Kaffee-Banause erbittet Hilfe bei ersten Brühversuchen

Diskutiere Kaffee-Banause erbittet Hilfe bei ersten Brühversuchen im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Definitiv, volle Zustimmung. Ich war im Verlauf des Threads gleichwohl ein bisschen in Sorge, dass der TE mangels Erfahrung nun erwarten könnte,...

  1. Silas

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    Definitiv, volle Zustimmung. Ich war im Verlauf des Threads gleichwohl ein bisschen in Sorge, dass der TE mangels Erfahrung nun erwarten könnte, Getränke ähnlich denen aus dem Hotel per AE et al. zu erhalten. Das würde zwangsläufig zu einer Enttäuschung führen und es wäre doch schade, sich dadurch den Einstieg in den Brühkaffee zu verleiden -- oder es dann wieder ganz zu lassen.
     
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  2. #22 StSDijle, 12.01.2020
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    Über Milch und Zucker würde ich jetzt nicht stolpern. Die Schibung (oder wie schrub man den Massenverbrenner nochmal?) reicht als Erklärung für den Milch und Zuckerwunsch. Und selbst wenn, wer sind wir um darüber zu urteilen? Die meisten Kaffeefreunde, die ich kenne sind nicht eingeschossen auf eine zubereitungsart. Der Wunsch möglichst viele zu haben hingegen kommt bei manchen (auch bei mir) vor. Was aber eben auch bedeutet, dass man dem Kaffeehobby nur mit einer Mühle und einer Frenchpress frönen kann. Meinen Erstkontakt mit Kleinröstern hatte ich 2000, aber erst 2011 hab ich mit Erpresso angefangen. Braucht man das? Nö, aber damals dachte ich es. Warum hab ich mir dann irgendwann eine neue gekauft? Weil ich es mir leisten konnte. Wäre ich kaffeemäßig schlechter dran ohne? Nö ich brühe jeden Tag min. einen Espresso und einen Filter (meine Partnerin trinkt lieber Filter)
     
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  3. Johau

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    Der Kaffee im Hotel war definitiv aus einer ST Maschine. Möglicherweise sind tatsächlich meine Vorliebe Milchgetränke auf Espressobasis, aber darauf kann ich ja immer noch umsteigen. Jetzt möchte ich aber erst mal rausfinden ob Filterkaffee etwas für mich ist und wenn nicht, dann vielleicht für meine Frau (die ihren Kaffee auch gerne schwarz trinkt).
    Nochmals danke an Euch alle!
     
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  4. Johau

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    Jetzt vielleicht doch noch eine dumme Frage: es ist immer von DEN Kleinröstern die Rede. Heißt das, alle Kleinröster machen grundsätzlich guten Kaffee oder gibt es auch hier große Qualitätsunterschiede? Ich kenne Leute die zu Hause selbst stolz ihr Bier brauen und es schmeckt trotzdem grauenhaft... Oder kann man beim Rösten nicht allzu viel falsch machen und die Unterschiede sind dann nur noch die von mir wohl nicht schmeckbaren „Nuancen“?
     
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  5. #25 StSDijle, 12.01.2020
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    Oh doch man kann verdammt viel falsch machen, aber beim Kaffee tickt ab Röstdatum die Uhr sehr laut und wenn das Töstdatum nicht klar ist wird es seh schnell schwierig. Keiner von den großen wird dir ein Datum geben. Du wirst dich immernoch durchprobieren müssen.
     
  6. cbr-ps

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    Natürlich gibt es Unterschiede, sowohl in Qualität als auch in geschmacklicher Ausrichtung. Aber allen gemein ist, dass sie im Vergleich zu Industrieröstern den Kaffee in kleinen Chargen langsam rösten und nicht Massen mit hoher Temperatur in kürzester Zeit. Das ermöglicht dem Kaffee die Entwicklung komplexerer Aromen und verhindert richtig gemacht „verbrennen“, was nach meiner Einschätzung der typische Grund für dein Empfinden „schrecklich“ gewesen sein dürfte.
    Auf der anderen Seite hast Du bei den kleinen potentiell weniger Konstanz im Ergebnis über Chargengrenzen hinweg, das sie erstens nicht über die Qualitätssicherung (wobei hier „Qualität“ als Konstanz im Ergebnis, nicht absolute Produktqualität bedeutet) industrieller Produktion verfügen, sondern handwerklich arbeiten und auch kleinere Chargen Rohkaffee einkaufen, die eben auch unterschiedlich ausfallen und nicht auf Standard gemischt werden.
     
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  7. #27 Hurtz11, 13.01.2020
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    Um zu testen, ob die Reise eher in Richtung Siebträger geht, kannst du es auch mal mit einem Herdkännchen versuchen. Ist zwar dann keine echter Espresso, geht geschmacklich aber in die Richtung. Die Tchibo-Mühle soll nach den Forenbeiträgen hier dafür ausreichen, die Kosten wären auch mehr als überschaubar.
     
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  8. Johau

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    Vielen Dank für die weiteren Infos und Tipps!
    Habe mal die Temperatur am Auslass von meiner Kaffeemaschine gemessen, das sind ca. 80-85 Grad, da nur schwallweise ein dünner Strahl rauskommt sind es im Filter 70-75 Grad. Das spricht dann wohl für die Theorie, dass der Industriekaffee durch Unterextraktion und viel Milch und Zucker genießbar wurde. Jetzt habe ich allerdings das Problem, dass ich den unangenehmen Geschmack, den ich durch das „perfekte“ Aufbrühen perfekt rausgearbeitet habe, inzwischen auch bei meiner Standardzubereitung rausschmecke. Habe also offensichtlich dadurch meine Geschmacksnerven verdorben (oder sensibilisiert)? Scheint also eh kein Weg mehr dran vorbeizuführen, auf besseren Kaffee umzusteigen... Morgen kommt die Mühle und der Quijote, dann schau mer mal.
     
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  9. Seneca

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    Die Bohnen von Quijote kommen meistens sehr frisch geröstet an. Du solltest sie erst 14 Tage nach dem aufgedruckten Röstdatum verwenden. Habe auch ich zuerst falsch gemacht, die müssen noch ausgasen...
     
  10. cbr-ps

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    Das stimmt, aber Brühkaffee geht meist etwas früher, so ab einer Woche.
    Bei meiner ersten Charge Eigenröstung konnte ich es nicht lassen frisch zu probieren. furchtbar „spitz“, keine Nuancen - nach 4-5 Tagen sah das schon viel besser aus.
     
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  11. Johau

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    Danke für die Hinweise! Bohnen sind angekommen, Röstdatum war vor 1 Woche, sollte also schon gehen (lt. Aufdruck übrigens schon nach 2 Tagen...).
     
  12. cbr-ps

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    Da sollte es kein Problem sein, gleich loszulegen. Viel Erfolg!
     
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  13. Johau

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    Habe ich! Habe mit dem Honduras Honey angefangen (vielleicht nicht der Richtige zum Anfang, aber ich war halt neugierig...) und in der Mühle die mittlere Filterkaffeeeinstellung gewählt. Beim Aufbrühen lief es dann vor allem gegen Ende kaum noch durch den Filter, so dass ich nach 4.5 min abgebrochen und den kleinen Rest Flüssigkeit aus dem Filter weggeschüttet habe. Dann zum Vergleich mit früher mit Milch und Zucker getrunken , hat schon mal sehr gut geschmeckt, die eklig/verbrannte Note die ich vom Tchibo kannte, war weg. Dann etwas gröber gemahlen, lief damit in 3.5 min durch, das habe ich dann pur probiert. Geschmeckt habe ich sehr deutlich Säure, die angekündigte Orange/Mandarine von mir aus auch, der Lebkuchen war jedoch nicht zu erkennen, auch keinerlei Bittergeschmack. Vielleicht doch etwas zu grob gemahlen bzw. unterextrahiert, vielleicht schmeckt der Kaffee aber halt auch so.
    Ich bin jedenfalls schon mal sehr glücklich, Kaffee herstellen zu können der grundsätzlich schmeckt, der Rest ist dann denke ich Experimentieren, Erfahrung sammeln und an den Lieblingsgeschmack herantasten.
    Nochmals vielen Dank an Euch für die Unterstützung und Hilfe!
     
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  14. #34 StSDijle, 15.01.2020
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    Das ist ja schonmal gut zu hören. Dass du die Kaffeeprosa eventuell nicht nachvollziehen kannst, liegt nicht nur an dir. Gerade sowas wie Lebkuchen hängt so stark von persönlichen Geruchserinnerungen ab. Was Feinheiten aber verstecken oder eben auch hervorbringen kann, ist eine Aufgusstechnik, die eine gute (soll heissen gleichmäßige) Extraktion ermöglicht. Es gibt da ein paar grundsätzliche Regeln (ausreichendes Blooming, gleichmässiges Mahlgut, gleichmässiger Wasserkontakt) aber im wesentlichen musst Du einen Ablauf finden der für dich wiederholbare Ergebnisse erzielt.
     
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