"Kontaminationskaffee" aus Colombia

Diskutiere "Kontaminationskaffee" aus Colombia im Bohnen und Kaffee Forum im Bereich Rund um die Bohne; Anfang des Jahres hatte ich aus Colombia (Q-Grader und Importeure) die Information erhalten, dass Kaffee der Finca El Paraiso beim CoE bereits bei...

  1. #1 whereiscrumble, 13.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 13.11.2019
    whereiscrumble

    whereiscrumble Mitglied

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    Anfang des Jahres hatte ich aus Colombia (Q-Grader und Importeure) die Information erhalten, dass Kaffee der Finca El Paraiso beim CoE bereits bei der Vorauswahl gescheitert sind bzw. disqualifiziert wurden. Begründung siehe Betreff.
    Lange Zeit hat mich das nicht weiter bewegt, bis genau diese Bohne auch bei mir im Dripper landete. Und nicht nur bei mir. Einige werden sich noch an den sehr süßen Erdbeersahnebonbon, der sehr cremig in der Tasse ankommt, aus Colombia erinnern. Komplexität war keine vorhanden.

    Hintergrund des Geschmackserlebnisses war/ist eine neue Methode von El Paraiso, die den Einsatz von Fruchtsirup beim anaeroben Prozess erfordert.
    Grundsätzlich können sie es gerne tun, nur hätte ich mir damals mehr Transparenz von Seiten des Rösters gewünscht. Hier gab es weder die Information, dass dieser Kaffee vom CoE ausgeschlossen wurde, noch dass er "aromatisiert" ist.

    Warum nunmehr dieser Post?
    Ganz einfach, denn El Paraiso hat den neuen Prozess fortgeführt und dabei ist es nicht nur bei Erdbeere geblieben. Nunmehr gibt es auch ein Prozess mit Zimt, tropischen Früchten, Limette, Ananas, Lychee etc. Auch alles weiterhin nicht so wild, sofern man transparent dieses Verfahren auch an den Endkunden gibt. Leider ist es nicht immer der Fall. Es gibt große Röstereien (ua April Coffee, Nomad...), die den Prozess zwar nennen, aber nur den anaeroben Prozess beschreiben; ohne auf die aromatisierte Ergänzungsgeschichte einzugehen.
    Es gibt wirklich wenig Ausnahmen, die den Prozess vollumfänglich beschreiben. Hier möchte ich u.a. CoffeeCircle mit dem "Zimtkaffee" erwähnen und auch BirdCoffee (hier jedoch ein Guatemala von der Finca Santa Ana)..
    Birdcoffee schreibt z.B.:
    "Nando’s constant experimentation and exploration has led to the creation of this Pineapple Process lot. This processing is achieved by allowing the fruit and juice of pineapples to ferment for 24 hours, building a colony of wild yeasts and bacteria. This starter is then added to the de-pulped coffee seeds, augmenting the microbial colony during the fermentation process. From there the coffee is processed as a standard washed lot."

    Coffee Circle:
    "
    Hinter dem Canela Kaffee verbirgt sich eine neuartige Verbarbeitungsmethode. Zunächst werden die reifen Kirschen der Castillo Varietät gepflückt und für mehrere Stunden ohne Sauerstoff (anaerob) gelagert. Danach werden die Kirschen entpulpt und mit ihrer Mucilage für etwa 24 Stunden unter Zugabe von natürlichem Zimt fermentiert, sodass die würzigen Aromen des Zimtes in die Kaffeekirsche einziehen. Anschließend werden die Bohnen gewaschen und getrocknet.

    Durch den gesamten Prozess erlangt der Kaffee ein außergewöhnlich komplexes Geschmacksbild. Der Kaffee schmeckt zimtig zugleich auch schokoladig und wird durch die leichte Spritzigkeit abgerundet, die an die Säure von Apfel erinnert. Vom ersten bis zum letzten Schluck behält dieser Kaffee sein wundervolles Bouquet."

    Wer nun also künftig diese "süßen Perlen" entdeckt (mit dem Zusatz Lime, Lychee etc), wird sie nun einschätzen können. Persönlich kann ich sehr gut auf diese aromatisierten Verfahren verzichten, vor allem, weil die Bohnen nicht gerade günstig sind.
    Ich bleibe lieber bei ehrlichen Charaktereigenschaften der Bohne..zur Herkunft und Genetik. Trotzdem würde ich mir auch mehr Transparenz auf den entsprechenden HP der Anbieter wünschen.
     
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  2. clucle

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    Danke für diese wichtigen Infos!
    Ich frage mich grad, ob die Röstereien selbst so genau wussten, was sie da gekauft und weiterverarbeitet haben. Bei Hoppenworth & Ploch oder April kein Wort davon, die sonst transparent sind und was auf sich halten... schon verwunderlich.
     
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  3. #3 whereiscrumble, 13.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 13.11.2019
    whereiscrumble

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    HoPlo habe ich nicht ins Spiel gebracht..ich weiß aber von einigen Brühern, dass sie mit der Rösterei in Kontakt getreten sind. Da ich mit den Frankfurtern nichts zu tun habe, sind sie mir etwas "egal" und ich verfolge sie daher nicht. Bei ihrer ersten anaeroben Mischung hätte man die Bohnen ganz klar verifizieren können. Dazu hatte ich sie auch mal angeschrieben und um Mitteilung des Importeurs gebeten. Meine Anfrage blieb unbeantwortet. Mehr möchte ich zu HoPlo nicht sagen..das können andere übernehmen.
    Mein Erdbeersahnebonbon kam aus einer Rösterei in Hamburg ;)

    Gewusst haben? Ich denke schon..die Bohnen sind nicht gerade günstig (trotz anaerober Aufbereitung). April Coffee haben sie *glaube ich* auch als experimentelle, anaerobe Aufbereitung geführt. Sind aber mWn nicht mehr im Programm. Ich wollte auch keine Rösterei schlecht machen..mir geht es vielmehr um die mangelnde Transparenz, die offensichtlich andere Röstereien bereit sind, mit diesem Prozess, einzugehen.

    Aktuell sind auch sehr viele weitere Bohnen im Umlauf, die die Methode deutlich kennzeichnen und ausweisen. Scheint ein Trend zu werden, der nochmal etwas Geld in die Kassen bringt.
    Mich würde es daher wundern, wenn einige Prozesse lediglich wegen ihrer "Ziehdauer" unterschiedliche Bezeichnungen im anaeroben Prozess bekommen und vereinzelt nur einige den Verweis auf die Aromata(zusätze) erhalten.

    Mit Gewissheit kann ich aber lediglich für den Erdbeersahnebonbon meine Hand ins Feuer legen.
     
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  4. #4 Konstantinos, 13.11.2019
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    Zu dem ganzen Thema würde ich mir persönlich nur mehr Transparenz wünschen.

    Geschmacklich finde ich es krass was mit diesen Verfahren aus der Bohne rausgeholt (oder reingeholt?) wird. Hatte aus Südkorea einen Kolumbianer doppelt anaerob verarbeitet im Lychee Prozess. Das Ergebnis: Der für mich absolut geilste Kaffee den ich je hatte. @whereiscrumble hat bereits Nomad Coffee genannt - die haben den noch z.B.

    Im Endeffekt muss es uns doch nur schmecken.
     
  5. Tigr

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    Ja in gewisser Weise schon.
    Gleichwohl möchte ich doch wissen, ob ich einen guten Weiswein trinke, der von Natur aus nach exotischen Früchten schmeckt, oder ob da jemand Sirup reingegeben hat (Achtung, vereinfachter Vergleich).
     
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  6. #6 Konstantinos, 13.11.2019
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    Geht mir ganz genau so. Deswegen auch die von mir gewünschte Transparenz.
    Jeder sollte vor dem Kauf darüber aufgeklärt sein, ob eines dieser Verfahren angewandt wurde - dann liegt nämlich die Wahl ob so ein Prozess für gut empfunden wird oder nicht wieder beim Kunden.
     
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  7. #7 whereiscrumble, 13.11.2019
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    Transparenz wäre ein Anfang. Aber erstmal abwarten, ob sich der Prozess auf Dauer durchsetzen kann/wird.
    Für mich ist die Aromatisierung wie ein Schlag ins Gesicht und die Kaffeebohne tut mir leid..und nicht nur diese. Auch die Farmer, die Arbeiter und das ganze Team, was hinter der Ernte steht. Der "Fake Kaffee" hat doch kaum noch Identifikationscharakter. Hier spielt doch weder das Kaffeeland, noch die Varietät oder gar die Aufbereitung eine Rolle.
    Ich dachte immer, dass "Aromazusätze" nur bei Starbucks, Dunkin Donuts und Co Anwendung finden?! Widerstrebt mir etwas *sry..Da sollten wir doch eine andere Zielgruppe bilden und es besser wissen. 3rd wave Kaffee hochleben lassen und der Bohne dann den Dolch sprichwörtlich in den Rücken rammen. Das passt nicht zusammen. Jip, autsch..
     
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  8. #8 Konstantinos, 13.11.2019
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    Wir reden hier von einer anaeroben Fermentation, welche seit geraumer Zeit bei Farmern sehr beliebt ist aufgrund der wirklich sehr untypische resultierenden Noten. Ein gänzlich neues, progressives und experimentelles Herangehen als die typischen "natural" und "washed" Prozesse.

    Das hat nichts mit Aromazusätzen zu tun, wie sie z.B. Starbucks und co. nutzen. Bei der anaeroben Fermentation dienen die Zusätze (Früchte, Zimt, etc.) unter anderem auch der Beisteuerung verschiedenster Saccharosen für die Mikroben wärend der Fermentation - also ein völlig natürlicher Prozess und keine direkte Aromatisierung.
     
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  9. Tigr

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    Beim Tee funktioniert es zumindest.
    Du hast Recht, bei aromatisierten Genussmitteln tritt der eigentliche Rohstoff in den Hintergrund. So z.B. auch bei spiced Rum. Geschmacklich sicherlich ausgefallener aber so etwas kauft man sich dann auch nicht wegen des tollen Rums.
    Wenn ich teure Kaffeebohnen und Einzelvarietäten kaufe möchte ich auch das spezielle Aroma daraus schmecken.
     
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  10. #10 whereiscrumble, 13.11.2019
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    @Konstantinos überspitzte Darstellung von mir. Die Unterschiede sind mir bekannt und der Prozess wurde oben von mir schon gepostet ;) meine Auffassung sollte klar sein! Eine Verfälschung der Charaktereigenschaft des Kaffees sehe ich kritisch.

    Wer die Bohne nicht ehrt, ist des Kaffees nicht wert. *lautet so nicht das Sprichwort?!
     
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  11. #11 Konstantinos, 13.11.2019
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    Sehe gerade, dass ich das Thema teils verfehlt habe. Hier geht es wohl um zweierlei evtl. sogar 3 Dinge.
    1. Anaerobe Prozesse, welche aufgrund der Ergebnisse etwaige Fruchtnamen tragen, wie z.B. Lychee, Plum, Lime, etc.
    2. Der Prozess wo Kaffeekirschen in z.B. Sirup eingelegt werden und so ein bestimmter Geschmack aufgezwungen wird - siehe Erdbeersahne Bonbon
    3. Anaerobe Fermentationen / Carbonische Mazerierungen welche wirklich mit Früchten im Tank passieren, wie z.B. Ananas
    Nummer 1 und 3 laufen bei mir unter experimentellen und progressiven Prozessen und da bleibe ich auch bei der Meinung, dass, solange der Prozess erklärt ist, mir das sehr genehm ist.

    Nummer 2 finde ich schlicht und einfach falsch. Stimme da @whereiscrumble zu 100% zu, dass das eine künstliche Aromatisierung ist. Sollte in der Third Wave nichts zu suchen haben.

    Entschuldigt, falls ich mit meiner Unwissenheit jemanden auf den Schlips getreten bin.
     
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  12. #12 mo_redcode, 13.11.2019
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    Wie sich die Zeiten ändern. Früher wurde schon das Natural ( wir lassen mal die zig Möglichkeiten ausser vor) Verfahren als Geschmackes Verfälschung und Veränderung bezeichnet, heute werden schon Naturals als clean bezeichnet. Früher hätte kein speciality Café Sirup Shots in die Getränke gemacht, aus Prinzip nicht, heute widersprechen sich das eine oder andere nicht mehr. Ich bin da bischen alte Schule vielleicht.

    Also egal ob durch Einlagerung im Rum/Weinfass oder die anaerobe Verfahren, es ist ein bewusster Eingriff und sollte definitv transparent vermittelt werden. Das experimentelle daran ist doch ob es die Kaffeewelt/szene aufnimmt. Ich auf keinen Fall, mich juckt es Null die Bohne. Es gibt mehr als genug geile Bohnen da draußen, die auf ihre Art und Weise so unterschiedlich und interessant schmecken, da braucht man solche Eingriffe nicht. Ab und zu, ein richtig guter Natural, besser als so eine Bohne auf Steroiden.
     
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  13. #13 AlinaSFS, 13.11.2019
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    Okay krass, davon habe ich bisher noch nichts gehört - sehr interessant, danke für die Informationen @whereiscrumble! Da stellt sich mir doch gleich die Frage ob diesem Kaffee auch Honig zugefügt wurde? Zufällig habe ich diesen im Moment bei mir und er schmeckt klasse!
     
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  14. vectis

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    Interessanter Thread hier.

    Mich erinnert das irgendwie und sehr laienhaft an die in Belgien verbreiteten Biere mit Fruchtaromen (wobei ich keine Ahnung vom Brauprozess habe).
    Ich bin kein Verfechter des deutschen Reinheitsgebotes und mein Lieblingsbier ist das aus Korsika stammende Pietra, bei dem die "Entwickler" die Idee hatten etwas typisch Korsisches in Form der dortigen Kastanien zu zermahlen und dieses Kastanienmehl bei der Fermentierung zu verwenden.
    Dieses Bier schmeckt dann auch kräftig-malzig mit einer süßlichen Kastanien-Note.

    Die sind aber so stolz darauf, dass sie genau diesen Vorgang als Alleinstellungsmerkmal herausstellen und insofern für absolute Transparenz - die ja in diesem Thread meines Erachtens völlig zutreffend gefordert wird- sorgen.
    Wer so etwas nicht mag, wird es nicht kaufen. Und so sollte es bei entsprechender Transparenz eben auch bei den Kaffeebohnen sein.

    Ja, auch von mir herzlichen Dank für die Information, @whereiscrumble.
    ;)
     
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  15. #15 whereiscrumble, 13.11.2019
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    Weder Peru noch Torsten würden dir das antun :) schon gar nicht für den Preis.
     
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  16. #16 AlinaSFS, 13.11.2019
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    @whereiscrumble Solange es schmeckt und ich als Kundin darauf hingewiesen werde ist mir das gleich ^^
     
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  17. #17 yoshi005, 13.11.2019
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    @whereiscrumble Danke für die Information. Ich hatte den El Paraiso von Hopplo ebenfalls in der Mühle und fand ihn eher enttäuschend. Zwar süß, aber irgendwie sehr eintönig. In der Preisliga hätte ich mir auch etwas mehr Transparenz gewünscht.
     
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  18. #18 Flattie/Fanatic, 13.11.2019
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    So, jetzt melde ich mich auch noch zu dem Thema als einer von
    Ich hatte zum El Paraiso Kontakt mit Julian Ploch himself. Dieser hat mir mitgeteilt, dass sich HoPlo zwar durchaus bewusst ist, dass die Farm El Paraiso mit Zusätzen fermentiert, hat mir aber versichert, dass ihr Lot natürlich fermentiert wurde und frei von Zusätzen ist. Das lasse ich an dieser Stelle mal so stehen, da ich keinen Gegenbeweis präsentieren kann. Aber sicher, vom Geschmacksbild her hätte es wie die Faust aufs Auge gepasst.

    Ich selbst stehe der anaerober Fermentation etwas zwiegestalten gegenüber. Auf der einen Seite bin ich fasziniert davon, was mit dieser Methode geschmacklich alles möglich ist. Wir reden ja hier nicht nur bloß von der Zugabe von (konzentrierten) Früchten - es ist ja ebenso möglich, bestimmte Hefen zuzugeben oder z. B. das Doppelte an Fruchtfleisch, was zu mehr Süße führt und die Fermentationszeiten selbst natürlich auch beeinflusst.

    Andererseits (und diese Ansicht überwiegt bei mir) will ich bei meinen Kaffees die Herkunft schmecken können, die Varietät, das Terroir und natürlich die Skills des Rösters :)
     
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  19. #19 mo_redcode, 13.11.2019
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    Ist vielleicht wie bei der Wurst. Alles hat einen Anfang und eib Ende, ist doch am Ende egal, ob man den Sirup vorher oder nachher in den Kaffee gibt.
    Wie hat mal ein '' speciality cafe '' Besitzer zu mir gesagt, wenn ich die Sirup shots nicht anbiete, dann gehen die ums Eck zu Starb***s.
     
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  20. #20 jazzadelic, 13.11.2019
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    Wahrscheinlich muss man zwischen 1) anaerobic fermentation, die es ja schon länger gibt und die Fermentation unter Ausschluss von Sauerstoff meint und 2) anaerobic impregantion unterscheiden, bei der ausserdem noch Zusätze (Fruchte, Gewürze, Aromen etc.) hinzugefügt werden.

    So macht das jedenfalls Cafe Imports.
     
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