Mahlen, wenn Scheiben "schleifen"?

Diskutiere Mahlen, wenn Scheiben "schleifen"? im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo liebe Kaffeeliebhaber, ich hätte mal eine Frage zum Thema Handmühlen: Jede Handmühle bietet ja bekanntermaßen die Möglichkeit, die...

  1. #1 Ic3cube3, 07.02.2019
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    Hallo liebe Kaffeeliebhaber,

    ich hätte mal eine Frage zum Thema Handmühlen:

    Jede Handmühle bietet ja bekanntermaßen die Möglichkeit, die Entfernung zwischen äußerem und innerem Teil des Kegelmahlwerks zu verändern und damit den Mahlgrad einzustellen. Dabei kann es - zumindest bei meiner Mühle - dazu kommen, dass man ein "schleifendes" Geräusch hört, wenn man einen kleinen Mahlgrad wählt und die beiden Mahlwerkteile zu nahe zusammen kommen. Kann man auch mit solch einer Einstellung ganz normal Kaffee mahlen, ohne dabei Schaden an der Mühle befürchten zu müssen? Oder ist diese Reibung von Mahlwerk auf Mahlwerk strikt zu vermeiden, weil sie zu Schäden an der Mühle führt?

    Ich habe nämlich das Gefühl, dass der Mahlgrad, den ich ohne dieses "Schleifen" erreichen kann, für meine Anwendung leider immer noch zu grob ist und ich daher einen Mahlgrad wählen müsste, der in diesem "schleifenden Bereich" liegt.

    Außerdem frage ich mich, ob es wohl normal ist, dass dieses Schleifen nur bei der Hälfte der Umdrehung der Kurbel auftritt. Damit meine ich: Wenn man sich eine volle Umdrehung der Kurbel wie das Zifferblatt einer Uhr vorstellt, schleift das Mahlwerk nur von 6 Uhr bis 12 Uhr, während es zwischen 12:01 Uhr und 5:59 Uhr kein Geräusch macht. Ist das normal oder stimmt da was mit meiner Mühle nicht?

    Viele Grüße

    Ic3cube3
     
  2. #2 quick-lu, 07.02.2019
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    Da wäre interessant, um welche Mühle es sich handelt.
    Aber auch bei Handmühlen wird das Mahlwerk durch die Bohnen auseinandergedrückt, es sollte also zu keiner Beschädigung kommen (solange es sich nur um ein sehr leichtes Schleifen handelt, also mit wenig Druck).

    Das liegt entweder an einer mangelhaften Mühle, weil das Mahlgut zu inhomogen ist und man dadurch keinen Widerstand im Kaffeemehl beim Bezug aufbaut oder an mangelhafter Röstung.

    Wenn du weiter auseinander stellst, also gröber mahlen willst, wird irgendwann das Schleifgeräusch verschwinden, wann das der Fall ist, hängt von der Gewindesteigung ab und wie stark das Mahlwerk eiert.
     
  3. #3 Ic3cube3, 07.02.2019
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    Es handelt sich um eine alte Zassenhaus No. 153 aus der Mitte der 80er-Jahre sowie eine (brandneue) Handground Precision, die ich mir heute mal zum Testen besorgt habe.
    Bei der Zassenhaus kommt es zum Schleifen, wenn ich die Stellmutter oben an der Kurbel mehr als eineinhalb Umdrehungen von der gröbsten Position wegdrehe. Bei der Handground dagegen ab Einstellungen kleiner/gleich 1.5 auf der Einstellskala für den Mahlgrad, wobei ich keine der zusätzlichen Unterlegscheiben verwende.

    Das Schleifen ist definitiv sehr leicht und ändert am Kraftaufwand, den man zur Nutzung der Mühle braucht, nicht wirklich etwas (zumindest ist ein Unterschied nicht spürbar, wenn keine Bohnen im Hopper sind).

    Zur Notwendigkeit feinerer Mahlgrade: Ich habe mir die Kaffeepartikel des Mahlguts einfach mal angesehen und mit dem verglichen, was Chris Baca und James Hoffmann für ihre (identischen) French-Press-Methoden als optimal beschreiben. Dabei ist mein Mahlgut bei Einstellungen, die nicht schleifen, deutlich gröber als das Mahlgut der beiden Herren. Daher gehe ich stark davon aus, dass der Mahlgrad, den ich benötige, in diesem schleifenden Einstellungsbereich liegt.

    Deshalb wollte ich mich vergewissern, ob ich guten Gewissens auch einen Mahlgrad verwenden kann, der im schleifenden Bereich liegt, ohne dabei die Haltbarkeit meiner Mühle(n) nachhaltig zu gefährden. Aber wenn das (in einem vernünftigen Rahmen) ja offensichtlich kein Problem ist, werde ich es morgen einfach mal mit einem kleineren Mahlgrad versuchen. Vielleicht gefällt mir dann die Partikelgröße des Mahlgutes ja besser und es eignet sich für meine vorgesehene Anwendung.
     
  4. #4 quick-lu, 08.02.2019
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    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Schleifen bei einem derart grobem Mahlgrad von den Mahlscheiben kommt.
    Mahlscheiben kommen eigentlich nur bei Espresso- oder Mokka-feiner Vermahlung so dicht aneinander, dass es, wie geschrieben, bei suboptimaler Röstung oder Mühle, zum Kontakt der beiden Mahlwerkshälften kommt.
    Du solltest bei French Press deutlich gröber mahlen müssen.
    Ich fürchte, dein Mahlgut-Vergleich mit Hoffmann oder Baca täuscht.
     
  5. #5 Wrestler, 08.02.2019
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    Upgrade sinnvoll?

    Keine Ahnung, warum man das nicht auch in diesem Thread hätte klären können?
    Ob deine Mühle geeignet ist, kannst Du nur selbst beantworten.

    Die Investition in eine hochwertige Handmühle wäre vermutlich sinnvoller, aber ...
     
  6. #6 Ic3cube3, 08.02.2019
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    Ich habe es bewusst nicht in dem anderen Thread geklärt, weil ich es vermeiden wollte, zwei Themen zu vermischen, die miteinander inhaltlich - wenn überhaupt - nur am Rande etwas gemeinsam haben. Außerdem gehe ich davon aus, dass dieses Schleifen der beiden Mahlwerksteile kein Einzelfall ist, der nur meine beiden Mühlen und sonst keine andere Mühle auf diesem Planeten betrifft. Falls diese Überlegung falsch war, entschuldige ich mich natürlich und bitte die Administratoren um die Schließung dieses Themas hier. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass es sich um ein Problem/eine Frage handelt, das/die generell auch für andere Handmühlennutzer von Interesse sein könnte.

    Das Schleifen tritt gerade nur bei feinen Mahlgraden ab ca. 1,5 und feiner auf, bei gröberen Mahlgraden - also 2 und größer - ist alles in bester Ordnung. Ob das Schleifen auch Auftritt, wenn ich Bohnen mit der Mühle mahle, habe ich noch nicht getestet. Wie oben bereits geschrieben, war ich mir nicht sicher, ob ich die Mühle so einfach zum Mahlen nutzen kann, oder ob ich dann Schäden am Mahlwerk zu befürchten habe. Wenn ihr aber meint, dass da eigentlich nichts passieren kann, wenn Bohnen im Mahlwerk sind, würde ich es heute mal mit einer feineren Einstellung probieren. Vielleicht erziele ich dann ja eine Partikelgröße, die dem entspricht, was ich gerne für meinen Kaffee hätte.

    Und zum Thema Investition in eine teure Mühle: Ich habe mich bewusst dafür entschieden, keine Mühle für über 200€ zu kaufen. Natürlich wäre eine Commandate eine ganz andere Angelegenheit als eine Handground für knapp 50€, aber so viel Geld möchte ich für eine Kaffeemühle einfach nicht in die Hand nehmen. Wer weiß, vielleicht ändert sich das in Zukunft noch, aber in meiner momentanen Situation (unter Zugrundelegung, wie unerfahren ich beim Thema Kaffee noch bin) brauche ich beim besten Willen nicht die teuerste und beste Handmühle, die man momentan kaufen kann. Dafür ist mein Geschmack nicht fein genug und mein Geldbeutel nicht groß genug. Aber ich bin mir sicher, dass man mit ein wenig Übung auch aus einer "Billigmühle" einen brauchbaren Kaffee machen kann. Vielleicht schmeckt man nicht jede noch so kleine Unternote des Kaffees, aber für einen (sehr) solide Filter-/French-Press-Kaffee sollte auch eine Handground mehr als ausreichen. Nichtsdestotrotz möchte ich natürlich sicher gehen, dass ich der Mühle mit meiner geplanten Nutzung nicht schade und frage daher hier nach. In diesem Bereich fehlt mir einfach noch die nötige Erfahrung.

    Ich versuche übrigens, ungefähr diesen Mahlgrad zu erreichen (Screenshot aus dem Video von Chris Baca):
    Mahlgrad.JPG
     
  7. #7 Wrestler, 08.02.2019
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    Nicht falsch verstehen.
    Im Maschinen Bereich fragen Member nach einer vernünftigen Lösung für den Kauf einer Maschine.
    Nicht selten gibt's dann Fragen zur Mühle und irgendwann nach Erwerb einer Maschine weitere Fragen.
    Da geht's um Equipment, Handling und Einarbeitung.
    Das ist auch überhaupt kein Problem.
    Es ist dann eben auch "sein" Thread und niemand beschwert sich darüber.
    Dir geht's um dein Problem, mit Mühle, Mahlgrad, Geld, ...
    Völlig in Ordnung.
    Ich habe eine ähnliche Entwicklung durch.
    Ich dachte ebenfalls, dass eine Hario Handmühle doch völlig ausreichend sein sollte.
    Gerade im Bereich brühen braucht man das homogene Mahlgut.
    Günstigste Einsteiger Empfehlung ist mE die elektrische Variante.
    Wilfa Svart Nymalt
    Für derzeit 60,- EUR bestellbar, auf Rechnung incl Versand.
    Gemäß dem Forum ist die günstigste Handmühle die aergrind mit 110 EUR Kaufpreis.
    Liegt alles unter 200 und liefert nachgewiesenermaßen vernünftige Ergebnisse.

    Ob das bei Dir vorhandene Equipment zuverlässig solche Ergebnisse liefert, ist aus meiner Sicht zumindest ungewiss.
    Ob es dir das ausreicht, musst Du selbst entscheiden.
    Im Zweifel würde ich lieber etwas investieren.
    Wer billig kauft, kauft doppelt!
    Sorry, aber gerade bei Mühlen im low Budget Bereich ist das leider oft so.
    Ich würde auch nicht behaupten, dass man das machen muss.
    Im Hinblick auf einen guten Geschmack gibt's jedoch aus meiner Sicht gewisse Anforderungen.
    Ich habe Dir jetzt aus meiner Erfahrung die günstigsten Angebote vorgestellt.
    Es bleibt deine Entscheidung!
     
    Zuvca gefällt das.
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