La San Marco 80 Leva 3

Diskutiere La San Marco 80 Leva 3 im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Moin! Der liebe @mechanist hat mir freundlicherweise seine LSM 80 Leva 3 überlassen. Die Maschine wird komplett restauriert. Sie ist Baujahr 1982...

  1. Jfh

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    Moin!
    Der liebe @mechanist hat mir freundlicherweise seine LSM 80 Leva 3 überlassen.
    Die Maschine wird komplett restauriert. Sie ist Baujahr 1982 und leider hat der Rahmen ein wenig Korrosion.
    Bis jetzt ging eigentlich alles relativ einfach auseinander. Nur sind einige Bolzen abgerissen. Die müssen ausgebohrt werden. Die Maschine wurde anscheinend relativ lieblos behandelt, auf Gas betrieben, bis mindestens 1994. Danach irgendwo eingelagert. Diverse Insekten haben ihre Hinterlassenschaften in den Spalten und Hohlräumen geparkt. Die Hebellager sind fest, die Kolben komplett verpekt. Als erstes wird alles zerlegt und gereinigt. Danach wird die Ersatzteilbestellung fertig gemacht. Ziel ist es, die Maschine mit einem etwas kräftigeren Heizstab (Der verbaute hat gerade mal 2500 Watt) auszurüsten und ohne Gas zu betreiben. Zum Glück sind La San Marcos so genial und massiv konstruiert, dass alles relativ problemlos in einen funktionstüchtigen Zustand zurück versetzt werden kann. Die Maschine soll wieder in einen normalen Cafébetrieb integriert werden. Da gehört sie hin. Eine automatische Kesselbefüllung soll auch nachgerüstet werden. Als Teaser hier ein Video vom Entkalken des Kessels. Sehr viel Kalk ist drin, jedoch fast nur weißes Sediment, das relativ einfach lösbar zu sein scheint.


     
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  2. #2 mechanist, 21.05.2021
    mechanist

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    Das geht ja zügig... Ich freue mich schon, wenn Sie im Sommer im Hafen anlandet.
     
  3. Jfh

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    :) hatte noch ne 3gruppige marzocco fb80 vorher ;)
     
  4. Jfh

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    Die Kesselschraube war leider schon abgerissen. mal sehen, ob die Säure da was löst oder ob es kompliziert wird.
     
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  5. Jfh

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    3 Gruppige Maschinen sind 3 Mal so viel Arbeit. Der Kessel ist nun frei von Kalk.
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    Der Rahmen hatte einiges an Rost. Ich lass ihn nun so, wie er ist und konserviere mit Owatrol.

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    Diese Maschine ist auf jeden Fall bis jetzt die grösste Herausforderung.

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    Der Kessel hat ordentlich Spuren vom mechanischen Entkalken. Leider fehlt die Plakette vorn an der Maschine. Ich gehe aber davon aus, dass 1982 das korrekte Baujahr ist.
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  6. Jfh

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    Hier nochmal ein Foto vom Rahmen vor dem Entrosten. o_O

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  7. Jfh

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    Der Rahmen hat schon ein wenig Fleisch gelassen. Ich denke, er hält trotzdem noch.

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  8. Jfh

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    Viel schaffe ich im Moment nicht. Aber eine Brühgruppe ist schonmal fertig geputzt und neu gelagert.
    Zum Vergleich eine zweite Hebeleinheit im Ausgangszustand. Die braune schlonze da ist tatsächlich Kaffee und wirklich widerspenstig.

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    Die originalen Lager waren komplett fest. Geht aber alles auseinander.
     
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  9. Jfh

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    Auch eine Schnecke erreicht ihr Ziel.
    Brühgruppeneinlassventile sind wieder sauber. Das eine Ventil hat ein wenig Frass, müsste aber ausserhalb der Dichtung liegen. Die Kolben sind auch alle auseinander, einer muss noch gereinigt werden. Problematisch bleibt noch die eine abgerissene Kesselschraube. Der Rahmen hängt owatrolisiert in der Garage.

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  10. #10 wiegehtlasanmarco, 08.08.2021
    wiegehtlasanmarco

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    Bei abgerissenen Schrauben habe ich bisher nur Erfolg mit aufgeschweissten Muttern (fällt hier weg) oder mit in vorgebohrten Schraubenrest eingeschlagenen Torx (vorher oben Plangeschliffen) gehabt. Torx aus dem Werkzeughandel nicht aus dem Baumarkt!
    Notfalls Maschinenbaubetrieb mit Erodiermaschine.

    Wünsche Dir viel Erfolg
     
  11. Jfh

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  12. #12 wiegehtlasanmarco, 08.08.2021
    wiegehtlasanmarco

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    Nachher am besten eine VA-Schraube mit 80er Festigkeit
     
  13. Jfh

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    sicher. schon bestellt :)
     
  14. Jfh

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    Heute bin ich mal wieder dazu gekommen, ein wenig zu basteln. Die letzte Gruppe ist neu gelagert und gefettet. habe die Maschine dann mal so weit zusammengesteckt, dass man schon wieder was erahnen kann.
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    lg
     
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  15. Jfh

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    So. Die Technische Seite ist fertig geputzt. Jetz noch die Karosse machen und dann DIchtungen bestellen. Kesselbefüllung muss auch noch realisiert werden und ein anti Vakuum Ventil.

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  16. #16 turriga, 25.08.2021
    turriga

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    Meines Wissens ist dies Ventil ja „nur“ dafür da, dass wenn in der Hochheitzphase jemand zu früh Milch schäumen würde, diese nicht in den Kessel gesaugt wird. Bei nicht ständigem Wechsel von ungeübten Bedienern mMn nicht wirklich zwingend notwendig, zumeist ja auch ein zusätzlich zu lösendes Bauraum- und Fitting - Thema.
     
  17. #17 mechanist, 25.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 25.08.2021
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    Sehr schön, diese Wiederauferstehung, und sehr zügig.
    Ein Anti-Vakuum-Ventil würde ich immer einbauen, wenn ausser mir jemand die Maschine bedient.
    Es ist ein geringer Aufwand im Verhältnis zum worst-case, wenn Milch im Kessel landet -
    das ist nämlich eine Riesen-Sauerei. Bei diesem Modell macht es besonders Sinn, weil es keine
    Kontrolleuchte o.ä. gibt, die Bestätigung der Betriebsbereitschaft also allein auf das Manometer
    beschränkt ist.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, soll die Maschine ja wieder in die Gastronomie zurück,
    d.h. ihr Einsatzumfeld ist ein anderes als bei einer rein privaten Nutzung.
     
  18. #18 Jfh, 25.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 25.08.2021
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    So ist es. Die Maschine soll wieder in ihr natürliches Umfeld zurück und circa 100+ Bezüge am Tag liefern. Gerade im stressigen Caféalltag muss die Maschine so Idiotensicher wie möglich sein. Unser Personal ist natürlich gut geschult und mit dem Hebeln sind alle vertraut. Nur denke ich, dass um ein Vakuumventil (mit Silikonschlauch in die Ablaufschale) und eine automatische Kesselbefüllung (gerade, weil es eine Dipper Maschine ist) kein Weg herum führt. Kann man ja auch alles leicht zurückbauen(anderer Kesseldeckel ohne Füllstandssonde, Ventillösung über T-Stück am S-Ventilanschluss). Auch ein 5kw Heizstab muss wohl sein, da auch (leider :) ) ein hoher Anteil an Milchgetränken zu erwarten ist. Spannend wirds nochmal, wie sich die LSM geschmacklich gegen die kvdw Idro behaupten kann. In meiner Küche werkelt ja eine 85er Leva und die hat sichtlich Schwierigkeiten, an die Shotqualität der Ido ranzukommen. Ich konnte noch nicht genau identifizieren, woran das liegt. Möglicherweise am Brühdruck(werde demnächst mal Tests mit nur einer Feder bei der LSM machen). Möglich ist aber auch die Brühtemperatur(Die ich in Verdacht habe). Vielleicht könnte man auch über eine Hystereseminimierung beim Kesseldruck nachdenken.(PID oder ein etwas modernerer Presso)
     
  19. #19 ezlbaak, 26.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 26.08.2021
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    LSM kenne ich nicht, aber Idro im Vgl. zu Gaggia America. Beim von Dir vorgesehenen Betrieb (mit ca. 100 Kaffees auf drei BGs verteilt/Tag) vermutl. nicht allzu grosser Unterschied. Allerdings: Bei der Idro kannst Du (falls Ventil im Thermsiphon eingebaut) zumindest in einem gewissen Bereich tatsächlich die Temperatur der BG regeln. Beim Dipper hast Du ein Wärmesystem bzw. Gleichgewicht, das direkt an den Kessel gekoppelt ist. Da gibts meiner Erfahrung nach (mit kleinem Spielraum) eigentlich nur die vorgesehene Temperatur oder zuviel Temperatur, das herunterregeln der BG ist sehr viel schwieriger, da dann schnell das thermische Gleichgewicht der Maschine aus dem Lot gerät.
    Die Verkleinerung der Hysterese wird Dir da aus obengenannten Gründen vermutlich nicht viel bringen, da das thermische System sich vereinfacht gesagt aus den Komponenten Material (also z. B. auch Maße der BG) und gespeicherte Energie sowie Energieabfluss (v. a. bei Kessel und BG, mit Einflüssen wie Umgebungstemp. bzw. vor allem Wind, wenn draussen, etc.) zusammensetzt. Gegebenenfalls akzentuiert sich eine Überhitzung durch häufigeres Heizen sogar. Ich hatte in der America mal einen PID verbaut, der aber nur half, bei zu vielen Bezügen die Überhitzungsproblematik leicht abzuschwächen. Dazu muss man die Maschine aber richtig gut kennen, um rechtzeitig zu reagieren, vor allem aber nicht übers Ziel hinaus zu schießen. Ab und zu musste ich trotzdem die ST vor dem Bezug mit nassen Lappen kühlen, um den Kaffee nicht zu verbrennen (bei zweigruppiger Maschine bei 200+ Bezügen und Dauerbezügen während mehrerer Stunden, v.a. bei langen schwarzen Kaffees und vielen Flatwhites ein Problem, mit Café Crème aber allenfalls ein Stück weit CH-spezifisch).

    Langer Rede kurzer Sinn: Die Idro ist diesbezüglich ziemlich unschlagbar. Sehr ausgefeiltes System, dass auch bei mehreren hundert Kaffees pro Tag nicht in die Knie geht bzw. überhitzt. Bei der geplanten Auslastung hast Du mir der LSM aber eh kein Problem. Sonst fallen mir als Kandidaten für eine ähnlich gute Temperaturstabilität wie bei der Idro nur die Leva X und die auf HH umgerüstete Spirit in Südafrika ein (die leider noch immer nicht produziert wird). Laut Infos alter Hasen wurden bei den alten Systemen zur Umgehung des Überhitzungsproblems schlicht grössere Maschinen eingesetzt – in einem gut frequentierten Café dann etwa zwei viergruppige (!).
     
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  20. Jfh

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    Karosse fertig geputzt.

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    möglicherweise habe ich eine schlacht maschine für die Kesselbefüllung gefunden. mehr dazu näxte Woche.
     
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La San Marco 80 Leva 3

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