Kein konstant gutes Espressoergebnis

Diskutiere Kein konstant gutes Espressoergebnis im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo, bin ein großer Kaffeefan und habe Freude am experimentieren und ausprobieren...weshalb ich mir endlich eine Siebträgermaschine angeschafft...

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  1. #1 Kaffeefee97, 24.01.2022
    Kaffeefee97

    Kaffeefee97 Mitglied

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    Hallo,
    bin ein großer Kaffeefan und habe Freude am experimentieren und ausprobieren...weshalb ich mir endlich eine Siebträgermaschine angeschafft habe. Jedoch ärgert es mich, dass ich nach 2 Monaten mit meiner ECM Mechanika Slim immer noch keine konstant guten Ergebnisse erzielen kann. Oft ist der Espresso zu bitter, dann schmeckt es wieder hervorragend - ohne das ich was an dem Mahlgrad noch an der Menge der Bohnen ändere -> daraus folgere ich, dass es an meinem Tamperdruck liegen muss. Ich bin nicht die kräftigste Person (weiblich und sehr schlank:(), habe es daher auch schon mit einem druckregulierenden Tamper versucht, aber damit war ich gar nicht zufrieden. Hat jemand eine Idee woran es liegen könnte, bzw wie ich es schaffen könnte ein gutes konstantes Ergebnis erreichen zu können?
    Ich arbeite mit Waage, Timer, Bar steigt meistens auf 10-11 und Wasser auf 1,2/1,3....also eigentlich perfekt - zumindest laut meiner unzähligen Recherchen bislang.
     
  2. joost

    joost Mitglied

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    oder an der Mühle... oder den Bohnen.

    Welche Mühle verwendest Du?
    und: welche Bohnen mit welchem Röstdatum? (hilfsweise: MHD)

    kannst Du einen Reihenfolgeeffekt feststellen z.b. dass der erste Kaffee mies ist und spätere besser? Wie lange heizt Du Deine Maschine vor?
     
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  3. #3 quick-lu, 24.01.2022
    quick-lu

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    Wie sieht es mit den mit den entscheidenden Parametern aus?
    Wie genau wiegst du ab? 1/10 Gramm?
    Welche Menge Mehl im Sieb?
    Welche Bezugszeiten?
    Welche Menge in der/den Tasse/n
    Welche Bohnen, wann geröstet?
    Welche Mühle?
    Welches Sieb?

    Wichtig beim Tampen ist nicht der absolute Druck, sondern das gleichmäßig stark und vor allem gerade angepresst wird, ich tampe nur mit ganz leichtem Druck, den Rest erledigt der Brühdruck der Maschine.
     
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  4. #4 Kaffeefee97, 24.01.2022
    Kaffeefee97

    Kaffeefee97 Mitglied

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    Eureka Mignon Silenzio Chrom 16CR Chrom Nase
    https://www.roastmarket.de/mokarabia-super-bar-1kg.html aktuell Röstdatum:06.12.2021

    Die Maschine heize ich mindestens 30min vor. Oft habe ich sie aber auch einige Stunden an und mach mir während der Arbeit einen neuen Kaffee. Also an der Reihenfolge liegt es nicht wirklich. Wenn ein Kumpel damit Kaffee macht, schmeckt es meist besser. weshalb ich auf meine mangelnde Kraft schließe. Aber keine Ahnung.
     
  5. #5 Kaffeefee97, 24.01.2022
    Kaffeefee97

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    Kesseldruck: 1,2 Bar
    Pumpendruck: Espresso beginnt meist bei 6Bar zu fließen, nach 1-2sek erricht die Maschine 10 Bar

    Zuerst lege ich den Filterträger auf die Waage, stelle auf 0g ein, dann nehme ich den Filterträger und mahle Kaffee...dann wiege ich. Nehme für den 2er 16-18g.

    25sek

    das variiert von 45-65g. Warum weiß ich nicht.

    Naja das Sieb der ECM. Keine Ahnung wie ich das genauer beschreiben kann?

    Sprich ein Leveler wäre die Lösung? Oder wie kann ich das verstehen?
     
  6. NiTo

    NiTo Mitglied

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    Deine Kraft ist nicht der springende Punkt. Es könnte aber sein, dass der Kumpel das Mahlgut besser im Sieb verteilt als du.
     
  7. NiTo

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    Vielleicht hieran:
     
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  8. #8 Dale B. Cooper, 24.01.2022
    Dale B. Cooper

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    Ganz bestimmt nicht. Konsistent glattstreichen geht genausogut, wenn nicht besser.

    16-18g ist vernünftig. Ich würde darauf achten, das wirklich einigermaßen konstant zu halten. Kannst Du auch, indem du einfach über den Siebrand konstant abstreichst oder so.

    Channeling tritt nicht auf? Also z.B. feine Löcher am Rand im Puck nach dem Bezug?

    Viel Erfolg,
    Dale.
    /genau - @NiTo - das hab ich auch gedacht.. :D
     
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  9. #9 Kaffeefee97, 24.01.2022
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    Mmmh ok, mit wie viel Gramm sollte ich arbeiten, welche Brühzeit und welche Menge als Ergebnis erzielen?
     
  10. cbr-ps

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    So dass das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Das kann mit 16g, 17g oder auch 18g der Fall sein. Nur solltest Du dir einen Wert aussuchen, mit dem Du anfängst den Bezug zu optimieren. Worauf @NiTo hinaus wollte: 16-18g Schwankungsbreite sind viel zu viel und können natürlich eine Ursache für entsprechende Schwankungsbreite im Output sein.
     
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  11. #11 quick-lu, 24.01.2022
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    Als erstes würde ich mir eine Feinwaage organisieren und auf 1/10 Gramm genau abwiegen. Die Mehlmenge fix auf 16g +/- 0,2g (erscheint mir für die Röstung passend).
    Dann den Mahlgrad so einstellen, dass es nach 20-25 sec. ab dem ersten Tropfen in der Tasse ein Verhältnis von 1:2 ergibt, bei 16g also ca. 32g Getränk insgesamt.
    Dann den Bezug bewerten und entweder etwas gröber oder feiner, ganz nach eigenem Gusto.

    Tampen gleichmäßig aber mit mäßigem Druck, dafür aber immer mit gleichem Druck und vor allem gerade.

    Die Füllmenge sollte bis etwas unter der Rille reichen. Es gibt recht verschiedene Siebgrößen, beim Zweier von 14g bis 25g.
    Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wie groß das originale Zweier bei meiner Classika damals war.

    Sicher nicht. Einfach gerade und gleichmäßig tampen ist die Lösung und vor allem genau abwiegen.
     
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  12. #12 Kaffeefee97, 24.01.2022
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    Ok dann versuche ich es damit. Gibt es eine Empfehlung für eine Feinwaage?

    vielen Dank auf jeden Fall, dass teste ich erstmal, wenn nicht melde ich mich nochmalo_O
     
  13. #13 quick-lu, 24.01.2022
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  14. #14 Hydrogenium, 24.01.2022
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    Ich bin mit dieser hier recht happy, Hauptgrund ist die USB-Ladbarkeit anstatt Batteriebetrieb.
    https://www.amazon.de/gp/product/B07RQR8K45

    Grundsätzlich gilt aber: die günstigen Waagen für meistens 10-20€ machen für den Kaffee-Anwendugszweck in der Regel einen ausreichend präzisen Job.

    Und zu deinen Schwierigkeiten: konstante Menge Kaffee in & out sollte erstmal das Ziel sein, die Zeit dient in erster Linie zur Überprüfung. wenn du als Verhältnis 1:2 anpeilst, also beispielsweise 17.0g Kaffee ins Sieb packst und somit 34.0g (nicht ml) Getränk herausbekommst, sollte das ca. 25 Sekunden dauern. Bist du zu schnell fertig -> feiner mahlen, Rest gleich lassen. Dauert es zu lang -> gröber mahlen, recht gleich lassen.

    Je nach Sorte und Geschmack reichen vielleicht auch 22s, oder es gefällt dir bei 28-30s besser. Das wirst du dann im Laufe der Zeit feststellen. :)
     
  15. cottec

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    und die zeit misst du ab betätigen des schalters/hebels/knöpfchens
     
  16. Lancer

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    Kannst du so machen, kannst du aber auch ab erstem Tropfen in der Tasse messen.

    Beide Varianten sind valide, wenn man sich für eine entschieden hat, sollte man einfach nur dabei bleiben.
     
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  17. cottec

    cottec Mitglied

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    wir reden doch von brühzeit (pre infusion mal ausgenommen) und die beginnt nunmal sobald wasser im puck ist.
    das ist idR ein zwei sekunden nach start der fall.
    wenn man sich nicht auf eine art einigt, dann ist die kommunikation doch von anfang an zum scheitern verurteilt.
     
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  18. Lancer

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    Es gibt zu Espresso überhaupt keinen Konsens.
    Und dass es zwei verschiedene Messmethoden gibt - wobei beide genutzt werden, ist doch nicht weiter dramatisch.
    Wenn man es weiß, kann man beide Varianten ausprobieren und die nehmen, die einem selbst das bessere Ergebnis bringt.

    Ich für meinen Teil messe immer schon ab dem ersten Tropfen in der Tasse.
    (wobei das Messen durch die Waage erledigt wird, ja, natürlich, aber, auch da geht die Zeit ab der ersten 0,1g Änderung los)
     
  19. cottec

    cottec Mitglied

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    ne ist ja auch nicht dramatisch, man muss nur wissen worüber man redet.

    und der TE ist offensichtlich neu in der materie, da kann die bezugszeit ja doch schon ordentlich variieren.
    wenn ihm jemand sagt, 30s ab start, dann kann er das sehr ähnlich mit seinem setup machen.

    wenn man bereits im richtigen fenster ist und auch mit PI spielt, dann gebe ich dir recht, da ist evtl eine andere zeitmessung sinnvoll um die feinheiten besser zu erfassen
     
  20. joost

    joost Mitglied

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    "ab erstem Tropfen" ist halt sinnvoll, wenn Du verschiedene Systeme vergleichst... die eine Maschine macht 6sec PI, eine andere gar nicht, ich hebele manchmal mit 12sec PI ..
    Da ergibt "ab Start" keinen Sinn mehr.
    Vergleichst Du nur ähnliche Systeme untereinander (z.B. E61-Maschinen), kannst du auch gerne "ab start" verwenden.
     
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