Mahlkönig proM Espresso, wer hat sie

Diskutiere Mahlkönig proM Espresso, wer hat sie im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; So, nach einer Woche habe ich fünf verschiedene Sorten durch. Als jemand, der Single Dosing gewohnt ist, stört mich die Verschwendung von Bohnen...

  1. #401 yoshi005, 08.02.2018
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    So, nach einer Woche habe ich fünf verschiedene Sorten durch.

    Als jemand, der Single Dosing gewohnt ist, stört mich die Verschwendung von Bohnen morgens und beim Einstellen. Einstellung und Bedienung funktionieren, allerdings habe ich nach den verschiedenen Berichten über Defekte immer ein Gefühl der Unsicherheit, was das Display und den Verstellmechanismus angeht.

    Geschmacklich aber ist die Mühle top. Endlich gelingen mir helle Röstungen so, wie ich sie mir vorstelle. Alle Sorten sind süßer und intensiver als zuvor, Bitterkeit ist völlig verschwunden. Meine bisherigen Versuche mit Bohnen von Johannes Bayer, Public Coffee Roasters und onetake coffee sind durchweg sehr positiv. Alles schmeckt so, wie ich es mir erhofft habe. Ein echter Sprung nach vorne. Passt sehr gut zu meinem Handhebler.

    Bleibt zu hoffen, dass der Langzeittest ebenfalls positiv verläuft...
     
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  2. #402 quick-lu, 08.02.2018
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    Evtl. kannst du mir weiterhelfen zu verstehen, was bei mir nicht so funktioniert hat, wie ich mir das vorgestellt habe.
    Wie beziehst du helle Röstungen?
     
  3. aqueous

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    Daher habe ich immer gehofft, Mahlkönig führt die Entwicklung fort und bietet etwas unimodales um 1k rum an. Die EK verkauft sich zu gut. Daher bleibt als konsequenter schritt diese nur übrig. Rein für Filter ist dann nur die Forte BG//Vario oder als nächstes direkt die ek vorhanden. Da ist irgendwie mMn nach eine Lücke.
     
  4. #404 yoshi005, 08.02.2018
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    @quick-lu Ich nehme ca. 20g Bohnen für knapp über 30g Espresso in >30 Minuten, also eher Richtung Ristretto.
     
  5. #405 yoshi005, 08.02.2018
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    Das wäre auch meine Optimallösung. Gibt es leider nicht. Eine weiter entwickelte Pro M, die auch konsequent als unimodale Mühle vermarktet wird, würde sich super verkaufen, aber wahrscheinlch an den Verkäufen der EK knabbern, die sicher eine Cash Cow ist, da die Entwicklung längst abgeschrieben ist.
     
  6. #406 quick-lu, 08.02.2018
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    Ja, ich dachte mir so etwas schon:) Konzentriert waren meine Bezüge alle.
    Es war ja nicht so, dass ich das nicht auch versucht hätte. 17 Gramm VST-Strada mit 19-20 Gramm befüllt, so fein gemahlen, dass immer noch genug Luft zur Dusche war.
    Es hat für mich aber nichts am Ergebnis geändert.
    Sei's drum, mal sehen, was die Zukunft bringt.
     
  7. #407 yoshi005, 08.02.2018
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    Ich nutze das 20g IMS-Sieb, glaube aber nicht, dass das etwas ändert. Den intensiven, süßen Geschmack mit der dunkleren Note muss man mögen.
     
  8. mmorkel

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    Wer das haben will, kann sich auch die ProM-Scheiben in die K30 schrauben. Und der Markt für unimodal in kleinerem Gesamtpaket als K30 (oder Peak...) ist wahrscheinlich dann doch wieder ziemlich klein...

    Sei es drum. Ich benutze die Mühle tendenziell für dunklere Röstungen als Du, und beziehe eher nach normalen Espressostandards. Auch dafür funktioniert sie sehr gut (solange die Bohnen nicht zu dunkel werden. Ab einem bestimmten Punkt rücken die Röstnoten zu sehr in den Vordergrund). Über die Haltbarkeit mache ich mir noch keine Gedanken. Das Mahlwerk kann leicht gesäubert werden, falls die Verstellung irgendwann verklemmen sollte, und für das Display gibtb es sicher auch eine Lösung. Zur Not wird die Elektronik irgendwann in ein paar Jahren (wenn es weder Garantie noch bezahlbare Ersatzteile gibt) ausgeweidet und durch einen universellen Mühlentimer ersetzt. Dafür gibts ja genug Bausätze für wenig Geld auch hier im Kaffeenetz...
     
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  9. #409 Aeropress, 08.02.2018
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    Hier im Forum ja global gesehen ein Nischenprodukt wahrscheinlich mit kaum mehr Auflage (eher weniger) als die EK 43. Bei deren preis lohnt Kleinserie, bei Preisen nahe Massenmarkt wohl eher nicht denn sonst hätten sie wohl genau das getan. Lies einfach mal die Berichte und Meinungen hier im Forum zur proM als die noch neu war, das hat kaum einen angeregt diese Mühle zu kaufen. Die späte Liebe heute existiert ja nur mangels Alternativen für einige Spezialisten ohne dicken Geldbeutel, einen Umsatz wie es eine Massenmarktmühle erfordert um rentabel zu sein würde sich damit wohl auch heute nicht wirklich realisieren lassen. Das Publikum hier im Forum ist da in keinster Weise repräsentativ für den Markt. Das merkt man ja auch sehr deutlich wie schwer es ist Neulingen die immer wieder kehrenden Zweifel am Sinn solcher Mühlen etwa für Brühkaffee zu überzeugen und oft gelingt es auch nicht, "weils ja für Brühkaffee auch die Skerton tut", selbst manch alter Hase hier vertritt noch diese völlig überholte Meinung trotz er hier jeden Tag was anderes lesen könnte. Eher würden die einige aus Versehen kaufen für ihre Barmischungen so wie es früher auch war und nicht wenige schlechte Rezensionen nach sich zog.
     
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  10. #410 yoshi005, 08.02.2018
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    Die Pro M ist ja zurecht nicht gut angesehen wegen der Defekte. Sie kam wohl auch zu früh auf den Markt.

    "Damals" war unimodales Mahlgut noch kein großes Thema und die EK43 noch kein Thema für Espresso. Ich wurde ehrlich gesagt auch erst durch die Beiträge von @jupe2.0 suf die Sonderstellung der Mühle aufgrund ihrer Mahlscheiben aufmerksam.

    Diese Besonderheit hätte Mahlkönig ruhig selbst kommunizieren können, wie man es z.B. mit der Peak tut.
     
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  11. #411 Aeropress, 08.02.2018
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    Wenn sie es getan hätten wäre sie noch schlechter abverkauft worden, weil eben die Spezialisten die sowas suchen ne Minderheuit sind für die Massenmarkt nicht lohnt. Die Peak kostet ja mehr als das Doppelte da sieht das wieder anders aus, die wenigsten Hobbybaristas denken über den kauf einer solchen Mühle nach, insofern ist die Spezialistenstellung hier förderlich. Man fragt sich halt warum die überhaupt die ProM mit diesen Scheiben ausgestattet haben :), zumindest bei der Espresso Variante verwundert das, weil das Missverständnis da ja dann auch absehbar war.
     
  12. mmorkel

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    ...und obwohl ichs oben selber getan habe, man sollte den Begriff "unimodal" für Espressovermahlung vermeiden. Weil die "unimodalen" Scheiben beim Espressomahlgrad halt doch wieder bimodal mahlen, d.h. man bekommt zwei Maxima auf der Grössenverteilung (aufgetragen gegen Volumen). Nur dass der Peak jenseits der fines eben weiter an die fines herangerückt ist als bei der klassischen Espressomühle. Dadurch eben die höhere Extraktion, aber auch die verstärkte Herauslösung von Röstaromen bei dunklen Röstungen, die das Ganze irgendwann nicht mehr lecker macht.

    (Wie man hier sehr schön für die EK43 sieht: Mahlkönig proM vs. EK43)

    Auch das war wahrscheinlich ein Problem bei der Vermarktung, bevor sich der irreführende Begriff "unimodal" durchgesetzt hat. Wie nenne ich das? "Besonders feinmahlend"?
     
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  13. genii

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    @mmorkel ich versuche den Bergriff unimodal mittlerweile auch zu vermeiden, weil er schlicht verwirrend ist und wohl auch oft falsch benutzt wird. Du hast absolut recht, wenn du sagst, dass strikt betrachtet — also unter der Berücksichtigung der Fines — die Verteilung jeder Mühle mehr als einen Modus zeigt, also multimodal beschaffen ist. Auch die der EK43.

    Was allerdings in der Regel im Kontext der Diskussion bi- vs. unimodal gemeint ist, ist der Verteilung abseits der Fines. Das hat @jupe2.0 auch schon an der ein oder anderen Stelle erklärt, die ich gerade leider nicht ausfindig machen kann. Die Verteilung abseits der Fines, jedenfalls, ist dazu bei bestimmten Mahlgraden durch teilweise Überlagerung der Modi auch noch sehr schwer zu beurteilen. Ich bin deshalb dazu übergegangen auf die — meiner Meinung nach — eigentlich relevanten und eindeutig quantifizierbaren Eigenschaften der Verteilung zu referenzieren: Varianz der Partikelgrößen und absoluter bzw. relativer Anteil der Fines.
     
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  14. jupe2.0

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    Und wenn sich dann irgenwann zeigen sollt, dass eine bimodale Partikelverteilung einer Mühle wie z.B. der K30 von MK nach einem alignment eine unimodale Partikelverteilung entsteht, dann ist das Theme unimodal/bimodal auch durch.
     
  15. #415 yoshi005, 09.02.2018
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    In der Tendenz sicher nicht falsch. Dass aber der Schliff einen mindestens genauso großen Beitrag liefert, zeigen die Ergebnisse der K30 nach Umrüstung auf EK8-Mahlscheiben.
     
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  16. #416 Frank Zane, 09.02.2018
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    ich weiß nicht so recht ob der Schliff wirklich eine so große Rolle spielt... Ich habe meine K30 ja ausgerichtet als ich auf die EK8-Mahlscheiben umgerüstet habe. Vor zwei Wochen habe ich ich wieder spaßeshalber auf die Standard Scheiben umgerüstet. Ich nehme die Mühle noch einmal mit zur Arbeit und überprüfe die Ausrichtung noch einmal. Der Unterschied zwischen den Bezügen, sowohl in Bezugsverhalten und Geschmack, ist kaum vorhanden bzw. für mich nicht schmeckbar. Mir gefällt es aber sehr das ich in etwas mehr als 4 Sekunden die bei mir üblichen 18gr Kaffee klumpenfrei gemahlen habe.

    Wenn ich den Bezug beobachte spricht einiges dafür das sich das Mahlgut bei ausgerichteter Mühle sich zwischen EK8 und K30 Standardscheiben sich nicht nennenswert unterscheiden.

    Gruß
    Mike
     
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  17. mmorkel

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    Bei den mir bekannten und als vertrauenswürdig eingestuften Analysen bezog sich „bimodal“ tatsächlich auf die beiden Maxima, die durch fines (sub-100um) und grössere Partikel verursacht werden. Zusätzlich zu dem link oben zB diese beiden:

    https://www.home-barista.com/grinders/why-are-conical-burrs-inherently-bimodal-t33252.html

    https://www.home-barista.com/reviews/titan-grinder-project-particle-size-distributions-of-ground-coffee-t4203.html

    Aber hier mag es unterschiedliche Definitionen geben.
     
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  18. #418 genii, 09.02.2018
    Zuletzt bearbeitet: 09.02.2018
    genii

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    Du hast recht! Das ist mir nun bei einer erneuten Recherche auch aufgefallen, dass es da unterschiedliche Defiitionen gibt. Die von dir aufgebrachte ist vermutlich sogar die ursprüngliche. Die Begriffe sind — wie du schon richtig angemerkt hast — aber auch bei dieser Definition nicht zielführend. Letztendlich geht es — allgemein ausgedrückt — darum, ob eine Mühle in hohem Maße homogenes Mahlgut erzeugt oder eben nicht (ich hatte hier schon etwas dazu geschrieben). Je homogener, desto feiner kann man mahlen, desto besser lässt sich die massenhaft vorhandene Oberfläche zur Extraktion ausnutzen (weil feiner zu mahlen 1. per se zu feineren Partikeln und 2. zu mehr Fines führt; beides vergrößert die Oberfläche). Auch das hast du oben schon völlig richtig angemerkt. Danke für deine Beiträge!
     
  19. aqueous

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    Feiner mahlen erzeugt alleine schon durch die kleineren Partikel (auch wenn der Anteil der Fines gleich bliebe) in Sunme eine größere Oberfläche also mehr Extraktion bei gleicher Kontaktzeit zwischen Feststoff (hier Kaffee) und Lösemittel (hier Dihydrogenoxid ).

    Bei homogeneren Mahlgut sind dann weniger grobe (kaum extrahierte) Teilchen einerseits und weniger feinere (überextrahierte) Teilchen vorhanden. Daher kann man theoretisch die Extraktion einfacher steuern. So stelle ich mir das immer bildlich vor, ganz ohne Messergebnisse die mit nicht standardisierten Methoden ermittelt wurden und somit nicht vergleichbar sind. (Bsp. siebanalyse und Beugung in einem Topf)

    Dem Italiener fehlt dann u.U. Etwas :)
     
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  20. genii

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    @aqueous hehe, das hatte ich just eine Sekunde bevor du schriebst selbst hinzugefügt. Das hatte ich vorher unglücklicherweise implizit angenommen. So ist es besser. Danke!
     
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