Löten mit Weichlot aus dem Sanitärbereich?

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  1. thod

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    Beim Reinigen meiner Maschine ist mir leider die eine Boilerhälfte auf den Tisch gefallen und jetzt hat das Messingrohr, das in den Boiler ragt, einen kleinen Haarriss.
    Jetzt meine Frage: Kann ich das einfach mit Fittinglot aus dem Sanitärbereich löten, oder spricht da irgendwas dagegen? Lebensmittelecht ist das ja auf jeden Fall schonmal. Die Rückstände vom Flussmittel sind auch wasserlöslich.

    Was meint ihr? Ich bin ja sicher nicht der erste, der das versucht, oder?
     
  2. cibao

    cibao Mitglied

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    Hallo,

    ob das funktioniert hängt davon ab wie Du löten willst:

    1. Weichlöten (Silber aussehendes Lot)
    Wird wohl nicht besonders gut funktionieren da es normalerweise
    einen Kapilarspalt braucht um vernünftig löten zu können.
    Kann bei sehr kleinem Riß (ohne Spalt) funktionieren.

    2. Hartlöten (messingfarbenes Lot)
    Geht auf jeden Fall und hält problemlos. Damit kann man auch einen Spalt überbrücken.

    Mein Tip:
    Weichlöten würde ich das nicht.
    Falls Du nicht selbst Hartlöten kannst bzw. die Sachen dafür hast hilft Dir der nächste Installateur
    oder Heizungsbauer mit Sicherheit für einen kleinen Obulus in die Kaffeekasse.
    Hilfreich kann auch der besuch eines Neubaugebietes sein :wink:

    Gruß
    Jörg
     
  3. cibao

    cibao Mitglied

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    Nachtrag:

    Sorry, gerade erst gelesen das Du Weichlöten willst.
    Würde ich nicht machen, lieber nen 10er investieren ;-)

    Gruß
    Jörg
     
  4. TJK

    TJK Gast

    Ich wollte das nicht in meiner Maschine wissen und kenne auch keinen im Sanitärbereich der Weichlötet. Da wird Hartgelötet :idea:
    Weichhlot ist Zinn, Blei und Zinklegierung, Hartlot ist Messing.
    Amalgan möchtest du wohl auch nicht unbedingt essen, oder? :wink:
     
  5. Matera

    Matera Mitglied

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    Stimmt nicht ganz. Wenn man die Wasserleitungen aus Kupfer im Haus auch als Sanitärbereich beschreiben möchte. Denn die werden immer Weichgelötet.

    Hartlöten ist die wesentlich festere Verbindung. Deswegen werden Espressomaschinen ja auch Hartgelötet.
    Aber Hartlöten selber machen ist nicht ganz einfach. Das Lot braucht etwa eine Arbeitsthemperatur von 900C°. Da die meisten Kessel nun aber aus Kupfer sind und diese Metall wie wir ja alle wissen ein sehr guter Wärmeleiter ist, bekommst du echt Probleme die Themperatur an der Lotstelle zu erreichen. Du brauchst schon einen sehr guten Brenner der am besten mit Aze O2 betrieben wird damit du das Lot zum fließen bringst.
    Ich habe mal Kessel und Behälterbauer gelernt und mußte das leider einige male tun.

    Grüße
    Claudio
     
  6. thod

    thod Mitglied

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    Vielen Dank für eure Tips. Hab nochmal nachgeschaut und festgestellt, dass "Haarriss" etwas untertrieben war. Es war eigentlich schon ein richtiger Riss, weshalb ich mich entschlossen hab ihn doch zu löten. Ob das Lot jetzt in den Riss eingedrungen ist, kann ich nicht sagen, hab das kleine Röhrchen einfach richtig heiß gemacht, und dann an der Stelle einen Klecks draufgesetzt und noch ein Weilchen unter Zugabe von Flussmittel auf Temperatur gehalten.

    Hab mich vorallem auch deshalb dazu entschlossen, weil der Riss eigentlich an einer unkritischen Stelle ist. Vom Brühkopf ragt bei meiner Maschine dieses Röhrchen in den Boiler. Vermutlich wär durch den Riss sowieso kein Wasser gegangen, da dieses ja den Weg des geringsten Widerstandes wählt.

    Und das ich kein bleihaltiges Lot verwenden sollte ist mir auch klar. Hab da schon entsprechendes Fittinglot verwendet. Das besteht nur aus Zinn und Kupfer. Das hat dann zwar eine mit 230-250°C nicht ganz so niedrige Schmelztemperatur wie Elektroniklot (das ja inzwischen auch kein Blei mehr enthalten sollte ...), aber es ließ sich trotzdem noch ganz gut mit dem Lötkolben verarbeiten.
     
  7. #7 koffeinschock, 04.04.2006
    koffeinschock

    koffeinschock Mitglied

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    also mit sanitärlot kenn ich mich ja net aus, aber ich bezweifle einfach mal, daß du das mit elektroniklot kitten wolltest... :) das ist viel zu weich und da es schon bei ca 160° schmilzt, dürfte es wohl kaum druck widerstehen, wenn der kessel mal auf temperatur ist...heißt eben nicht ohne grund "elektronik"lot
     
  8. thod

    thod Mitglied

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    Naja, was mich am meisten abgeschreckt hat Elektroniklot zu verwenden ist halt der Bleianteil - ich glaub ne Glatze würde mir nicht besonders gut stehen.... :wink:

    Das mit dem Druck dürfte egal sein, schließlich herrscht im Rohr der gleiche Druck wie außen an der Stelle des Risses. Aber das Rohr verläuft ziemlich nah an der Heizschlange. Da ist es sicher ab und an tendenziell 160°C heiß - aber auf 230°C wird sichs schon nicht aufheizen, hoffe ich zumindestens. Sonst hab ich am Ende eine "Metallic-Crema". :D
     
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