Isomac Venus - Fragen zum Einstieg (nicht schon wieder^^)

Diskutiere Isomac Venus - Fragen zum Einstieg (nicht schon wieder^^) im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo Kaffee-Netz, ich weiß, es gibt schon ähnliche Threads, ich habe mir auch schon sehr viel hier im Forum durchgelesen. Trotzdem bin ich mir...

  1. #1 hüpernova, 05.01.2019
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    Hallo Kaffee-Netz,

    ich weiß, es gibt schon ähnliche Threads, ich habe mir auch schon sehr viel hier im Forum durchgelesen. Trotzdem bin ich mir bei einigen Punkten noch unsicher und habe (wahrscheinlich übertriebene) Bedenken, durch falsche Bedienung das teure Gerät zu beschädigen.

    Also, ich habe eine gebrauchte Isomac Venus erstanden. Der Vorbesitzer hat ein Überdruckventil im Heißwasserbereich (~9bar) nachgerüstet. Ich beschreibe mal, wie ich bisher vorgegangen bin, ihr könnt ja kurz schreiben, ob das so passt:

    1. Entlüften: Dampfdüse auf, Heißwasserbezug an, bis ein gleichmäßiger Wasserstrahl aus der Düse kommt, Heißwasserbezug und Dampfdüse aus/zu.
    Frage: Wann genau ist dies nötig? Beim Wechsel Dampfbezug -> Espressobezug, das scheint mir klar. Auch tatsächlich bei jedem Einschalten der Maschine? Und dann direkt nach Einschalten oder erst, wenn sie heiß ist?

    2. Bezug: Maschine vorheizen, wenn Leuchte für Kaffee erlischt: Schalter für Kaffee ein, wenn Kaffee fertig: aus. Ggf. Duschsieb von unten reinigen.

    3. Milchschaum: (Espresso beziehen), Schalter für Dampfheizung ein. Nach ca. 30 Sekunden kurz Wasser aus der Düse pusten lassen, Düse in die Milch, Dampfventil auf, Schäumen, Düse kurz pusten lassen und abwischen. Den Schalter für Wasserbezug lasse ich hier aus, richtig?
    Frage: Muss ich hier analog zum Kaffeebezug warten, bis die Leuchte der Dampfheizung erlischt? Das tat sie eben nämlich auch nach etwa 5 Minuten nicht. Sollte sie das tun? Ist hier was defekt?

    4. Rückspülen: Blindsieb rein, Kaffeebezug für kurze Zeit an, dann aus.
    Fragen: Wie lange pumpen lassen? Nur ca. 2 Sekunden oder warten, bis das Manometer richtig Druck anzeigt? Kann es passieren, dass Kaffeemehl "von unten" in die Maschine gelangt? Schadet es der Maschine, wenn man dies mehrmals täglich macht? Funktioniert beim wöchentlichen oder monatlichen Rückspülen auch ein Hausmittel wie z.B. Citronensäure statt speziellem Kaffeefettlöser?

    5. Allgemein: Die Maschine ist darauf ausgelegt, auch mehrere Stunden am Stück eingeschaltet zu sein, da muss ich mir keine Sorgen machen, richtig?

    Danke schonmal für eure Geduld und Mühe!
     
  2. #2 Wrestler, 05.01.2019
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  3. #3 hüpernova, 05.01.2019
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    Danke für die schnelle Antwort.

    Ja, der Artikel und die anderen ähnlichen Themen sind bekannt. Ich gebe zu, die Frage, ob häufiges Rückspülen schadet, erübrigt sich damit eigentlich.

    Allerdings ist mir noch nicht klar, ob die Leuchte der Dampfheizung erlöschen muss, bevor ich schäume und wie lange ich beim Rückspülen pumpen soll. Nur ganz kurz (dann kommt auch schon Wasser durch das "Rückspülventil"), oder soll ich länger pumpen und mehr Druck aufbauen?

    Bei der Citronensäure lag ich wohl daneben. Die löst Kalk. Aber Natriumcarbonat (Wasch-Soda) ist ein Fettlöser und scheint mir zum monatlichen Rückspülen geeignet zu sein, oder? Ich möchte halt nicht unnötig viele Spezialchemikalien im Haus haben, wenn es auch der günstige Allrounder tut.
     
  4. #4 Skunkworks, 05.01.2019
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    Eigentlich reicht schon ein bar Druck, den dann ist das Blindsieb voll, meist schalte ich aber etwas später ab. Man kann den Druck auch voll aufbauen und dann erst abschalten. Mache ich auch manchmal aber vermeide dabei das lange Pumpen gegen das Blindsieb, auch wenn ein OPV im Einsatz ist, muss man die Pumpe nicht unnötig stressen.
    Gruß
    /S.
     
  5. #5 Melitta, 05.01.2019
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    An sich haben fast alle Einkreiser ein auf etwa 9 bar eingestelltes Bypassventil zwischen Pumpe und Kessel. Wozu also noch eines im Heißwasserkreislauf? Der Bypass öffnet, wenn der Kesseldruck den eingestellten Wert übersteigt - egal, ob sich das Wasser im Kessel (nach sorgsamer Entlüftung) ausdehnt oder die Pumpe den Druck erzeugt. Wenn letzteres, liegt die Fördermenge der Pumpe oft über der Flussrate durch den Bypass - dann steigt der Kessekdruck auch höher.

    Entlüften vor jedem Aufheizen, immer direkt nach Inbetriebnahme. Ganz besonders wichtig bei Thermosyphon, da es sonst ewig dauert, bis dieser arbeitet.

    Wäre die Maschine nicht für Dauerbetrieb geeignet, müsste das irgendwo vermerkt sein. Kennt man von Stabmixer und ähnlichem. Darauf steht KB 3 min danach 10 min Ruhe oder ähnliches.

    Ich die Maschinen vor jedem neuen Bezug vorwärts. Rückgespült wird nur ganz selten *, vielleicht einmal im Monat. Öfter ist das sicher nicht nötig. Meine älteste Maschine (VBM Domobar) läuft seit 14 Jahren so - da ist noch nichts dran verdreckt. Reinigung mit Sodalauge ist richtig: Einen Espressolöffel ins Blindsieb, heißes Wasser drauf, den ST so in die heiße Maschine einspannen, 10 min einwirken lassen, abnehmen, vorwärts spülen, dann mit heißem Wasser rückspülen und nochmal ordentlich vorwärts spülen.



    * Wer meint, er müsse das täglich (mehrfach) tun, sollte sich mal auf ein Zwangsleiden untersuchen lassen - oder besser, mit einem echten Barista in Italien sprechen (nicht mit so einem blasierten Kasper der hier Kurse gibt) und sich von dem auslachen lassen. Mit Rückspülen verdient er nämlich kein Geld.
     
  6. #6 hüpernova, 05.01.2019
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    Danke :)

    Bleibt noch die Frage, ob nach EInschalten der Heizung für Dampfbezug die entsprechende Kontrolleute erlöschen sollte. Das tat sie wie gesagt auch nach mehreren Minuten nicht. Dann habe ich Angst bekommen und den Dampf abgelassen.
     
  7. #7 Skunkworks, 05.01.2019
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    Natürlich ist das OPV im Kaltwasserbereich, das ist sicherlich vom TE falsch beschrieben, weil es absolut unmöglich ist, ein OPV zwischen Kessel und BG zu setzen, da es eine Baugruppe ist.

    Wegen des Rückspülens gibt es ja genügend Empfehlungen. Es schadet nicht täglich, selbst mehrmals nicht mit Wasser zurück zu spülen. Wie häufig man Fettlöser einsetzen sollte, ist auch in den Wiki-Empfehlungen. Deine Methode @Melitta mag für dich in Ordnung gehen, ich würde aber keine Maschine kaufen wollen, die so gereinigt wird, denn bei jedem Bezug wird ja auch Kaffee durch das Magnetventil und den anschliessenden Schlauch in die Auffangschale geleitet. Den Teil des Systems zu reinigen hat zwar keinen direkten Effekt auf den Geschmack in der Tasse, ist für mich ein Teil des Reinigungsprozesses.

    Dein Kommentar bezüglich des "echten" Barista ist natürlich Käse. Kauf mal ne alte Maschine, zerlege diese und entfette mal die BGs. Ich habe das mit einer LaCimbali Junior gemacht und die Kaffeefettkruste in der BG war etwa 3mm dick. Soviel dazu.


    @hüpernova trau dich mal zu warten, bis die Lampe erlischt.

    Ich hatte in der Zeit als ich die baugleiche Maschine besaß die Milch lieber auf dem Herd erwärmt und manuell aufgeschäumt mit einem Bialetti-Milchschäumer, das ging am Ende schneller.
     
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