Manches muss einfach gemeldet werden...

Diskutiere Manches muss einfach gemeldet werden... im Was ich unbedingt noch sagen wollte... Forum im Bereich Kaffeeklatsch; @Barista: ich nehme an, da fehlt ein Ironietag? Mein Tipp: lass das mit der Ironie - es kommt nur unangenehm rüber. Auch inhaltlich hast du und...

  1. #27901 Milchschaum, 12.05.2021
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    @Barista: ich nehme an, da fehlt ein Ironietag? Mein Tipp: lass das mit der Ironie - es kommt nur unangenehm rüber.
    Auch inhaltlich hast du und @S.Bresseau mich gewaltig einseitig interpretiert, vermutlich absichtlich.
    Wenn eine ältere, vermutlich wenig fahrende Dame ein funktionierendes Auto verschrottet, kann das nicht sinnvoll sein. Wenn aber in einer gemieteten Wohnung alle Umweltkosten beim Mieter landen, welchen Grund hat dann der Vermieter zur Investition in bessere Technik? Nein, ich meine nicht die Verschrottung eines funktionierenden Heizkessels, sondern eine saubere Kalkulation.
    Ich denke, hier gibt es noch einige Umlernprozesse: es geht immer mehr nicht nur um Geld, sondern um Klimaschutz. Und das muss zusammenpassen.
     
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  2. plempel

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    Finde ich nicht, das passt schon. Ohne ein gewisses Maß an Ironie hält man doch sowas nicht aus:
    Umweltministerin Schulze: hartnäckig freundlich ans Ziel

    Da wird Schulze gerade zur Superministerin hochgejazzt. Das ist unangenehm. :)
     
  3. #27903 mechanist, 12.05.2021
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    Das ist nur unangenehm für die Alten, die sich nicht mehr umstellen wollen. Zukünftige Generationen werden durch eine noch lebensfreundliche Umwelt profitieren, wann sie wirklich nachhaltig erfolgreich sein sollte.
     
  5. plempel

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    Entschuldige, erspare mir diesen Allgemeinplatz. Als ob das Wohl der zukünftigen Generationen die Triebfeder der aktuelle Politik wäre.
     
  6. #27906 Milchschaum, 12.05.2021
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    Genau das meine ich mit: Umdenken. Wart‘s ab, die nächsten Wahlen in den kommenden Jahren entscheidet die Generation Greta. Womöglich spielt das schon im Herbst eine größere Rolle, als du dir vorstellen willst.
     
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  7. Barista

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    Da ist was dran, mich stört immer nur, dass "Nachhaltigkeit" bei allem möglichen gefordert wird, bei der Finanzierung interessiert das gefühlsmäßig niemanden mehr. Nachhaltig Finanzieren ist out, die Gelddruckmaschine läuft ja. Auch dieses Problem werden primär die kommenden Generationen zu tragen haben und das wird kein kleines Problem.
     
  8. Barista

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    Auch die Generation Greta wird älter und wird irgendwann feststellen müssen, dass unser Zusammenleben nicht nur von der Klimadiskussion bestimmt wird.
    Ich glaube nicht, dass der grüne Höhenflug im September so hoch wird, wie derzeit manche glauben. Im Gegenteil.
     
  9. #27909 Milchschaum, 12.05.2021
    Milchschaum

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    Umgekehrt wird ein Schuh draus: wir haben jahrzehntelang auf Kredit gelebt, weil die Umweltkosten nicht eingepreist waren.
    Die unangenehme Wahrheit wird sein: Wir können den gegnwärtigen Lebensstandard, mindestens aber die dauernde Steigerung desselben nicht auf Dauer halten. Ja, da Leben wird teurer werden.
    Ich glaube, du irrst: Das ist das entscheidende Diskussionsthema der Zukunft - dahinter wird vieles kleiner werden. Und es hängt ja auch vieles dran: Klimakatastrophen werden zu Ursachen für Kriege und Migration. Was meinst du, wie in 2 oder 3 Jahrzehnten über unsere Generation und ihren Umgang mit Ressourcen gesprochen werden wird? Wir ESADs sind Dinosaurier.
     
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  10. #27910 S.Bresseau, 12.05.2021
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    Ich hab dich schon richtig verstanden (hoffentlich), du erklärst halt das eigentlich offensichtliche Ziel der Gesetzgebung.

    Jahrzehnte wurde wider besseres Wissen auf Zeit gespielt, mit immer denselben Argumenten, es wurden viele Chancen vertan. Geändert hat sich fast nichts, trotz aller Appelle an die Vernunft. Offensichtlich bringt das nichts, leider. Ich nehme mich da nicht komplett aus, glaube aber ein gewisses Bewusstsein entwickelt zu haben, immerhin stand beim letzten Autokauf der CO2-Ausstoß ganz weit oben auf der Prio-Liste.

    Mittlerweile sollte eigentlich beim letzten Zweifler der Groschen gefallen sein. Stattdessen kaufen die Leute mehr SUVs und sonstige Spritschleudern als je zuvor, Geld spielt keine große Rolle.

    Wenn den Politikern ihre Gesetzchen von der obersten Justiz um die Ohren gehauen werden und sie dann zaghaft längst überfällige Maßnahmen ergreifen, dauert es nicht lange, bis sich bornierte Betonköpfe abfällig äußern. Und pseudolustige, ironisch gemeinte Vorschläge machen, die aber genau den Kern der Sache treffen: Es geht jetzt wohl nur noch über härtere Regeln.
     
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  11. plempel

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    Und Strafen, Du hast die Strafen vergessen. :)
     
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  12. domo

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    Ich glaube, dass du die bereits heutige Lebenswirklichkeit in Teilen der Gesellschaft sehr unterschätzt. In meinem Umfeld (Großstadt, gut gebildet, gutes Auskommen mit dem Einkommen, angehende Führungskräfte in Unternehmen und Behörden) ist die Ökologie in allen Lebensbereichen längst ein alltäglicher Faktor - und wir sind aufgrund der Demografie auf dem Weg zu den Führungspositionen...:confused: Das heißt nicht, dass es der alleinige Faktor ist! Aber es gibt keine Entscheidung mehr ohne diesen Aspekt. Urlaub, Eigenheim, Familienplanung, Geldanlage. Viele nehmen beispielsweise bei Geschäftsreisen ganz selbstverständlich den Zug statt des Flugzeugs. Bei Neueinstellungen wird nicht mehr nach einem Dienstwagen gefragt, sondern nach der BahnCard oder ob es Umzugshilfe gibt, da man nicht pendeln will. Beim Bierchen am Abend diskutiert man über "saubere" Anlageformen und mir ist niemand mehr bekannt, der nicht irgendein Ökostromtarif hat. Wir reden hier nicht von irgendwelchen links-alternativen Kommunen sondern von den neuen zukünftigen Führungskräften von Kanzleien, Kliniken und Behörden.
    Wie lange das trägt weiß ich nicht, derzeit ist es aber ein allgegenwärtiges Thema und es laufen bereits krasse Transformationsprozesse im Hintergrund. Und die Generation Greta ist da möglicherweise noch eine Steigerung ;)
     
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  13. Barista

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    Da beschreibst Du (wahrscheinlich ungewollt) sehr genau das Problem. Bist Du sicher, dass Du da nicht in einer gewissen Blase bewegst, die aufgrund der Umstände recht "privilegiert" mit diesem Thema umgehen kann? Dann kostet der Urlaub halt etwas mehr und in der Bahn fährt man halt erste Klasse, damit das etwas angenehmer ist. Die Wohnung im Zentrum nahe des Arbeitsplatzes ist zwar teuer, aber was soll es, man kann es sich ja leisten.
    Du beschreibst exakt diese linksintellektuelle "woke" Oberschicht, die Frau Wagenknecht in ihrem aktuelle Buch gezielt ins Visier nimmt und an den Pranger stellt.
     
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  14. #27914 domo, 12.05.2021
    Zuletzt bearbeitet: 12.05.2021
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    @Barista selbstverständlich habe ich da eine privilegierte Sichtweise. Das Relevante daran ist aber, dass diese "Filterblase" mittlerweile das "neue Normal" darstellt. Vor 30-40 Jahren wären heute "normale" Positionen noch randständig gewesen, heute ist die Ökobrille" normal und nichts besonderes mehr. Ob man es will oder nicht - das gesellschaftliche Verständnis von "normal" ändert sich fortlaufend. Einstellungen die meine Elterngeneration noch als normal angesehen haben, sind heute randständig - und frühere randständige Positionen wir die Ökologie sind das neue Normal.
     
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  15. #27915 Milchschaum, 12.05.2021
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    @Barista Frage zurück: was macht dich so sicher, das ein großer Teil der Menschen und Wähler gern weiter machen würde wie bisher, wie du unterstellst? Weil ja alles gar nicht so schlimm kommen werde, weil Klimawandel ein Modethema sei?
    Ich denke, das ist ungefähr die Wählerbasis der AfD - dieser harte Kern wird sicher bleiben. Nicht viel mehr.
     
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  16. #27916 S.Bresseau, 12.05.2021
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    Wenn es Regeln gibt, halten sich viele dran. Andere nicht.

    Weißt du noch? Damals, C19-Pandemie 20/21, als es Leute gab, die keine Masken tragen wollten, weil es ihnen zu lästig war und/oder sie nicht kapiert haben, dass es vor allem um den Schutz anderer Menschen ging, oder es ihnen schlicht sch...egal war. Wie uneinsichtige kleine Kinder.Obwohl täglich Hunderte Menschen elendig verreckt sind. Hätte es keine Strafen gegeben, wäre noch viel mehr Leute ohne Maske rumgelaufen und das Gesundheitssystem wäre zusammengebrochen.
     
  17. turriga

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    Auch diese Stammtisch-Schublade lässt du selbstverständlich nicht aus, „nur die Reichen in ihrer Blase könnten sich schließlich sowas wie ökologisches Gewussen leisten“, also quasi sich vom schlechten Gewissen freikaufen.
    Mülltrennung, Müll- und Verpackungservermeidung, generell Energieeinsparen hat erstmal gar nichts mit dem individuellen Haushaltseinkomnen zu tun, sondern tatsächlich was mit Bewusstmachung und eben auch Bildung zu tun.
    Nichtmal das immer so kolportierte tägliche Essen muss in Summe okölogisch orientiert sehr viel teurer sein, so wird ein etwa Vegetarier- Haushalt nicht sehr viel mehr Geld (wenn überhaupt) in die Hand nehmen müssen, als etwa ein Haushalt, in welchem jeden Tag Wurst und Fleisch auf den Tisch kommt. Und ja, es gibt in Deutschland auch Armut (selbst oder gerade in einer solch reichen Stadt wie München nicht von ungefähr 27 Essensausgaben für Bedürftige der Münchner Tafel), allerdings leidet ein Groß der Bevölkerung in Deutschland weniger an Hunger, sondern an den Folgen genau des Gegenteils, ob jetzt Diabetes, Übergewicht bis Fettleibigkeit, Bluthochdruck,........!
    Man muss sich ja hier im KN nur all die Themen anschauen, angefangen beim Kaffee- Equipment, dem Koch - und Backequipment, Zwei- und Vierräder, Haus und Hof, samt Tier und Garten, HiFi und Photographie,....., da scheint wohl der Kern der des KN in der gleichen Blase zu schwelgen.
     
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  18. Barista

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    Der Schlenker zur AFD war jetzt ja zwingend notwendig, um die Sache auch gleich mal richtig zu framen.
     
  19. turriga

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    Wissen und auch danach Handeln sind zwei paar Stiefel. So wissen wir Kunden etwa auch um der Macharten und Folgen solch höchst erfolgreicher Konzerne wie Amazon, Zalando,.....dass die etwa keine Steuern zahlen, Retouren einfach vernichten,......., dennoch wird ein großer Teil der gleichen Kundschaft dies verdrängen, weil es so bequem und einfach ist, so günstig und wohl ohne vergleichbare Alternativen, da nimmt man dies wohl halt billigend in Kauf, wieder besseren (Ge-) Wissen.
     
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  20. #27920 Milchschaum, 12.05.2021
    Milchschaum

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    Nein, kein Framing: das ist das Mindset der AfD: „Es lief doch so lange so gut. Wir wollen, dass alles so bleibt.“
    Natürlich muss man nicht AfD-Mitglied sein, um so zu denken.
    Meine These ist, dass diese Leute eine stabile Größe in der Gesellschaft bilden. Aber die Zeit geht weiter und davon weg.
    Wie haben wir in den 80ern und 90ern uns echauffiert über die Denkweise der 50er? Unsere Generation ist bald genauso so weit weg von der nächsten.
     
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