Krups t8 vs. senseo vs. vollautomatenkaffee - Frage nach unterschieden/gemeinsamkeiten

Diskutiere Krups t8 vs. senseo vs. vollautomatenkaffee - Frage nach unterschieden/gemeinsamkeiten im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo, kennt jemand die Krups T8 Kaffeemaschine, die mit einem Druckbruehsystem arbeitet? Ist dieses Brueh-Verfahren vergleichbar mit dem beim...

  1. g111

    g111 Mitglied

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    Hallo,

    kennt jemand die Krups T8 Kaffeemaschine, die mit einem Druckbruehsystem arbeitet? Ist dieses Brueh-Verfahren vergleichbar mit dem beim Senseo-System? Ist also der resultierende Kaffee aehnlich gut?

    Ein Bekannter meinte, dass der Senseo-Kaffee sehr gut schmecke. Er waere vergleichbar mit dem Kaffee aus billigeren Saeco-Vollautomaten. Wuerdet Ihr das bestaetigen oder eher widersprechen?

    Gruss,

    Gert

    PS: Wer die carpenet.espresso-Newsgroup unter news.carpe.net mitliest, entschuldige, dass ich hier die gleiche Frage (wenn auch anders formuliert ;) ) nochmal stelle.
     
  2. Stefan

    Stefan Mitglied

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    Hallo Gert

    Der Einfachheit halber kopiere ich erst mal meine Antwort auf Deine ebenfalls bei carpenet.espresso gestellte Frage:

    [quote:post_uid0]Die Senseo arbeitet NICHT mit Dampfdruck - sie könnte es auch gar nicht wei
    sie komplett aus Kunststoff besteht. Es wird einfach heißes Wasser per Pumpe
    über eine großflächige Dusche auf dem Pad verteilt - es ist also ein
    Schwallbrühverfahren. Man läßt sich da nur leicht von der Dichtungsmimik um
    den Padhalter irritieren - der soll nur verhindern, daß das Wasser an dem
    Pad vorbeiläuft.
    Die T8 ist so oder so nicht mit der Senseo vergleichbar - hier stehen sich
    quasi zwei Welten gegenüber. Die T8 richtet sich vornehmlich an diejenigen,
    die ein möglichst gutes Kaffeeergebnis erzielen wollen, und die dafür auch
    einen entsprechenden Preis zu zahlen bereit sind. Die Senseo hingegen
    richtet sich an den Gelegenheitstrinker, der sich möglichst wenig mit der
    Technik des Kaffeekochens befassen möchte. Schließlich kann man mit der
    Senseo nur 2 Tassen gleichzeitig zubereiten, während die T8 eine Kapazität
    von 8 Tassen hat. Weiterhin ist man bei der Senseo bei der Kaffeeauswahl auf
    eine Handvoll Anbieter beschränkt, dank Padsystem. Der Kaffee ist
    vergleichsweise sehr teuer, und qualitativ nicht mit guten, lose gekauften
    Röstungen vergleichbar.
    Es gibt zwar von Fremdanbietern aus den Niederlanden einen Dauerfilter aus
    Kunststoff mit Edelstahlnetz, aber aufgrund einer Fehlkonstruktion (der
    Dauerfilter hat eine zu harte Dichtfläche, die nicht plan aufliegt...) und
    eines zu feinmaschigen Netzes funktionierts nur bei der ersten Tasse. Danach
    läuft das Wasser dank sich bildender Oberflächenspannung an der
    Netzoberfläche größtenteils am Filter vorbei.
    [/quote:post_uid0]

    So, und nun zu Deiner zweiten Frage: [quote:post_uid0]Ein Bekannter meinte, dass der Senseo-Kaffee sehr gut schmecke. Er waere vergleichbar mit dem Kaffee aus billigeren Saeco-Vollautomaten. Wuerdet Ihr das bestaetigen oder eher widersprechen[/quote:post_uid0]

    Vollautomaten nutzen ein anderes Brühverfahren als die Senseo-Maschine - beim Vollautomaten ist es eine Kolben/Druckbrühung, während die Senseo wie schon gesagt ein Schwallbrüher ist. Normalerweise kann das Ergebnis im Vergleich [b:post_uid0]nicht[/b:post_uid0] gleich gut sein - denn das Druckbrühverfahren ist für normalen Filterkaffee eher ungeeignet - der Kaffee hat hier zu wenig Kontaktzeit mit dem Wasser, ums ein volles Aroma zu entfalten. Das mag einerseits der Grund sein, warum Vollautomatennutzer 'ihren' Kaffee als besonders mild empfinden, faktisch richtiger wäre aber die Aussage, daß er im Vergleich wenig(er) Aroma hat.
    Insofern läßt der Vergleich Deines Kollegen darauf schließen, daß der verwendete Kaffee bei der Senseo nicht unbedingt (oder bzw. genau!) die Krönung war... :laugh:

    Gruß
    Stefan



    Edited By Stefan on 1089213291
     
  3. #3 tasskaff, 07.07.2004
    tasskaff

    tasskaff Mitglied

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    Hi,

    Stefans Antwort auf die zweite Frage ist mir nicht ganz klar :(
    Hier ging es doch um den Vergleich zwischen Senseo und VA - und zwar um den [b:post_uid0]Geschmack[/b:post_uid0] des Ergebnisses. Ich denke, diesen kann man (wenn auch subjektiv) schon miteinander vergleichen. Ich habe ein einziges Mal Senseo verkostet und bereits Mehrfach Schümli aus dem VA. Für mich waren diese Kaffees geschmacklich halbwegs ähnlich (waren natürlich total verschiedene Kaffee-Sorten) und dem Gebräu, das ich aus diversen Büro-Filtermaschinen zu mir genommen habe, lang überlegen. Ich persönlich würde bei der Auswahl Senseo / VA dem VA den Vorzug geben, wenn Geld keine übergeordnete Rolle spielt, alleine schon wg. der frisch gemahlenen Bohnen und den rudimentären Einstellmöglichkeiten.
    Alles natürlich überhaupt kein Vergleich zu einem gelungenen Espresso :)

    @Stefan: der Wortwitz mit der Krönung war gut, aber meine Leitung scheint gerade zu lang zu sein. Deiner Ausführung habe ich entnommen, daß das Senseo-Brühverfahren dem VA überlegen ist, Du sagst aber danach eben, daß der verwendete Kaffee im Senseo dann wohl wahrscheinlich die Krönung war.

    @g111: Probier doch mal frisch gemahlene Bohnen in einer Bodum-Kanne.
     
  4. g111

    g111 Mitglied

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    [quote:post_uid0="tasskaff"][/quote:post_uid0]
    [quote:post_uid0]Stefans Antwort auf die zweite Frage ist mir nicht ganz klar[/quote:post_uid0]
    Ja, ich war mir auch nicht ganz sicher, was er nun meinte. Inzwischen weiss ich aber, dass er T8 fuer sehr gut und dem Senseo-System fuer deutlich ueberlegen haelt. Wenn das auch kaffee-geschmacklich zutrifft und wie Du auch meinst, schon Senseo ein aehnliches Ergebnis wie ein VA liefert, dann klingt es so, als sei T8 eine gute Alternative zum teuren VA, wenn man keinen Espresso, sondern guten Kaffee haben moechte.

    [quote:post_uid0]Ich persönlich würde bei der Auswahl Senseo / VA dem VA den Vorzug geben, wenn Geld keine übergeordnete Rolle spielt, alleine schon wg. der frisch gemahlenen Bohnen und den rudimentären Einstellmöglichkeiten.[/quote:post_uid0]

    Ich finde es sehr schwer, sich fuer einen VA zu entscheiden. Von den "preiswerten", die dann aber doch sehr teuer sind, aus der Saeco und Jura Reihe wird einem eher abgeraten. Eine Quickmill oder Schaerer ist aber ziemlich teuer, dafuer dass sie "nur" Kaffeekochen kann. Da weiss ich wirklich nicht, ob sich das fuer mich lohnt.

    Da ich eigentlich keinen Espresso mag (jedenfalls bisher nicht), sondern nur den Kaffee aus einem VA, also Kaffee auf Espresso-Basis, und diesen mit viel Milch trinke, ueberlege ich, ob nicht T8 (oder halt Senseo) eine guenstigere und fuer mich ausreichende Alternative waere.

    Anscheinend ist aber T8 besser als Senseo (man kann dort ja dann auch frisch gemahlenen Kaffee einsetzen). Insofern werde ich mal staerker in die T8 Richtung weiterdenken.
     
  5. g111

    g111 Mitglied

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    Ach so:
    [quote:post_uid0]Probier doch mal frisch gemahlene Bohnen in einer Bodum-Kanne.[/quote:post_uid0]
    Das ist eine Option, die ich auch schon staerker in Betracht gezogen habe. Sie ist sehr preisguenstig (Kanne fuer 8 Tassen von WMF fuer 30-40 EUR) und soll ein sehr gutes Ergebnis bringen. Nachteil: Die Handhabung ist, wie ich denke, wohl ein bisschen umstaendlich (vor allem, wenn ich an das Reinigen denke).

    Um es aber einfach mal auszuprobieren, finde ich 30-40 EUR dann doch wiederum nicht gerade wenig. Ich haette sie mir aber beinahe schon gekauft. Aber fuer ein gutes Ergebnis muss ich wohl dann noch eine Muehle kaufen, (ok, fuer T8 auch), aber auch schon zum reinen Ausprobieren, da der Kaffee fuer den Presskaffe wohl sehr grob gemahlen sein muss.

    Dann stiess ich auf die T8. Ich dachte schon, dass es sie nicht mehr gaebe, da man sie auf den Krups-Web-Seiten nicht in der Produktliste findet. Wenn deren Ergebnisse ebenfalls so richtig gut sind, halte ich die Handhabung fuer einfacher als die der Bodum-Kanne.

    Ich ueberlege noch ein bisschen weiter. Mal schauen, was ich noch so alles entdecke. Wenn ich mir dann etwas kaufe, ist es hoffentlich eine Loesung, mit der ich zufrieden bin. Ansonsten, oder auch wenn ich das Thema fuer zu interessant finde, baue ich mir zu Hause eine Kaffeemaschinen-Sammlung auf. Dann hat man bspw. auch nicht den Stress mit der Ueberlegung, ob Siebtraeger oder VA. Man kauft sich einfach beides. Die Preise rutschen dann auch schnell in den Hintergrund (Peanuts), da das Teure daran dann die Kuechenvergroesserung ist. ;) Und die Gaeste kann man dann immer schoen fragen: "Willst Du einen Kaffee?"; "Ja? ok! Welchen?"; "Nach welchem Zubereitungsprinzip?"; "Mit welcher Maschine?"; "Mit Ketchup? Zum Hier-Essen?", ach nein...
     
  6. #6 nobbi-4711, 07.07.2004
    nobbi-4711

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    Wenn Du nicht grad ein Freund des reinen Espresso bist, dann kauf Dir doch einfach einen Siebträger und mach Cappu :) . Gut, der Siebträger macht jetzt nicht grad den umwerfendsten Kaffee der Welt, aber dafür gibt's m.E. eh noch geeignetere Lösungen als VA. Zum Beispiel die französische Glaskolbenkanne, um noch ein weiteres Prinzip in den Raum zu werfen. Und damit meine ich jetzt nicht die Pressfilterkannen, die man überall kriegt, sondern das Teil, das so aussieht wie ne große Sanduhr. Daraus hab ich meinen bisher besten Kaffee getrunken. Nennt sich auch Cona-Kanne. Gab's früher mal von Bodum, wenn ich mich recht erinnere; keine Ahnung, ob die das Teil noch führen.

    Wobei ich jetzt weder den Kaffee aus der T8 noch den aus dem Senseo kenne; ich entwickle langsam eine leichte Aversion gegen Spielzeug-Plastik und Werbe-Kampagnen, die inzwischen überhaupt nichts mehr von dem halten, was sie versprechen. Daher hab ich auch nicht von den vielfältigen Senseo-Probiermöglichkeiten während der letzten Monate Gebrauch gemacht (Mediamarkt, Kaufhof, Rewe, Karstadt Grabbelabteilung etc). Aber den aus der Cona-Kanne werden beide schwerlich toppen können. Und solang man das Ding nicht im Büro hat oder ständig 10 Gäste bewirten muss, wüsste ich eigentlich auch nicht, warum es so ein Mengenbrüher wie eine T8 sein müsste.

    LG

    Marcus
     
  7. g111

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    [quote:post_uid0]Zum Beispiel die französische Glaskolbenkanne, um noch ein weiteres Prinzip in den Raum zu werfen. Und damit meine ich jetzt nicht die Pressfilterkannen, die man überall kriegt, sondern das Teil, das so aussieht wie ne große Sanduhr. Daraus hab ich meinen bisher besten Kaffee getrunken. [/quote:post_uid0]
    So eine habe ich zu Hause. (Als ich als Kind (damals trank ich noch gar keinen Kaffee) mit meinen Eltern mal in Holland war, stand dort so eine im Ferienhaus rum. Ich war davon so dermassen begeistert, dass ich sie mir zu Weihnachten wuenschte :) und auch bekam)

    Dann stand sie bis vor kurzem jahrelang rum. Aufgrund meiner Kaffemaschinensucherei habe ich sie dann wieder ausgebuddelt, um sie auszuprobieren. Der Erfolg war maessig. Der Spiritusbrenner, der dabei war, wurde von meinen 3 jaehrigen Soehnen auf dem Kuechenboden zerdeppert. (Inzwischen kann ich drueber lachen.) Der Kaffee ist mir in zwei Versuchen nicht gelungen.

    Beim ersten Versuch war der Kaffee zu duenn. Als die ganze Apparatur zu blubbern anfing, da der Wasserspiegel an die untere Kante des Kolben gelangte, hatte ich nicht die Nerven, den Kaffee weiterkochen zu lassen. => Der Kaffee schmeckte nicht schlecht, aber sehr duenn.

    Beim zweiten Versuch habe ich dann probiert, den Kaffee 3-4 Minuten ziehen zu lassen. Aber ab welchem Zeitpunkt? Ab dem, wenn das Wasser beginnt, den Kaffeesatz anzufeuchten oder ab dann, wenn alles Wasser oben ist? Ich waehlte letzteren. Der Kaffee schmeckte nicht nach viel, sondern war nur bitter.

    Da das ganze eine nette und interessante Maschine mit Showeffekt ist, bin ich froh, zu wissen, wie sie funktioniert. Noch lieber waere es mir, zu wissen, wie man damit guten Kaffee kocht. Fuer den taeglichen Einsatz zum Fruehstueck, etc. finde ich diese Methode aber auf jeden Fall fuer zu umstaendlich und wuerde eher die Presskannenmethode bevorzugen.

    [quote:post_uid0]Nennt sich auch Cona-Kanne. Gab's früher mal von Bodum, wenn ich mich recht erinnere; keine Ahnung, ob die das Teil noch führen.[/quote:post_uid0]

    Die gibt es immer noch von Bodum. Ich kann sie vor allem wegen des Aha-Effektes vor Besuchern empfehlen. Hast Du noch einen Tipp fuer mich, wie man damit auch guten Kaffee hinbekommt? :)
     
  8. #8 nobbi-4711, 07.07.2004
    nobbi-4711

    nobbi-4711 Mitglied

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    Laut dem "Kaffee-Espresso-Barista"-Buch von Leeb/Rogalla soll der Kaff 3 bis 4 Minuten ziehen, sobald sich das Wasser bis auf einen kleinen Rest mit dem Pulver vermischt hat. Das Pulver sollte wohl recht grob gemahlen werden. Hast Du eine Mühle, dass Du mit dem Mahlgrad experimentieren kannst?

    Die Kanne gehört übrigens einem Freund, der sie für 5 Mark oder so auf dem Flohmarkt gekauft hat. Wir haben sie nur einmal zusammen ausprobiert; das war besagter Kaffee. Wenn ich von Deinen Bemühungen lese, müssen wir wohl unheimlichen Dusel gehabt haben :O . Es war jedenfalls ein sehr guter Kaffee aus einem Laden in Freiburg. Also einer von der Qualität, wie man sie bei Senseo schwerlich bekommen wird. Vielleicht lag's auch einfach daran.

    LG

    Marcus
     
  9. Stefan

    Stefan Mitglied

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    @ tasskaff
    [quote:post_uid0]Hier ging es doch um den Vergleich zwischen Senseo und VA - und zwar um den Geschmack des Ergebnisses. Ich denke, diesen kann man (wenn auch subjektiv) schon miteinander vergleichen. [/quote:post_uid0]

    Der Vergleich hinkt - darauf wollte ich hinaus. Die Senseo als Schwallbrüher ist eine Maschine speziell für Filterkaffeebrühung, während der VA bedingt durch die Druckbrühung für Espresso konstruiert wurde. Aus einem VA wird man deshalb niemals ein (geschmacklich) vergleichbares Ergebnis erzielen können. Eine normale Tasse Kaffee aus dem VA schmeckt vergleichsweise dünn und körperlos (interessanterweise schmeckt man hier Robustaanteile im Filterkaffee besonders leicht heraus). Es macht ja wenig Sinn, Maschinen miteinander zu vergleichen, wovon ein Exemplar ein Getränk brauen soll, wofür es eigentlich nicht konstruiert wurde. Im Vergleich mit einem VA bringt selbst eine 30€-Kaffeemaschine ein geschmacklich intensiveres Ergebnis bei Filterkaffeeröstungen.

    Wer 'nur' Filterkaffee trinken möchte, und das in sehr guter Qualität - für den ist ein VA eindeutig die falsche Wahl, nichtmal ein geeigneter Kompromiß, weil viel zu teuer. Die Senseo wiederum ist im Prinzip bzw. von der grundsätzlichen Technik her nicht schlecht, krankt jedoch an den Beschränkungen durch das Padsystem. Die angebotenen Pad-Röstungen sind qualitativ allenfalls Mittelmaß und dafür auch noch zu teuer. Die mittlerweile angebotenen Dauerfilter für die Senseo halten leider auch nicht, was sie versprechen.
    Die Senseo ist allenfalls was für Wenigtrinker, die nur morgens ein, zwei Tassen zum Wachwerden brauchen.

    Zu den genannten Alternativen, zuallererst die Cona bzw. Glaskolbenkanne:
    Auch nicht ganz optimal, weil man immer die Brühzeit im Auge behalten muß. Läßt man den Kaffee zulange in der Kanne mit dem Kaffeesatz ziehen, schmeckts bitter weil er überextrahiert wurde. Außerdem besteht allzuleicht die Gefahr, daß das Wasser zu heiß ist - es darf nämlich nicht (mehr) kochen, dann schmeckts ebenfalls bitter.

    Einfacher in der Handhabung, bei ebenbürtigem Ergebnis, ist die schon angesprochene Stabfilter/Preßstempelkanne. Aufgegossen wird ebenfalls mit gerade nicht mehr kochendem Wasser (idealerweise 92,93°C). Auch hier muß der Kaffee grob gemahlen werden und vor der Herunterdrücken des Siebeinsatzes je nach Kannengröße 3 bis 4 Minuten ziehen. Nicht länger - sonst wird er ebenfalls überextrahiert und schmeckt bitter. Alles in allem ist das von der handhabung aber einfacher als die Cona-Kanne

    Weiterhin gibts noch die Karlsbader Kanne, also eine Brühung per (grobem) Keramik-Dauerfilter. Man muß hierfür den kaffee SEHR grob mahlen und sich für die Zubereitung auch etwas Zeit nehmen - reingießen und einer anderen Tätigkeit nachgehen ist nicht. Je nachdem, wie stark der Kaffee quillt, muß man den Satz schonmal umrühren damit der Filter nicht verstopft und die Durchlaufzeit über Gebühr verlängert -> Überhextrahierung...
    Wenn man die Geduld hat, wird man am Ende aber mit dem besten Ergebnis aller Brühmethoden belohnt. ;):

    Gruß
    Stefan

    PS: Da sollte ich vielleicht doch mal nen längeren Bericht für die Tutorials machen - Bedarf ist anscheinend da und ich hab ja alle diese Brühverfahren zuhause stehen... :laugh:
     
  10. #10 knurrfrosch, 08.07.2004
    knurrfrosch

    knurrfrosch Mitglied

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    [quote:post_uid0="g111"]Das ist eine Option, die ich auch schon staerker in Betracht gezogen habe. Sie ist sehr preisguenstig (Kanne fuer 8 Tassen von WMF fuer 30-40 EUR) und soll ein sehr gutes Ergebnis bringen. Nachteil: Die Handhabung ist, wie ich denke, wohl ein bisschen umstaendlich (vor allem, wenn ich an das Reinigen denke).

    Um es aber einfach mal auszuprobieren, finde ich 30-40 EUR dann doch wiederum nicht gerade wenig.[/quote:post_uid0]
    Hi!

    Um es nur mal auszuprobieren kannst du auch eine billige Kanne bei Ikea kaufen, die liegt unter 10 Euro und erzielt ein wirklich gutes Kaffeeergebnis. Die Haltbarkeit ist allerdings äußerst begrenzt, wäre wirklich nur zum Ausprobieren zu gebrauchen. Die Reinigung ist nicht so wild, wir spülen unsere seit Jahren einfach nur mit Wasser aus. Größere Kaffeetresterreste einfach per Löffel in den Biomüll entsorgen, dann Wasser durch und fertig. In halbwegs regelmäßigen Abständen darf die Kanne dann mal die Spülmaschine von innen begutachten und das wars.
    Wenn es denn eine elektrische Maschine sein soll kann ich mich den T8 Empfehlungen nur anschließen. Ist der bisher beste Filterkaffee, den ich bisher getrunken hab.

    LG
    Frank
     
  11. #11 tasskaff, 08.07.2004
    tasskaff

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    @Stefan: OK - die von Dir genannten Fakten kannte ich mehr oder weniger auch, mir war wohl die eigentliche Intention des Vergleichs nicht völlig transparent :(
    Ich ziehe manchmal einen leckeren Schümli aus einem VA einem Filterkaffee durchaus vor...

    Im Prinzip kann ich mich den bisher gemachten Äußerungen nur anschließen. Für den Genuß von [b:post_uid0]Filterkaffee[/b:post_uid0] würde ich folgende Geräte präferieren:
    1) Preßstempel-Kanne (hervorragender Kaffee, sehr preiswert, unkomplizierte, schnelle Zubereitung, etwas Aufwand bei der Reinigung)
    2) Cona-Kanne (hervorragender Kaffee, schöner optischer Effekt, intensive Geruchsentfaltung, relativ preiswert, Zubereitung aufwändiger als bei 1), Säuberungsaufwand hoch)
    3) Handaufbrühung wie bei Oma (lecker, kein Aufwand, preiswert)
    4) Krups T8 (hervorragender Kaffee, Zubereitungs- und Reinigungsaufwand gering, Anschaffungskosten etwas höher)

    Ich persönlich nutze alle vier Varianten je nach gusto, wobei ich keine Krups habe, sondern eine Philips Gourmet. Die ist OK, aber meiner Meinung nach macht die Krups den besseren Kaffee.
     
  12. g111

    g111 Mitglied

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    @tasskaff:
    [quote:post_uid0]1) Preßstempel-Kanne[/quote:post_uid0]
    Ich denke, ich werde mir mal eine solche zulegen und damit rumspielen. Schon alleine, um meine Neugierde zu befriedigen.

    [quote:post_uid0]2) Cona-Kanne[/quote:post_uid0]
    Habe ich ja schon. Muss ich nochmal mit rumexperimentieren. Vor allem zusammen mit einer Kaffeemuehle, die fuer alle Varianten ja sowieso interessant ist. Den Kaffee grob gemahlen muss ich dann versuchen, das Ergebnis zu verbessern.

    [quote:post_uid0]3) Handaufbrühung wie bei Oma[/quote:post_uid0]
    Das ist mit Sicherheit in gutes Verfahren. Leider deckt sich die Technik mit keiner der anderen Methoden, so dass man mit dieser nicht die anderen Ergebnisse simulieren kann. Ausnahme: die Philips Gourmet automatisiert dieses Verfahren. Somit sollte das Ergebnis dieser das Gleiche sein, wie die Handaufbruehung. Richtig?

    [quote:post_uid0]4) Krups T8[/quote:post_uid0]
    Was hierbei interessant ist, ist das Bruehverfahren unter [b:post_uid0]Druck[/b:post_uid0]. Daher dachte ich, dass das Ergebnis vielleicht dem eines VA-Kaffees aehnlich wird. Wenn ich mir nochmal eine Kaffeemaschine kaufe, probiere ich wahrscheinlich diese aus.

    @Stefan:
    [quote:post_uid0]Der Vergleich hinkt - darauf wollte ich hinaus. Die Senseo als Schwallbrüher ist eine Maschine speziell für Filterkaffeebrühung, während der VA bedingt durch die Druckbrühung für Espresso konstruiert wurde. Aus einem VA wird man deshalb niemals ein (geschmacklich) vergleichbares Ergebnis erzielen können.[/quote:post_uid0]
    Ich denke, meine Frage ist in diesem Punkt falsch ruebergekommen. Ich wollte in einem VA keinen Filterkaffe zubereiten. Man wuerde schon Espresso-Kaffe (oder etwas Schuemli-Geeignetes) einsetzen. Da ich den VA-Espresso aber verlaenger und mit viel Milch trinke, ist halt die Frage, wieviel vom Espresso-Feeling da noch uebrig bleibt und ob diese Guete dann nicht von einem der Kaffee-Bruehverfahren nahezu auch erreicht wird. So kam also meine urspruengliche Frage zustande.
     
  13. #13 tasskaff, 08.07.2004
    tasskaff

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    @g111:
    Bei mir ist Deine Frage in etwa so angekommen, wie Du es im letzten Posting noch einmal erklärt hast.
    Mit den von Dir gewählten Optionen wirst Du - wenn Du leckeren [b:post_uid0]Filter[/b:post_uid0]kaffee bekommen möchtest - sicherlich nichts falsch machen.
    Probier die Cona-Kanne noch ein paar mal (mit grob gemahlenem Kaffee) auf der Herdplatte aus. Sollte Dir das Ergebnis nicht zusagen, kauf Dir für ein paar Euro eine Preßstempel-Kanne.
    Wenn Du dann irgendwann eine bequemere Zubereitungsart wünscht, solltest Du Dir dann eine günstige Quelle für die Krups suchen :)
     
  14. Stefan

    Stefan Mitglied

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    @g111:

    [quote:post_uid0]Zitat
    4) Krups T8

    Was hierbei interessant ist, ist das Bruehverfahren unter Druck. Daher dachte ich, dass das Ergebnis vielleicht dem eines VA-Kaffees aehnlich wird. Wenn ich mir nochmal eine Kaffeemaschine kaufe, probiere ich wahrscheinlich diese aus.
    [/quote:post_uid0]

    Der Druck ist nicht besonders hoch - nämlich nur so hoch, daß das Wasser durch den beim Kochen entstehenden Überdruck über die Seitenteile des Gehäuses in den Filter laufen kann. Der Durck darf auch nicht beliebig hoch sein -wenn er einem VA ähnlich wäre, würde der Kaffee schlechter schmecken weil er zu kurz extrahiert.

    [quote:post_uid0]Ich denke, meine Frage ist in diesem Punkt falsch ruebergekommen. Ich wollte in einem VA keinen Filterkaffe zubereiten. Man wuerde schon Espresso-Kaffe (oder etwas Schuemli-Geeignetes) einsetzen. Da ich den VA-Espresso aber verlaenger und mit viel Milch trinke, ist halt die Frage, wieviel vom Espresso-Feeling da noch uebrig bleibt und ob diese Guete dann nicht von einem der Kaffee-Bruehverfahren nahezu auch erreicht wird. So kam also meine urspruengliche Frage zustande.[/quote:post_uid0]

    Auch das kann man so nicht direkt vergleichen. Für eine lange Tasse ist ein Vollautomat oder eine Siebträgermaschine nicht optimal, sondern ein Kompromiß. Das Resultat in der Tasse kann man deshalb auch nicht direkt vergleichen weil sich hier völlig unterschiedliche Brühverfahren gegenüberstehen. Mit einer normalen Kaffeemaschine kann man genausowenig Espresso-Feeling erzeugen wie mit einem Vollautomaten einen perfekten Filterkaffee. :;):

    Gruß
    Stefan
     
  15. g111

    g111 Mitglied

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    So, Danke nochmal fuer alle Antworten. Ich habe mir heute eine Bodum-8-Tassen-Kanne geholt, aber noch nicht ausprobiert. Ich kann ja dann mal meine Erfahrung dazu rueckmelden. Allerdings fehlt mir dazu noch die richtige Kaffeemuehle. Dazu habe ich im Muehlenbereich einen Thread eroeffnet, da ich nicht weiss, ob man da auf etwas achten muss oder nicht. Wenn da noch jemand Erfahrungen oder Tipps zu hat, wuerde ich mich dort ueber Antworten freuen.

    Gruss,

    Gert
     
Thema:

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