Kupfergrün giftig am Wärmeaustauscher

Diskutiere Kupfergrün giftig am Wärmeaustauscher im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Ich habe eine Cimbali Junior völlig aufgemotzt ! Die Machine functioniert und jeden Tag stehen meine neuen Freunden Schlange vor meine Tür. Noch...

  1. #1 Kim-Julie, 13.10.2006
    Kim-Julie

    Kim-Julie Gast

    Ich habe eine Cimbali Junior völlig aufgemotzt ! Die Machine functioniert und jeden Tag stehen meine neuen Freunden Schlange vor meine Tür. Noch nie war ich und meine Machiner so beliebt. Nur einst beunruhigt mich. Es lauert einen Tod mit grünen Augen im Kessel: Feld/Grünspat oder wie es sonst heißt, hat sich ab gelagert am Wärmeaustauscher. Ich möchte wissen ob dies gefährlich, giftig, gesundheitschädlich ist.
     
  2. #2 silviatore, 13.10.2006
    silviatore

    silviatore Mitglied

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    gruenspan ist kupferacetat; entkalkst du mit essigsaeure? nicht empfehlenswert. um eine chronische belastung mit cu-ionen vorzubeugen kannst du ein bis zwei leerbezuege vor dem eigentlichen bezug machen.


    beste gruesse

    eike
    ---
     
  3. #3 kingcoconut, 13.10.2006
    kingcoconut

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    Kupfer verfärbt sich an der Lauf zunächst braun und bildet schließlich ("in gesunder Landluft"), das grüne unlösliche Kupfercarbonat, welches das Kupfer darunter schützt.

    In Verbindung mit in Wasser gelösten Schwefelgasen der Luft können auch lösliche Kupfersalze entstehen.
    Giftiger Grünspan ist Kupferacetat, das in Verbindung von Kupfer mit Essigsäure oder anderen organischen Säuren entsteht.

    Nach meiner Erfahrung ergibt auch die Behandlung von Kupfer mit Salzsäure (zu Reinigungszwecken) bei Unterlassen von gründlichem Abspülen der Säure mit Wasser und Schleifvlies auch Grünspan, der auch definitiv giftig ist. (in dem Fall müsste das Kupferchlorid sein, auch löslich).

    Dieser giftige Grünspan ist auch dafür verantwortlich, dass Kupferkessel, in denen Säurehaltige Getränke, wie z.B. Fruchtsäfte gelagert werden, grundsätzlich beschichtet werden müssen.

    Außen am Kessel würde mich ein bisschen Grünspan nicht interessieren.
    Jedoch an allen Innenwänden von wasserführenden Teilen würde ich eine Reinigung vornehmen.

    Und da würde ich Zitronensäure in Verbindung mit einem nicht riefenbildenem Kunsstoffvlies (Edelstahlgeeignet) empfehlen, und auch hier gründlich nachwaschen, jedoch habe ich noch keine Erfahrung damit, und verweise auf die Suchfunktion.

    Gruß Michael
     
  4. #4 Nightstalker, 13.10.2006
    Nightstalker

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    Hi

    auch meine Cimbali zeigt stellenweise diese Phänomen.

    Ich habe sie zerlegt und sogut es ging mit Zitronensäure u. Aminusulfatsäure entkalkt und gereinig, Kessel und alle größeren Teile sind frei von Grünspan und ähnlichen Kupferausdünstungen (ums mal vereinfacht zu sagen).

    Wo ich allerdings immer noch Probleme habe sind die diversen engen Rohrleitungen, teileweise konnte ich diese nicht ordentlich reinigen nun hab ich das Problem dass z.B. aus dem Dampfrohr immer grüne Brühe kommt. Es ist nicht extrem aber deutlich erkennbar, warte ich ein wenig beginnt es sich abzusetzen, es liegen dann kleine grünliche "Brösel" am Boden des Glases. Ich bin also nicht sicher ob das echter "GRÜNSPAN" also giftig ist oder ob es nur eine ungefährliche form von Kupferoxydation ist sprich Kupfercarbonat, die Färbung ist jedenfalls deutlich grün.

    Was die Verbindung von Kupfer und Organischen Säuren angeht ist mir deine Erklärung unklar, auch Zitronensäure ist eine organische Säure und hier passiert das nicht? Bei Essigsäure schon? Was ist mit Aminosulfatsäure?

    Aus meiner Brühgruppe hingegen kommt klares Wasser, da scheint alles i.O., auch aus dem Heißwasser kommt das Wasser einigermaßen sauber raus. Sollte ich ev. den Dampfhahn nochmals reinigen, ist vermutlich besser als eine Vergiftung zu riskieren.
    Der Milchkonsum ist jedenfalls gegen 0 gegangen seit ich die "neue" in Betrieb habe *g* Dafür schmeckt der Espresso deutlich besser mit der Cimbali (warum auch immer) somit kann ich das Fehlen der Milch gut verkraften.
     
  5. bamf

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    ich habe auch mit aminosulfatsäure entkalkt und anschließend nach dem spülen noch einen durchgang mit zitronensäure gemacht - damit ist dann alles grüne wieder abgegangen.

    gruß,
    joscha
     
  6. #6 kingcoconut, 14.10.2006
    kingcoconut

    kingcoconut Mitglied

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    DAs das Zeug, dass aus deinem Dampfrohr kommt Kupfercarbonat ist, glaube ich nicht. Kupfercarbonat entsteht meines Wissens durch die Verbindung von Kohlenstoffatomen, die sich vom Kohlendioxid in der Luft (78%) mit den Kupferatomen verbinden. Und es ist vor allen Dingen unlöslich.

    Das Zitronensaüre die ja auch in Fruchtsäften enthalten ist, agressiv ist und mit dem Kupfer reagieren kann, wobei sich dann giftiger Grünspan entwickeln kann, halte ich für durchaus möglich. DAs erklärt ja auch, dass die Kupferinnenwände von mit Fruchtsaft in berührung kommenden Kesseln und Rohrleitungen beschichtet werden müssen!

    Die Zitronensäure verwenden wir ja nur zum Entkalken.
    Sie knackt die harte unlösliche zu Stein gewordene (alkalische)Kalkschicht und macht aus Kalkstein sozusagen lösliche Kalksuppe auf chemischem Wege.
    Beim Lösen von Kalk (Calciumhydrat) mit Schwefelsäure zb. entsteht Gips (calziumsulfat=Tafelkreide)
    ...Na ja ich verliere mich...

    Wie dem auch sei, ganz wichtig ist auf jeden Fall, dass nach dem 1. Schritt (der Entkalkung mit Säuren und Entfernen der Reaktionsprodukte) alle verbleibenden Säurereste Gründlichst entfernt werden, da diese auf dem Kupfer verbleibend, diesen angreifen und dann mit ihm zu Grünspan reagieren. Das ich auf riefenbildende Schleifmittel nicht zurückgreifen würde, schrieb ich, da in diesen Riefen sich alles mögliche leicht festsetzen kann (auch evtl. Säurereste)

    Ich habe mit Kupferreinigung nur mit Salzsäure Erfahrung.
    Das geht saugut innerhalb von 2 Sekunden ist alles blitzeblank. Aber wehe du wäschst nicht gründlich mit Wasser nach! Dann ist am nächsten Tag alles grün!

    Aminosulfatsäure kenne ich auch nicht. Ich weiß nur dass ein Sulfat ein Salz der Schwefelsäure ist, was jetzt aber auch nicht weiter hilft.

    Aber ich lese gerade, das joscha mit Zitronensäure das Kupfer auch wieder blank bekommen hat.
    Dann würde ich das Dampfrohr ausbauen, die Düse abschrauben, das rohr und Düse in Zitronensäure legen, danach gründlich spülen und dabei eine Rohrbürste verwenden, die du idealerweise ganz in dem Rohr versenken kannst. Die kleinen Dinger kosten ja nicht viel....
    Milch würde ich damit so jedenfalls nicht schäumen wollen..
    Auf jeden Fall freut es mich, dass dein Espresso aus der neuen Cimbali dir so gut schmeckt!

    Gruß Michael
     
  7. #7 steffenk, 06.02.2007
    steffenk

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    Sei vorsichtig, wenn Du verchromte Teile in Zitronensäure legst. Die Chromschicht löst sich mit der Zeit.

    Steffen
     
  8. #8 Nightstalker, 07.02.2007
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    Ist ja ein heißes Thema...

    Ich hab mein Dampfrohr nicht weiter gereinigt, komm einfach mit keinem Werkzeug wirklich durch, das Rohr ist gebogen und verwinkelt!

    Mittlerweile kommt aber auch nix grünes mehr heraus und seither getraue ich mich auch meine Milch damit zu schäumen und einstweilen geht es mir gut dabei.

    Gespült hatte ich ja alles gründlich nach dem Entkalken mit Säure aber duchputzen war nicht möglich. Es war wohl, wie auch immer, eine Verbindung von losen Kalk und Kesselsteinbröseln und Kupfer (in welcher Form auch immer) und das hat sich dann beim Dampfbezug eben gelöst, jetzt dürfte aber alles raus sein und somit kommt auch weder etwas grünes noch anders farbiges raus. Es kann jetzt nur noch sein dass etwas da drinn ist was man NICHT sieht und das noch viel gefährlicher ist nur das kann man leider schwer sagen.

    In dem anderen Thread hat jemand ja die CU Belastung des Wassers getestet (im Labor), gibt es dafür auch Teststreifen oder etwas ähnliches um das auch zuhause zu testen, würde mich ja doch sehr interessieren wie gefährlich mein Espresso tatsächlich für mich und meine Gäste ist!
     
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Kupfergrün giftig am Wärmeaustauscher

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