La Pavoni Europiccola "Ultima" - Restauration und Wiederaufbau

Diskutiere La Pavoni Europiccola "Ultima" - Restauration und Wiederaufbau im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Meine Idee ist es halt, die Maschine so nah wie möglich geht an die Expo 2015 anzulehnen (nur alles in Chrom und mit ein paar zusätzlichen...

  1. #21 silverhour, 26.09.2021
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    Was für eine selten hässliche und in sich unstimmige Interpretation der Europiccola. :eek:

    Ich kann ebenfalls nur von dem Adler abraten. Neben Opti und Preis/Qualität spricht noch das Handling dagegen: Beim Espressobezug will die Maschine festgehalten werden. Das geht am ST, viel besser, bequemer und stabiler ist es aber mit einer Hand am Boilerverschluß.

    Auf das Brühgruppenthermometer bin ich gespannt.
     
  2. #22 KalWadin, 26.09.2021
    Zuletzt bearbeitet: 26.09.2021
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    :( Zum Glück sind Geschmäcker verschieden...
    Nein die Expo an sich gefällt mir auch nicht, die Mischung aus Chrom und Gold und Holz ist mMn überladen. Aber ich denke die EP in ganz Chrom mit allen Anzeigen (Boilerdruck, Brühgruppendruck und Temperatur) mit Holz wird sehr hübsch aussehen :)
    Dafür hab ich schon eine sehr gute Idee im Hinterkopf...
     
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  3. #23 KalWadin, 26.09.2021
    Zuletzt bearbeitet: 27.09.2021
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    Ich hatte die ganze Zeit eine Sache im Kopf, die mich ausgesprochen genervt hat: das Logo-Emblem.
    IMG_20210925_150939.jpg
    Die Basis hat eine gewölbe Wandstruktur, das Emblem ist aber gerade. Folglich wackelt es und hat oben und unten einen Spalt. Das ist für meine Ultima inakzeptabel, also habe ich das Problem heute in Angriff genommen. Der Plan sah wie folgt aus: Erhitzen des Emblems um es biegbar zu machen, Einsetzen in die Basis und Nachformen der Kontur der Basis.
    IMG_20210925_151015.jpg
    Mit einem Präzisions-Butanbrenner habe ich das Aluminiumteil erhitzt um es biegbar zu machen...
    IMG_20210925_152730.jpg
    ...dann eingesetzt, die eine Seite mit einer Klemme fixiert (in dem Fall die auf dem Bild linke Seite) und dann mit einem Stück Holz mit Klebeband zu Abfederung das Emblem Stück für Stück in die richtige Kontur gebogen.
    IMG_20210925_151506.jpg
    So sah es nach den ersten Zyklen aus, schon besser, aber noch nicht perfekt...
    IMG_20210925_152605.jpg
    ...und hier am Ende. Mit den kleinen Stückchen Licht die noch durchkommen kann ich leben :D
    Und hier nur mal ein Bild wie sie aktuell zusammengesteckt aussieht. Wird doch, oder?
    IMG_20210924_212711.jpg
    Danke für's Lesen! :)

    - Cornelius
     
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  4. #24 KalWadin, 28.09.2021
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    Gestern habe ich endlich meine Lösung für meine kleinen Chrom-Abplatzer bekommen. Ich bediene mich einer Technik aus der Szenenbildnerei und verwende einen feinen Lackstift von Molotow, genauer gesagt deren "liquid chrome" welches nahezu identisch zu echtem Chrom auf einer flachen Oberfläche aussieht.
    IMG_20210927_104316.jpg
    Das Endergebnis sieht echt vielversprechend aus (naa, wer findet die korrigierten Stellen auf den ersten Blick?).
    IMG_20210927_104927.jpg
    Um die Oberfläche vor einem erneuten Rostbefall extra zu beschützen kommt noch eine Schicht hochglänzenden Einbrennlacks drauf, speziell Motip 04033. Das ist ein hochfester Lack für die Automobilindustrie der bis 800°C direkter Hitze resistent ist und gleichzeitig als einer der wenigen hochglänzend ist. Also wurden alle Löcher der Basis, des Boilers und der Brühgruppe von innen abgeklebt und dann im Freien mit dem Lack gleichmäßig in mehreren Schichten eingesprüht. Nach einer Stunde Trockenzeit ging es dann zum Backen 1h in den Ofen bei 160°C. Nur als Hinweis: nehmt dafür möglichst nicht den "guten" Ofen, sonst stinkt eure Küche... also immer schön Fenster auf lassen :D
    IMG_20210927_170633.jpg
    Jetzt sind die Teile alle auf wunderschönen Spiegelglanz poliert und sehen perfekt aus.
    IMG_20210928_111513.jpg
    Leider hat das Ganze auch einen kleinen Haken: der Klarlack legt sich über die korrigierten Stellen des Molotow liquid chrome und dämpft den Glanz deutlich ab. Zum Korrigieren ist der Lackstift super, aber lieber ohne Klarlack dann damit es gleichmäßig glänzt.
    Eine kleine Überraschung habe ich noch: es sind jetzt alle Anzeigen da, bald kann also der Zusammenbau beginnen ;)
    IMG_20210928_111418.jpg

    Vielen Dank für's Lesen! :)

    - Cornelius
     
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  5. #25 KalWadin, 09.10.2021
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    Hi, das hier jetzt nur mal als schnelles Update. Ich habe sie jetzt vollständig zusammengebaut (mit Barometern am Boiler & Kolben) und hänge aktuell am Troubleshooting fest. Der Schalter scheint noch zu funktionieren aber der (neue!) Heizkörper heizt nicht... :confused:
    IMG_20211009_161156.jpg
    Ich habe mich strikt an den Schaltplan von Nutzer "homeburrero" bei HB (Link) gehalten und gehe aktuell das Troubelshooting (Link) durch. Zum Glück ist die Elektronik ja denkbar einfach :)
    [​IMG]
    Hoffe, ich bekomme sie bis heute Abend zum Laufen... Mal schauen.
    - Cornelius
     
  6. seoman

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    Hallo Cornelius,

    tolle Arbeit!!!

    Zu den Anschlüssen kannst Du bei Francesco gucken:

    Diagrams

    Viel Erfolg und Grüße, Henning
     
  7. KalWadin

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    So, sie heizt und funktioniert soweit. Und sie ist mittlerweile auch nicht mehr inkontinent! Großer Fortschritt. Einziges Problem aktuell: Das Sicherheitsventil (Kugelventil mit der Feder) löst schon bei etwa 0.2 bar aus und folglich entsteht nie im Boiler ein Druck über diesen .2 bar. Hab schon eine neue Feder verbaut, da hab ich genau das gleiche Problem... Hat jemand eine schlaue Idee woran das liegen könnte? Danke :)
     
  8. seoman

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    Hmm…
    Sicher, dass das Manometer richtig anzeigt?
    Wie heiss wird die Brühglocke oder der Bezug?
    Mal gemessen?
    Wenn der Druck richtig gemessen wird, kann man die Feder ziehen und so den Widerstand erhöhen. Seltsam ist nur, dass auch die neue Feder scheinbar zu früh auslöst. M.E. liegt der Fehler eher am Manometer…
    Ist dies bei 0, wenn die Maschine kalt ist?
    Oder darunter? ;)
     
  9. KalWadin

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    Nicht 100%ig, aber das Manometer ist neu und von der Zeit zwischen erstem Kochen des Wassers bis zum Auslösen des Ventils kommen die 0.2bar schon hin. Also es fängt an zu kochen und schon ein paar Sekunden später, sobald das Manometer anfängt zu steigen, löst das Ventil aus.
    Bis zum Auslösen des Ventils von Raumtemperatur etwa 40°C.
    War auch mein erster Gedanke aber es passt ja grob.
    Nein, es ist bei 0, so wie es sein soll :p
     
  10. seoman

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    Was für ein Ventil ist es denn? Das Alte mit Feder und Kugel oder das aktuelle mit dem Unterdruck Ventil? Von der Maschine her müsste es das alte Ventil sein, aber man weiß ja nie…
    Hast Du ein Foto?
     
  11. KalWadin

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    Das ganz Alte aus einfach einer Metallkugel und Feder.
     
  12. seoman

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    Tricky… :) Wie viel Wasser ist denn in der Maschine?
    Gefüllt bis zur umlaufenden Markierung?

    Und der Dampf kommt sicher bei der Kugel raus?
    Nicht aus einem Spalt in der Nähe?
    Sitzt die Hutmutter richtig und ist bis zum Anschlag verschraubt?
     
  13. #33 vectis, 15.10.2021 um 20:54 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 15.10.2021 um 21:21 Uhr
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    Hmm, eventuell würde es helfen, die Metallkugel gegen das neuere Teflonteil (weißes Teil auf dem Foto) auszutauschen.
    Mitunter ist auch nur die Feder etwas müde geworden. Die könntest Du vorsichtig auseinanderziehen um so wieder mehr Federdruck auf die Kugel zu bewirken. Zunächst würde ich das Gewinde der Kappe auf Kalkspuren prüfen, denn ggf. lässt sich diese nicht weit genug aufschrauben, so dass deswegen ein zu geringer Federdruck ausgeübt wird.
    Manchmal sind es auch Kalkanhaftungen an dem linken Teil auf dem Foto, die verhindern, dass die kleine Kugel richtig aufsitzt und mit dem Federdruck ausreichend schliesst.

    [​IMG]

    Man muss das ggf. ein paar Male probieren bis es so justiert ist, dass es erst bei dem gedachten Druck von 0,9 bis 1,1 Bar auslöst, zumal es bei diesen alten Pavonis mit zweistufiger Heizung eben kein Überdruckventil im Sinne eines Sicherheitsventils ist, sondern akustisch anzeigen soll, dass der Betriebsdruck erreicht ist und man nun auf die niedrigere (Druckerhaltungs-)Stufe der Heizelemente herunterschalten soll, also von II auf I bzw. von 1000 auf 200 Watt.

    Nochmal: Es handelt sich bei dieser Version an einer Europiccola NICHT um ein (Überdruck-)Sicherheitsventil, das wie bei den mit Pressostaten ausgestatteten Versionen auf einen Auslösedruck von 1,6 Bar ausgelegt ist.

    Deshalb könnte es wiederum besser sein bei der Metallkugel zu bleiben, aber der Teflonpilz sollte auch gehen, denn letztlich ist es die Federspannung, welche auf den gewünschten Druckwert eingestellt werden muss.

    Viel Erfolg
     
Thema:

La Pavoni Europiccola "Ultima" - Restauration und Wiederaufbau

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