Izzo Alex MKII -von Alteisen zu (hoffentlich) leckerem Espresso-

Diskutiere Izzo Alex MKII -von Alteisen zu (hoffentlich) leckerem Espresso- im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Moin ihr lieben, Seit einiger Zeit trinke ich Espresso den mir meine treue DeLonghi Dedica EC 685 bereitet. Ja ich weiss, nicht das gelbe vom Ei,...

  1. Balu_

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    Moin ihr lieben,
    Seit einiger Zeit trinke ich Espresso den mir meine treue DeLonghi Dedica EC 685 bereitet. Ja ich weiss, nicht das gelbe vom Ei, aber mit gutem Kaffee, Vernünftigem Sieb und einer gescheiten Mühle (bei mir eine Handmühle von Zassenhaus) sind mir doch (in meinen Augen) trinkbare Ergebnisse gelungen.
    Nun hat sich ein Kumpel dazu entschieden sich eine Kaffeeecke einzurichten und hat sich eine Gaggia Classic gekauft. Das wiederum hat mich dann dazu angestachelt auch mein Setup ein wenig zu upgraden. Da ich gerne bastle und schraube, wollte ich mir dann was günstiges gebrauchtes mit ein oder zwei Mängeln besorgen. Ich hab dann recht schnell eine alte Alex MkII der Gruppo Izzo für kleines Geld gefunden. Viel findet man leider nicht darüber im Netz. Was ich allerdings schnell herausgefunden habe:
    - HX Zweikreiser
    - Rotationspumpe
    - Betrieb sowohl Tank als auch mit Festwasseranschluss möglich
    - Faema E61 Brühgruppe
    - 1,5 Liter Boiler mit ordentlich Dampfpower, da der wohl recht heiss laufen soll
    - die Dinger sind rar
    Ebenso die Ersatzteile, wenn man nach dem Hersteller sucht. Hab dann aber eine Quelle gefunden die mir sagte, dass die Maschine fast ausschliesslich aus Standardkomponenten besteht. Das hat mir dann als Kaufgrund gereicht und ich hab zugeschlagen. Am Samstag habe ich jemanden geschickt um die Maschine abzuholen, der Verkäufer hat auch einen Mittelsmann losgeschickt (beide keine Ahnung von Espressomaschinen), war also reichlich Glücksspiel.
    Mein Kontakt sagte mir das irgendwo Wasser raus laufen würde und sich unter der Maschine sammeln würde. Egal dachte ich mir, ich will das Ding eh wieder fit machen, kann ja nicht so schwer sein ein Leck abzudichten...
    Am Dienstag hatte ich dann erstmals die Gelegenheit mir die Maschine genauer anzuschauen.
    Also erst mal alle Verkleidung ab machen, Wasser in den Tank, einstecken und den Ein-Schalter betätigen. So weit so gut. Nichts abgeraucht oder explodiert :D. Hab sie dann unter genauer Beobachtung heiss werden lassen und habe zunächst zu meiner Freude kein Wasser festgestellt wo es nicht hingehört. Doch dann, kurz bevor die Maschine auf Temperatur war: ein paar riesige Wasserspritzer aus dem Entlüftungsventil, welches sich erst schloss nach dem gute 80ml kochendes Wasser über das Innenleben der Maschine verteilt und unten raus gesickert wareno_O Naja halb so wild, ist kein teures Teil. Heisswasser-Auslass, Dampflanze (die hat wirklich mächtig Power) funktionieren ohne Probleme. Dann zur Brühgruppe: Der Hebel Wackelt, aus dem Rücklauf läuft ständig Wasser während aus dem Duschsieb welches läuft und selbst am Hebel läuft hin und wieder was runter...
    Ich hatte Kurzzeitig die Hoffnung mir das vollständige Zerlegen Sparen zu können, aber da auch die obere Leitung vom Wärmetauscher zur Brühgruppe Dellen und Knicke hat dachte ich mir dann, was solls, mach ichs halt alles wieder schön und habe prompt (natürlich erst nach ausreichend Zeit zum Abkühlen) angefangen das Ding zu zerlegen. Oh Junge was ich da nur wieder gekauft hab.... :rolleyes: Pumpenmotor war nur mit zwei schrauben Fest (wenn jemand weiss wo man diese Gummifüsse mit dem Gewindeeinsatz bekommt meldet euch bitte :D), Schläuche von Gardena leiten im Moment das Frischwasser aus dem Tank zur Pumpe, der Tank riecht nach Regentonne (auch hier wäre ich für Tipps dankbar, den originalen Tank als Ersatz habe ich bis jetzt nicht gefunden), die Dampflanze verkalkt, verbogen und mit Grünspan(?Sieht zumindest so aus) befallen (dennoch alles funktional!). Der Heisswasserauslass Sieht besser aus, hat aber auch Flecken im Chrom.
    Nachdem ich den Boiler draussen hatte hab ich als erstes das Entlüftungsventil ausgebaut und (nur die Messingteile) in Zitronensäure eingelegt (jaja ich weiss, nicht das beste, hatte aber nichts besseres zur Hand). Hab die Gelegenheit genutzt und mit der Stethoskopkamera in den Boiler geschaut. Von dem was zu er kennen war, in Üblem Zustand aber nicht so schlimm wie ich erwartet habe. So nun zum "besten" Teil: Die Brühgruppe. Sämtliche Dichtungen steinhart, nicht ein Gramm Fett irgendwo und eine sehr dicke Schicht Kaffeefett überall. Ihr könnt es euch nicht vorstellen wie unfassbar ekelhaft das Ding innen aussieht. Im Duschsieb waren Millimeter(!) dicke Rückstände und die dazugehörige Dichtung schon dermassen durchgenudelt das der Siebträger im eingespannten Zustand Spiel hatte. Heute morgen hab ich dann während meiner Recherche entschieden das ich euch im KN dieses Projekt nicht vorenthalten möchte und habe mir einen Account erstellt:D Das ist der Zwischenstand bis jetzt.
    Morgen kann ich dann weiter machen. Der Plan:
    - Ersatzteile zusammensuchen und bestellen
    - Grosse Mengen Kaffeefettlöser und gescheiten Entkalker besorgen
    - Boiler, Heizung und alle Kupferrohre kräftig in Entkalker einlegen (bei der Heizung auf die Kontakte achten)
    - Die E61 Brühgruppe sauber und wieder funktional bekommen
    - Pumpenmotor wieder richtig montieren und vernünftig entkoppeln
    - IMS Dusche und Siebe verbauen (wennschon dennschon)
    - alles zusammenbauen, dabei abdichten und hoffen das mir das Ding nicht um die Ohren fliegt :D
    - Wasser aus dem Hahn bezüglich Härte testen
    Ich weiss das ihr Bilder gerne habt, hab aber gestern nur eins gemacht. Morgen werde ich vor meinen Reinigungsversuchen weitere Bilder knipsen für ein vorher/nachher und die dann morgen Abend noch nachreichen. Generell werde ich das Projekt mit Bildern festhalten und hier zusammen mit Updates teilen.
    Als kleinen Vorgeschmack hier das eine Bild von der Brühgruppe:
    20221004_181021.jpg

    Ich hoffe ich konnte einige von euch für das Projekt begeistern und freue mich über reichlich Leser, aber auch über Tipps und ein wenig Hilfe!

    Grüsse aus Aachen:p
     
    roady43 und Lancer gefällt das.
  2. #2 chimpman, 05.10.2022
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    benötigt und infusione gefällt das.
  3. Balu_

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    Nabend chimpman,
    dein Thread ist mir doch tatsächlich entgangen. Der Bericht von BellaBarista ist mir jedoch schon bekannt.
    Ich muss zugeben du hast es damals scheinbar noch schlimmer erwischt als ich. Dann besteht ja grosse Hoffnung für mein Maschinchen:D
    Ich denke ich werde deinem Beispiel folgen und Stoll-Espresso kontaktieren und dort nach den Teilen Fragen die mir noch fehlen, die scheinen ja Ahnung von der Maschine zu haben.
    Ich danke dir für deinen Input :D
     
  4. #4 chimpman, 06.10.2022
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    Hoffnung besteht für so einen Panzer immer :)

    Die Frage zum tropfenden Festwasseranschluss in meinem Thread hab ich dort nie beantwortet. Meine Lösung war ein Blindstopfen zum Draufschrauben, war ebenfalls eine Empfehlung von Stoll.
     
  5. Balu_

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    Der Vorbesitzer hatte den Schlauch immer montiert, warum auch immer, er versicherte mir das er die Maschine ebenfalls nur im Tankbetrieb genutzt hat.
    Ich hab den nach dem Testen einfach abgemacht und es kam mir nicht ein einziger tropfen Wasser entgegen, ich denke also das mir dieses Problem erspart bleibt. Falls nicht, so hatte ich auch schon überlegt, pack ich einfach nen Ohropax o.Ä. in das Rohr.
     
  6. Balu_

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    So liebe Leute es geht weiter im Text.
    Leider zunächst eine "schlechte" Nachricht, Bilder von dem Verschmutzungsgrad der Brühgruppe kann ich nicht nachreichen, da Vatern seinem Tatendrang schon mit den Reinigungsarbeiten zu beginnen erlegen ist. Naja was solls, vom Boiler und dem Rest hab ich ein paar Bilder geknipst.
    Also dann. Losgelegt habe ich heute Mittag und habe damit angefangen die Verschiedenen Fittings und Rohre, welche sich noch am Boiler festklammerten zu entfernen. Das hat auch eine ganze Weile gedauert, die waren nähmlich fast alle ordentlich zugekalkt.
    Hier mal ein paar Bilder vom Boiler (sieht im großen und ganzen garnicht sooo schelcht aus):
    20221006_142603.jpg 20221006_141912.jpg

    Nachdem dann der Großteil der Fittings ab war (hab jetzt keine Fotos von allen gemacht, war auch nichts spannendes bis auf viel Kalk halt), ging es an die Heizung.
    Auch nach den zahlreichen Malen die ich hier gelesen habe, man solle einen Schlagschrauber verwenden, versuchte ich mein Glück zunächst mit einem Maulschlüssel. Hat nicht geklappt. Dann hab ich die 1/2" Ratsche mit 30er Nuss ausgepackt und habe mein Glück erneut versucht, aber dennoch nichts. Als nächsts durfte dann der große Drehmomentschlüssel dran. Selbst mit damit und zwei Mann plus Schraubstock tat sich nichts. Da hatte ich genug und habe meinen Druckluft-Schlagschrauber aus dem Regal geholt und voll Stoff gegeben.
    20221006_143621.jpg
    Selbst dieser hat noch fast eine Minute gebraucht um die Heizung zu lösen.
    Na endlich geschafft, die Heizung war draußen und ich konnte in den Kessel lunzen. Kein schöner Anblick. Überall Kalkchips und am HX eine mm dicke schicht.
    Ich hoffe die Chips kann man hier halbwegs erkennen:
    20221006_144128.jpg 20221006_145758.jpg

    Als nächstes habe ich den HX selbst aufgemacht. Das hat vor mir scheinbar schon einmal jemand getan, denn derjenige hat auf die Gewinde cm Dick Teflonband gewickelt. Die eigenlichten Teflondichtungen hat das Teflonband komplett zerstört.
    20221006_145633.jpg (ja ich weiß hier sieht es nicht schlimm aus aber glaubt mir, ich hab 15 min an jedem Fitting rumgefrickelt bis ich alles Teflonband runter hatte...)
    Als dann doch endlich mal alles so in Einzelteilen da lag, hab ich alles kurzerhand in ein Säurebad geschmissen, wo auch alles übernachten wird (die Heizung steht separat in einem Glass damit die Kontakte nicht nass werden). Verwendet habe ich Zitronensäure (niedrig konzentrierter), da ich hier im Umkreis auf die Schnelle keine Amidosulfonsäure gefunden habe. Da ich ja aber ausschließlich Metall eingelegt habe sollte das nicht Dramatisch sein.
    Die Brühgruppe habe ich heute zur Tiefenreinigung mit allen Teilen in ein Kaffeefettlöserbad geschmissen. Auch diese Teile übernachten dort.
    Morgen geht es dann weiter mit den, so hoffe ich, letzten Reinigungs und den ersten Zusammenbauarbeiten.
    Und zum Abschluss noch eine Frage in die Runde:
    Das hier ist das obere Rohr, welches vom HX zur Brühgruppe führt:
    20221006_233501.jpg 20221006_233503.jpg
    Weiß jemand ob dieses Teil als Ersatz passt?
    ECM Rohr Wärmetauscher zu Gruppe (oben) 12,00 € Günstige
    Falls nicht weiß jemand welches Teil passt?
     
  7. #7 chimpman, 08.10.2022
    chimpman

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    Falls du Kondensatorladungen messen kannst, kann ich dir empfehlen den Anlaufkondensator der Rota einmal kurz zu checken. Ich habe aufgrund eines Defekts alles noch einmal zerlegen dürfen :D
    Grad den HX zu entkalken hat bei mir ein paar Tage gedauert, hatte damals auch nur Zitronensäure da. Wenn du irgendwo Ersatzteile bestellst, kann ich dir ans Herz legen, auf jeden Fall Amidosulfonsäure zu ordern. Die ist um ein Vielfaches potenter.
     
  8. Balu_

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    So nach langer Wartezeit geht es endlich weiter:D
    Als aller erstes noch ein paar close up's von den Stösseln. Man sieht recht deutlich das es wahrscheinlich noch die ersten waren: 20221007_145445.jpg 20221007_145424.jpg 20221007_145410.jpg

    20221007_145313.jpg 20221007_145236.jpg

    Und weiter noch die Düse und der Mesh-Filter aus der Brühgruppe:
    20221007_145359.jpg 20221007_145346.jpg
    Wenn ich ehrlich bin weiss ich nicht wie der Vorbesitzer da was geniessbares raus gezaubert hat.....
    Naja wie dem auch sei.
    Nachdem alles für eine Stunde gebadet hat, war das Wasser in dem die Brühgruppe lag dunkel braun. Hab dann an dem Abend noch zwei mal ein neues Bad mit Kaffeefettlöser aufgesetzt. Am nächsten Tag war dann alles schön sauber und grösstenteils von Kalk befreit. In den Fittingen waren noch minimale Ablagerungen die ich mit der Dremel und einer Drahtbürste sehr schnell entfernen konnte. Anders sah es, wie ich schon befürchtete, im Kessel und besonders im HX aus. Also hab ich nochmal ein Bad mit etwas höher konzentrierter Zitronensäure angemischt und den Kessel noch einen weiteren Tag darin baden lassen. In der Zwischenzeit habe ich den Gehäuseteilen mit Chrompolitur zu neuer frische verholfen. So gut es ging jedenfalls, es sind doch recht viele tiefe Kratzer drin :(. Als das erledigt war, ging es daran die Brühgruppe wieder zusammen zu basteln, mit komplett frischen Innereien versteht sich. Montiert sah das ganze dann so aus:
    20221014_184102.jpg 20221014_184111.jpg

    Es geht weiter im nächsten Post. Kann hier keine Bilder mehr einfügen:confused:...
     

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  9. Balu_

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    Als nächstes habe ich dann den Kupferteilen wieder Glanz ein gehaucht. Gut das war wahrscheinlich kein unbedingt notwendiger Schritt, aber es hat mich eine halbe Stunde gekostet und die Ergebnisse sprechen für sich:
    20221014_192235.jpg 20221015_132711.jpg 20221016_142800.jpg 20221016_142820.jpg

    Die Baugruppen in den beiden linken Bildern waren natürlich auch zerlegt. Ich hab alles mit Loctite 55 Dichtfaden abgedichtet. Hauptsächlich weil es günstig war und weil ich das, anders als Flüssigdichtung, im Baumarkt bekommen hab:D. Was soll ich sagen, ihr habt nicht umsonst in so hohen Tönen davon gesprochen. Verarbeitung ist mega schnell und einfach.
    Als das erledigt war, war der Tag auch schon wieder rum. Die letzte Amtshandlung war dann nochmals nach dem Kessel zu schauen. Der Sah so weit ganz gut aus. Juhu dachte ich. Bis ich dann mit der Taschenlampe in den HX geschaut hab. Da war immer noch eine Schicht Kalk draufo_O. Da ich dann nicht zum dritten mal einen Ganzen Eimer Zitronensäure anrühren wollte, hab ich mir einen Blindstopfen mit dem Richtigen Gewinde (ich meine es war 1 Zoll aber sicher bin ich nicht mehr ist ja schon ein Weilchen her:D) genommen und den HX von einer Seite verschlossen. Dieses mal hab ich die Zitronensäure ziemlich hoch konzentriert da ich keine Lust hatte nochmal ein paar Tage zu warten bis das Ding dann endlich mal blank ist...
    Das hat so weit auch wunderbar funktioniert. Am nächsten Morgen war das Ding blitze blank und ich konnte nach kräftigem durchspülen mit dem Zusammenbau beginnen:D.
    Nachdem ich einen besseren Eindruck vom Zustand der Maschine bekommen habe, hab ich dann sicherheitshalber alle Ventile getauscht. Die waren von innen nämlich auch alle versifft, verkalkt und das Gummi hat sich auch überall schon aufgelöst. Dann geb ich lieber die paar Euro mehr aus und habe keine Angst vor Gummi im Kaffee, der Maschine oder sonst wo. Angst das die Sicherheitsmechanismen versagen und mir die Maschine um die Ohren fliegt hab ich dann auch nicht mehr.
    20221016_142909.jpg 20221016_142921.jpg

    Nachdem die Pumpe wieder verbaut war, (diese habe ich nicht auseinander gebaut, dass bereue ich aber auch schon ein bisschen :rolleyes:) (den Kondensator habe ich aber gemessen, der ist in Ordnung), hab ich dann den Kessen wieder einbauen können.
    Übrigens: Falls einer auch auf der Suche nach diesen Gummifüssen ist, im Modellbau sind die häufig zu finden. Hab meine bei Fliegerland.de bestellt.
    20221022_184812.jpg
    Wie man sieht, ist das obere Rohr vom HX zur Brühgruppe neu. Falls jemand das gleiche Problem hat, ich hab das hier bestellt:
    La Scala Rohr Wärmetauscher oben zur Brühgruppe T3 34,86
    Und das passt NICHT!!! Zumindest nicht ohne leicht nach zu biegen. Eingebaut sieht das dann so aus:
    20221022_184822.jpg

    Dann blieb auch eigentlich nur noch der Tank übrig. Den hab ich in die Spülmaschine gepackt. Sieht jetzt aus wie neu und riecht auch nach nichts mehr.
    Der erste Probelauf lief überraschend gut. Nicht eine undichte Stelle :D.
    Zwischenstand ist bis jetzt:
    Die Maschine läuft, ist dicht, leise und produziert auch guten Espresso. Als Upgrade sind eine Dusche und ein Sieb von IMS, sowie ein Manometer an der Brühgruppe im Einsatz. Ich habe die Pumpe so eingestellt, dass dieses exakt 9 bar anzeigt. Betrieben wird die Maschine ausschliesslich mit gefiltertem Leitungswasser, welches zu meinem Glück die perfekte Härte, Alkalinität und pH hat. Davon habe ich anfangs auch 10L durch die Maschine gejagt um wirklich nochmal die letzten möglichen Reste raus zu spülen.
    Was noch behoben werden muss:
    Die Dampflanze und die Heisswasserlanze müssen inklusive der Ventile getauscht werden. Ebenfalls muss der Siebträger getauscht werden. Zum einen ist die Chrom-Beschichtung innen nicht mehr vorhanden und die raue Oberfläche sorgt dafür, dass der Kaffee nicht richtig raus läuft, zum anderen hätte ich gerne einen Bodenlosen, um mein Puckprep zu kontrollieren. Ausserdem sind die Flügel meines Erachtens nach nicht dick genug, weshalb ich eine Distanzscheibe über die Brühgruppendichtung legen musste. Gesamtdicke sind jetzt 9,5mm. Da manchmal trotz fest eingespanntem Siebträger Kaffee an der Seite runter läuft, anstatt durch den Ausguss, habe ich die Befürchtung, dass die Distanzscheibe für eine Undichtigkeit sorgt. Dickere Flügel am Siebträger sollten dieses Problem beheben. Des weiteren muss ich noch ein anderes Sieb beschaffen. Das was ich mir zuerst gekauft habe, ist viel mit einer maximalen Kapazität von 22g angegeben. Das sorgt bei einer 18g Dosis für einen völlig zerstörten Puck nach dem Bezug, was mir ein wenig auf die Nerven geht:rolleyes:. Zum Schluss muss das Blech der Tassenablage noch poliert werden. Das sah sehr übel aus, weshalb ich dort erst mit Schleifpapier dran gehe und anschliessend aufpoliere.
    Also wie man sieht ist das Projekt noch lange nicht abgeschlossen, auch wenn die Maschine technisch weitestgehend Funktioniert.

    Ich hoffe ich konnte euch bis hier hin gut unterhalten und im besten Fall ein Stück schlauer machen :D
    Ich melde mich sobald ich mich den weiter bestehenden Problemen gewidmet habe.
     
    chimpman und wiegehtlasanmarco gefällt das.
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