Kaufberatung Einstieg Gastro

Diskutiere Kaufberatung Einstieg Gastro im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Liebe Kaffee-Netz-Community, ich lese hier seit einiger Zeit mit und habe schon viel über Kaffeezubereitung gelernt, deshalb erstmal Danke für...

  1. #1 Kaffeefrank, 06.03.2021
    Kaffeefrank

    Kaffeefrank Mitglied

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    Liebe Kaffee-Netz-Community,

    ich lese hier seit einiger Zeit mit und habe schon viel über Kaffeezubereitung gelernt, deshalb erstmal Danke für das gesammelte Wissen hier. Privat habe ich eine Bezzera BZ10 und eine Eureka Mignon Mühle sowie eine Comandante als Zweitmühle. Mit diesem Equipment gelingt es mir, trinkbaren Espresso und Cappuccino zuzubereiten.

    Heute starte ich allerdings diesen Post, weil ich Neuland betreten möchte. Zusammen mit ein paar anderen Aktiven wollen wir uns als gemeinnütziger Verein ein entsprechendes Equipment anschaffen, um im etwas größeren Stil Kaffee gegen Spende ausschenken zu können. Konkret bedeutet das, 1-2 mal in der Woche für 6-8 Stunden Kaffee auszuschenken mit der Möglichkeit, das auch mobil mit Tisch und Pavillon zu tun. Die Maschine sollte also sowohl mit Tank als auch mit Festwasser funktionieren und von den Abmessungen möglichst kompakt sein. Auch die Mühle sollte nicht supergroß sein. Wie immer ist dem Preis nach Oben wohl kaum Grenzen gesetzt, wie Ihr Euch vorstellen könnt, können uns wollen wir aber keine 10.000+ Euro investieren.
    Und hier meine Fragen:
    • Welche Maschine haltet ihr dafür für geeignet?
    • Aus meiner Sicht würde eine eingruppige Maschine ausreichen. Seht Ihr das auch so?
    • Was müssten wir bei der Mühle beachten?
    • Wir würden auch eine gebrauchte Maschine nehmen oder wärt ihr da vorsichtig?
    • Wo kauft man denn eine entsprechende Maschine? Bei uns in der Stadt gibt es keinen entsprechenden Händler.
    • Was müssen wir noch beachten, woran wir jetzt noch nicht gedacht haben?
    • Welche Infos fehlen Euch noch, um meine Fragen beantworten zu können?
    Ich danke Euch auf jeden Fall für Eure Einschätzungen und Empfehlungen
     
  2. #2 Karl Raab, 06.03.2021
    Zuletzt bearbeitet: 06.03.2021
    Karl Raab

    Karl Raab Mitglied

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    Ich denke bei 1-2 Mal die Woche für 6-8 Stunden sollte das auch noch eine gute und robuste Home Dualboiler Maschine mit Gastrokomponenten und Rota hinkriegen (vor allem wenn sie eingruppig und kompakt sein soll). Die kann man dann auch umschalten zwischen Tank und FW. Am besten nichts Exotisches um den Service einfach zu halten. Beispiel wären LMLM, Rocket R58, LS Mini Vivaldi...

    Denke da du von der BZ10 kommst und nach "Eingruppig" fragst geht es nicht um Filterkaffee oder um Vollautomaten. Milchgetränke werden aber sicherlich auch angefragt....
     
  3. sFrog

    sFrog Mitglied

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    Hallo,

    also grundsätzlich kenne ich genug Ladeninhaber die bei Ausfall ihrer Gastro die private kleine Siebträger zwecksentfremdet haben. Gehen tut dies schon.

    Wie schaut es mit dem zu erwarteten Durchsatz aus? Ist eine Volumetrik in eurem Fall wünschenswert? Werden Milchprodukte in schneller Reihenfolge am Stück benötigt? Reden wir hier von Filterkaffee oder Getränken auf Espressobasis?

    Vor Gebrauchtkäufen täte ich mich glaube ich nicht scheuen, wichtig ist nur, dass man vorher vor Ort sich ein Bild machen kann. Dazu findet man mit Glück ggf. direkt hier im Forum etwas.
     
  4. Lancer

    Lancer Mitglied

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    Gute gebrauchte Gastromaschinen bekommst du hier: 7 Gramm

    Zu den Maschinen selbst kann ich leider nichts sagen, Gastro ist nicht meine Liga.
     
    Gerwolf gefällt das.
  5. #5 Lecker Schmecker, 06.03.2021
    Zuletzt bearbeitet: 06.03.2021
    Lecker Schmecker

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    Wenn es nicht zu teuer werden soll, würde ich eher auf einen Zweikreiser mit großem Kessel setzen. Der zu erwartende Durchsatz sollte aber auch Entscheidungskriterium sein.
    Das ist so ein Punkt, bei dem ihr euch genau überlegen solltet, welche Verbraucher alle zum Einsatz kommen sollen. Eine 16 Ampere Leitung liefert nicht unbegrenzt Energie. Nur mal so als Beispiel: Eine Espressomaschine wie z. B. die La Cimbali M21, die über einen großem 2,5 Liter Kessel verfügt, hat einen recht hohen Energieverbrauch von 2,5 KWh und eine Mühle mit großen Mahlscheiben wie z. B. eine Eureka Atom ca. 0,6 KWh. Wenn es dann noch eine Kühlmöglichkeit braucht, um Milch frischhalten zu können oder es sollen noch zusätzlich irgendwelche anderen Verbraucher betrieben werden, ist das nicht mehr möglich.
     
  6. #6 Kaffeefrank, 07.03.2021
    Kaffeefrank

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    Vielen Dank für Eure ersten Antworten und Tipps. Noch mal zur Päzisierung: Es geht um Getränke auf Espressobasis, mal mit Milch, mal ohne. Mit dem Durchsatz ist das so eine Sache. Bei einem Fest oder einer größeren Versammlung wird es bestimmt mal Spitzen geben, in denen die Maschine mal 1-2 Stunden am Stück auf Hochtouren läuft, aber sonst wird es wohl gemütlicher zugehen. Ich schaue mir die empfohlenen Maschinen mal an, dennoch eine Nachfrage: Hat jemand Erfahrungen mit der Rocket Porta Via? Die Sache mit dem Koffer klingt vielversprechend und Rocket sagt, dass die Maschine für den Catering-Bereich geeignet sei. Allerdings hat sie keinen sonderlich großen Kessel und eine Vibrationspumpe.
    Lancer, vielen Dank für den Hinweis auf den Händler, die angebotenen Maschinen sind preiswerter als ich dachte. Allerdings alle mit zwei Brühgruppen und damit weniger kompakt. Und Lecker Schmecker, danke für den Hinweis auf den Energieverbrauch, daran hatte ich noch gar nicht gedacht.
     
  7. #7 Dömchen, 07.03.2021
    Zuletzt bearbeitet: 08.03.2021
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    Schöne Maschinen, manche würden sogar sagen: Überrestauriert
    Die Preisgestaltung von Lars Christ ist, gemessen am Aufwand, sicher nicht ungerechtfertigt, allerdings tut sich in Sachen Zugang / Abgang auf der Homepage wenig. Das Preisniveau ist schon recht hoch. Da gibt es günstigere Adressen für den Zweck, zumal eine mehrgruppige Maschine schon überdimensioniert ist.
    Der Ausstoß einer eingruppiger Gastro wird z. B. von Cimbali mit ca. 60 Getränken pro Stunde angegeben.
    Beim Kessel hat @Lecker Schmecker recht, unter 2 Liter Boiler ist das Quälerei, wenn die Schlagzahl mal etwas höher ist.
    Mathematisch vermag ich allerdings nicht zu folgen: 230 V X 16 A = 3680 W. Die Cimbali M21 hat je nach Version einen Bedarf zwischen 1,9 kW und 2,3 kW. Gastromühlen liegen zwischen 300-500 W, selten höher.
    Da könnte man theoretisch noch vier mannhohe Kühlschränke parallel betreiben, die böten dann genug Platz für eine Palette Frischmilch. :D

    Die "Reise-Rocket" ist mit 1,2 Liter Tank und kleinen Boiler nicht sinnvoll, als Ergänzung wird eine Handmühle beworben. Da hat der Hersteller eher Urlaubsnutzer von wechselnden Ferienwohnungen, die leicht mit dem PKW erreichbar sind, wohl eher im Fokus.
    Das richtige dürfte eine eingruppige Gastromaschine (Cimbali, Astoria, Rancilio, LSM usw.) sein, eventuell mit zusätzlichem großen Frischwasser- und Abwasserzusatztank, insbesondere für den Außeneinsatz. Mit Flojet oder anderer externer Pumpe kein Problem.
    Ein Handhebler wäre auch eine schöne Alternative, sieht interessant aus, nach "Vintage" und vor allem "Handarbeit", dies dürfte sich positiv als "Lockmittel" auf Kundenfrequenz und Spendenhöhe auswirken. Die rudimentäre Technik tut ihr übriges in Sachen Ausfallsicherheit.
    Als Gastromühle wäre eine gebrauchte Superjolly z. B. ein zuverlässiger Begleiter für wenig Geld.
     
  8. wilcox

    wilcox Mitglied

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    Ich wuerde mir fuer den Gastrobereich keine Maschine ohne Volumetrik zulegen.
    Ich bin zwar kein Profi und komme auch nicht aus dem Bereich, habe aber in Jugendzeiten viel "hinter der Buddel" geareitet. Meist bei Vereinsfeiern mit ca. 50-100 Gaesten.
    Da macht man recht vieles, und nichts seriell, sondern parallel. Man bereitet Getraenke, putzt, raeumt Sachen weg, kassiert, redet mit den Gaesten und das am Besten gleichzeitig. Eine Maschine, bei der ich immer aufpassen und haendisch abschalten muss, waere fuer mich die Hoelle.

    Ich werf' mal die Ascaso Baby T ins Rennen. Die waere fuer so einen Anwendungsfall konzipiert.
     
    Eiszeit gefällt das.
  9. #9 Lecker Schmecker, 07.03.2021
    Lecker Schmecker

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    An deiner Berechnung gibt es nichts auszusetzen, aber mein Hinweis, das der TE den gesamten Energieverbrauch im Hinterkopf haben sollte, kommt nicht von ungefähr.

    Ich habe mal für eine kleine Vereinsveranstaltung mein Equipment zur Verfügung gestellt, bei der an der Espressobar noch zusätzlich Waffelgebäck angeboten wurde. Da hat es uns ein paarmal die Sicherung rausgehauen, bevor wir erst kapiert haben, dass über den Stromkreis noch ein paar andere Verbraucher betrieben wurden.
     
  10. #10 kölner, 07.03.2021
    kölner

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    @Kaffeefrank
    Wenn du handwerklich halbwegs geschickt bist und etwas Zeit hast, kannst du auch bei einem der gängigen Portale eine gebrauchte Maschine kaufen und sie wieder in Stand setzen. Damit lässt sich eine Menge Geld sparen.

    Zu Stoßzeiten läßt sich der Output erhöhen wenn man zu zweit arbeitet. Einer bezieht, der andere macht Milchschaum und den Rest.

    Zweigruppige Maschinen benötigen meist einen Drehstrom Anschluß oder lasten eine 16 A Sicherung komplett aus.
     
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