Küchenmesser

Diskutiere Küchenmesser im Was ich unbedingt noch sagen wollte... Forum im Bereich Kaffeeklatsch; 15cm Petty. Vor Jahren gekauft, lange vergessen (ich nutze meistens die weniger pflegeintensiven Schneidwerkzeuge). Vor wenigen Wochen dann...

  1. #3361 flatulenzio, 07.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 07.08.2020
    flatulenzio

    flatulenzio Mitglied

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    15cm Petty.
    Vor Jahren gekauft, lange vergessen (ich nutze meistens die weniger pflegeintensiven Schneidwerkzeuge). Vor wenigen Wochen dann reaktiviert.
    Kurz abgezogen: sauscharf, über die gesamte Schneidenlänge nagelgängig, sehr scheidfreudig.
    Ich mag die Klingenform.
    Leider weiß nicht nicht mehr, um welchen Stahl es sich handelt und finde auch keinerlei Unterlagen. Ich vermute blauen Papierstahl.
    [​IMG]
     
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  2. clucle

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    Ist vom Prinzip her sogar besser, bleibt sehr frisch und man kann es ja in ein Glas gießen. Leider gibts nur meistens keine guten Sorten aus Dosen. Manche Craftbiere kommen aber wieder in Dosen daher!
     
  3. #3363 silverhour, 09.08.2020
    silverhour

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    Nur halb Topic, da es meist jenseits der Küche genutzt werden wird. :rolleyes:

    Mein neues Spielzeug zum Schneiden...

    [​IMG]

    Drumrumgeschlichen um ein paar Laguiole Messer bin ich schon öfters, aber bisher konnte ich mich immer von einem Kauf abhalten. Gestern in der Stadt fiel mir dann dieses schöne Exemplar in die Hände: Satinierte Klinge, Griff aus Nordbuche und wünderschöne Verzierungen auf dem Ressort und der Biene. Angefixt hatte mich erst ein Exemplar in schwarzem Ebenholz, aber beim zweiten Blick wirkte es ohne Verzierungen ein wenig langweilig.

    Für die Rhein-Main'ler: Der alteingesessene Frankfurter Haushaltswarenhändler Lorey schließt das alte Mutterhaus am 22.08. und eröffnet am 01.09. neu in der MyZeil. Das Leichenfleddern ... .ähhhh... der Ausverkauf läuft auf vollen Touren, die Nachlässe bei Messern schwanken zwischen "naja" bis interessant.
     
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  4. clucle

    clucle Mitglied

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    Danke für den Tipp!
    Nachdem ich letztens eine geo reportage über die Hersteller solcher Messer gesehen habe, wurde bei mir auch wieder die Lust geweckt, mir doch mal so eins zu gönnen.
     
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  5. NiTo

    NiTo Mitglied

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    Immer darauf achten, dass die Messer in einer französischen Manufaktur hergestellt werden. Die Bezeichnung "Laguiole" ist nicht geschützt, auch billige Massenware z.B. aus China darf sie tragen.
     
  6. langbein

    langbein Mitglied

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    @silverhour
    Da haben wir fast das gleiche Stück. Ich bin auch ganz angetan.
    Bei mir sind die Einlagen jedoch aus Wacholder, der auch nach gut 3 Jahren beim Anfassen noch einen schönen, würzigen Geruch verströmt.
    20200809_131517.jpg 20200809_131433.jpg 20200809_131320.jpg
     
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  7. nenni

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    Ich kenn noch jemanden, der eins neu hat (nein, nicht ich) :).
    Aber achtet bei den Originalen - zumindest den älteren -drauf, daß ihr die nicht zu flott zuklappt.
    Wenn da noch keine Nocke eingebaut ist, knallt die Schneide gern mal unten an und bekommt nen Grat.
     
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  8. #3368 Cappu_Tom, 09.08.2020
    Cappu_Tom

    Cappu_Tom Mitglied

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    Danke für den Link, eigentlich gar kein Messer-Video, hat mir sehr gefallen.
     
  9. #3369 Largomops, 09.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 10.08.2020
    Largomops

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    Anhand der Kerben auf dem Rücken der Klinge kannst du feststellen welcher Mitarbeiter der Firma das Messer hergestellt hat.
     
  10. #3370 silverhour, 09.08.2020
    silverhour

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    Wohl wahr! Oft ist der Preis schon ein deutliches Indiz. Ansonsten lohnt es sich, nach dem Hersteller zu googeln, da es neben den "großen" bekannten Herstellern wohl auch eine Reihe von kleinen bis kleinst Manufakturen in Laguiole gibt. Laguiole en Aubrac und Forge de Laguiole sind hier im Einzelhandel meistens zu finden, mich würde es nicht wundern, wenn im Netz Plagiate zu bekommen sind. Laguiole en Aubrac hat wohl einen Reperaturservice ähnlich wie Zippo: Kaputte Messer können eingeschickt werden und werden dann kostenlos in Stand gesetzt, egal wie alt.
     
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  11. NiTo

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    Hersteller im Ort Laguiole:
    - Laguiole Honore Durand
    - Forge de Laguiole

    Hersteller im "Rest" Frankreichs:
    - Laguiole LE FIDELE
    - Laguiole EN AUBRAC
    - Laguiole DU BARRY
    - Laguiole ARBALETE G. DAVID
    - Laguiole CHEVALIER
    - Laguiole PHILIPPE VOISSIERE
    - Laguiole CLAUDE DOZORME
    - Laguiole AVEYRON
    - Laguiole FONTENILLE PATAUD
    - Laguiole GOYON-CHAZEAU
    - Laguiole VENT D'AUBRAC

    Alles andere kommt aus Asien, die Klingen meist aus billigem Stahl.
     
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  12. #3372 wurzelwaerk, 10.08.2020
    wurzelwaerk

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    Na dann, ich bin ja schon "verraten" worden. ;)
    Laguiole du Barry, Plein, Giraffenknochen weiß mit roter Einlage, guillochierte Biene, Brosse (matt)
    Nicht so scharf, wie ich es erwartet hätte, aber das kann man ja richten...
    Aber wunderschön! Wie fast alle Messer aus den Laguiole-Schmieden.
    Ein spanisches Joker Koala ist mir dabei auch zugelaufen, aber dafür bräuchten wir wohl einen Taschenmesser-Thread.

    IMG_2161.jpeg IMG_2162.jpeg
    IMG_2163.jpeg IMG_2164.jpeg

    t.b.c. mit einem Sommelier-Messer in Hornspitz und einem Laguiole Aveyron, Double Platines, Brilliant, Hornspitze - kommen in ein paar Wochen...
     
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  13. #3373 bassato, 10.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 10.08.2020
    bassato

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    oh, französische messer... da trifft es sich doch ganz gut, dass ich vor nur drei wochen meinen lang gehegten wunsch habe wahr werden lassen: auf in die auvergne zum messerkauf :)

    da die meisten laguioles ja doch aus thiers kommen und sich da auch eine sehr eigenständige messerszene entwickelt hat war das ziel schnell klar - in thiers habe ich mich dann gefühlt wie ein kind, was im toys'r'us eingeschlossen wird... und da ich schon ein stattliches sortiment an messern in der laguiole formensprache habe, war ich neugierig auf neues.

    vorab eine liste gemacht welche der von nito nicht ganz unähnlich ist. allerdings mit zwei ergänzungen, die sich für mich in einem fall als eigentliche entdeckung herausgestellt haben. erster besuch war bei fontenille pataud und dort an den aktuellen besitzer yann delarboulas gekommen. da ich aktuell auf dem royal-ebony trip bin habe ich mir von ihm ein korsisches messer l'anto herstellen lassen - die gravur "mec" ist der name des gefährtes für das das messer gedacht ist und mit dem ich auch unterwegs war. yann ist ein wahnsinnig netter und begeisterter - orginalspruch: "ich darf mich den ganzen tag mit den sachen beschäftigen, die ich liebe - ich bin ein glücklicher mensch"

    eigentliche überraschung war für mich dann perceval - hatte, da ich die messer aus der gastronomie kenne, eigentlich einen grossen betrieb erwartet. fehlanzeige, eine kleine manufaktur wo man mit den mitarbeitern, die das messer letztendlich fertigen, auch direkten kontakt hat. finde deren formen in ihrer geometrie und schlichtheit betörend - vom le francais habe ich mir in summe drei stück mitgebracht... nette anekdote zum tafelmesser 9.47, die man nirgendwo lesen kann: war das ursprüngliche tafelmesser von parceval und sehr erfolgreich. dann wollten auch unsere freunde aus den staaten die messer haben, konnten aber mit der strengen symetrie der klinge nicht umgehen - der finger landete dann schonmal auf der schneidseite wie auch die katze in der mikrowelle. ergo: erste schadensersatzklagen der trump-wähler und für perceval der moment, das in der formensprache eindeutigere "888" zu entwerfen. o-ton: "but the 9.47 is the original and only for the brave"!

    naja, sabatier soll auch nicht unerwähnt bleiben für kochmesser - haben zum 200jährigen jubiläum gerade eine neue und sehr schnitthaltige serie herausgebracht: habe sie dann auch um einige messer erleichtert...

    könnte noch ewig von der woche schreiben - ein absolutes highlight war es! hier einige bilder; bitte selber klicken für die grossen...

    einige schmuckstücke von fontenille pataud - für mich schon ein wenig drüber...
    IMG_5504.jpeg

    die werkstatt von perceval
    IMG_5508.jpeg

    selbst das holz zum messer aussuchen - unbezahlbar
    IMG_5533.jpeg

    meine beiden hölzer: weisses ebenholz mit der damastklinge und gabun-ebenholz
    IMG_5535.jpeg

    sabatier und wirklich gutes baguette - käse und salami kamen nachher
    IMG_5538.jpeg

    einige mitbringsel: das l'anto, das francais von perceval und ein weiteres royal ebony von ponson
    IMG_5695.jpeg

    das l'anto mit meiner gravur und rwl34 klinge sowie das hochgefährliche 9.47
    IMG_5696.jpeg

    und hier der namensgebende "mec" in natürlicher umgebung nahe thiers
    IMG_5569.jpeg
     
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  14. NiTo

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    Mach ihn auf, bitte!
     
  15. #3375 silverhour, 10.08.2020
    silverhour

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    Soooo klein soll sie ja nicht sein, die Messerszene in Thiers. So ein "Le Thiers" könnte mir auch gefallen: Auf was sollte denn bei denen besonders geachtet werden?
     
  16. bassato

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    historisch ist thiers schlichtweg die messermetropole frankreichs mit entsprechenden volumen - also von klein kann keine rede sein. aber es hat sich doch eben auch eine recht selbstbewusste szene herausgebildet, die zum einen die traditionellen formen behutsam weiterentwickeln (z.b. fontenille pataud mit klingenstop für das klassische le thiers) und dann auch, wie z.b. perceval, neue und moderne doch dabei klassische designs erstellen.

    worauf man achten sollte? keine ahnung, gefallen muss es und in der hand als wirkliches handwerkliches meisterstück zu erkennen sein. gegenbeispiel vor ort war der werblich stark auftretende robert david mit grossem showroom und an allen stellen zusätzlichen verkaufsstellen. die messer in die hand nehmend und die spaltmasse und details der fertigung sehend, war der unterschied zu anderen "leiseren" handwerksbetrieben sofort erkennbar. ein robert david habe ich mir jedenfalls nicht mitgenommen...

    wunderschöne le thiers in der klassischen form fertigt imho die coutellerie chambriard. habe selber seit jahren eins von denen und es gehört immer noch zu meinen lieblingen (aktuell im "mec", daher kein bild möglich). haben vor ort primär ein ladengeschäft und vertreiben auch viele andere manufakturmesser sind aber auch selber eine manufaktur. und sehr schön finde ich die leicht modernisierten le thiers von fontenille pataud (für mich im gesamten einer der besten betriebe) mit der imho genialen messerführung noch innerhalb der klingenarretierung.
     
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  17. Svente

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  18. #3378 wurzelwaerk, 10.08.2020
    wurzelwaerk

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  19. nenni

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  20. #3380 wurzelwaerk, 11.08.2020
    wurzelwaerk

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    Ein Anfang ist gemacht...
     
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