Kupfertöpfe

Diskutiere Kupfertöpfe im Was ich unbedingt noch sagen wollte... Forum im Bereich Kaffeeklatsch; Nachdem wir unsere Küche modernisiert haben, sollten Kupfertöpfe zur Deko-u. ggf. zum Gebrauch hin. Alte Töpfe aus Portugal gefunden und...

  1. Svente

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    Nachdem wir unsere Küche modernisiert haben, sollten Kupfertöpfe zur Deko-u. ggf. zum Gebrauch hin.
    Alte Töpfe aus Portugal gefunden und bestellt. Da die Dinger ziemlich verranzt waren, habe ich sie mit jeweils einer halben Zitrone, die mit Salz bestreut war, versucht zu reinigen.
    Statt einigermaßen zu glänzen, haben sie jetzt einen rötlichen “Glanz“ bekommen und sind innen angelaufen.
    Zum Vergleich hab ich mal unseren alten Topf daneben gestellt, den ich auch so gereinigt habe.

    Die Töpfe sind sehr leicht und dünnwandig.

    Was hab ich falsch gemacht?

    Wie bekomme ich das Kupfer (vielleicht nur dünn beschichtet?) wieder einigermaßen schick?
    Die Griffe sind wahrscheinlich ais Messing-auch hier dieselbe Frage.

    Innen sollen sie neu verzinnt werden. Hat jemand eine Bezugsquelle für bleifreies Zinn oder kann ich das einfach welches aus dem Sanitärfachhandel benutzen?
    Danke vorab.
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  2. #2 Baristozopp, 18.02.2020
    Zuletzt bearbeitet: 18.02.2020
    Baristozopp

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    Es hilft Dir wahrscheinlich nichts, wenn ich Dir mitteile, dass mein Marmeladenkochtopf innen auch eher rötlich ist - außen heller, eher in Richtung Gold.
    Aber vielleicht bringt Dich diese Seite ein wenig weiter: https://www.gourmet-web.de/Wissenswertes-ueber-Kupfertoepfe

    Freundliche Grüße
    Zoppi

    Nachtrag: Logisch, dass der Marmeladentopf innen rötlich ist. Bei Marmeladentöpfen lässt man die Zinnbeschichtung weg, weil die Schmelztemperatur von Zucker die Zinnbeschichtung zerstören würde.
     
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  3. #3 wurzelwaerk, 18.02.2020
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    Das sieht merkwürdig aus. Hat die mal einer zu grob abgeschrubbt mit nem Topfschwamm aus Metall?
    Oder sind die gar von außen lackiert?
    Ich hab einen Polierbock, da würde ich sie vermutlich mit der entspr. Paste (von Luxi die gelbe) mal drüberziehen.
    Schau doch mal, ob Du einen Metaller oder Messerschleifer in der Nähe hast, der Dir das machen kann.

    Ansonsten hab ich auch die Erfahrung gemacht, dass zuviel Säure das Kupfer rot färbt.
    Deswegen nehm ich im Bedarfsfall nur Ketchup mit staubfeinem! Salz. Zu grobe Salzkristalle können auch Schrammen verursachen.

    Zur abschließenden Reinigung und Konservierung: Elsterglanz.
     
  4. #4 wurzelwaerk, 18.02.2020
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    Nachtrag:
    "Aber Zitrone greift ebenso wie Schwefelsäure das Kupfer an. Es wird nicht gereinigt sondern abgetragen, der gewünschte Kupferglanz weicht einem unansehnlichen Schweinchenrosa."
    Kupfer auf Hochglanz polieren?
     
  5. #5 Svente, 18.02.2020
    Zuletzt bearbeitet: 18.02.2020
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    Genau diese Fragen stelle ich mir auch. Aber, warum sollte ein Kupfertop lackiert sein? Entweder ist es Kuper oder halt auch nicht. GGin meinte auch, dass ich die zu polierende Schicht abgetragen habe. Als Putzmittel nur Zitrone und Haushaltssalz genommen, davon aber nicht gerade wenig.
    Die Schrammen waren schon vorher drin, sind halt alt.
    Antwort hat sich wohl überschnitten:
    Genau das ist wohl eingetreten. Ich werde mal einfach in einen Laden gehen und Polierzeug kaufen, vielleicht wird es was. Seltsam ist schon, dass die Reinigungsmeinungen so auseinander gehen (Natur/Industrie).
     
  6. #6 Yggdrasil, 18.02.2020
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    Ganz einfach, weil für viele Patina unsauber aussieht.
    So wie viele keine Silberpatina mögen, angelaufene Metalle mögen viele halt nicht....

    Ich weiß, mein Rasiertopf gehört Mal wieder geputzt, die Patina ist aber toll.
     

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  7. #7 wurzelwaerk, 18.02.2020
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    Das wurde schon gelegentlich gemacht um Korrosion zu verhindern. Wenn der Macken hat, muss er halt runter.
    Kupfer hat keine zu polierende Schicht, mit der Säure aber hast Du tatsächlich oberflächlich Material abgetragen.
    Beim polieren verschließt man ja durch den Schmiereffekt des weichen Metalls die Oberfläche, es entsteht Hochglanz und damit auch ein Korrosionsschutz (weil der Luftsauerstoff weniger Angriffsfläche hat).
    Verfärben wird sich das Kupfer mit der Zeit trotzdem wieder, es sei denn man verhindert/reduziert den Luftkontakt.
     
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  8. #8 hennerjordan, 18.02.2020
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    Moin.
    Ich habe neun Kupfertöpfe im täglichen Einsatz auf dem Gasherd. Anfangs habe ich noch versucht, sie zu polieren und bin dabei auf das einzige rasch und gründlich wirkende Copperbrill von Mauviel gestoßen, das aber nicht gerade billig ist. Die von Mauviel sollten ja auch die meiste Expertise in dem Sujet haben.
    Inzwischen poliere ich die Töpfe gar nicht mehr, da das, wenn sie im Einsatz sind, allenfalls ein paar Tage anhält. Sie werden nach Gebrauch von Hand gespült und sind hygienisch sauber, haben aber Patina und hier und da mal einen glänzende Streifen von herabgelaufenen Lebensmitteln.

    Meine Töpfe haben überwiegend Edelstahl innen (bei 2,5 mm Wandstärke Kupfer), nur zwei sind verzinnt. Davon müsste einer neu verzinnt werden, nach allen Recherchen ist mir das im Haushalt aber zu aufwändig. Es gibt aber z.B. einen Betrieb (Destillatio) in der Rhön, die das machen, inkl. Polieren, - für rd. 40,- € pro Topf bis 5 l. Bei dem Neupreis richtiger Kupfertöpfe eigentlich kein Problem, bei gebraucht ersteigerten kann das aber leicht doppelt so teuer sein, wie der Kaufpreis.
     
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  9. Svente

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    Also gut, was soll ich jetzt machen? Schön wäre es auch, wenn ich die fetten Kratzer reduzieren könnte.
     
  10. #10 hennerjordan, 18.02.2020
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    Also wenn Du sie polierst und in einer Küche aufhängst, in der nicht nur in der Mikrowelle aufgewärmt wird, hast Du eine neue Lebensaufgabe: Töpfe polieren. Früher hatten geeignete Haushalte dafür geeignetes Personal. Oder einfach die Patina und Beutzungsspuren lassen wie sie sind. Wenn sie so dünn und leicht sind, wie Du oben schreibst, taugen sie zum Kochen sowieso nicht viel. Mauviel verkauft Kupfertöpfe mit dünnem Material (1,5 mm) "pour la table", also nur zum servieren und nicht zum Kochen.
     
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  11. #11 wurzelwaerk, 18.02.2020
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    Um das Schweinchenrosa weg zu kriegen bleibt nur polieren.
    Für die Kratzer sehe ich keine Möglichkeit, sonst müsstest Du so viel Material abtragen, bis die Oberfläche wieder eben ist.

    Danach mit Elsterglanz oder Autowachs oder Klarlack konservieren - je nach folgendem Einsatzzweck.
    Tust Du nix dergleichen, werden sie wieder braun, so wie es @hennerjordan beschrieben hat.
     
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  12. Svente

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    Gott erhalte meine Gesundheit und die Arbeitskraft meiner Frau.:D
    Erst Edelstahlreiniger, dann runter damit und mit Paste (Zahntechnikerqualität) auf Hochglanz polieren.
    IMG_20200218_202909.jpg IMG_20200218_202859.jpg IMG_20200218_211743.jpg IMG_20200218_202930.jpg
     
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  13. 'Ingo

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    Ein Kunstwerk :)
     
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  14. #14 Dirk2/3, 18.02.2020
    Dirk2/3

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    Ich sehe auf den Bildern keine verzinnten Topfe. Das ist nie so homogen, eher schuppig.
    Das hier scheint Edelstahl zu sein.
    Um das Kupfer aufzuarbeiten nehme ich Liberon Möbelreiniger.
    Oder Sidol.
    Gruß
     
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  15. #15 hennerjordan, 19.02.2020
    hennerjordan

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    Die Töpfe sind eindeutig verzinnt. Der TE hat sie in sehr gebrauchten Zustand mit dünner Wandung in Portugal gekauft - vermutlich billig. Als Deko oder Bluemtopf sind sie ohne weiteres geeignet. Aber mit Edelstahl gibts da nix, das fängt bei dreistelligen Preisen erst an
     
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  16. #16 Dirk2/3, 19.02.2020
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    @hennerjordan
    Ach so.
     
  17. Svente

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    Ich habe keine Ahnung, ob Edelstahl oder Zinn, gehe aber mal von Zinn aus, da sie relativ alt zu sein mögen.

    Welches Zinn sollte ich verwenden?
    Ich bräuchte mal eine Bezugsquelle, da es ja offensichtlich div. Arten von Zinn bzw. Zusammensetzung usw. gibt.
     
  18. joost

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    Ich darf mal eben OffTopic:
    Meinst Du, das würde auch bei meiner Steampunk - MCaL am Kessel funktionieren? Da war wohl früher mal überm Kupfer ein Schutzlack

     
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  19. #19 hennerjordan, 20.02.2020
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    Dazu sollte zuerst eine grundsätzliche Frage beantwortet werden: Sollen die Töpfe noch zum Kochen verwendet werden? Nur dann kommt es auf das (den?) richtige Zinn an. Geht es nur um den optischen Eindruck, ist es egal. Ich las schon von einem User, der Elektrozinn mit Flussmittel benutzt hat, angeblich ließe sich das Flussmitel anschließend auswischen - ich wollte es aber nicht.
    Soll mit den Töpfen gekocht werden, weitere Anmerkungen:
    • Zum heftigen Kochen sind die Wandungen wohl etwas dünn, der Kupfervorteil kommt nicht so richtig zur Geltung.
    • Ist in der neuen Küche ein Herd mit Induktionskochfeldern, gehts schon mal gar nicht.
    • Auf dem normalen Ceranfeld ist es auch fraglich, da die Böden der Töpfe wohl nicht richtig plan sind.
    • Gut geeignet sind aber Gaskochstellen mit offener Flamme.
    Das Verzinnen ist auch mit dem richtigen Zinn kein Kinderspiel. Die Töpfe müssen komplett (!) über den Schmelzpunkt des Zinns hinaus, also deutlich über 300 °C, erhitzt werden, sonst verteilt sich das Material nicht und haftet wohl auch nicht gut. Dazu ist also ein beeindruckender Flammenwerfer nötig, außerdem braucht man wirklich hitzefeste Handschuhe und Unterlagen. Das Kupfer wird sich bei diesem Prozess auch wieder verfärben, so dass die Arbeitskraft der Gattin erneut, und zwar kräftig, gefragt ist (und die Wände noch dünner werden).
    So rustikal wie der eine Topf auf dem Foto auch nach der Politur noch aussieht, kommts m.E. auf eine gealterte Zinnschicht im Innneren nicht an, wenn es eh nur um Dekoration geht. Wird jedoch regelmäßig gekocht, muss die Zinnbeschichtung jetzt und nach einiger Zeit immer wieder erneuert werden.

    Deswegen haben die Kupfertöpfe, die heute meist verkauft werden, eine dünne Edelstahlschicht innen, dann sind diese Probleme gelöst. Einige Hersteller bieten das Gegenteil an: Edelstahltöpfe mit einer dünnen Kupferbeschichtung außen - das ist so sinnvoll, wie wie ein Kaffeevollautomat in einem E61-Chromgehäuse ...

    Meine Empfehlung: Lass die Dinger wie sie sind.
     
  20. Svente

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    Erstmal Danke an die vielen helfenden Hände.

    Eigentlich sollten die Töpfe nur zur Deko da sein, aber inzwischen sind wir angefixt und wollen es jetzt wissen.
    Da wir an der Wand eh nicht alle Töpfe unterbekommen, haben wir noch 2 zum probieren und basteln, Erfahrungen sammeln, Eindrücke gewinnen und wenn es nicht klappt, ist es auch nicht so ein Verlust. Sicherlich sind die Wände dünn, angeschrammt und nicht 1. Wahl, aber Versuch macht klug. Außerdem ist es mal was anderes.

    Wir haben ein Ceranfeld und soweit ich das beurteilen kann, sind die Töpfe auch plan.
    Der Schmelzpunkt bei Zinn liegt bei ca. 240 Grad und 300 bekommen wir locker auf dem Grill hin bzw. Flammenwerfer steht auch zur Verfügung.
    Arbeitsgerät stellt mein Schwager zur Verfügung und wir beide (also er :D) werden das verzinnen versuchen.
    Hab jetzt die Firma Stannol angeschrieben, welches Zinn ich benutzen kann.
     
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