Kruve Sifter - Der Schüttelfred

Diskutiere Kruve Sifter - Der Schüttelfred im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Habe heute zweimal einen Kaffee (Machhörndl Kenia - Kinamui AA) mit dem V60 zubereitet. Das erste Mal mit gesiebtem Mahlgut, das zweite Mal ohne...

  1. autosub

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    Habe heute zweimal einen Kaffee (Machhörndl Kenia - Kinamui AA) mit dem V60 zubereitet. Das erste Mal mit gesiebtem Mahlgut, das zweite Mal ohne Sieben. Die Durchlaufzeit war fast gleich:
    Gesiebt: 14,2 g ca. 3:20 min.
    Ungesiebt: 14,2 g ca. 3:10 min.
    Den Unterschied schmeckt man deutlich. Beim gesiebten Mahlgut sind keine Bitternoten vorhanden und der Kaffee schmeckt unglaublich klar und süß, jedoch weniger komplex. Da kann man dann wirklich von Kaffeefrüchtetee sprechen. Beim ungesiebten kommt schon etwas leicht bitteres durch - sehr wahrscheinlich durch das Mahlgut kleiner als 400 Mikrometer verursacht. Zusätzlich könnte auch der/die/das Chaff (Kaffeehäutchen) eine Rolle spielen. Windelboe meint ja, dass diese Häutchen vom Geschmack etwas grasiges an sich haben - könnte hinkommen.
    Zu beachten ist hierbei, dass, um auf die annähernd gleiche Durchlaufzeit zu kommen, ich die beiden Kaffees mit unterschiedlichem Mahlgrad zubereitet habe/zubereiten musste. Da das gesiebte Mahlgut auch sehr fein ist, muss ich auch - nach dem Bloom - den V60 gleich bis obenhin füllen (ca. 2 cm bis zum Rand) und den Füllstand durch Nachgießen bis zur erreichten Wassermenge halten, damit es mit der Durchlaufzeit hinhaut.
    Den Mahlgrad musste ich von 3,5 (gesiebt) auf 5,5 (ungesiebt) verstellen. Mit meiner vorherigen V60 Gießmethode (Füllstand gleichbleibend ca. 2 cm über dem Kaffeebett) war ich bei 6,5 - 7 (ungesiebt). Ich habe übrigens die Originalskala von MK, die bis 11 geht.
     
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  2. frdmn

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    Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Dieses klare, süße, tee-artige, komplett ohne Bitterkeit ist schon irgendwie geil. Aber irgendwie fehlt auch ein bisschen was. Vielleicht wäre 400-1000µm noch ein bisschen besser, meinen jedenfalls einige auf HB.
     
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  3. autosub

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    Ja, so empfinde ich das auch. Vielleicht gebe ich das Mahlgut <400 auch nochmal am Ende des Brühvorgangs mit hinzu. Habe ich vor ein, zwei Monaten auch schon einmal gemacht.
    Okay, den Thread auf HB habe ich irgendwann nicht mehr verfolgt. Werde ich mal nachlesen. Wahrscheinlich werde ich auch statt des 800er das 900er Sieb nehmen und etwas gröber mahlen.
    Werde auf jeden Fall weiter mit dem Kruve experimentieren. Die Anschaffung hat sich doch gelohnt.
     
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  4. autosub

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    Ich bin erstaunt. Habe eben das 900er statt des 800er Siebes benutzt und die EK43 von 3,5 auf 4,5 gestellt. Das hat sehr gut gepasst. Die Parameter waren die gleichen. Ich habe dieses Mal den V60 nicht so hoch befüllt, damit die Durchlaufzeit in etwa gleich bleibt (lag bei ca. 3:20 min.).
    Und nun zum entscheidenden, der Geschmack: Tatsächlich, der Kaffee war nun komplexer, nicht mehr ganz so süß, aber auch überhaupt nicht bitter. Ich bin leider nicht so gut darin den Geschmack/das Aroma wirklich aufzuschlüsseln und im Detail zu beschreiben, aber die etwas dunkleren, tieferen und mittigen Geschmacksnoten wurden gegenüber dem 800er Sieb mehr betont. Vielleicht kann man das auch mit blumig beschreiben.
    Als ich den ersten Schluck getrunken habe, musste ich sofort an das gesiebte Mahlgut (hierbei jedoch mit dem 800er Sieb) der Vario mit Stahlscheiben denken. Die betont (auch allgemein, ohne sieben) die eben beschriebenen Geschmacksnoten. Evtl. hat die Vario gegenüber der EK43 ihren Peak eher im gröberen Bereich!?
     
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  5. Hi-Jack

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    Mit meiner gemoddeten Skerton und dem 400-800-Sieben komme ich momentan auf folgende Werte:
    18% Boulders
    80% Mahlgut
    1% Fines

    Selbst wenn ich den Mahlgrad feiner stelle, erhöht sich die Zahl der Fines kaum, nur die Durchlaufzeit geht hoch, offenbar habe ich die Justierung mit dem OE-Kit ganz gut hinbekommen.

    Ich habe festgestellt, dass die Kaffees doch unterschiedlich stark vom Sieben profitieren. Kaffees, die auch ohne Sieben gut schmecken verbessern sich weniger, andere, bei welchen ich bisher keine zufriedenstellenden Ergebnisse erreichen konnte, schmecken damit dagegen plötzlich sehr ausgewogen. Auch kann ich mit der Durchlaufzeit deutlich höher gehen, ohne dass Bitternoten entstehen, obwohl der Anteil der Fines wie gesagt sehr gering ist..
     
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  6. Hlgkr

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    So bis lang habe ich nur fleißig mitgelesen und gestern konnte ich den hier im KN erworbenen Sifter twelve in meinen Händen halten.

    Ich kann mich meinen vorredner'n nun anschließen. Sehr hochwertiges und schickes Teil.
    Auch ich hatte meine Mühle bisher zu grob eingestellt, sodass ich verhältnismäßig kaum fines hatte und fast gleich viel auf dem 400er und 800er Sieb..
    Nachdem ich meine Mühle nun nach Anleitung eingestellt habe, hatte ich machhörndl Aricha in meinem V60. Definitiv eine sehr klare, fruchtig, süße Tasse. Auch wenn die Mühle vorher eher zu grob eingestellt war, hat das aussortieren der fines gereicht das Resultat nicht bitter werden zu lassen.
    Das waren die ersten Schritte mit dem sifter, sodass ich mich nun erst noch weiter mit dem sieben und anderen Methoden wie AP, FP und Colddrip befassen werde.

    Hat jemand eine Siebempfehlung für den Dripster? Empfohlen für cold brew ist 600-1100. Würde jedoch beim drippen aufgrund der kürzeren Kontaktzeit etwas feiner gehen.
     
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  7. autosub

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    Hier ein Review von James Hoffmann:
     
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  8. Hi-Jack

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    Nachdem ich mir vor kurzem eine Aeropress zugelegt hatte, hab ich heute das erste mal den Kruve damit getestet.

    Bisher habe ich für AP den Kaffee mit meiner Skerton auf feinster Stufe gemahlen und bei 85° Wassertemperatur ca. 1 Min ziehen lassen, bevor ich ihn in ca. 30 Sekunden ausgepresst habe. Länger konnte ich bisher kaum gehen, da sonst die Bitternoten zu stark wurden. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass einige Teile des Kaffeemehls noch gerne ein bisschen mehr Extraktion vertragen könnten. Insgesamt war ich mit dem Ergebnis aber seit ich die Aeropress habe recht zufrieden, aber es geht ja immer noch ein bisschen besser, nech.

    Da Kruve ja ein paar Sieb- und Zeitvorschläge angegeben hat, hab ich mich erstmal daran orientiert. Also das 500er und 900er Sieb genommen und ca 150 Sekunden angepeilt. Erstes Ergebnis: Dafür ist der Kaffee zu fein, ca. die Hälfte geht auch durchs feine Sieb, so gut wie keine Boulders. Also die Skerton auf Stufe 2 eingestellt und von 15g erhalte ich jetzt nur noch 2g Fines, immer noch kaum Boulders.

    Ergebnis:
    Die Aeropress benötigt weniger Kraft, ich kann den Kaffee schneller und flüssiger durchdrücken. Das ist schonmal ein Vorteil, da der Sinn der Aeropress ja darin besteht, die Extraktion möglichst schlagartig zu beenden, damit das komplette Kaffeemehl möglichst gleich lang mit dem Wasser in Verbindung war.

    Geschmacklich ist der Effekt wie beim Handfilter: Die Bitternoten sind fast komplett weg und machen Platz für einen runden, ausgewogenen Geschmack. Auch die säuerlichen Anteile sind dank der jetzt längeren Extraktion fast weg. Diese Zubereitungsart ist definitiv meiner neuer Favorit.


    Jetzt würde ich natürlich gerne mal den Vergleich mit Kaffeemehl von einer richtig guten Mühle wie Kinu oder Commandante machen. Mal schauen ob ich eine Möglichkeit habe, mal an sowas zu kommen.


    Der These, dass sich das Kruvesieb für günstige Mühlen weniger lohnt, muss ich widersprechen. Mit dem OE-Upgrade fabriziert meine Skerton kaum Fines.
     
  9. Hi-Jack

    Hi-Jack Mitglied

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    Ich probiere mich gerade durch die Kaffees vom gangundgäbe. Was mir heute aufgefallen ist: Beim Äthiopier geht ca. doppelt so viel durchs untere Sieb wie beim Guatemalteken, obwohl Mühle und Sieb exakt identisch waren.

    Zwar hab ich auch schon vorher beim Malen mit der Handmühle und auch beim Durchpressen mit der AP schon deutliche Unterschiede zwischen diversen Kaffees bemerkt, aber so einen deutlichen Unterschied bei den Fines hatte ich bisher nicht.

    Nun gilt es herauszufinden, ob ich mit der Siebgröße, oder der Mühleneinstellung spielen muss...
     
  10. byheb

    byheb Mitglied

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    So, und wieder sind 1,5h weg, da ich diesen und den verlinkten Thread fast komplett durchgelesen habe. Danke für den Input (2009 und 2017) :)
    So richtig schlau, was das Verdichten durch Rütteln, das Sieben durch Rütteln und das Aufbrühen von gesiebtem Kaffee angeht bin ich leider noch nicht. Ich denke, man muss so etwas mit seinen Kaffees, seiner Mühle und seiner Brühmethode selber testen. Fines für Filterkaffee/Frenchpress/Aeropress zu reduzieren scheint ja die Hauptverwendung für das Gerät zu sein. Den Sifter finde ich vom Prinzip auf jeden Fall sehr gut, allein schon, um seine Mühleneinstellung zu kontrollieren.
     
  11. smu83

    smu83 Mitglied

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    Top Thread! Ich habe lange nicht mehr hier vorbei geschaut, und habe demnach einiges nach zu holen bzw zu lesen :)
    Auch ich habe den Sifter bei Kickstarter unterstützt, und habe einige leider nicht dokumentierte Versuche hinter mir. Interessant fand ich auch WIE FEIN ich meine Mühle (Wilfa WSCG2 bzw baugleich von Gastroback) stellen musste, um ein einigermaßen ausgewogenes Ergebnis zu erzielen.
    Teilweise habe ich die boulder mit reingekippt, oder aber ich habe sie einfach noch mal durch die Mühle geschickt. Das hat eigentlich sehr viel gebracht! Die Fines habe ich rausgelassen, den Tipp mit dem späteren dazu geben würde mal noch ausprobieren.

    Für mich ist das Teil einfach ein nettes Ding, um herum zu probieren, und um zu schauen was alles im Bereich des möglichen liegt. Zudem kann man Zusammenhänge besser erfassen mMn.
    Dass es nicht zur Standartroutine gehört, darüber sind wir uns glaube ich einig :)
     
  12. cappur

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    Leider habe ich den Thread, bzw die Keuve-Siebe erst heute entdeckt. Nach dem ich mich eingelesen habe (Danke für die tollen Beispiel und Ideen!) , wundert es mich, dass nach
    nichts mehr gekommen ist? Vielleicht ist das Aussieben der Fines auf Dauer zu mühsam oder zu teuer? Lohnt es sich nicht, ein wenig mit dem Ding zu experimentieren, wenn man neue Bohnen ausprobiert oder seine Mühle einstellt? Lohnt sich der Kauf der Siebe für Espresso?
     
  13. smu83

    smu83 Mitglied

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    Bei mir liegt es daran, dass ich momentan leider wenig hier ins Forum schaue. Danke dass eine Mail des neuen Beitrages gekommen ist :)
    Ich siebe mittlerweile hin und wieder nur die Fines raus, also nur ein Sieb.
    Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall immer! Für Espresso habe ich es ehrlich gesagt noch nicht getestet, da mir das ehrlicherweise einfach für den Alltag zu müßig ist…
     
  14. autosub

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  15. cappur

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    Danke autosub, das klingt interessant und auch Dir smu83, meine Neugier bleibt erhalten. Ich habe einige Handmühlen (Knock, CM) und eine Eureka, so dass mich die Qualität schon interessieren würde.
     
  16. #116 powermaxi2000, 17.11.2017
    powermaxi2000

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    Ich hab zunächst fleisig gesiebt, aber nun ists auch so dass ichs nur noch selten anwende. Ich fands schon interessant zu sehen was aus der Mühle kommt, konnte entsprechend nachjustieren was sonst eher Blindflug gewesen wäre. Aber vor allem das Putzen danach (nehm dazu nen Pinsel) hält mich glaub am meisten ab.
    Wenn ich mit Handmühle, V60 und Hario Kessel das Verwöhnprogramm fahre, dann eher; aber bei PSK, Wasserkocher und Graeff Mühle auf die schnelle Tour, da lass ichs sein.
     
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  17. #117 autosub, 01.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 01.12.2017
    autosub

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    So, nach langer Zeit habe ich vorhin wieder den Kruve verwendet und das V60 Rezept von ihrer Homepage angewendet (KRUVE Sifter).
    Die angegebene Brew Ratio von 1:16 in der Übersicht ist übrigens nicht korrekt. Bei der verwendeten Kaffee-/Wassermenge von 15/260 g beträgt die BR 1:17.3 (es sei denn sie meinen die verwendete Kaffemenge im Verhältnis zum Endbrühgewicht. Dann würde es bei einer LRR von 2.1 nämlich 1:15.6 betragen).

    Dabei habe ich die Commandante verwendet und 20 g mit MG 25 gemahlen. Der Mahlgrad war viel zu grob. Deshalb habe ich das Mahlgut >800 μm (waren über 10 g) nochmals bei MG 20 gemahlen. Da danach immer noch ziemlich viel Mahlgut auf dem 800er Sieb lag wurde dies nochmals mit MG 15 gemahlen und dann nochmals ordentlich geschüttelt. Ergebnis:
    Genau 15 g auf dem 400er Sieb.:) Davon 3.5 <400 und 1 g >800 μm.

    Habe dann leider zu langsam aufgegossen, so dass ich bei einer Extraktionszeit von 4:50 min (inkl. 45 s Blooming und mit Rühren) gegenüber den 3:40 min (inkl. 30 s Blooming ohne Rühren) min im Rezept lag.

    Hier das Messergebnis:
    Screenshot_20171201-150614.png

    und das Kaffeebett nach dem Brühvorgang:
    IMG_20171201_133602.jpg

    Der Kaffee war definitiv zu stark (zu hohe TDS), hat aber sehr klar und nicht bitter oder adstringent geschmeckt (insofern könnten die 24.51 EXT% noch okay gewesen sein).

    Nun ja, später werde ich das gleiche nochmals durchführen. Diesmal gleich mit feinerem Mahlgrad und der Rao Methode beim Aufgießen.

    Edit:
    Gesagt, getan. Hier das Ergebnis:
    Screenshot_20171201-174928.png

    Habe hierbei zuerst MG 17 verwendet. Da war dann auch noch sehr viel Mahlgut im 800er Sieb. Deshalb wurde dieses mit MG 13 nochmals gemahlen. Ergebnis:
    17.5 g auf dem 400er, 2.5 g < 400 und 0.5 g auf dem 800er bei insgesamt 21 g Bohnen.

    Gegenüber dem vorhergehenden Versuch habe ich insgesamt 1g mehr Bohnen verwendet. Der unter 400 μm Anteil betrug seltsamerweise 1g weniger (2.5 statt 3.5g).

    Die Durchlaufzeit betrug (inkl. 45 s Bloom) 3:12. Nach dem Blooming habe ich das ganze Wasser auf einmal langsam aufgegossen.

    Nach dem Brühvorgang sah das Kaffeebett folgendermaßen aus:
    IMG_20171201_173321.jpg

    Hm, ob sich das schlammige Kaffeebett nun durch das schnellere Aufgießen ergeben hat? Oder waren beim zweiten Aufguss mehr feinere Anteile (also mehr Mahlgut Richtung 400 μm oder gar mehr Mahlgut unter 400 μm, das nicht durch das 400er ging - hatte beim zweiten Test ja 1g weniger Mahlgut unter 400 μm ) vorhanden?
    Bei einem anderen Vergleich (Chemex mit "normalem" nichtgesiebtem Mahlgut - gleicher Mahlgrad) der Gießtechnik war das Ergebnis gerade andersherum - kein schlammiges Kaffeebett bei schnellem Aufgießen und (wesentlich) kürzerer Brühzeit, gegenüber einem schlammigen Kaffeebett bei langsamer Aufgusstechnik in mehreren Schüben etc.

    1.41 TDS finde ich immer noch zu stark.

    Der Kaffee war bei beiden Versuchen sehr süß. Die Säure hielt sich im Hintergrund.
     

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  18. #118 st. k.aus, 01.12.2017
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    bei deinen mühlen lohnt sich auf jeden fall der shifter von kruve
     
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  19. #119 autosub, 03.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2017
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    Gestern habe ich mir bei Aldi Bohnen geholt (1 kg bester Arabica!!!:)), damit ich das Mahlgut der einzelnen Mühlen mittels Kruve vergleichen kann (inwiefern der Vergleich Sinn macht, bleibt dahingestellt).
    Heute habe ich 15 g mit der Commandante und der EK43 gemahlen und dann den Kruve jeweils mit dem 400er und 800er Sieb verwendet. Ergebnis nach jeweils zwei Versuchen (bei den ersten beiden habe ich zu grob gemahlen):

    Commandante
    12.4 g im gewünschten Bereich
    1.5 g größer 800 μm
    0.9 g kleiner 400 μm

    EK43
    12.2 g im gewünschten Bereich
    1.2 g größer 800 μm
    1.3 g kleiner 400 μm

    Der jeweils minimale Rest der 15 g (0.2 g bzw. 0.3 g) dürfte von den nicht ganz sauber ausgepinselten Sieben etc. und/oder Wiegeungenauigkeiten herrühren.

    Die EK43 ist übrigens sehr gut ausgerichtet (0.005 mm - statische Scheibe). Die Kegel der Commandante schleifen ab MG 7 nicht mehr (scheint üblich zu sein).

    Das Mahlgut der Commandante sieht übrigens eher kugelförmig oder quadratisch, das der EK43 hingegen länglich, blattförmig aus.

    Nur komisch, dass ich vorgestern 2.5 bis 3.5 g Mahlgut unter 400 μm hatte. Habe hierbei zwar mehr Bohnen verwendet (17.5 und 18.5 statt 15 g), prozentual ist das heutige Ergebnis aber deutlich niedriger. Entweder liegt es daran, dass ich vorgestern das Mahlgut größer 800 μm nochmals mit feinerem Mahlgrad gemahlen habe oder einfach nur an den anderen Bohnen.

    Edit:
    Bei der EK43 habe ich die SSP Scheiben verwendet.
     
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  20. janosch

    janosch Mitglied

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    ... ich konnte bis jetzt auch noch keine eindeutigen zusammenhänge finden, jemand hat hier aber mal gemutmaßt das das mahlgut evtl auch verklumpt (fines bleiben an größeren körnern durch statik hängen) und dadurch eben kein reproduzierbares ergebis entsteht

    bei mir hängen auch trotz RDT noch viele fines unten an den sieben, egal wie lange ich schüttele/klopfe ... ich nehme im moment nur das grobe/chaff raus weil ich meine zu schmecken das der kaffee ohne boulders klarer schmeckt

    mit/ohne fines, vor allem wenns nur 1-2g sind macht bei mir so gut wie keinen unterschied


    Grüße
     
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