Längere durchaufzeit bei mehr Menge im Sieb?

Diskutiere Längere durchaufzeit bei mehr Menge im Sieb? im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo, Ich fülle in mein Single Graef Sieb 9 gr. 8gr. wäre für dieses Sieb zu wenig. Normalerweise sollte der perfekte Espresso bei 8 gr. mit...

  1. #1 Giusi224, 12.03.2019
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    Hallo,
    Ich fülle in mein Single Graef Sieb 9 gr. 8gr. wäre für dieses Sieb zu wenig.
    Normalerweise sollte der perfekte Espresso bei 8 gr. mit einer Durchlaufzeit von 25 sek. 25 gr. in der Tasse ergeben.

    Was ist aber wenn ich anstatt der 8gr. 1 gr. mehr verwende? Ändern sich dadurch dann auch die anderen Parameter entsprechend?
     
  2. vectis

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    Hallo,

    das eine Gramm wird nicht soviel ausmachen.
    Diese Werte sollte man auch nicht zu akademisch bzw. dogmatisch betrachten.
    Hast Du es denn schon probiert?
    Versuch macht kluch;)
     
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  3. #3 Grafikus, 12.03.2019
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    Ohne hier eine große Debatte lostreten zu wollen...Ich würde mir nicht so viele Gedanken über die Zahlen der Bezugszeiten, Füllmengen & co machen.
    Das sind doch eher Richtwerte. Wenn das Ergebniss gut ist, dann stimmen die Parameter, wenn nicht, heißt es optimieren.

    Wenn man sich mal von den üblichen Regeln entfernt, kann etwas sehr gutes oder absolut schlechtes rauskommen. Aber das ist doch das Spannende an diesem Hobby!
    Meine Bezüge dauern bis zu 110 Sekunden bei 17/18 Gramm Input und einem Output von circa 30 bis 40 Gramm in der Tasse.

    PS: Den "perfekten" Espresso gibt es meiner Meinung nach nicht.
     
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  4. #4 Giusi224, 12.03.2019
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    Klar. Das Wichtigste ist natürlich der Geschmack, da gebe ich euch recht. Versucht habe ich es und der Espresso ist meiner Meinung nach gut. Wo wir gerade beim Geschmack sind.... Ich probiere nach dem Bezug meinen Espresso pur ohne Zucker. Klar ohne Zucker schmeckt man die Bitterstoffe mehr raus als ohne Zucker. Ich weiß allerdings nicht wann ein Espresso zu Bitter schmeckt und nicht optimal geworden ist. Ich habe mal einen nahezu optimalen Espresso gemacht und Probiert und mal einen der sehr überextrahiert ist. Beide haben sich meiner Meinung nach nicht wirklich stark unterschieden. Ist meine Zunge nicht gut genug trainiert oder was mache ich falsch. Verwende eine 60 zu 40 Mischung
     
  5. vectis

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    Du wirst nichts falsch, sondern Dir zu viele Gedanken machen.

    Das Ganze ist ein längerer Erfahrungsprozess, den jeder unterschiedlich durchläuft und ggf. eine gewisse Gelassenheit entwickelt.
    Der Anspruch nach dem immer gleich schmeckenden Espresso macht anfänglich fast jeden zum "Erbsenzähler",
    daher schliesse ich mich dem bereits Geschriebenen an:
     
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  6. #6 Giusi224, 12.03.2019
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    Danke. Von Natur aus bin ich perfektionist. Ich versuche alles etwas lockerer zu sehen.
     
  7. vectis

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    Musst ja nicht vom Perfektionisten zum Fatalisten werden.
    Das wird schon mit der Zeit, wirst sehen bzw. schmecken.
    ;)
     
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  8. #8 DaBougi, 12.03.2019
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    @Ganzo hat das ganze schon öfters sehr ausführlich behandelt, keine Ahnung wie man das am besten findet.
    Im Grunde geht es darum, dass Zeiten genauso wie Durchfluss "Menge in Zeit x" Ergebnisse sind. Pressure Profiling, Variable PI etc mal aussen vor gibt es nur Mahlgrad und Mehlmenge (und Temperatur) als Stellgrössen. Der Kniff ist, was man wie anpasst, um das Ergebnis in die gewünschte Richtung zu lenken. Das 8/25/25 Paradigma ist für klassische Rüstungen mal ein Anhaltspunkt, denn 120ml in 3sek sind verlässlich Plörre.
    Am besten geht: Bezug- Resultat verkosten- "Fehler" erkennen wenn vorhanden (oft der schwierigste Teil*) und dann reagieren (auch nicht immer sooo klar, selbst wenn man mal dahintergestiegen ist, was welche Änderung nach sich zieht)
    Ich entscheide mich dann oft für Bohnen, die ein breites Fenster haben, wo sie schmecken. Das isz dann manchmal genial, oft "nur" gut, aber meist kein Reinfall. Je nach Geschmack und auch Maschine gibt es da aber keine allgemeingültige Empfehlung.
    Die klassischen "Barschlampen" (meist Blends mit Robusta) werden gern empfohlen, wenn man denn das mag (aber auch hier gibt es "Zicken")


    *es ist gar nicht immer einfach, sauer von bitter zu unterscheiden. Oder stark von überextrahiert


    Edit: klar ist Zeit auch eine Stellgrösse, denn ich kann länger/kürzer beziehen...ich meinte nur, dass man nicht beginnt mit: ich will in 27 sek einen Espresso
     
  9. #9 Kantenhocker, 12.03.2019
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    Beim 2er nimmt man den doppelten Durchfluss bei doppelter Menge und gleicher Zeit. Nach der Logik müsstest du auch beim Einer bei mehr Pulver eine größere Menge Espresso ziehen. In der gleichen Zeit. Ansonsten gilt das vorher beantwortete ;)
     
  10. #10 Skunkworks, 12.03.2019
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    @Giusi224 wenn du dir alle Parameter, die sich von Natur aus ändern und die, die von dir geändert werden können mal aufschreibst, dann wirst du schnell merken, dass der Teil, der vermeintlich den größten Einfluss hat (der Brühvorgang mit Mahlen), dann doch eher überbewertet ist.
    Beispiel: der eigene Geschmackssinn ist beeinflussbar durch:
    • Was wurde zuvor gegessen/ getrunken
    • Tageszeit
    • Gemütszustand
    • Stress-Level
    • Zeitraum seit der letzten Mundhygiene
    • Zeitraum seit dem letzten Espresso
    • Umgebung (Farben, Geräusche, Grüche, Temperatur, ...)
    • ...
    Mach das jetzt mal für den Anbau der Bohnen, der Einfachheit halber sortenrein...
    Dann der Ernte
    Werden sie gewaschen, fermentiert?
    Lagerung
    usw, usw.

    Und wir sind noch lange nicht beim Rösten...
    Verstehst du was ich meine?

    Ich habe zuletzt zweimal Bohnen der gleichen Ernte gekauft, die von der gleichen Person in der gleichen Anlage mit dem gleichen Profil geröstet wurden. Obwohl die äußeren Parameter sehr ähnlich waren (Mahlgrad/-Dauer), war der Geschmack aus dem Gedächtnisprotokoll nicht zu vergleichen.

    Quintessenz: ich nehm es wie es kommt :)

    Gruß
    /S.
     
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  11. Sekem

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    Wenn du Bitter schmeckst ist schon was schief gelaufen.

    Den Ansatz 8/25/25 kenn ich nicht. Bin aber auch erst ein Dreivierteljahr dabei.
    Mein Ansatz ist: Ratio 1 zu 2 also aus 16 Gramm Pulver (ich trinke nur Doppio) mache ich 32 Gramm Espresso in den berühmten 25-30 Sekunden. Bei deinen 8 Gramm würden bei mir also 16 Gramm Espresso rauskommen - deiner würde mir nicht schmecken.
    Probier's mal aus.

    Ach ja, noch was: Mit dem 2er Sieb lässt sich einfacher experimentieren wie mit dem 1er. Es ist gutmütiger.
     
  12. #12 Giusi224, 12.03.2019
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    Sehr schön beschrieben. Vielen Dank
     
  13. #13 Giusi224, 12.03.2019
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    Sorry aber jeder Kaffee egal wie zubereitet besitzt Bitterstoffe, mal weniger und mal mehr ausgeprägt.

    Ist bevorzuge eine ratio von 1 zu 3.
     
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  14. #14 Lausermax, 13.03.2019
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    @Giusi224 : Perfekt ist, wenn es (der Espresso) für Dich passt! Ach ja: zum Thema "ausprobieren". Hilfreich ist, wenn Du immer nur einen Parameter verstellst und wieder ausprobierst. Also nicht Mahlgrad, Menge und Tamperdruck gleichzeitig ändern, sonst weißt Du im Endeffekt nicht, was die Änderung tatsächlich gebracht hat.

    @vectis @Grafikus : ich freue mich sehr, dass zum aktiven Ausprobieren aufgerufen wurde und keine Expertise draus gemacht wird.

    sportliche Grüße vom Lauser
    ;)
     
  15. #15 Giusi224, 13.03.2019
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    Wobei der Tamper Druck doch eigentlich keine Stellgröße darstellen sollte oder.?
     
  16. #16 furkist, 13.03.2019
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    ...nun ja, du sagst 8 (oder 9) gramm sollen 25 gramm Cafe ergeben. Das wäre dann ein Verhältnis 1:3. Hier wird sehr oft auch von einem Verhältnis 1:2 gesprochen.
    Ich probier in dieser Gegend (1:2) rum. Allerdings mit dem 2er Sieb. Und das hat in letzter Zeit recht gut geklappt.

    Mit LaTazzaDoro - ist wohl eine recht dankbare - sprich gutmütige - Bohne. Nachdem ich nun 3 Dosen verbraucht habe, ging das bei mir dann soweit, daß es mir verdächtig vorkam, weshalb der Cafe immer - ich sag mal -ähnlich gut rauskam.

    Und gestern hab ich mit einer Gratisbohnenprobe auf Anhieb auch was trinkbares hinbekommen.

    Da wurde ich unruhig.

    Ich verstellte die Parameter: weniger Pulver, Temperatur 1 Grad niedriger - und war richtig glücklich, daß der Cafe tatsächlich anders schmeckte - ganz leichte Säure kam durch - also nicht sauer , eher fruchtig. Für meinem Geschack war es vorher besser.

    Nun kann ich wieder beruhigt zu meiner ursprünglichen Einstellung zurückkehren ....
     
  17. Sekem

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    Na ja, eigentlich ist er einer. Aber wenn man keinen "Dremometer-" Tamper hat (gibt's die überhaupt?) und auf den Armdruck angewiesen ist, lässt sich damit wohl schlecht experimentieren. Er sollte halt immer gleichmäßig sein, dann ist er mathematisch gesehen auf "1" und die Rechnung ändert er nicht. :rolleyes: (wie komme ich denn jetzt auf den Sch...-Vergleich?) :D:D:cool:
     
  18. #18 Lausermax, 14.03.2019
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    ich würde mich hier nicht trauen, ein klares "JA" oder ein "NEIN" zu verwenden---> ausprobieren!

    Ich hab in vielen Bars (nicht nur Italien) und bei einigen Kaffee-Netz Treffen schon die tollsten Sachen gesehen, da grüble ich manchmal schon über die "Lehrbuch"Haltung....
     
  19. vectis

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    Dazu gibt es den folgenden Beitrag in der Kaffee-Wiki:

    Tampern – KaffeeWiki - die Wissensdatenbank rund um Espresso, Espressomaschinen und Kaffee

    Auch der wurde bereits erfunden:

    Dynamometrischer Tamper - Was haltet ihr davon?

    Eigentlich findet man hier fast alle Informationen sofern man nur mal interessehalber die vorhandenen Threads liest:rolleyes:
     
  20. Sekem

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    Das der einstellbar ist, war mir noch nicht klar. Aber ich habe mich auch nicht besonders damit beschäftigt, siehe oben.
    Man lernt nie aus!
     
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Längere durchaufzeit bei mehr Menge im Sieb?

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