Kaffee macht glücklich - und krank

Diskutiere Kaffee macht glücklich - und krank im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; zur Unterhaltung mal wieder etwas aus dem Feuilleton: Cola macht schlank – und depressiv - Leben - jetzt.de ps: es soll ja immer noch Menschen...

  1. #1 cafePaul, 17.01.2013
    cafePaul

    cafePaul Mitglied

    Dabei seit:
    14.09.2007
    Beiträge:
    1.451
    Zustimmungen:
    142
  2. #2 badalucchino, 17.01.2013
    badalucchino

    badalucchino Mitglied

    Dabei seit:
    20.09.2009
    Beiträge:
    972
    Zustimmungen:
    17
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    μηδὲν ἄγαν, medèn ágan, also etwa "nicht im Übermaß, nichts übertreiben", das wussten schon die ollen Griechen. Und die kannten noch keine amerikanischen Studien. Tranken aber, wie auch die Römer, ihren Wein mit Wasser vermischt. Koffein war noch nicht erfunden.
     
  3. xenos

    xenos Mitglied

    Dabei seit:
    10.02.2012
    Beiträge:
    834
    Zustimmungen:
    14
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    sie machen das sogar mit einem Reim: σε μήνες που δεν έχουν rho, πίναtε κρασί με ​​νερό!
    (so frei nach Gehör, ohne Gewähr betr. korrekter Grammatik ;-))
     
  4. #4 badalucchino, 17.01.2013
    badalucchino

    badalucchino Mitglied

    Dabei seit:
    20.09.2009
    Beiträge:
    972
    Zustimmungen:
    17
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    Das sieht aber mehr wie Neugriechisch aus, oder irre ich mich?
     
  5. blu

    blu Mitglied

    Dabei seit:
    15.11.2004
    Beiträge:
    8.864
    Zustimmungen:
    3.359
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    Hi,

    ich lese gerade ein Buch "Katzen würden Mäuse kaufen", in dem es um Tierfutter insbesondere für Hunde geht. Darin las ich, dass in der Schweinemast Süßstoff eingesetzt wird, weil die Tiere dann schneller zunehmen :shock:. Ich weiß allerdings nicht, wie wissenschaftlich seriös diese These belegt ist, wundern würde es mich nicht.
    lg blu
     
  6. #6 espressionistin, 17.01.2013
    espressionistin

    espressionistin Mitglied

    Dabei seit:
    02.11.2009
    Beiträge:
    9.603
    Zustimmungen:
    5.039
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    Ist so, weil Süßstoff dem Körper signalisiert, dass Zucker kommt und er verstärkt Insulin ausschüttet, was eine Absenkung des Blutzuckerspiegels zur Folge hat, was wiederum ein Hungergefühl produziert, welches bei der Schweinmast dazu führt, dass die Tierchen noch mehr Fressen.

    Das funktioniert beim Schwein wie beim Menschen, weswegen diese ganze Diät-Süsstoffgeschichte der größte Nepp in der Ernährungsgeschichte ist.
     
  7. blu

    blu Mitglied

    Dabei seit:
    15.11.2004
    Beiträge:
    8.864
    Zustimmungen:
    3.359
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    Hi,
    jein sage ich dazu, denn der Mensch ist intelligenter ;-). Meine Frau futtert fast alles mit Süßstoff anstelle von Zucker, ist aber dabei sehr sehr diszipliniert (Sportlerin). Vielleicht wäre sie mit Zucker noch leichter, aber ca. 50 kg sind ohnehin nicht viel...
    Mit Nepp hast du also dennoch Recht!

    lg blu
    (ich habe gerade eine Tüte Colorado gefuttert :oops:, bewege mich zum Glück aber auch soviel, dass es nicht ansetzt)
     
  8. #8 espressionistin, 17.01.2013
    espressionistin

    espressionistin Mitglied

    Dabei seit:
    02.11.2009
    Beiträge:
    9.603
    Zustimmungen:
    5.039
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    Zumindest teilweise. :)

    (genaugenommen meinte ich mit "funktioniert" auch nur den dahinterstehenden Stoffwechselprozess, nicht dessen Auswirkung).

    Da gehört deine Frau wohl eher zu denen, die es aus anderen Gründen futtern als die, zu glauben man nehme dadurch ab (was man bei dem Gewicht wahrlich nicht muss :))
    Ich hab da eher so die adipösen Zeitgenossen vor Augen, die jeden Abend brav ne Tüte Lowfat-Chips futtern und dazu n Liter Diätcola süffeln und sich wundern, dass sie trotzdem nicht abehmen.

    Und ich bin sicher, davon gibt es reichtlich - nicht umsonst wird unsere Gesellschaft immer dicker bei gleichzeitiger Zunahme an Produkten dieser Art.

    Eins ist auf alle Fälle sicher: um die Colorados beneide ich dich (auch wenn mir nach ner Tüte schlecht wär´). Ich hab grad auf der Suche nach Zucker einen halben Schokonikolaus gekillt, war jetzt nicht erste Wahl aber half nix, gab nix besseres :oops:
     
  9. #9 hundsboog, 17.01.2013
    hundsboog

    hundsboog Mitglied

    Dabei seit:
    22.12.2009
    Beiträge:
    414
    Zustimmungen:
    120
    Bitte... Nicht schon wieder dieses wissenschaftlich unfundierte Süsstoff gehetze. Ich stehe auch Zuckeraustausch- sowie Ersatzstoffen generell skeptisch gegenüber. Aber diese Mär von der Schweine oder wahlweise Kälbermast generiert sich daraus, dass manche organische Futtermittel zum Verfüttern einfach schlicht zu bitter sind. Süsstoff lässt ebenfalls auch den insulinspiegel NICHT ansteigen. Diesen Versuch habe ich als Student selbst durchgeführt. Klar die Gruppe war zu klein und auch daher jetzt nicht repräsentativ aber von 10 Studenten hatte keiner eine erhöhte Ausschüttung. Diesen Versuch haben wir dann mit Glucose wiederholt, einmal per intravenöser Vergabe, einmal oral. Und siehe da: Per oraler Vergabe war der Anstieg signifikant höher. Das ist auch nichts neues und unter "Inkretineffekt" nachzulesen...

    Zurück zum eigentlichen Thema: Es wurde nirgendwo wissenschaftlich haltbar eine schädliche Wirkung nachgewiesen und das stete wWederholen macht nun einen Verdacht auch nicht zur Wahrheit, auch wenn mir persönlich eine Gewissheit -sei sie nun pro Süsstoff oder eben Contra denselben- auch lieber Wäre. Ich habe durch das Vermeiden von Kohlehydraten (zu gewissen Tageszeiten) fast 50kg verloren und habe nun mein Idealgewicht und das auch durch Zuhilfenahme von Süsstoff. Trotzdem bleibe ich kritisch und aus irgendwelchen undefinierten inneren Gefühlen würde ich meinen Kindern auch keine light Produkte oder süßende Mittel in Ihren Tee geben...
     
  10. #10 espressionistin, 17.01.2013
    espressionistin

    espressionistin Mitglied

    Dabei seit:
    02.11.2009
    Beiträge:
    9.603
    Zustimmungen:
    5.039
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    10 ist wahrlich nicht repräsentativ und vor allem werdet ihr nicht alle am Markt erhältlichen Süsstoffe getestet haben.
    Wenn ich mal irgendwann Zeit finde werde ich gern mal in meinen alten Studienunterlagen (Ernährungswissenschaften) wühlen, ich bin sicher, dass ich eine Studie finde, die deine Thesse widerlegen :).
     
  11. #11 hundsboog, 18.01.2013
    hundsboog

    hundsboog Mitglied

    Dabei seit:
    22.12.2009
    Beiträge:
    414
    Zustimmungen:
    120
    So, dann mal die wissenschaftliche Untermauerung meiner "Thesen":

    In PubMed einfach zu finden:

    Teff et al: Sweet taste: effect on cephalic phase insulin release in men, Physiol Behav. 1995 Jun;57(6):1089-95
    so wie
    Morricone et al: Food-related sensory stimuli are able to promote pancreatic polypeptide elevation without evident cephalic phase insulin secretion in human obesity, Horm Metab Res. 2000 Jun;32(6):240-5

    Und so bleibt es vorerst bis man das Gegenteil beweist: Süsstoff erhöht nunmal nicht die Insulinausschüttung... Aber vielleicht wird ja noch einer erfunden bei dem das so ist. Aber der Pankreas ist schon ein fieses Teil und wann er sich von wem Kitzeln lässt... Wer weiß das schon so genau...
     
  12. #12 hundsboog, 18.01.2013
    hundsboog

    hundsboog Mitglied

    Dabei seit:
    22.12.2009
    Beiträge:
    414
    Zustimmungen:
    120
    Ich beschäftige mich schon eine gefühlte Ewigkeit mit dieser Frage: die Seite, oder besser der Thread in den auf die beiden Arbeiten hingewiesen werden kommen übrigens aus diesem Forum:

    http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=60460

    Es lohnt sich übrigens den Faden aufmerksam zu lesen. Da wird auch zumindest grob umrissen wie das mit dem Inkretineffekt vor sich geht und wie so der Pankreas überhaupt funktioniert und welche Zellen für die Ausschüttung wichtig sind. Empfehlenswert ist auch mein geliebtes Histo Buch von Renate Lüllmann-Rauch...
     
  13. #13 espressionistin, 18.01.2013
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2013
    espressionistin

    espressionistin Mitglied

    Dabei seit:
    02.11.2009
    Beiträge:
    9.603
    Zustimmungen:
    5.039
    Und wie immer im Leben gilt alles nur so lange, bis mal wieder das Gegenteil beweisen wird ;-)
    Hill hieß der Kerl mit der Süssstofftheorie glaub ich, der damals die beste Studie hatte und der mir mit zu Studienzeiten eingeprügelt wurde. Aber das war zugegeben noch zu Zeiten, als man glaubte, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht und da ist ja auch nicht mehr modern :)
    (Ich arbeite seit mittlerweile 13 Jahren, also direkt nach dem Studium, in einem völlig fachfremden Bereich, drum bin ich zugegeben nicht up to Date)
     
  14. xenos

    xenos Mitglied

    Dabei seit:
    10.02.2012
    Beiträge:
    834
    Zustimmungen:
    14
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    Das ist Neugriechisch, der Kandidat hat 100 Punkte.

    (Habe mit Neugriechisch schon genug Probleme, da fange ich mit Altgriechisch gar nicht erst an)
     
  15. #15 emjay2812, 18.01.2013
    emjay2812

    emjay2812 Mitglied

    Dabei seit:
    09.08.2005
    Beiträge:
    382
    Zustimmungen:
    0
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    Mein Vater hat seit rund 30 Jahren Diabetes Typ I und konsumiert seit dem Produkte mit Zuckeraustauschstoff (vor allem Getränke). Bisher keinerlei Nebenwirkungen, und wüde das die Insulinproduktion steigern müsste er sich de facto mehr Insulin zuführen, was aber nicht so ist.
     
  16. apogee

    apogee Mitglied

    Dabei seit:
    29.08.2011
    Beiträge:
    843
    Zustimmungen:
    288
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    Nach dem, was ich dazu gelesen habe, wird Süßstoff erfolgreich in der Mast verwendet, weil es den Schweinchen dann besser schmecken soll.

    Xylit ist ein interessanter Zuckerersatz, den ich mal ausprobieren möchte, als Birkenzucker im Handel.

    Wie kann man Histo Bücher lieben ? :)
    Von meinem Histoschmöker weiß ich nur noch, dass er Grün war, aber ich bin auch nur ein schlichter Gasmann.
     
  17. #17 cafePaul, 18.01.2013
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2013
    cafePaul

    cafePaul Mitglied

    Dabei seit:
    14.09.2007
    Beiträge:
    1.451
    Zustimmungen:
    142
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    In post #12 dieses threads wird der nötige Hinweis zum Verständnis gegeben.
    ein süsser geschmack im Mund löst alleine noch keinen Insulinanstieg aus (die direkt über die Munschleimhaut aufgenommene Menge an Glukose dürfte gering sein), sondern verursacht eine Ausschüttung von Hormonen, die eine evtl.(!) folgende Insulinausschüttung modulieren - das System wird sozusagen "geschärft". Mit anderen Worten: es wird dadurch bestimmt, WIE STARK eine nachfolgende Insulinausschüttung ausfällt. Ob eine solche überhaupt stattfindet, bestimmt eine Glukosezufuhr (oder in geringerem Masse: eine Zufuhr vom Aminosäuren) .
    Wenn nun Glukose im Blut ansteigt, dann ist bei einem so geschärften System die Insulinauschüttung höher. Deswegen führt i.v. zugeführte Glukose zu einer geringeren Insulinausschüttung als oral zugeführte.

    Eine Studie, die untersucht, ob nur auf Süssstoff hin (also ohne zusätzliche Glukosezufuhr) die Insulinausschüttung steigt, kann dann natürlich keinen Effekt feststellen.

    Das bedeutet aber auch, dass das Gemeine an Süssstoff ist, dass - wenn die Glukose im Blut etwas ansteigt (z.B. aufgrund einer zurückliegenden Mahlzeit) - mehr Insulin ausgeschüttet wird, als für die Verarbeitung der Glukose erforderlich. -> Blutzuckerspiegl fällt schnell und stark -> Hunger, Stress
    (wenn man ziemlich fit und gesund ist, merkt man evtl. nicht viel davon. wenn man krank/geschwächt/gestresst ist, kann das ziemlich heftig werden)

    Dies ist aber nur ein Teil des Mechanismus: Insulin senkt dadurch den Blutzuckerspiegel, dass die zugeführte Energie abgespeichert wird (d.h. u.a. Fettzellen werden aufgefüllt) und es gleichzeitig den Zugriff auf die Reserven (Fettzellen, Aminosäuren, Glykogen) blockiert.
    D.h. man hat Hunger, kann aber seine körpereigenen Reservoirs nicht nutzen, da der entsprechende Metabolismus aufgrund des von Zucker und Süssstoff ausgelössten Insulins blockiert ist. -> neuen Zucker von aussen zuführen -> nochmal der Zyklus
    und davon wird man dick.
     
  18. #18 cafePaul, 18.01.2013
    cafePaul

    cafePaul Mitglied

    Dabei seit:
    14.09.2007
    Beiträge:
    1.451
    Zustimmungen:
    142
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    dies erschliesst sich mir nicht. meinem Verständnis nach würde er wenn er Zucker statt Süssstoff nehmen würde, mehr Insulin benötigen.
     
  19. #19 cafePaul, 18.01.2013
    cafePaul

    cafePaul Mitglied

    Dabei seit:
    14.09.2007
    Beiträge:
    1.451
    Zustimmungen:
    142
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    das übliche Problem: WIE wurde WAS untersucht!
     
  20. #20 cafePaul, 18.01.2013
    cafePaul

    cafePaul Mitglied

    Dabei seit:
    14.09.2007
    Beiträge:
    1.451
    Zustimmungen:
    142
    AW: Kaffee macht glücklich - und krank

    ...und dabei sind noch nicht die direkten schädlichen Wirkungen der Süssstoffe berücksichtigt.
    ( Quellen habe ich im Moment nicht parat.)
     
Thema:

Kaffee macht glücklich - und krank

  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden