Ich trinke gerade folgende Eigenröstung:

Diskutiere Ich trinke gerade folgende Eigenröstung: im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; @perfect_espresso , nee, die waren nicht eingeschweißt. Die waren nur in einem Drogeriemarkt-Allzweck-Platikbeutel mit Zip-Verschluß verpackt...

  1. #401 perfect_espresso, 09.05.2021
    perfect_espresso

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    Jetzt wo du's schreibst, erinnere ich mich wieder...

    Kenne ich nur zu gut:) Beruhigt aber ungemein, dass man Bohnen doch so lange lagern kann, sofern man die ordentlich verpackt
     
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  2. #402 honsl, 02.06.2021
    Zuletzt bearbeitet: 02.06.2021
    honsl

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    Hallo an alle Röster!

    Heute hatte ich ein kleines AHA-Erlebnis, das ich gerne mit euch teilen möchte.

    Die erste Röstung einer brasilanischen Bohne (Brazil Arabica Coffee NY 2, Cemorrado), über die ich nicht viel mehr weiß und privat günstig gekauft hatte.

    Für meine Verhältnisse moderate Einwurftemperatur, ist sie mir vermeintlich nicht gelungen.
    Trotz offensichtlich recht brauchbarer Kurve war der FC kaum hörbar, verhältnismäßig viel Chaff, der sich schlecht löste und ungleichmäßiges Bohnenbild nach Röstung.

    Das erste Cupping nach ca.12 h brachte eine fruchtige Signatur zu Tage, die ich absolut nicht erwartet hatte. Aufgrund des Bohnenbildes & unbefriedigenden Röstverlaufs war ich mir sicher, eine Röstung "für die Tonne" produziert zu haben.

    Gestern dann, nach knapp 4 Wochen, folgte die erste echte Trinkprobe.
    Parameter - Mahlgrad und Mühle - weitensgehend blind, ich hatte noch keine Vergleichsnotizen. 18 Gramm und ein relativ feiner Mahlgrad brachten bei modertatem Druckaufbau ~ 4.5 Bar (ca. 20 Sekunden "Preinfusion") einen ersten dünnen Strahl zu Tage. Dann hoch auf Maximaldruck. In 30 Sekunden - 36 Gramm. Temperatur 93° Grad Celsius.

    Helle und eher dünne Crema bestätigten mich in meinen negativen Erwartungen. Geschmacklich allerding wurde ich mit einer tollen hellen Röstung belohnt, wie sie mir bisher selbst noch nie gelungen ist und sich (für meine Geschmack) nicht vor einigen kommerziellen Produkten verstecken muss. Ich habe heute einen weiteren Versuch gestartet, denn nicht selten schmecke ich am Folgetag anders, aber das Resultat bleibt identisch. Ich bin echt begeistert.

    Beschreibungen des Geschmacks fallen mir schwer, blumige Attribute lösen meist etwas fremdschämen bei mir aus :rolleyes:, aber irgendwas möchte ich ja dennoch schreiben - eine sehr angenehme, niemals beißende Säure/ Fruchtigkeit ist zu vernehmen. Klar und einigermaßen komplex. Vielleicht Birnenmus, Mangomark...

    Überrascht bin ich vor allem über die ausgeprägte Süße, die hervorzurösten mir bisher eher Probleme bereitete.
    Ich habe in der Zwischenzeit die Bohne noch mit einigen anderen Profilen zu zähmen versucht, allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass es noch besser werden kann. Hoffe es natürlich trotzdem, ich bin jedenfalls gespannt.

    Zumindest hoffe ich diese Röstung noch reproduzieren zu können - einige Kilo Versuchsmasse sind noch vorhanden.

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  3. honsl

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    In Anlehnung an meinen Vorpost noch eine Ergänzung. Ich habe den Cemorrado nun noch einige Male geröstet und nun ein -für mich- optimales Ergebnis finden und auch reproduzieren können.

    Etwas niedrigere Einwurftemperatur, dabei allerdings volle Energie, sodass gerade Anfangs möglichst viel Energie in die Bohnen kommt.
    Danach stetig fallende ROR, das ist eigentlich fast immer mein Ziel.

    Im Gegensatz zur damaligen Röstung jetzt bei höherer Endtemperatur entnommen, allerdings in einem kürzeren Zeitraum.
    Waren aber auch 20 Gramm weniger.

    Geschmacklich sind alle oben genannten Attribute noch immer vorhanden, allerdings ist der gesamte Geschmack viel "weicher", irgendwie "edler" und etwas "butterig, cremig" :confused: ja ich weiß).

    Insgesamt hat der Kaffee so für mich nochmals stark gewonnen.

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