenrezension unterziehen. Schickt eure Eindrücke und brew-advices zum Abgleich und Diskutieren. Wird sicher spannend, wobei es dann auch nicht zu theoretisch werden soll.
    @ardalio @infusione @Cairns.. was sagt ihr?


    Brew-advices:

    GEM Dripper:
    15gr coffee-250 ml warer-220 ml beverage result.
    Grind size:medium
    Water temperature:95 celsius
    Time/water
    00:00/50 ml
    00:30/100ml
    00:50/175ml
    01:10/250ml
    Target tds 1.50
    Extraction time: 2.15 min
    20191101_162354.jpg

    V60-02:
    20gr coffee-320 ml water
    Grind size:medium
    Water temperature:94 celsius
    Time/water
    00:00/60 ml
    00:30/210ml
    01:10/320ml
    Extraction time: 2.25 min
    20191102_140325.jpg

    V60-02 (Kasuya Dripper):
    20g Kaffee; 300g Wasser; Temperatur 88°; sehr grober Mahlgrad (Comandante 35-37 Klicks für den Kasuya Dripper); das Wasser muss vor jedem neuen pour komplett durchgelaufen sein. Um Die Säure mehr zu betonen beginnen wir hier mit 70ml.
    0:00 70ml;
    0:45 50ml;
    1:30 60ml;
    2:10 60ml;
    2:45 60ml;
    3:30 fertig
    20191103_104730.jpg

    AP:

    16,5gr coffee-220ml water
    Grind size: meedium-fine
    Water temperature: 84 celsius
    Time/water
    00:00 60ml;
    00:20 220ml:
    3facher Cross Stir und 2 stramme Runden nach dem ersten Pour
    Bei 01:05min für 35s langsam und konstant pressen
    20191102_073303.jpg

    Verwendet wurde (noch) das 3rd wave water.


    Intentionen zu den Bohnen..
    Kenya: Mango, Johannisbeeren und Limetten, Süße mit karamellartigem Körper
    Ethiopia: Aprikose, Limette, Hopfen. Jasmin- und Magnolienblumen. Sehr komplex, mit Honigsüße.
     

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  14. Cairns

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    danke fürs Ausführliche Feedback!
    Da bin ich mal gespannt
     
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  15. #1375 whereiscrumble, 04.11.2019
    whereiscrumble

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    oh, also spoilern wollte ich nicht *sry* Aber ich bin auf deine Ergebnisse gespannt. Vor allem, wie die Balance zwischen Kenya vs Ethiopia aufgefasst wird.
     
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  16. #1376 infusione, 04.11.2019
    infusione

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    Ich hatte bisher nur einen Espresso Shot, den Vitali gezogen hatte.
    Sehr fruchtig (wie erwartet). Die schlanke, zitronige Säure hatte ich intuitiv dem Kenia zugeordnet. (Ich kann das nicht wirklich begründen).
    Sicher klasse als Basis für Cappuccino oder flat white

    Wenn ich ihn mir noch zulege würde ich ihn im V60 probieren.
     
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  17. #1377 Oldenborough, 04.11.2019
    Oldenborough

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    Nicht gerade -sondern heute im Büro- den Kolumbianer von rostory / @nicanz . 400 ml auf 25 Gramm im Clever Dripper.
    Was sagte der mittrinkende espressoaffine Kollege? "Da braucht man ja gar keinen Zucker!" (Ja, der wird auch noch zum Brüher!)

    20191104_085406.jpg
     
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  18. #1378 whereiscrumble, 05.11.2019
    whereiscrumble

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    Good Karma Coffee –Myanmar Ywangan Natural
    "Return of Master S"
    20191103_135651.jpg


    Angaben vom Röster:
    Land: Myanmar
    Region: Ywangan
    Farmer: Kleinbauern der Region
    Anbauhöhe: 1500m
    Varietäten: Catimor, SL34, S795, Costa Rica
    Aufbereitung: Trocken
    Roast: filter (light-medium)
    20191103_084057.jpg

    flavor notes: Banana, mango, grape, apple strudel
    20191103_084038.jpg

    Geschmacksbeschreibung:
    Die neue Ernte aus Ywangan ist angekommen und durfte dann auch „verarbeitet" werden. Leider kenne ich die vorherige Ernte nicht, so dass ich keinen Vergleich ziehen kann. Ich kann aber berichten, dass es sich um einen süßen, zart knusprig gehaltenen Natural handelt. Aber keine falsche Scheu; für einen Natural, weiß er sich zu benehmen und er wirkt auch nicht sehr funky. Ganz im Gegenteil, denn hier wirken aromatische Holznoten und florale Elemente für den Schwerpunkt. Auf der einen Seite etwas Sandelholz und auf der anderen Seite florale Nuancen um eine schöne Lavendelnote.
    Die Fruchtelemente kommen etwas mit tiefer Stimme aus ihrem Versteck. Eine schwere/reife Banane, getrocknete rote Beeren und gebackener (saftiger) Apfel runden den Geschmack ab. Beim Abklingen dieser Noten schwelgt immer ein bisschen Kakaospitze mit. Ein wirklich angenehmes Mundgefühl macht sich breit..leicht saftig und dennoch mit einer seichten Cremigkeit. Ein Hauch von Honigsüße stützt diese Erfassung. Ein mittelschwerer Körper, der zu einem reichhaltigen, leicht trockenen Abgang führt. Im Abgang hat man ergänzend die Intention von süß-würzigen Elementen, die ich nicht näher spezifizieren kann. Vielleicht etwas (rosa) Pfeffer gepaart mit Anis?! In den verschiedenen Bereitungsmethoden auf jeden Fall sehr lecker und süß.

    Fazit:
    Dieser ungewöhnliche Kaffee von einer nicht ganz gewöhnlichen Herkunft polarisierte bei uns zuhause. Thematisiert wurden vor allem die Holznoten sowie die floralen Eigenschaften. Aber egal, wie man die Medaille wendet, der Kaffee ist etwas anders, aber gut..komplex und überzeugend! Ob es jedoch für eine Meisterschaft reichen würde, weiß ich nicht. Er ist nicht ganz das „Räuchermännchen" eines typischen Naturals, erinnert aber ein wenig an die natürlich verarbeiteten Ethiopia Varianten,..nur mit mehr würzigem Dabeisein. Eine Empfehlung für alle, die es nicht zu fruchtig mögen, aber dennoch einen gut ausbalancierten und komplexen Kaffee mit der gewissen Süße bevorzugen. Abwechselung bringt er auf jeden Fall in die Handfilter.
     

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  19. andriy

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    Danke @whereiscrumble ! Gibt es einen Vergleich zum Tequila Sunrise wenn Du den auch schon getrunken hast? So wie ich es jetzt verstehe, hat der Kolumbianer mehr Süße, mehr Frucht (vorwiegend Zitrus), wobei die einige Röstungen aus Myanmar, die ich schon gekostet habe, entwickeln eher die spritzige Säure, so wie bei der selben Varietäten aus Kenia, oder täusche ich mir da? Der Ywangan Natural ist ja wohl was anders denn SL28, SL34. Klingt auf jeden Fall sehr spannend.. Wobei bei mir wird irgendwann schon einen Nachschub von Normas Wein fällig, diesmal probiere ich ihn auch im Filter, ist passend zum (Glühwein-) Saison.
     
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  20. #1380 whereiscrumble, 05.11.2019
    whereiscrumble

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    Ein direkter Vergleich ist hier etwas schwierig. Aber ja, den Colombia hatte ich..wenn ich hier mit dem Beantworten fertig bin, werde ich ein Kurzreview gerne dazu schreiben! Dauert nicht lang, wird aber wie eine Lobpreisung klingen. In meinen Augen ist der Tequila Sunrise ein perfekter yellow Bourbon. Punktgenau und super ausbalanciert.
    Vom Geschmack aber ganz anders als der Ywangan..hier treffen zwei unterschiedliche Welten aufeinander. Der Colombia ist ein (sehr) klarer washed, der Ywangan nicht überfermentiert, aber mit guten natural typischen Eigenschaften.
    Der Ywangan ist sehr komplex, der Tequila Sunrise eher simpel strukturiert. Die Süße überwiegt mehr beim natürlich aufbereiteten Vertreter. Dafür punktet der Colombia mit einer Klarheit, die ich selten so in der Tasse hatte. Mehr Infos dann in der gleich folgenden Rezension :) Aber bei Fragen, immer fragen..obwohl hier sicher auch subjektives Empfinden eine Rolle spielen sollte. Der Fruchtcharakter ist beim Vertreter aus Colombia halt direkter, klarer..aber halt nicht sehr komplex.
    Den Colombia habe ich iÜ nun auch zweimal nachgeordert :D Sollten sie die Tage bei mir eintreffen, prüfe ich sie gerne nochmal auf ihre Säureeigenschaften. Im Gros kann man aber sagen, dass ich sie beim Colombia besser fand..eine komplexe Zitrusnote. Im Natural dann lebendig, aber stimmig zur Aufbereitung.

    den habe ich auch mitgeordert. Interessiert mich ebenfalls.

    Okay,..ich mach mich an den Colombia :) *leider (noch) ohne Bebilderung
     
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