Kaufberatung: ST, Dualboiler mit PID bis 1000€

Diskutiere Kaufberatung: ST, Dualboiler mit PID bis 1000€ im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, lese seit einer Weile im Forum mit, da ich in die ST-Welt einsteigen möchte und nun vorhabe mir ein entsprechendes Gerät für...

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  1. #1 jham_, 16.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 16.01.2017
    jham_

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    Hallo zusammen,

    lese seit einer Weile im Forum mit, da ich in die ST-Welt einsteigen möchte und nun vorhabe mir ein entsprechendes Gerät für Zuhause anzuschaffen.
    Ich weiß, es gibt bereits einen Sammelthread für Kaufberatungen, ich fand diesen aber nicht sonderlich überschaubar, vor allem, wenn man mehrere Diskussionsstränge verfolgen muss.

    Nach Lesen von Kaffeewiki und im Forum, bin ich zum Entschluss gekommen, dass es eine Dualboiler mit PID sein sollte.
    Einige Angaben zu meinen Trinkgewohnheiten/Vorstellungen folgen.


    Praktische erfahrungen mit ST:
    gar keine - ich meine, ich habe bisher nur einen richtig zubereiteten und sehr leckeren Espresso aus einer ST-Maschine getrunken - serviert von einem Bekannten aus Portugal - der Rest war, meiner Meinung nach, ambitionsloser 08/15 Espresso

    Trinkgewohnheiten:
    aktuell dominiert Kaffee mit Milch, meine Frau gönnt sich ab und zu einen Cappuccino - ich vermute, mit einer ST-Maschine verschiebt sich die Präferenz in Richtung Espresso

    Tassenverbrauch pro Tag:
    unter der Woche so gut wie Null. An Wochenenden/Urlaub - meine Frau und ich jeweils drei bis vier Tassen am Tag. Wenn Besuch da ist, wird auch mal mehr Kaffee zubereitet.

    Preisvorstellung: bis ca. 1000€ - obendrauf kalkuliere ich eine Kaffemühle ein im Preisrahmen vo 100€ bis 200€ (bei Kaffeemühle habe ich noch nicht sonderlich recherchiert, habe aber ein Gefühl, dass man in diesem Rahmen ein gutes Einstiegsgerät findet)

    Warum ich denke, dass es unbedingt ein Dualboiler mit PID werden sollte:
    1. neben gutem Ergebnis soll die Unkompliziertheit gegeben sein. Auch wenn ich mir zumute, mich mit dem Thema Espresso intensiver auseinander zusetzen und auch einige Misserfolge gut verkraften kann, wird es meiner Frau keinen Spaß machen. Durch PID und DB erhoffe ich mir, dass die Kaffeeauswahl, Mahlgrad einstellen (einmalig pro Kaffeesorte) und das Tampern zu den anspruchsvollsten Teilen der Zubereitung zählen werden. Leerbezug, etc. sollen komplett entfallen. Die Reproduzierbarkeit guter Ergebnisse soll also auch weniger ambitionierter Anwender (meine Frau) hinbekommen. Ehrlich gesagt, auch ich hätte ein mulmiges Gefühl dabei die Brühkomponenten auf Low-Level-Elektrotechnik-Ebene "tunen" oder kalibrieren zu müssen.
    2. Zubereitungszeit ohne Qualitätsverlust: seinen Freunde möchte man einen guten Espresso/Cappu/Kaffee servieren können - das sollte in kurzer Zeit möglich sein, selbst wenn der Besuch zahlreicher ausfällt, ohne dass man für eine Stunde in der Küche wegen Temperatur-Surfing verschwinden muss. Der Besuch selbst soll eben die Prio haben und nicht die Espresso-Zubereitung. Ich meine, dass bei einem günstigen Zweikreiser, allerspätestens nach der dritten Tassenzubereitung die optimale Temperatur nicht mehr gewährleistet ist.

    Meine Kandidaten habe ich aus der Tabelle von DB-ST-Maschinen aus Kaffee-Wiki, sortiert nach Preis, bezogen. Ich gehe davon aus, dass die Tabelle keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, deswegen sind weitere Vorschläge sehr erwünscht. Aktuell ist mein Favorit in der Preisklasse die hier im Forum start umstrittene Gastroback Design Advanced Control 42636,
    Folgende Maschinen kämen also generell in Betracht:
    Quickmill Silvano:
    hier stört mich auf jeden Fall, dass es kein Heißwasserbezug gibt - d.h. ein Caffè Americano wäre nicht ohne Weiteres möglich.
    Update: da wohl kein echter Dualboiler (und kein Heißwasswerbezug), ist dieser ST raus aus der Betrachtung

    Lelit PL60 Plus T:
    Tankbefüllung mit einem Trichter ist etwas fummelig, lässt sich aber verkraften. Das würde ich in Kauf nehmen, falls die Maschine nennenswerte Vorteile gegenüber der weiter unten aufgeführten Gastroback besitzt.

    Gastroback Design Advanced Control 42636:
    Die im Wiki aufgeführten Nachteile fallen für mich nicht allzu stark ins Gewicht. Wenn man davon absieht, dass die Maschinen keine große Tradition/Geschichte hat, wirkt es für mich nach einem sehr guten Preisleistungsverhältnis ohne nennenswerte Abstriche für Heimbedarf. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Maschine bei vielen so verpönt ist, weil sie so guten Preis-Leistungsverhältnis bietet und so manche getätigte Investitionen schlecht stehen lässt. Das ist aber eher nur ein Eindruck von außen, ohne eigene Erfahrung.

    Alle haben den 58mm Sieb - das finde ich gut. Ich mag genormte Sachen :)

    Die Frage an die erfahrenen Mitglieder ist also:
    welche der drei Maschinen erfüllt eurer Meinung nach am besten die Kriterien:
    • generell durschnittlich mögliche Ergebnisqualität (bestmöglich)
    • Unkompliziertheit in der Zubereitung
    • Unkompliziertheit in der Reinigung/Wartung
    • Reproduzierbarkeit (unkompliziert) auch bei "Stoßzeiten"
    Auch ein wichtiger Aspekt ist, dass ich die Anschaffung für mindestens 5 Jahre plane, bevor ich auf den Gedanken kommen möchte, upgraden zu müssen. Dass bei der Technik nach oben im Preis und in der Qualität die Grenzen offen sind, ist mir klar. Ich möchte jedoch gern vermeiden, dass ich nach einem halben Jahr merke, dass bei der gewählten Maschine das Entscheidende Feature X fehlt und mich (zumindest mental) abquäle. Bevor ich solche bittere Erfahrung selbst mache, bin ich mir sicher, dass gerade die erfahrenen Mitglieder des Kaffeeforums mir sowas ersparen können.

    Wie bereits geschrieben, sind weitere Vorschläge sehr willkommen!
    Ich freue mich schon mal für eure Antworten.

    Update:
    Noch eine Bitte an erfahrene Espressozubereiter/-trinker: wenn ihr einen ST, der nicht in meiner Liste ist, vorschlagt und meine Preisvorstellung erheblich übertrifft, bitte ich trotzdem noch eine Präferenz auf die bisher aufgelisteten "Kandidaten", die im Preisrahmen liegen, abzugeben. Das wäre sehr hilfreich!
     
  2. pouni

    pouni Mitglied

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    Hallo,

    Bezüglich des Siebträgers empfehle ich dir, eine Schippe draufzulegen und dir die Profitec Pro 300 (Neupreis 1400€) zu holen. Bezüglich der Kaffeemühle empfehle ich dir leider zwei Schippen draufzulegen und dir die Eureka Mignon (Neupreis 350€) zu holen. Anmerkung zur Quickmill Silvano: Vorsicht, das ist kein echter Dualboilder, zum Milch Aufschäumen wird ein Thermoblock verwendet.

    Grüße

    Bojan
     
  3. #3 pastajunkie, 16.01.2017
    pastajunkie

    pastajunkie Mitglied

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    Dem ist nichts hinzuzufügen! In Sachen Mühle wäre es noch eine Alternative hier im Marktplatz mal nach einer Gebrauchten zu schauen um preislich in die von dir genannte Richtung zu kommen...
     
  4. jham_

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    Vielen dank für den Tipp, Bojan! Ich werde auf jeden Fall diese Maschine in Betracht ziehen. Was wäre deiner Meinung nach der Vorteil von Profitec Pro 300 gegenüber von den von mir aufgelisteten Maschinene (abgesehen von der Silvano, die ja kein echter Dualboiler ist)? Könntest du ganz kurz darauf eingehen? Ist es die Abgestimmtheit der Komponenten? Eine nennenswert bessere Temperaturstabilität? Persönliche Erfahrung? Auch subjektive Eintdrücke fände ich sehr interessant, falls vorhanden.

    Noch eine Bitte an erfahrene Espressozubereiter/-trinker: wenn ihr einen ST, der nicht in meiner Liste ist, vorschlagt und meine Preisvorstellung erheblich übertrifft, bitte ich trotzdem noch eine Präferenz auf die bisher aufgelisteten "Kandidaten", die im Preisrahmen liegen abzugeben. Das wäre sehr hilfreich!
     
  5. #5 Simsala, 16.01.2017
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    Solange Du die Mühle nur als lästiges, unvermeidbares 100-200 Euro-Anhängsel siehst, wird das aber nichts mit "bestmöglicher Ergebnisqualität"!
    Unterhalb der Eureka ist dein schöner neuer Dualboiler rausgeschmissene Kohle.
     
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  6. #6 cremofix, 16.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 16.01.2017
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    Das halte ich für eine ziemlich anmaßende These, insbesondere für jemanden, der laut eigener Aussage schon mit der Auswertung der hier bereits vorhandenen Kaufberatungen überfordert ist. Wenn Du mich fragst, ganz klare Symptome für "Dunning-Kruger".

    Eben und solange Du keine eigene Erfahrung hast, solltest Du Dir solche unqualifizierten Statements am besten sparen.

    Im Prospekt mag das Preis/Leistungsverhältnis von Bastrogack schön aussehen. Ich empfehle Dir, schau Dir die Dinger mal bei "ich bin doch nicht blöd" o.Ä. an und dann gehts Du mal in ein Fachgeschäft und vergleichst das Gesehene mit einer Vivaldi, einer Brewtus oder anderen Dualboilern.
    Du wirst nachvollziehen können, was ich meine.

    Deine Budgets sind für Neugeräte in der gewünschten Klasse zu gering.
    Ordentliche Mühle ab ca. 300,- Euro oder Handmühle
    Dualboiler insbes. mit PID eher Richtung 1500 Euro oder mehr.

    Ich habe den Eindruck, Du willst mit einem "untere-Mittelklasse"-Budget in die Oberklasse (ich rede nicht von Luxusklasse:))einsteigen. Das wird bei Neugeräten schwierig.

    Daher mein TIP
    entweder sparen, bis Du Dir "Oberklasse" leisten kannst bzw. willst
    oder nach was gebrauchtem suchen
    oder Abstriche machen, kleiner einsteigen und dann upgraden

    In keinem Fall solltest Du billig-Schrott kaufen, denn dann kannst Du Dein Geld gleich verbrennen und wirst nie genug für "Oberklasse" haben.
     
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  7. pouni

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    Hallo,

    ich habe die Profitec empfohlen, weil sie folgende Eigenschaften verbindet:
    • Kleine Ausmaße und schick (in meinen Augen)
    • Beide Boiler aus Edelstahl (Ich will das nicht überbewerten oder dramatisieren, aber hast du dir mal überlegt, was für Wasser du verwenden willst? Da wirst du schnell auf die Option gefiltertes Wasser kommen, bei dem es durch den erhöhten Kohlensäuregehalt teilweise unklar ist, was für Reaktionen entstehen können, wenn das Wasser längere Zeit mit einem Nichtedelmetall in Kontakt kommt)
    • Hat während dem Bezug einen Shot-Timer im PID-Display, das wäre für mich bei einer Neuanschaffung ein Muss
    • Kommt von Profitec (Klingt zwar plump, ist aber für mich ein Argument. Profitec baut ziemlich genau ECM-Qualität. Schau dir mal im Internet den inneren Aufbau der Pro 300 an!)
    • Ist in diesem Forum bereits ordentlich gereviewt und diskutiert worden, scheint keine großen Schwächen zu haben
    Übrigens verkauft momentan ein Forumsmitglied eine gebrauchte Dalla Corte Mini auf einer sehr bekannten Verkaufsplattform (darf ich das hier schreiben???). Bezüglich dieser Maschine hatte ich mit dem Mitglied Kontakt und er machte auf mich einen sehr netten und seriösen Eindruck! Die Maschine scheint mir in einwandfreiem Zustand zu sein (keine Gewähr durch mich, ist nur mein Eindruck). ich denke, die Dalla Corte Mini wird zu einem Preis nahe deinere Preisvorstellung rausgehen und das wäre ein echter Tipp meinerseits! Hier würdest du schon fast in die oben erwähnten Luxusklasse einsteigen... Ist aber auch nur meine Meinung, ich mag die Dalla Corte Maschinen sehr!

    Grüße

    Bojan
     
  8. jham_

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    Ich finde es etwas schade, dass man mit den Modebegriffen um sich werfen muss, um jemanden auf eine abwertende Weise zu sagen, dass er nicht recht hat. In diesem Fall trifft die Klassifizierung nach Dunning-Kruger nicht mal zu - wenn du möchtest, kann ich dir im PM erklären warum, sonst schweifen wir vom Thema zu stark ab.



    Danke für deine Aussage - gerade deswegen nutze ich das Forum als eine Orientiertungshilfe im Thema, in dem ich so gut wie keine Erfahrung habe. Gerade bei der preislichen Unterteilung der Angebote in "Ligen" fällt es Einsteigern wie mir schwer - egal, ob Espresso, IT oder HiFi. In manchen Bereichen ist man sogar von der Esoterik nicht weit entfernt.

    Natürlich ist für einen Einsteiger primär das Ziel das beste Preisleistungsverhältnis, aber eben auch nicht das viele Geld rauszuschmeißen um danach nicht zufrieden sein und das Thema Espresso auf dem "ST-Level" für sich wieder zu begraben. Ich schätze, ich würde gern irgendwo in der soliden Mittelklasse für Heimgebrauch landen (mit Berücksichtigung meiner Anforderungen) und hätte dies initial mit einem Budget von etwa 1000€ eingeschätzt. Lasse mich gern eines besseren belehren, allerdings.
     
  9. #9 yoshi005, 16.01.2017
    yoshi005

    yoshi005 Mitglied

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    Zur Lelit PL60 findest Du hier ziemlich viel: https://www.kaffee-netz.de/threads/bericht-lelit-pl60-plus-t.69922/

    Bei der Gastroback bin ich mir tatsächlich nciht sicher. Sie entspricht ja technisch der Breville 900xl, die in den amerikanischen und britischen Foren hochgelobt wird. Es gibt wohl ein paar Bedenken hinsichtlich der Haltbarkeit, hinsichtlich der Espressoqualität habe ich noch keine Klagen gelesen.
    Mir persönlich wäre klassische italienische Technik aus Standardteilen deutlich lieber als ein Kunstoffbolide mit Edelstahlfurnier aus Fernost mit zweifelhafter Langlebigkeit, andererseits hätte ich sowas gerne mal zum Spielen in der Küche stehen. Soweit ich weiß, gab es hier noch keinen ernstzunehmenden Erfahrungsbericht zu der Maschine. Hier ein Review zum Nachfolger: http://www.home-barista.com/breville-dual-boiler-bes920xl-review.html
     
  10. Hoba68

    Hoba68 Mitglied

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    Hallo jham,

    ich verstehe Deine Überlegungen gut und auch den Preisrahmen kann ich gut nachvollziehen. Mit mehr als 1.000 EUR für eine private Espressomaschine tue ich mich auch persönlich schwer, obwohl ich beruflich mit gewerblichen Siebträgern zu tun habe und da natürlich ganz andere Preise aufgerufen werden. In meinem Beruf habe ich aber auch mit Handelsketten zu tun, die auch die Gastrobacks vertreiben und wenn ich mich mit Verkäufern unterhalte, dann habe ich den Eindruck, dass sie selbst nicht allzuviel von der Qualität halten. Und wenn Du hier mitliest, dann hast Du ab und zu einen, der eine Gastroback gekauft hat und dann doch wechseln möchte.

    Standardteile um mal eben selbst was zu machen? Wohl eher nicht. Einen versierten Händler vor Ort, der repariert und auch Gastroback vertreibt? Wohl auch nicht. Sie setzen sich trotz aller preislichen Attraktivität hier nicht so recht durch.

    Die Lelit scheint da ein anderes Kaliber und wurde hier auch schon ausführlich betrachtet. Diese Maschine scheint deutlich risikoloser zu sein und ihren Job klaglos zu verrichten. Hast Du schon einen Blick auf die Expobar Brewtus geworfen? Etwas über Deinem Budget, aber offensichtlich sehr viel Kaffeemaschine fürs Geld. Sehr grosse Boiler (für einige schon zu gross), PID und E61 Gruppe.

    Da ich auch nach jetzt bald 10 Jahren mit meiner Isomach Venus wohl doch mal was neues kaufen werde schaue ich ähnlicher Preisklasse nach was sinnvollem. Allerdings glaube ich, dass ein Zweikreiser bei mehren Bezügen hintereinander nicht weniger temperaturkonstant als ein Dualboiler mit PID ist. Bei den von Dir empfohlenen Maschinen mit den recht kleinen Kesseln halt ich das Gegenteil für wahrscheinlicher.

    Wenn Du DIr da z.B. eine SAB Nobel mit ihrem 2,5 l Kessel ansiehst (1.150 EUR), dann kannst Du da ein Strassenfest mit ausrichten, die knickt nicht ein und auch mit der kleineren SAB Pratika (800 EUR) hast Du mit dem 1,5l Kessel alles, was Du für mehre Bezüge hintereinander brauchst. In so einer Gastroback steckt wahrscheinlich max ein 0,3 l Kaffeekessel, da kann auch PID keine Wunder vollbringen, dafür ist sie aber auch nicht gebaut.

    Warum sage ich das? Mulitboiler scheinen sich im Gastromarkt nicht recht durchzusetzen, man geht da jetzt andere Wege um den grossen Boiler zu behalten und dennoch unterschiedliche Temperaturen zur Verfügung zu stellen.

    Also, hier will Dir keiner was böses und Du sollst Deine eigenen Erfahrungen machen, aber viele der Anregungen haben sich bewährt. Natürlich kannst Du unterhalb der Rocket 58 einen tolllen Espresso zu Hause machen, aber Dual Boiler mit PID fangen wohl bei der Lelit, der Expobar Brewtus und der Profitec preislich an, das sind die Geräte, die hier mehrheitlcih als tauglich akzeptiert sind.

    Allerdings kannst Du m.E. ganz beruhigt auch auf Zweikreiser zurückreifen und z.B. für unter 1.000 EUR eine Bezzera 10 oder andere kaufen.

    Viel Erfolg.
     
  11. pouni

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    Wenn es ein Zweikreiser sein darf: Ich war mit der Bezzera Magica an sich zufrieden. Nur mein Technikerherz wollte einfach einen Dualboiler...
     
  12. pouni

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    ...Allerdings ist eben der preisliche Unterschied einer Magica zu einer Pro300 oder einer Brewtus auch sehr klein... Ich denke du solltest dich vielleicht auh in das Thema E61 einlesen und dir grundsätzlich klar werden, ob du eine E61 willst oder nicht...

    Grüße Bojan
     
  13. pouni

    pouni Mitglied

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    ...Ich fand das Konzept möglichst niedrigen Abstands und Temperaturoffsets zwischen Brühkessel und Brühgruppe reizvoll, das würde dann die E61 ausschließen...
     
  14. #14 Aeropress, 16.01.2017
    Aeropress

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    Wenn Du die Profitec 300 meinst das stimmt leider nicht, der Brühboiler ist hier aus Messing, nur der Dampfboiler (da wos wenig bringt ;) ) ist aus Stahl, wahrscheinlich einfach den Brühboiler der Profitec 700 aus dem Teileregal genommen, da die das gleiche Volumen haben. Ich seh da jetzt nicht den riesen Unterschied zur Lelit PL60 PLUST außer daß die Verarbeitung bei Profitec/ ECM sicher besser ist.
     
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  15. #15 cremofix, 16.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 17.01.2017
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    bitte versuche jetzt nicht, Dich in irgendeine Opferecke zu stellen. Bei Deinem Intro musst Du auch mit den Reaktionen klar kommen.
    Wenn Du hier den erfahrenen Nutzern unterstellst, sie würden Empfehlungen nur ausprechen, weil sie nicht zugeben wollen, dass sie für ihre hochwertige Espressomaschine zu viel Geld ausgegeben haben und insgeheim lieber so eine billige China-Plastik-Kiste hätten, dann ist "anmaßend" für mich so ziemliche der netteste Begriff, der mir dazu einfällt. Wenn ich mich in irgendeiner Weise hätte abwertend ausdrücken wollen, hätte das anders geklungen. :confused:

    Hier im Forum gibt es eine Menge Leute, die sehr viel Zeit und Geduld investieren, um Einsteiger, welche meist zu faul sind vor ihren Fragen mal die Suchfunktion ausgiebig zu nutzen, vor unvernünftigen Entscheidungen zu bewahren.

    Es wurde oben ja schon gesagt aber informiere Dich hier im Forum noch mal richtig über die Rolle der Mühle.
    Mit einer guten Mühle kannst Du auch in einer 300 Euro Espressomaschine Weltklasse-Espresso zaubern. Mit einer schlechten Mühle wirst Du auch aus einer 10.000 Euro Luxus-Gastromaschine nichts ordentliches rausholen.
    Wenn Du also an der Mühle sparst, kannst Du es gleich vergessen, dann wird genau das hier passieren:
    Es wurde auch schon in aller Ausgiebigkeit über die Vor- und Nachteile von Mühle/ST-Kombinationen diskutiert. Wenn man sich das mal richtig durchliest, erübrigt sich die Frage nach der Gastroback meist von alleine.
    Verstehe mich nicht falsch. Mir ist es egal, ob Du die Gastroback kaufst, doch wenn Du, wie Du schreibst nicht gerne Geld rausschmeißen willst, lass es!
    Eine Markenmaschine kannst Du auch nach Jahren noch mit gut erhältlichen Standard-Ersatzteilen reparieren, eine China-Back kannst Du irgendwann nur noch wegwerfen oder für einen Spottpreis in der Bucht verkaufen.

    bitte schön:
    Lelit wurde ja ausführlich behandelt (siehe Post von yoshi005)
    Gastroback: Schrott (in meinen Augen;))

    Wenn ich Dein Bedarfsprofil lese (Tendenz richtung Espresso) und das mit den (gefühlt 500;)) Gästen, die deiner Meinung nach den Zweikreiser an den Rand seiner Leistungsfähigkeit bringen weglasse, käme nur fürs Wochenende und die paar Tassen auch ein Einkreiser mit PID in Frage. Milch kannst Du auch mit einer Bodum extern aufschäumen und zwar in Latte-Art Qualität.
    Da könntest Du eine richtig gute Mühle kaufen z.B Quamar M80 oder eine Mazzer und hättest Noch Geld übrig.
    Eine Ausrede, dass der schlechte Kaffee an der Maschine liegt, hättest Du dann nicht mehr.
    Einen guten Einkreiser bekommst Du problemlos wieder verkauft, wenn Du dann doch mal aufrüsten willst.
     
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  16. #16 Simsala, 16.01.2017
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    Zu dieser "Ich meine, ..." Aussage fällt mir gerade noch die berühmte Coffee-Geek Review zur Elektra Semi-Automatica (ältester, noch gebauter Zweikreiser) ein.
    Dauerlauf-Test: 8 Doppios in 4 Minuten, erst danach geriet die Maschine temperaturmäßig ins Trudeln.
    Also egal, wieviel Gäste Du hast, mit der Maschine hältst DU nicht mit..:p
     
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  17. #17 cremofix, 16.01.2017
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    @Aeropress : Ich freue mich immer, Deine Posts zu lesen. Du scheinst wirklich alle am Markt erhältlichen Maschinen in- und auswendig zu kennen.
    Chapeau!

    einen respektvollen Gruß aus Dresden
     
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  18. #18 svala0791, 16.01.2017
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    Ich sehe das ähnlich wie @cremofix. Ein Einkreiser für den Einstieg könnte die Lelit pl41plus t sein, das ist mehr oder weniger eine Hälfte des Dualboilers, der oben angesprochen wurde. Wobei, wenn mehr Personen hintereinander evtl. auch mit Milch abgefertigt werden sollen, ein Zweikreiser /Dualboiler schon geschickter ist.
     
  19. #19 yoshi005, 16.01.2017
    yoshi005

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    Ich wäre etwas zurückhaltender, die Gastroback als "Schrott" abzutun. Erfahrungsberichte wie dieser hier http://www.home-barista.com/espresso-machines/breville-bes920-dual-boiler-my-first-pid-t42242.html von einem angesehenen home-barista-Mitglied lassen mich da nachdenklich werden.

    Was den Wiederverkaufswert angeht und die Wertigkeit der Materialien, geben ich den Vorpostern recht. Die Maschine scheint trotzdem einen sehr ordentlichen Espresso hinzubekommen.

    Hat jemand eine Erklärung dafür, warum die Maschine im anglo-amerikanischen Raum (in GB als Sage Dual Boiler) einen guten Ruf genießt, bei uns aber Komplett gemieden wird?
     
  20. #20 svala0791, 16.01.2017
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    Diese Frage stelle ich mir auch immer wieder mal. Vielleicht ist der deutsche Kundenservice einfach schlechter. Das wäre eine nicht zwischen den Ländern übertragbare Eigenschaft, die bei einer Maschine mit mutmaßlich schwerer verfügbaren Teilen natürlich noch stärker ins Gewicht fiele. Das wäre jetzt eine maschinenseitige Erklärung.
    Das Kaffeenetz ist aber vielleicht auch eine Gesellschaft im kleinen, bei der Einstellungen und Vorurteile weitergegeben werden, die so möglicherweise gar nicht gerechtfertigt sind.
     
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