Kaufberatung für eine schöne, kompakte Espresso-maschine

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  1. rommel

    rommel Mitglied

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    Hallo ihr,
    Mich würde eure Meinung interessieren.

    Wo ich gerade bin:
    La pavoni professional Einhebelmaschine
    Mazzer Mini electronic B
    Dieses Arrangement verwenden wir seit 5 Jahren. Am Anfang tranken wir jeden Morgen 2 Cappuccinos, mittlerweile haben wir Kinder und haben weniger Zeit und brauchen nun jeden Morgen 4 Cappuccinos.

    Was ich nicht so gut finde:
    Kaffee zubereiten mit dieser Maschine ist doch recht aufwendig und könnte etwas schneller gehen. Vor allem der Milchschäumer ist zwar ok, aber nicht so richtig gut für Latte Art.

    Was mir vorschwebt:
    4 tägliche Cappuccinos mit etwas weniger Aufwand und etwas einfacher zu machenden Milchschaum.

    wichtig ist:
    - schnelles Aufheizen. Wird nur ein bis zweimal am Tag gebraucht
    - kompakt und formschön, denn es steht mitten in der Küche.
    - Budget 500-1000€

    nach kurzer Recherche bin ich auf die Bezzera BZ10 gestoßen. Die könnte man neu um 1000€ kriegen und gebaucht um ca 700€.

    Wisst ihr von Alternativen? Alles andere spricht mich gar nicht so richtig an... 43B95AED-99B6-4596-96C3-B217CDBACAAB.jpeg
     
  2. joost

    joost Mitglied

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    Das mit der Einlochdüse hast Du mitbekommen?

    ja, ich kann mir vorstellen, dass das mit der Kleinen dann eng wird. Ich glaube aber, jeder Einkreiser wird euch enttäuschen wegen der Wartezeit zwischen Kaffeebezug und Dampf...
    und das meiste aus der HX-Liga braucht bis zu 30 min fürs erste Aufheizen. Und dann ist auch schon das Budget zu Ende, zumindest für Neuware :/

    Ja, eine gebrauchte BZ10 könnte passen. Eine gebrauchte MiniVivaldi auch.
     
  3. rommel

    rommel Mitglied

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    Ich verwende die 3 lochdüse und habe 2 Löcher verstopft. Das geht recht gut.
     
  4. rommel

    rommel Mitglied

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    Danke für den Tipp, ich werde mir die Mini Vivaldi mal ansehen.
     
  5. Azalee

    Azalee Mitglied

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    Die Mini Vivaldi ist bestimmt super, aber nicht gerade kompakt...

    Wenn die Milch Getränke schnell und bequem gehen sollen, sollte ein Zweikreiser oder kleiner Dualboiler her. Die BZ10 passt in meinen Augen schon ganz gut.

    Häufig erwähnte Alternative wäre eine SAB Pratika, ebenfalls ZK.

    Die kleinen Dualboiler fangen dann im Prinzip mit der Lelit pl92t an, knapp drüber die Profitec Pro 300. Da kommt es aber darauf an, was ihr außer den 4 Cappuccino eventuell noch so trinkt und ob ihr gerne auch mal hellere Bohnen ausprobiert. Dann wären Dualboiler mit PID im Vorteil.
     
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  6. Blubb

    Blubb Mitglied

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    Die Quick Mill 3004 (Cassiopeia) paßt doch genau ins Profil - falls die Optik persönlich zusagt.
     
  7. rommel

    rommel Mitglied

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    Hallo Azallee, ja das ist richtig, die Mini Vivaldi ist etwas groß. Deshalb scheidet sie für mich aus. Dass ich mir mindestens einen Zweikreiser zulegen muss ist mir mittlerweile klar, ob es unbedingt ein Dualboiler sein muss, bin ich mir noch nicht sicher.

    Momentan sind bei mir die Bezzera BZ10 (Zweikreiser) und die Profitec pro300 (dualboiler) die Favoriten.

    So wie ich das sehe, ist der Capuchino aus der Pavoni jedenfalls ein Kompromiss. Da könnte man nachbessern.. Die Temperatur habe ich nie gemessen, aber wenn das brühwasser 95° sein soll und das Dampfwasser 110° dann läge man mit einer Temperatur von gut 100° irgendwo dazwischen. Etwas zu heiss für das Brühen und etwas zu kalt für den Dampf.
    Das würde erklären, warum ich nur dunkle Bohnen mit der Pavoni gut verarbeiten kann. Das klappt dann aber auch richtig gut. Milchschaum gelingt mal besser mal schlechter, ein Herzchen wird es fast immer, manchmal sogar ein Farn, Bauschaum kommt bei mir nicht vor.
    Das hat mich einiges an Übung und Ausprobieren gekostet. Wichtig war, eine dunkle Bohne zu nehmen, diese sehr fein zu malen, 7 Gramm säuberlich tampern. Bei der Milch hat es am längsten gedauert. Da musste ich die richtige Milch finden (3,5-3.8%), das richtige Kännchen (Motta) und die Originaldüse mit den 3 Löchern 2 verstopfen und mit dem einem Loch mit Power schäumen. Vorher kurz Dampf ablassen und warten bis der Druck wieder bei 1 bar ist. Ein wichtiger Hinweis war dabei, auf das Geräusch zu achten: mit TSSSSCHSSSSCHSSS wird das gut. CHOCHOCH macht schlechten Bauschaum und TSSSS macht die Milch hauptsächlich warm ohne richtige Schaumbildung. Die Düse so halten, dass die Milch sich dreht bzw rollt. Meist passiert das mit der Düse in Randnähe.

    So, nun möchte das ganze etwas komfortabler und mit etwas verlässlicheren Milchschaum.- der funktioniert nicht immer.

    Zurück zur engeren Wahl: optisch finde ich die Bezera B10 ansprechender. So eine Maschine kann ruhig etwas klassisch Barock aussehen. Ich bevorzuge Chrom zu gebürsteten Edelstahl. Unpraktisch ist beides aber das nehme ich in Kauf. Allergisch bin ich gegen Bügeleisen- oder Tintenstrahldrucker- Look. Gerne den Daniel Düsentrieb- look mit analogen Anzeigen, Schaltern, Drehknöpfen. Das mag für manche oberflächlich klingen, aber ich finde die Optik sehr wichtig. In der offenen Wohnküche muss das was hermachen.
    Die BZ10 ist optisch sehr ansprechend, die Profitec pro 300 auch wenngleich neben der BZ10 etwas gesichtlos.

    Die Frage bleibt, wie wichtig ist der Dualboiler?
    Brauche ich PID? Mein Verständnis von Pid ist: die Temperatur und die Bezugsdauer kann elektronisch festgelegt werden. Bedeutet vermutlich zusätzlichen Komfort. Ein Gimmick oder will man sich nicht mehr wegdenken wenn man es mal hat?

    Ich bin gespannt auf eure Meinungen und danke für die bisherigen, sehr hilfreichen Kommentare.
     
  8. rommel

    rommel Mitglied

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  9. cbr-ps

    cbr-ps Mitglied

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    Nein, ein PID leistet folgendes:
    1. Freie, einfache Einstellung der gewünschten Temperatur
    2. Temperaturegelung in engen Grenzen im Gegensatz zur ungenauen Steuerung über einen Thermostat mit erheblicher Hysterese
    Bei Einkreisern oder Dualboilern für mich Pflicht, bei Zweikreisern nicht unbedingt erforderlich, hier nur etwas mehr Komfort.
     
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  10. #10 Brewbie, 13.01.2020
    Brewbie

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    Mir gefällt die Bezzi besser und ein Zweikreiser hat in meinen Augen den Vorteil, dass der Espresso nicht aus dem Kesselwasser sondern aus dem Frischwassertank kommt. Nennt mich paranoid, aber bei wenigen Bezügen am Tag gefällt mir das besser.
     
  11. rommel

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    Danke für die Erklärung. Was ich nicht verstanden habe: wieso ist PID bei EK und DB Pflicht, nicht aber bei zweikreisern? Danke im Voraus
     
  12. rommel

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    Guter Punkt, daran habe ich gar nicht gedacht. Bleibt denn der 2.boiler (für den Bezug) leer nachdem der Bezug gemacht ist. Ich dachte, restwasser ist immer im Boiler, beim dualboiler halt weniger.
     
  13. cbr-ps

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    Da gibt es keinen Boiler, sondern nur einen Wärmetauscher (HX) mit sehr geringem Volumen. Automatisch geleert wird der nur bei der Xenia, bei anderen musst Du dich mit einem Leerbezug selbst drum kümmern.

    Das Wasser im im Dampfkessel steht wie bei allen anderen Maschinentypen weiterhin drin und wird über die Zeit bei Benutzung ausgetauscht.
     
  14. rommel

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    Verstehe, danke für die Erklärung!
     
  15. cbr-ps

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  16. #16 dalmagro, 13.01.2020
    dalmagro

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    Hallo rommel,

    ich stand damals vor einer ähnlichen Entscheidung und hatte auch die BZ10 ins Auge gefasst. Beim Händler stand die BZ10 dann neben einer Rocket Appartamento, für welche ich mich dann schlussendlich entschieden habe. Vielleicht auch eine Alternative für dich.

    Viele Grüße
    dalmagro
     
  17. rommel

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    Zweikreiser vs Dualboiler:
    Hier mein Verständnis. Sofern ich das falsch verstanden habe, lasse ich mich gerne unterrichten.

    Zweikreismaschinen entnehmen das Wasser direkt vom Kaltwassertank und es wird mit Hilfe des Wärmetauschers erhitzt. Bei längeren Standzeiten sollte vor dem Bezug das heisse Wasser aus dem Wärmetauscher entfernt werden (Cool flushing). Das sind ca. 10-20ml. Problem gelöst und wärmt zugleich die Tasse auf.
    Diesen Umstand gibt es beim Dual-boiler nun nicht, da die Temperaturen komplett separat generiert werden. Allerdings bleibt immer Wasser im 2.Kessel übrig. Bei wenig Bezügen pro Tag spricht das für den Zweikreiser, denn der Wassertank kann problemlos täglich aufgefüllt werden.

    Damit liegt für mich als 4-Tassen-pro-Tag-Bezieher der Zweikreiser Bezzera BZ10 vorn. (abgesehen von dem optischen Vorteil)
     
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  18. #18 cbr-ps, 13.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 13.01.2020
    cbr-ps

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    Deine Zusammenfassung ist korrekt. Ob man nun ein paar hundert ml Wasser in einem Brühboiler des DB, der auf über 90°C erhitzt wird, für problematisch hält, muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Nachteile des Zweikreisers:
    • Keine direkte Regelung der Brühtemperatur möglich, wird nur indirekt über dem Wärmetauscher bestimmt - das ist auch der Grund, warum hier PID nur bedingt sinnvoll ist
    • Abhängigkeit Brühtemperatur vom Dampfdruck, von dem die Temperatur des Dampfkessels abhängt, durch den der HX läuft
    • Der rel. große Dampfkessel muss immer geheizt werden, auch wenn man nur Espresso beziehen will
    • speziell BZ10: Der Thermostat der elektrischen Brühgruppenheizung hat eine große Hysterese (die Differenz zwischen Ein- und Ausschalt Temperatur). Dadurch potentiell Schwankungen der Brühtemperatur. Selbe Prinzip hatte ich bei meiner Strega auch, habe den Thermostat durch ein PID ersetzt.
    Das sind alles keine Showstopper, sollte man aber bei der Entscheidung berücksichtigen.
     
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  19. rommel

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    Danke cbr, sehr aufschlussreich! Jetzt sind mir auch die Vorzüge des Dualboilers etwas klarer.
     
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  20. FRAC42

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    Zweikreiser "leben" von großer Masse: großer Kessel, viel Wasser, schwere Brühgruppe. Das alles macht sie thermisch träge, oder, positiv ausgedrückt, temperaturstabil.

    Bei Dualboilern sorgt Elektronik für stabile Temperaturen, die können dann auch mit kleinen Kesseln, wenig Wasser und leichtere Brühgruppe im Brühsystem gebaut werden. Wenn der Brühkessel dann auf wenige hundert ml schrumpft, ist auch bezgl. der Frischheit des Wasser der Unterschied zum Zweikreiser vernachlässigbar.

    Aber: Semiprofessionelle Maschinen und die Oberliga für Hobbybarista liegen oft zwischen beiden Extremen, egal ob Dualboiler oder Zweikreiser - das macht die Sache recht unübersichtlich.
     
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Kaufberatung für eine schöne, kompakte Espresso-maschine

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