La Peppina Gestank und Beigeschmack

Diskutiere La Peppina Gestank und Beigeschmack im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo ihr Lieben, ich habe hier eine ziemlich mitgenommene Peppina und bin gerade dabei diese zu säubern, Dichtungen zu tauschen, etc. kurz...

  1. #1 HenryDeux, 20.10.2019
    HenryDeux

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    Hallo ihr Lieben,
    ich habe hier eine ziemlich mitgenommene Peppina und bin gerade dabei diese zu säubern, Dichtungen zu tauschen, etc. kurz gesagt: Ich möchte wieder Espresso mit ihr machen.
    Dabei gibt es ein Problem, zu dem ich in noch keinem Forum eine Antwort finden konnte:
    Mein Vorgänger hat ( soweit ich weiß) erfogreich versucht die Peppina mit Hilfe von Rizinusöl als gleitmittel auseinander zu nehmen. Nun stinkt die ganze Einheit danach, zu mindest ist dies meine Annahme. Ich wüsste nicht, woher der Gestank sonst kommen sollte. Leider gelingt es mir auch nach gründlicher Reinigung mit, Natron, Säure, Spülmittel, Geschirrspülmittel den Gestank loszuwerden. Jetzt das große Problem, das Brühwarmer nimmt leider einen sehr ekelhaften Geschmack dadurch an, so dass jeder Espresso ungenießbar wird.
    Falls jemand von euch schon mal ein ähnliches Problem hatte, oder eine Reinigungsmöglichkeit kennt, mit der ich dieses Problem beseitigen kann, bin ich sehr dankbar.
    Bilder folgen, falls ihr welche wollt.
     
  2. vectis

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    Hallo und mein Beileid,

    den ultimativen Tipp habe ich leider nicht zu geben, aber einen link zu Francesco Ceccarellis DIY, falls Dir diese Seite nicht bekannt ist:

    FE-AR

    Das Problem bei der Peppina ist ja, dass viele Teile aus Aluminium sind, die ohnehin nach Jahren der Nutzung und ggf. viel abgesetztem "Schmodder" dazu neigen, etwas zu korrodieren bzw. "aufzublühen", weswegen der Einsatz mancher Säure problematisch sein kann.
    Ich würde Dir - soweit möglich - ein vollständiges Zerlegen empfehlen um dann die einzelnen Kompontenten bzw. Bauteile mit feiner Stahlwolle zu reinigen. Passende Stahlwolle, am besten in der Version 0000 (dreimal null geht auch noch, aber gröber sollte sie nicht sein), gibt es in vielen Baumärkten.
    Damit sollten sich auch die Ölanhaftungen entfernen lassen, notfalls eventuell mit Aceton reinigen (wobei ich jetzt auf Anhieb nicht weiß ob sich das mit dem Aluminium verträgt).

    Ob sich der ganze Aufwand lohnt kannst natürlich nur Du einschätzen bzw. entscheiden.
    Manchmal ist der Kauf einer besseren Peppina die einfachere Wahl.
    In den italienischen Kleinanzeigenportalen bzw. bei ebay.it werden ja immer mal welche angeboten. Ggf. hätte ich eine abzugeben. Bei Interesse bitte alles Weitere per PN.

    Viel Erfolg,
    Gruß
    Vectis
     
  3. vectis

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    und noch ein Nachtrag:

    Doug von Orphan Espresso hat auch eine gute Anleitung erstellt, die mit anschaulichen Fotos sicher weiterhilft:

    LA PEPPINA Espresso Machine Rebuild

    Hier ist z.B. die Reinigung der Komponente mit den Pfeifenreinigern bedeutsam, denn wenn bei Deiner Peppina das vom Vorgänger verwendete Öl bis dahin gelangt ist, dann ist dieser Reinigungsprozess sicher wichtig.

    Nochmals viel Erfolg
    ;)
     
  4. mrksH

    mrksH Mitglied

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    Moin, wie hast du denn gereinigt?
    Hast du alles auseinander genommen? Alle Dichtungen einzeln gereinigt? Falls nein, fürchte ich, ist das der einzige Weg, alle Spuren zu beseitigen. Das ist sehr ärgerlich, aber wahrscheinlich macht es m.E. am meisten Sinn, ggf. neue Dichtungen zu besorgen (z.B. Francesco Cecarelli), die Maschine ganz zu demontieren und zu reinigen - an einem verregneten Herbstwochenendtag kann das vielleicht sogar recht gemütlich sein. Oder Sehr, sehr, sehr oft Leerbezüge machen...
    Viel Erfolg,
    Gruß
    Markus
     
  5. vectis

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    By the way:
    es ist jetzt aber nicht (etwa) die Maschine, zu der Du bereits am 17.10.2017 Anfragen mit Deinem ersten Thread gestellt hast?

    La Peppina Säuberung und Wiederinstandsetzung

    Wenn doch, dann drängt sich mir die Frage auf ob nicht ggf. zwei Jahre an den Teilen haftendes Rizinusöl zwangsläufig einen "unangenehmen" Geruch respektive Beigeschmack bewirkt weil es ganz einfach ranzig geworden sein dürfte? Oder war das eventuell sogar Deine Idee mit dem Rizinusöl? :rolleyes:
     
  6. #6 HenryDeux, 31.10.2019
    HenryDeux

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    Hi
    @vectis , doch, es geht um die gleiche Maschine, viel Zeit ist vergangen, ich hatte sie damals so gut es geht gereinigt, neue Dichtungen von Francesco Ceccarelli verbaut und wieder zusammengesetzt. Musste leider feststellen, dass beim Wasser ziehen allerdings ein sehr unschöner Beigeschmack bleibt. Ich bin jetzt schon schlauer geworden. DAs Öl kann es nicht sein, ich hatte es damals wirklich gut gereinigt. Ich denke es ist ein eher metallischer Geruch, der auf das korrodierte Aluminium zurückzuführen ist. Leider hatte ich auch mit Zitronensäure bei der Reinigung gearbeitet und bin mir jetzt wirklich unsicher. Einerseits möchte ich die Maschine nicht aufgeben, weil alles funktioniert. Andererseits sieht der Kessel ( Foto) echt unschön aus. Ich bezweifle das das, was ich aus der Maschine bekommen würde, gesund ist. Was sagst du ? IMG_2998.JPG IMG_2999.JPG
    PS: Ich habe hier schon mit Schleifpapier und auch Stahlwolle gearbeitet. Ein Werkzeug um die Heizspirale zu entfernen kann ich leider nicht auftreiben und selber bauen sprengt den Rahmen.

    Grüße
    Henry
     
  7. mrksH

    mrksH Mitglied

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    Hi Henry, ich habe bei meiner und auch einer anderen Peppina das gleiche gemacht, auch mit Zitronensäure entkalkt, mein Kessel ist auch teilweise korrodiert. Dennoch hatte ich keine nachhaltigen Probleme. Es kann sein dass ich direkt nach der Prozedur normal kalkiges Wasser verwendet habe so dass sich eine dünne Schicht auf dem Metall bilden kann und kein direkter Kontakt zwischen Wasser und Metall besteht. Benutzt du gerade stark entkalktes Wasser? Hast du den pH mal gemessen
    Gruß Markus
     
  8. vectis

    vectis Mitglied

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    Hallo @HenryDeux, was soll ich sagen...
    Letztlich muss jeder wissen, was er für noch erträglich hält. Manche scheuen ja bereits beim Neukauf einer Espressomaschine vor Modellen mit klassischen Kupferkesseln zurück und möchten am liebsten alle Komponenten aus Edelstahl haben.

    Ich kann Deine Bedenken natürlich nachvollziehen und wenn Du die Peppina nicht als Alltagsmaschine, sondern "ab und zu einmal" benutzen möchtest, dann würde ich persönlich das für vertretbar halten, zumal der offene Boiler selbst ja diese weiße porzellanähnliche Beschichtung hat, aber das darin erhitzte Wasser schon durch die thematiserten Komponenten strömt.
    Wenn sie aber Deine einzige Maschine ist, dann würde ich sie intensiv und häufig spülen und sehen, ob sich der Beigeschmack ggf. erledigt. Manchmal ist eine leichte Kalkschicht sogar zuträglich, weil sie diese Aluminiumoberflächen etwas "versiegelt" und so vielleicht sogar den Beigeschmack verschwinden oder zumindest vernachlässigbar in den Hintergrund treten lässt.

    Ich habe einige Espressomaschinen mit Aluminiumboilern (Microcimbali, Kim Express, aber auch eine Peppina und die beiden Comocafé-Modelle, die auch diese Komponenten aus Aluminium haben) und die weisen einen wenn überhaupt nur minimalen Beigeschmack im Wasser auf. Und das auch, wenn die Teile ähnlich aussehen wie bei Deiner Peppina.
    Vielleicht kannst Du die Oberflächen noch mit feiner Stahlwolle in der Kennzeichnung 000, besser 0000, noch etwas intensiver putzen. Eventuell könnte der Einsatz von Amidosulfonsäure etwas Verbesserung bringen, denn die reagiert nicht mit dem Material, wie es bei Zitronensäure der Fall ist. Dann wie gesagt häufiger erhitztes und ungefiltertes Wasser durchlaufen lassen, so dass sich eine leichte Kalkschicht bildet.

    Falls Dir das alles zu heikel ist, dann rate ich doch zur Anschaffung einer anderen Espressomaschine für den täglichen Gebrauch, oder einer anderen Peppina.;)

    Ggf. hätte ich eine "ohne Beigeschmack" zu verkaufen. Es ist eine mit braun lackiertem Kessel und dem verschraubbaren Deckel mit "Dampflanze", mit 1000 Watt-Heizelement. Bei Interesse bitte alles weitere per PN.
    Ansonsten viel Erfolg.

    Gruß
    Vectis
     
  9. #9 HenryDeux, 04.11.2019
    HenryDeux

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    Ich werde die Variante mit der Kalk-Schicht mal ausprobieren. Jetzt geht es erstmal ans Zusammensetzen der Peppina, Ich habe jetzt alles so gut ich kann gereinigt, leider immer mit eingesetzter Heizspule... Danke für eure Unterstützung. Ich würde das Thema hier mal noch offen lassen und dann berichten oder evtl. weiter darauf eingehen.
    LG
     
  10. vectis

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    Danke für den Zwischenstand.
    Das wird schon wieder werden. Das Putzen mit vorhandenem Heizelement wird nun nicht soviel ausgemacht haben.
    Mach wirklich mehrere Heizvorgänge mit normalem Leitungswasser wegen der leichten Kalkschicht.
    Auch das Spülen dabei wird die anderen Bauteile von dem Geschmacksverursacher "befreien".
    Und einen eventuellen und minimalen Restgeschmack wird man vieleicht bei den ersten Espressi noch merken, aber das sollte sich geben.
    Viel Erfolg!
     
  11. #11 Methyltheobromin, 04.11.2019
    Methyltheobromin

    Methyltheobromin Mitglied

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    Sicher dass die Peppina aus Alu ist? Ich meine gelesen zu haben dass das Unterteil des Boilers aus Zamak, also einer Zinklegierung, ist.
     
  12. #12 mechanist, 04.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 05.11.2019
    mechanist

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    Das Entkalken von Aluminiumkesseln oder Maschinen mit Aluteilen mit Zitronensäure ist der Fehler und möglicherweise auch Ursache für den Beigeschmack.
    Beim Entkalken von Aluminium mit den üblichen Entkalkern, zu denen eben auch die Zitronensäure gehört, entsteht Aluminiumcitrat, das allerdings in kaltem Wasser langsam löslich ist, man bekommt es also mit Spülen wieder weg. Das andere Problem ist die Zerstörung der schützenden Oxidschicht durch den Entkalker. Damit kommt das Wasser direkt mit blanken Aluminium in Verbindung, was den schlechten Beigeschmack hervorruft. Dieser verschwindet erst, wenn sich eine neue Oxidschicht gebildet hat - das geht allerdings sowohl an der Luft als auch im Wasser relativ schnell.
    Alle für Espressomaschinen "üblichen" Entkalker sind für Aluminiumkessel / - teile ungeeignet, einschliesslich der Weinsteinsäure! Für diese Maschinen gibt es spezielle Entkalker die verhindern, dass das Aluminium durch Säure angegriffen wird.
    Siehe zum Entkalken von Aluminiumboilern auch:
    Aluboiler entkalken – KaffeeWiki - die Wissensdatenbank rund um Espresso, Espressomaschinen und Kaffee.
     
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  13. vectis

    vectis Mitglied

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    Laut Wikipedia:
    Die Bezeichnung Zamak setzt sich aus den Initialen der Legierungsbestandteile zusammen: Zink Aluminium Magnesium Kupfer.

    Ich vermag Deine Frage zwar nicht zu beantworten, nur wenn es denn Zamak wäre, wie ist dann Dein Ratschlag für den TE?
     
  14. infusione

    infusione Mitglied

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