Ich versuche auch mal Mühlen zu testen, für Filter.

Diskutiere Ich versuche auch mal Mühlen zu testen, für Filter. im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Der Threadtitel läßt es vermuten, ein hochwissenschaftlicher Test wird das hier nicht. Kurz zu mir, ich habe in den letzten 5 Jahren schon mit...

  1. #1 quick-lu, 06.02.2021
    Zuletzt bearbeitet: 07.02.2021
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    Der Threadtitel läßt es vermuten, ein hochwissenschaftlicher Test wird das hier nicht.

    Kurz zu mir, ich habe in den letzten 5 Jahren schon mit einigen Mühlen, hauptsächlich für Espresso, Erfahrungen gesammelt. Ein großer Spass.
    Mittlerweile sind auch ein paar vernünftige Mühlen für Filter hinzugekommen.
    Filterkaffee war schon immer eine Leidenschaft, sehr lange mit Betonung auf Leiden:).

    Das hat sich in den vergangenen Jahren gründlich geändert, ich zelebriere schon ein bisschen den Handaufguss, das Equipement ist entsprechend dem eigenen Anspruch, allerdings versuche ich eine Balance zwischen Akribie und Genuss zu halten. Ich bin aber alles andere als ein Experte, das nur als Warnung nicht alles auf die Goldwaage zu legen, was ich hier so schreiben werde.
    Es ist auch nach wie vor so, dass mir Espresso leichter von der Hand geht als das Aufgießen in den Handfilter. Aber auch hier hat sich eine gewisse Konstanz eingestellt.
    Und wer weiß, was ich nach dem Test nicht alles dazugelernt haben werde:)

    Der Test wird sich einige Zeit ziehen, ich verschwende ungern Kaffee, deshalb wechsle ich die Mühlen für meinen täglichen Filterkaffee und es wird eher selten 1:1 Vergleiche geben.
    So viel Kaffee trinke ich einfach nicht. Also, bitte nicht hetzen, nicht das mir der Kaffee sauer wird:D

    Zu den Duellanten (bei vier Mühlen nicht ganz der passende Terminus):

    Mahlkönig EKK43 (mein daily Driver, BJ 97, ohne alignment, Titus BC für Filter, hat auf der Filterseite die pre-Filterscheiben (also die Guten;)), mittlerweile wohl einigermaßen eingemahlen und war im früheren Leben eigentlich mal eine EML- Mohn/Leinsaat Mühle)

    Comandante C40 (verwende ich ausschließlich, und das überraschend oft, für Espresso, für Filter ist das schon eine ganze Weile her)

    Option-O Lagom P64 (ausgestattet mit den HU-Scheiben, verwende ich aktuell als Standard-Mühle für helle Espressi im Wechsel mit der Espresso-Seite der EKK, noch keinerlei Erfahrungen bisher mit grobem Mahlgut gesammelt)

    Niche Zero (tja, Mazzer Kony Kegelmahlwerk, soll wohl ganz gut performen für Filter, was man so liest (und ich nicht ganz glauben will), hat bei mir bisher ebenfalls noch nicht krümelig gemahlen)

    Kaffees werden verschiedene verwendet, aktuell habe ich für Filter zu Hause Kaffee von La Cabra, 19grams, Round Hill, Johannes Bayer, Manhattan.
    Im Laufe der Zeit kommen sicher noch weitere Röstungen hinzu.

    Filter stehen folgende zur Auswahl:
    V60-02 Metall (mit Hario Fabrik 1, Sibarist (auf dem Weg), Cafec T-92 light roast, futrpapr (soll auch demnächst ankommen))
    Kalita 185 Metall Tsubame
    Origami Keramik
    Chemex 6 cup (3 cup Papier werde ich mir demnächst auch mal wieder organisieren)

    Mit was ich dann letztendlich versuchen werde, etwas trinkbares hinzubekommen, weiß ich noch nicht so genau.
    Sicher aber mit original Hario, mit Sibarist und mit Kalita.

    Erhitzt und aufgegossen wird das gefilterte (BWT Bestmax Balance) Wasser mit der Fellow Stagg, gewogen wird mit Pearl und Brewista.

    Ich starte vorerst mit für mich bewährten 18g/300g und versuche bei 2:45-3:00 min zu landen. Mal sehen, wie oft mir das gelingen wird.
    Aufgießtechnik bin ich mir noch nicht sicher, aktuell 40g Bloom, dann bis 150, dann bis 230, dann bis 300.
    Birds nest, ohne stir, nach dem letzten Aufguss ein Schwenk. Funktioniert für mich.
    Wasser auf 94°C erhitzt.

    Ich werde auch mit dem einfachen Schüttelbecher teilweise die Fines aussieben zum Vergleich, immer 15 sec. nach eigenem Rezept (die Technik ist geheim und in langwierigen und handgelenksaufreibenden Sessions von mir entwickelt worden):)

    Zum Start habe ich gestern versucht, bei allen vier Mühlen einen vergleichbaren Mahlgrad zu finden.
    Mit der EKK bin ich aktuell in etwa bei 22 C40 Klicks mit Hario original. Das schwankt aber zum Teil deutlich.
    Das wird mit der schwierigste Teil, ich bin gespannt.

    So, jetzt hoffe ich, dass ich den Mund nicht zu voll genommen habe und das auch ordentlich über die Bühne bringen werde. Vier Mühlen testen ist für einen ganz alleine schon etwas langwierig und schwierig, aber hey, ich mache das natürlich nur für euch, also die paar Leuts, die das interessiert:D

    Edit, noch Material der Dripper ergänzt.
     
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  2. #2 yoshi005, 06.02.2021
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    :) Lese gespannt mit...
     
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  3. #3 quick-lu, 06.02.2021
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    Die EKK ist ja täglich im Einsatz, von daher kann ich die schon ganz gut einschätzen, quasi der Goldstandard an dem sich die drei anderen die Zähne ausb... äh messen lassen müssen:)

    Heute nun mit der C40 losgelegt.
    Und gleich mal der erste Schnitzer, mir will um alles in der Welt nicht mehr einfallen, welcher Kaffee von sweet spot mir in letzter Zeit so gut geschmeckt hat (ja, ich habe den Hausmüll durchsucht aber leider nur noch die Verpackung der letzten Espressoröstung von Round Hill gefunden:))
    Kaffee war aber sowieso (leider) der letzte Aufguss mit dieser Röstung, Bohnen sind alle.
    Aus der EKK war der schon phänomenal, hatte ich den gesamten Vormittag auf der Zunge (noch nicht mal Zähne putzen konnte den Aromen etwas anhaben).

    Mit der C40 war er weniger spektakulär, das lag aber evtl. auch daran, dass ich die 2,1 Gramm fines, die ich vorher ausgesiebt hatte, erst vor dem letzten pour hinzugegeben habe.
    Es fehlte mit etwas die Süße, er kam einen Ticken schärfer aus der Tasse, auch etwas kantiger und hatte weniger Körper.

    Der Vollständigkeit halber die Fakten:
    Hario V60 original
    18g Kaffee, 300g Wasser, 94°C.
    Birds nest, ohne stir, nach dem letzten pour geschwenkt
    40g bloom, nach 30 sec. auf 150, dann auf 230, dann auf 300.
    Durchlauf insgesamt 2:45 min

    Das ist aber natürlich erst der Anfang und will nichts bedeuten.

    Morgen gehts dann mit einer Filterröstung gewaschen von Round Hill richtig los, Duromina aus Äthiopien.
     
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  4. #4 quick-lu, 06.02.2021
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    Ich will noch etwas ergänzen.
    Ich werde mich mit der Beschreibung der Aromen der einzelnen Kaffees weitestgehend zurückhalten.
    Die sind mir nicht so wichtig (und sowieso Interpretationssache, nicht wahr:)).
    Süße, Säure, Fruchtigkeit generell, Bitterkeit und vor allem wie das alles zusammenpasst (natürlich subjektiv) sind für mich entscheidender.
    Mit allen Kaffees habe ich keinerlei Erfahrung, einige Röster lerne ich jetzt erst kennen, nach 250g ist Schluss und die nächste Runde wird eingeläutet.
    Ich bin enthusiastischer Kaffeetrinker mit Hang zur Abwechslung und schon einiger Erfahrung, aber alles andere als Experte.
     
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  5. #5 quick-lu, 07.02.2021
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    Option-O Lagom P64 HU
    Kaffee ist von Round Hill Duromina gewaschen, Äthiopien.

    Fakten:
    18g/300g
    Birds nest, ohne stir, nach dem letzten pour geschwenkt
    40g bloom bis 30s, dann bis 150, dann bis 230, dann bis 300
    Durchlaufzeit insg. 3:00 min

    Mahlgut gesiebt, 2,3g fines nach 15 sec. vor dem letzten pour hinzugefügt

    Eine durchaus gefällige Tasse Kaffee, nicht bitter, schöne Süße, angenehme Säure, überraschend viel Frucht.
    Sehr positiv.
    Das werde ich natürlich auch nochmal ungesiebt testen.
    Heute Nachmittag dann zum Vergleich die EK.

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  6. #6 quick-lu, 07.02.2021
    Zuletzt bearbeitet: 07.02.2021
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    Weiter geht's mit dem Duromina von Round Hill.

    Mit geschütteltem Mahlgut aus der EKK. 1,7g fines kamen dabei heraus.

    Hario V60 original
    18g/300g
    Birds nest, ohne stir, nach dem letzten pour geschwenkt
    40g bloom, nach 30 sec. auf 150g, dann auf 230g, dann der Rest.
    Durchlaufzeit insg. 2:53 min

    Tee-artig, weniger Körper, etwas mehr bitter als noch heute Vormittag. Mir fehlt auch ein bisschen die Frucht und weniger süß isser auch, der Kaffee.
    Er ist herber, floraler, kantiger, härter als vor dem Mittagessen.
    Aus der Lagom gefälliger.

    Ich habe mir schon Gedanken darüber gemacht, ob ich die Tests auf eine bestimmte Tageszeit legen soll, also entweder vormittags oder nachmittags.
    Mal sehen, wie sich das so entwickelt.

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  7. #7 quick-lu, 08.02.2021
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    Nächste Runde.
    Niche Zero, Kaffee bleibt gleich

    Gesiebtes Mahlgut, von 18g gesamt erhalte ich 2,6g fines.

    Hario original V60
    94°C
    18g/300g
    Birds nest, ohne stir, nach dem letzten pour geschwenkt
    40g bloom 30 sec., dann wie üblich 150/230/300
    Durchlaufzeit 3:09 min

    Geschmacklich wenig bitter, angenehme Säure, fruchtig, flach, wenig Körper. Bisschen Heu-Aroma schwingt heute mit, habe ich so bisher noch nicht wahrgenommen.
    Vermutlich ist der Mahlgrad etwas zu grob.
    Insgesamt gut trinkbar, auch wieder wie Tee, leicht und luftig. Mir fehlt bei dieser Tasse die Fülle. Allerdings fehlen auch 2,6g Substanz durch die ausgesiebten fines, die ich erst nach dem letzten Aufguss hinzugegeben hatte.

    [​IMG]
     
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  8. #8 Roadrunner, 08.02.2021
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    Nun, wenn Du noch Bohnen haben willst zum probieren - ich hätte da ein paar frisch angefangene Packungen, de mir nicht schmecken. :D
    Von den Flying Roasters Funky (leichte Anklänge von Vollmilchschokolade und Nüssen - mir zu süßlich und zu langweilig), Sleepy Owl (koffeinfrei, leicht schokoladig-nussig, aber leider wenig ausgeprägt - mir viel zu langweilig) und Nightingale (Espressobohnen, habe ich als normalen Kaffee zubereitet - der ist einfach nur bitter, ohne ausgeprägtem Aroma, wie 08/15-Industriekaffee vom Discounter, dafür mit einem lang anhaltenden Nachgeschmack nach Billig-Bitterschokolade/Blockschokolade - und die Bohnen müffeln fischig, sowas hatte ich jetzt auch noch nie).
    Von Kaffanero Guatemala Lampocoy Grand Cru (ebenfalls schokoladig-nussig, mir aber nicht schokoladig genug und somit zu langweilig).
    Bei Interesse: 10 Euro + Versand. Wegschmeißen will ich die Bohnen nicht unbedingt, trinken aber aber auch nicht...
     
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  9. #9 quick-lu, 08.02.2021
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    @Roadrunner
    Danke für das Angebot aber ich bin mit Röstungen gut versorgt.
    Evtl. stellst du dein Angebot ja hier ein:
     
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  10. #10 quick-lu, 09.02.2021
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    Letzter Durchgang mit geschütteltem Mahlgut.

    Comandante C40
    Aus 18g habe ich bei 22 Clicks 2,3g heraus gesiebt.

    Die Fakten:

    Duromina von Round Hill
    Hario V60-02 mit original Papier
    94°C
    18g/300g
    40g bloom für 30 sec., dann 150/230/300
    Durchlauf war in 2:47 min erledigt.

    Der Kaffee mit der prägendsten Säure aber auch schön fruchtig, wenn auch eher eindimensional.
    Noch härter, schärfer und mit wenig Körper als bei den drei vorangegangenen Aufgüssen. Wüßte man es nicht besser, man könnte den Kaffee mit Tee verwechseln.
    Eine zarte Bitterkeit schwingt mit, die ich nicht ganz passend finde.

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  11. #11 quick-lu, 09.02.2021
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    Ich will mal die erste Runde zusammenfassen.
    Bisher gab es kein Ausfälle, jeden Kaffee habe ich mit Genuss und Neugierde getrunken.
    Allerdings waren doch für mich deutliche Unterschiede erkennbar.
    Woher diese letztendlich rühren, Mahlwerk/Partikel-Verteilung und Partikel-Form, Tagesform, Mahlgrad, Aufguss-Technik, kann ich beim Besten willen (noch) nicht sagen.
    Gewinner gibt es (außer mir selbst:)) aber auch nicht.
    Überrascht hat mich, dass ich recht konstante Durchlaufzeiten erreicht habe, der jeweils gewählte Mahlgrad an den verschiedenen Mühlen wird ganz sicher nur rein zufällig einigermaßen gleich gewesen sein. Die Wassertemperatur von 94°C fand ich soweit passend, sehe vorerst keinen Bedarf, hier etwas zu verändern.
    Jetzt versuche ich, den Mahlgrad der jeweiligen Mühle und hoffentlich auch den Geschmack zu optimieren (sofern das überhaupt möglich ist), fines aussieben werde ich vorerst nicht mehr.
    Als Filter verwende ich weiterhin Hario Original.

    Ein bisschen noch zum Handling bei den drei Herausforderer (die EKK läuft hier außer Konkurrenz, auf die ist alles eingestellt und bereitgelegt, das flutscht).
    Von den drei, sieht man vom Gekurbel der C40 einmal ab (stört mich bei Filterkaffee überhaupt nicht, da es am längsten dauert, bis das Wasser auf Temperatur ist und ich in der Zeit alles locker und ohne Stress vorbereiten kann), hat mich am meisten gestört, dass ich die Bohnen bei der Niche nicht bei laufender Mühle einfüllen konnte und ich die letzten paar Bohnen vom Trichter in den Schlund schubsen musste, die da kleben blieben und somit der Mahlvorgang unterbrochen wurde.
     
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  12. #12 quick-lu, 09.02.2021
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    Mir ist gerade aufgefallen, dass ich bei der Chemex Größe im post #1 a bisserl geschwindelt habe:)
    Es handelt sich um die 5-cup mundgeblasen.
    Ob die Chemex allerdings bei diesem Test zum Einsatz kommen wird, steht noch in den Sternen.
     
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  13. #13 quick-lu, 10.02.2021
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    Zweite Runde.
    Ich behalte den Mahlgrad bei um einen besseren Vergleich zum gesiebten Mahlgut zu haben.
    Der Duromina reicht noch für diese Runde, dann braucht's eine neues Päckchen.

    Heute wieder die Lagom HU.

    Hario V60 original
    94°C
    18g/300g
    Birds nest, stir, nach dem letzten pour geschwenkt.
    40g bloom für 30 sec., dann 150/230/300 wie gehabt.
    Durchlauf ungesiebt war dieses Mal 3:28 min.

    Geschmacklich dieses Mal mit Tendenz zur Überextraktion, wobei das immer weniger gestört hat, je mehr der Kaffee ausgekühlt war.
    Er war anstrengender und schärfer als mit gesiebtem Mahlgut. Auch weniger komplex, verwaschener mit weniger definierter Frucht.
    Aber auch nicht so, dass ich ihn nicht doch mit Genuss trinken konnte.
    Nicht bitter, mit feiner Säure. Süß war er auch, im abstrakten Sinne:)
    Ich würde also einen gröberen Mahlgrad suchen, hätte ich noch ausreichend Kaffee übrig von dieser Röstung.

    [​IMG]
     
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  14. #14 quick-lu, 11.02.2021
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    Neuer Tag, neuer Test-brew
    Niche Zero

    Mahlgrad und Kaffee habe ich wieder beibehalten, laut der Skala der Niche schon eher am Ende des Spektrums.

    Die Fakten:
    Hario V60-02 Original
    94°C
    18g/300g
    40g bloom für 30 sec., dann 150/230/300
    Durchlauf war in 3:38 min. erledigt

    Geschmacklich war das ein "normaler" Kaffee, mit Hang zur Überextraktion, wenngleich nicht störend.
    Kräftigerer Körper, flache Aromen, weniger süß, wenig Säure, ganz leichte Bitterkeit aber nicht störend.
    Tja, wäre es ein "gut und günstig" Frühstückskaffee, der einem nicht wehtun sondern nur den Start in den Tag erleichtern soll, wäre diese Tasse meine erste Wahl.
    Den Mahlgrad würde/werde ich definitiv gröber stellen.
    Aber ein Ausfall war der Kaffee definitiv auch nicht, ich hatte mit mehr Schärfe und Bitterkeit gerechnet.
    Ob das nun eine Qualität der Mühle oder doch eher des Kaffees ist, wird sich mit anderen Röstungen zeigen, hoffe ich.


    [​IMG]
    Mein birds nest gewinnt keinen Schönheitswettbewerb, aber für mich ist das in Ordnung so, lange muss ich die Kuhle nicht ansehen:)
    [​IMG]
    [​IMG]
     
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  15. #15 quick-lu, 12.02.2021
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.2021
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    C40

    alles wie gehabt, 22 Clicks.

    Hario V60-02 Original
    94°C
    18g/300g
    40g bloom für 30 sec., dann 150/230/300
    Durchlauf in 3:15 min.

    Spürbar mehr Säure aber auch mehr bitter, bisher der fruchtigste Kaffee, dafür wenig süß. Unterextrahiert erscheint er mir nicht.
    Sehr interessant, knackig, frisch, sicher nicht gefällig.
    Schon erstaunlich, was man mit verschiedenen Mühlen alles erreichen kann, wenn man sich darauf konzentriert.
    Auch dieser brew festigt meine bisherige Einschätzung zur C40, damit wird es tendenziell härter, kantiger, Säure lastiger, aber auch fruchtiger, weniger süß, klarer, differenzierter, analytischer.
    Gerade den letzten Schluck genossen, schon irgendwie geil:)
    Ich würde meinen, dass die 22 Clicks ganz passend waren, evtl. sollte ich versuchen, bei der Durchlaufzeit noch etwas schneller zu werden und auch mal mit 2°C mehr zu brühen.
    Glaube aber, dass es dadurch nicht unbedingt besser werden würde.

    Bin gespannt, was die EKK ungesiebt aus dem Kaffee heraus holt.

    [​IMG]
     
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  16. #16 cosmosoda, 12.02.2021
    cosmosoda

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    Ich habe zwar noch nicht so lange Erfahrung mit der C40, aber diese Einschätzung kann ich absolut unterschreiben. Erst mit der C40 weiß ich, wie fruchtig ein Kaffee sein kann und dass es für mich auch ein zu fruchtig gibt ;)
     
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  17. #17 orangette, 12.02.2021
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    Erstmal möchte ich mich bei @quick-lu bedanken für diesen thread. Mangels Mühlenauswahl oder gerade deswegen lese ich hier sehr gerne mit. Als ich noch meine Vario mit Stahlmahlscheiben hatte fand ich auch total interessant wie unterschiedlich der Geschmack in der Tasse war, als ich die Commandante dagegen brühte. Dann zog die Niche bei mir ein und das ganze Spiel wieder von vorne an. ;) Da konnte ich ähnliches wie Du feststellen. Filterkaffee geht sehr gut, wenn man kein Superschmecker ist. Für die „einfache Tasse“ oder Aeropress funktioniert sie gut genug. Für funky und was besonderes lieber die Commandante.
     
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  18. #18 quick-lu, 12.02.2021
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    Bin gespannt auf die Kombination aus C40 und der nächsten Röstung, ein Natural aus Costa Rica von Johannes Bayer.
    Kaffee aus Costa Rica hat für mich gefühlt immer eine extra Portion Säure.
     
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  19. #19 quick-lu, 12.02.2021
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    Ja, die Vario Stahl würde auch ganz gut in diesen Vergleich passen (und die ProM und die Atom Brew Pro und, und, und...:))
    Voraussichtlich im März wird noch eine fünfte Mühle dazu stoßen, die gerade, aufgrund der speziellen Situation, unterbeschäftigt ist und ich sie, leihweise, gegen die anderen testen darf. Bin schon gespannt.
     
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  20. #20 orangette, 12.02.2021
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    Sehr feines Zeugs... bin gespannt was du davon hältst.
    Das mit der 5ten Mühle macht natürlich neugierig im positiven Sinne . ;) :)
     
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