Mahlkönig Peak Erfahrungen

Diskutiere Mahlkönig Peak Erfahrungen im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Ziel war es immer, die Espressi an den italienischen Bars zu kopieren und diese Qualität zu erreichen. Mit der ersten Isomac E61 Maschine gelang...

  1. robi

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    Ziel war es immer, die Espressi an den italienischen Bars zu kopieren und diese Qualität zu erreichen. Mit der ersten Isomac E61 Maschine gelang mir das, mittlerweile sind die Ziele aber schon ambitionierter. Die zweite (ECM E61) brachte geschmacklich keine weitere Verbesserung aber mit dem Zweikreiser mehr Dampf! Die erste richtige Mühle brachte dann wieder eine deutliche geschmackliche Verbesserung: die Mazzer Mini. Dort wurde mir klar, eine gute Mühle ist wichtiger als die Kaffeemaschine! Mit der La Marzocco ist extreme Kontinuität eingezogen. Vor ca. einem Jahr (nach 10 Jahren Mazzer) habe ich eine Ceado e37s zugelegt, eine sehr gute Mühle welche vor allem mit Gutmütigkeit überzeugt, schön leise und schnell, easy einzustellen, wichtig, weil ich oft die Sorte wechsle. Geschmacklich kein update zur wirklich sehr guten Mazzer, aber das habe ich auch nicht erwartet. Qualitativ wahrscheinlich trotzdem eine Steigerung, da auch bei nicht immer perfekter Einstellung hervorragendes Mahlgut und somit Espressi produziert wird. Etwas ungenau, da sehr schnell. Nach einem Jahr dann ein paar Mal Kaffeeweitschuss mit anschliessendem Küche sauber machen. Neuer Metallflapper bringt nichts. Wirklich ärgerlich. Also habe ich mich entschlossen, die ansonsten hervorragende Mühle durch ein deutsches Produkt zu ersetzen.

    Die K30 oder die Peak? Da ich immer wieder sortenreine Kaffees probiere habe ich mich für die Peak entschieden (Stichwort unimodales Mahlgut). Allerdings habe ich keine grossen geschmacklichen Sprünge erwartet. Aber ein über viele Jahre gut funktionierendes Gerät, welches gut zu bedienen ist und nicht rumsaut oder sonstige Allüren hat.

    Nur schon beim Auspacken fällt die Wertigkeit der Maschine auf. Sehr schwer, alles aus Metallguss, auch der Deckel mit dem man den Mahlgrad einstellt. Wirklich einfach zu bedienen, man benötigt die BA nicht unbedingt. Den Siebträgerhalter kann ich noch nicht benutzen, da muss ich zuerst die kleinen Tidaka Trichter kaufen (ohne Trichter geht nicht, da die statische Aufladung gross ist und viel oben am verbauten, verchromten Trichter kleben bleibt, bin da sicherlich übermässig empfindlich). Gleich wie bei einer K30? Da war die Ceado besser….

    Genial: Der Netzschalter mit zwei Stufen, mit Ventis und ohne. Die Ventilation macht nur Sinn im Barbetrieb oder wenn du 10 Gäste hast, ist für die Küche im Normalbetrieb zu laut. Das Display ist klar ablesbar und leuchtend. Die Lichtshow beschränkt sich auf ein vernünftiges Mass, da der kleine Bildschirm schnell den Bildschirmschoner einschaltet. Sehr einfache Einstellung der Mahlzeit und auch des Mahlgrades. Kleine Änderungen des Mahlgrades werden sofort als Ergebnis sichtbar/spürbar. Als hätte die Mühle sehr wenig Totraum, das wird aber im normalen Bereich sein. Was erstaunt, sie ist sehr genau (muss man die nicht einmahlen? Nein sie liefert bereits jetzt perfekte Ergebnisse). Und auch wichtig, sie hat ein sehr angenehmes, tief sonores Mahlgeräusch.

    Was mich jetzt aber wirklich erstaunt und überrascht ist das neue Geschmacksprofil. Unglaublich! Da braucht man kein Refraktometer um das zu merken. Extrem viel mehr Geschmacksfülle mit einem dunkel gerösteten Kimbo bei dem mehr die Nussigkeit und Erdigkeit betont wird als die Süsse. Aber brutal intensiver als mit der Ceado. Und diese Crema! Ein sortenreiner, ungewaschener (der Kaffee, nicht die Füsse!) aus Panama haut mich aus den Socken raus. So ein Früchtecocktail gibt’s sonst nur im Birchermüesli…. Sagenhaft! Hätte ich nicht erwartet. Weiteres und dann mit einer genauen Einstellung muss ich noch probieren. Eine phantastische Mühle!

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  2. #2 Dirk_W, 16.07.2016
    Zuletzt bearbeitet: 16.07.2016
    Dirk_W

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    was du schreibst, deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Habe die Mühle seit drei Tagen in Gebrauch.
    Geschmacklich wirklich eine Offenbarung.
    Das Problem mit dem Verschmutzen des Auswurfes habe ich nicht. Das lässt sich egtl durch die Einstellung des Auswurfwinkels gut an den Siebträger anpassen.
    Ich musste allerdings die Mühle nachjustieren, weil meine nicht fein genug gemahlt hat.
    Ist aber eine Sache von weniger als drei Minuten.

    Viele Grüße Dirk
     
  3. robi

    robi Mitglied

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    Hallo Dirk, kannst du erklären, wie du die Justage gemacht hast? Am Deckel?

    Grüsse
    Robi
     
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  4. Dirk_W

    Dirk_W Mitglied

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    genau, du musst den Hopper entfernen und unter der Silikonscheibe findest du zwei 2,5 er Imbusschrauben.
    Diese leicht lösen und dann kannst du mit einem Blechstreifen oder was auch immer, den Kopf drehen (diese großen Schlitze) bis es passt.
    Dann die Imbusschrauben wieder festziehen.

    Viele Grüße Dirk
     
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  5. Dirk_W

    Dirk_W Mitglied

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    im Prinzip kannst du hiernach vorgehen:

     
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  6. robi

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    Vielen Dank! Habs schon etwas eingestellt, ganz einfach! Hab schnell den Deckel runtergehabt und reingeschaut, unglaublich gemacht das Ding, für die Ewigkeit.
     
  7. robi

    robi Mitglied

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    schön, oder?

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  8. femto

    femto Mitglied

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    Schön! Welcher Trichter ist denn da auf dem letzten Bild drauf? :)
     
  9. #9 robi, 17.08.2016
    Zuletzt bearbeitet: 17.08.2016
    robi

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    Den habe ich von Cafe Kultur:
    http://www.cafe-kultur.de/collections/grinderglass/MK
    Ist sehr solide und wertig gemacht, recht schwer mit dickem Glas. Schön verarbeitet. Passt genau mit dem Bajonettverschluss, besser noch als der Original Hopper! Und ist natürlich praktisch für den Hausgebrauch. Und geradezu günstig, wenn man ihn mit dem Pendant aus der Schweiz vergleicht. Obwohl es der Kleine mit 300gr. Inhalt ist, sieht er unter dem Regal mit der grossen Mühle nicht allzu klein aus. Meine Freundin hat ihm trotzdem den Namen „Minime“ (aus Goldständer) verpasst….

    Wenn man die Mühle frei aufstellen kann wäre sicher der 1.3kg schön!
     
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  10. femto

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    So, ich habe mir ein paar Kilogramm Kaffee Zeit gelassen ... ;)
    100% Arabica (Peru, Monsooned Malabar) und auch eine Barmischung 85% Arabica, 15% Robusta (Giasing) hatte ich für meine ersten Tests jetzt mal in der Mühle. Alles zwischen 1-3 Wochen alt.

    Das überraschte mich etwas im Vorfeld - statische Aufladung oder fröhliches Kaffee-Verstreuen rund um den Auslaßrüssel konnte ich bisher bei keinem meiner Test-Kaffees beobachten. Ganz im Gegenteil eigentlich. Die 'Peak' benimmt sich hier bei mir lammfromm und gibt alles brav wie gewünscht wieder ab. :) Ich habe den Siebträgerhalter so eingestellt, daß der LM-Siebträger "saugend" hineinpaßt. Mit dem schönen Vorteil für mich, daß ich diesen im Vorbeigehen einfach einhänge, die Vermahlung starte - und mich währenddessen um das Einschenken der Milch kümmere. Gefällt mir bestens.

    #o1 - frei hängend.
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    Voll eingeschoben macht die Mühle ihren Job.
    Ich habe die erste Zeit bisher wirklich jeden befüllten Siebträger verwogen, um ein erstes Gefühl für (meine) Wiederholgenauigkeiten zu bekommen. Hier erstaunten und erfreuten mich Vermahlungen, die immer innerhalb +/- 0,1g von meinem Zielwert lagen. Keine Abweichung innerhalt eines Kaffees war bisher größer. Sehr schick, vor allem für meinen Wunsch höherer Reproduzierbarkeit in Zukunft zuträglich.

    #o2 - vermahlen.
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    Den Siebträger herausgezogen (ohne hier mit dem Finger noch einmal über den Oberrand zu streichen, wie ich es mit dieser Mühle sonst mittlerweile tue), zeigt, was an Pulver liegenbleibt:

    #o3 - Streuung.
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    Das geht für mich ziemlich in Ordnung. Mit Abstreichen beim Rausholen des Siebträgers bleibt praktisch gar nichts mehr nach.

    Mit Umstellung auf die neuen Siebe habe ich dann die Tamper-Runde noch um ein 85,5mm Exemplar erweitert, was der Güte und Wiederholgenauigkeit bei mir auch noch sehr gut getan hat.

    #o4 - passend.
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    #o5 - bereit.
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    Und der Lohn in der Tasse entschädigt für alle Mühen im Vorfeld :) :)

    #o6 - Lohn.
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    Somit von meiner Seite als Feedback:
    Hier kann ich mich jeder Zeile anschließen. :)
    SCHÖN.

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  11. #11 Ansonamun, 24.10.2016
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    Wo kann man die Peak denn kaufen ?
     
  12. #12 Dirk7110, 24.10.2016
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    Bei Limes gibt es gerade einen Vorführer für 2300€

    Ich habe mal bei einem Händler des Vertrauens die Peak mit der ProM quer getrunken. Mir wären die etwas schnellere Mahlzeit das nicht wert. Geschmacklich lagen die sehr nahe beieinander.
     
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  13. #13 Technokrat, 24.10.2016
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    Interessant!

    Sehr spannend wäre ein Vergleich ProM, K30, Peak mit sehr hellen, fruchtigen Röstungen. Denke über einen Kauf der K30 bzw. der Peak nach. (OT) Von der ProM hört man doch einiges negatives, insbesondere zur Standfestigkeit.
     
  14. #14 domimü, 16.11.2016
    domimü

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    @saninstruktor Kannst mit den Beiträgen aufhören, du brauchst auch 1/2 Jahr Mitgliedschaft, um dein Verkaufsangebot einstellen zu können.
     
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  15. #15 vivicorsi, 01.12.2016
    vivicorsi

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    wie groß ist der totraum bei der peak,zerlegt ihr die mühle auch oder verwendet ihr nur grindz zum säubern?
     
  16. robi

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    Zum Totraum habe ich bereits meine Erfahrungen mitgeteilt und ich verwende vorläufig nur Grindz Reinigungstabletten.
     
  17. Lenin

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  18. robi

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    Ich habe eher diese Erfahrung gemacht:


    20.1gr ??? :)

    ...aber mit dem ganz frischen Malabar Monsoonend den ich jetzt drin habe geht schon mal was daneben.
     
  19. Lenin

    Lenin Mitglied

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    Das sieht gut aus. Keine Ahnung, was er da meint. Wenn es eine Privatperson wäre, hätte ich ja einen Verdacht: Seine Frau sagt, die Maschine ist zu groß und zu teuer und er muss sie verkaufen. Also bietet er sie an und macht sie schlecht, dass keiner sie kauft. :)
     
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  20. #20 macmini, 15.12.2016
    macmini

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    Hi,
    was mich an dem Video etwas verwundert ist der Output (in gr) nach etwa 5.1 Sekunden.
    Auch ich habe eine Peak....jetzt die Frage an Peak Besitzer: wieviel gr Kaffee landen bei euch nach 5.1 sek für den doubleshot im siebträger? Könntet ihr das mal kurz testen?
     
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