Maschine oder Mühle - was ist entscheidender?

Diskutiere Maschine oder Mühle - was ist entscheidender? im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Vielleicht hilft dir das hier bei der Einordnung: STANDARDRÖSTGRAD Für mich ist alles ab "Full City" dunkel geröstet. Danke, das ist sehr...

  1. Susii

    Susii Mitglied

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    Danke, das ist sehr hilfreich, das drucke ich gleich aus und lege es in die Küche :)
     
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    Gut, dass die Diskussion doch lediglich Deine eingangs vorgebrachte Vermutung bestätigt hat. Wenn auch die breit gefächerten, sonstigen Anmerkungen einiges an zusätzlichen Erkenntnissen bereit halten.

    Beim Wasser würde ich tatsächlich genauer hinschauen. Nur die dH Info beschreibt noch nicht, ob das Mineralwasser für eine Espressomaschine besonders gut geeignet ist. Der Teufel steckt im Mineral.

    Leveler sind inzwischen eher umstritten. Etwas Gutes könntest Du Dir (und dem Bezug) hingegen mit einem WDT Tool tun. Ein Versuch mit Hausmitteln ist zumindest so unkompliziert, dass es schade wäre, es nicht zu versuchen.
     
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  3. Susii

    Susii Mitglied

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    Ja, ich bin auch froh, dass die Maschine offenbar ganz ok ist. Und ich habe tatsächlich einiges dazu gelernt in diesem Thread und hoffe, dass es auch anderen weiterhilft.

    Was ist denn beim Mineral am wichtigsten? Meines hat folgende Daten:
    • Kalium 0,87 mg
    • Chlorid 1 mg
    • Calcium 29,4 mg
    • Magnesium 13 mg
    • Natrium 4,5 mg
    • Nitrat 1 mg
    • Sulfat 4+ 9,3 mg
    • Bicarbonat (Hydrogencarbonat) 149 mg
    Und schon habe ich wieder etwas Neues gelernt. Ich bin wohl noch nicht Nerd genug, um von einem WDT Tool gehört zu haben :D Hab's mir gerade angesehen und finde vor allem die Dübel-Konstruktion genial :cool: Danke für den Tipp!
     
  4. Eric00

    Eric00 Mitglied

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    Hier kommt es denke ich darauf an, wie wichtig dir der Totraum ist - vor Allem, da du dir sowohl Hopper als auch Single Dosing vorstellen kannst.

    Deine aktuelle Mühle als Lux-Derivat sollte so ~6g Totraum besitzen. Wenn du mit diesem Totraum grundsätzlich klar kommst: bleib bei Hopperbetrieb und stell dir eine Lelit PL72 daneben. Optisch passend, 64er Scheiben sind eine tolle Größe für zu Hause, der klassische Schliff sollte zu deinen Bohnenpräferenzen sehr gut passen. Der Totraum liegt hier zwischen 4 und 5 Gramm - also etwas geringer als deine aktuelle, aber noch nicht "Totraum sehr klein". Wenn du damit klar kommst, wäre die Mühle für mich wahrscheinlich die erste Wahl in deiner Situation.

    Falls dir der Totraum sehr wichtig ist und du dir Single Dosing vorstellen kannst, würde ich auf eine Single Dosing Mühle gehen. Hier weiß ich aber ehrlich gesagt nicht, ob dabei eine G-IOTA meine erste Wahl wäre. Der große Vorteil von dieser ist die Scheibenkompatibilität, durch welche man SSP Scheiben für sehr wenig Geld im Vergleich zu anderen Mühlen verbauen kann. Brauchst du bei dunklen Röstungen aber eh nicht, wäre eher Kontraproduktiv (bis auf HU). Dies erkauft man sich mit ihren Eigenheiten. Zudem hast du
    Nicht angekreuzt, was bei der G-IOTA ein relevantes Feld wäre.

    Da du ja darüber nachgedacht hast, deine PL91T zu upgraden, denke ich mal, dass grundsätzlich Budget vorhanden ist. Von daher wäre hier mein Tipp das Budget vom Mühlenupgrade um 250€ zu erhöhen und eine Niche Zero zu kaufen. Für Single Dosing bei dunklen Röstungen ist das ein wirklich tolles Komplettpaket.

    Andere Idee wäre eine Baratza Sette 270wi. Die kannst du sowohl im Hopperbetrieb, als auch für Single Dosing verwenden. Tolles Ergebnis, sowie integrierte Waage. Jedoch 2 Nachteile: mächtige Geräuschkulisse und ein Getriebewechsel etwa alle 2-3 Jahre (50€, in 5 Minuten einfach selbst getauscht) erforderlich. Sind diese beiden Punkte kein Problem, wäre das hier auch eine tolle Mühle.
     
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  5. shadACII

    shadACII Mitglied

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    Im Single Dosing Bereich könnte noch eine Lagom Mini passen.

    Bei einer Hoppermühle wäre noch die Eureka Specialita zu erwähnen. Die hat weniger Totraum als die Lelit, ist dafür optisch nicht so passend und mahlt aufgrund der kleineren Mahlscheiben etwas langsamer.
     
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  6. ccce4

    ccce4 Mitglied

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    Top Mühle von den Features, aber die beiden Kröten würde ich nicht schlucken. Baratza wirbt ja mit guter Ersatzteilversorgung "Don't dump it, fix it!", aber alle 30kg ein neues Getriebeteil wär mir zu blöd (ich schraube wirklich sehr gern.an Maschinen, aber konstruktiver Murks wie das geht mir gegen den Strich). Zum Lärm kann ich nichts sagen, soll aber tatsächlich amtlich sein - besser ausprobieren.

    +1 für die Niche Zero, die ist qualitativ top und seit ich die habe fehlt mir nichts mehr.
     
  7. benötigt

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    Ca und Mg machen die Härte laut Wasserdatenbank aus. 7.12 dH, wie Du schon geschrieben hattest.

    Je nachdem, wie nerdig Du unterwegs sein willst, lässt sich am Wasser viel herumspielen. DIY Water Recipes: The World In Two Bottles Und hier eine grundsätzliche Empfehlung für Wasser Specialty Coffee Association of America und https://www.sevenmiles.com.au/editorial/the-science-of-perfect-water-for-coffee/

    Mit einer lässigeren Grundeinstellung lebt es sich komfortabler und darum spricht nichts dagegen, einfach weiter zu machen, wie bisher.
     
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  8. Apoc991

    Apoc991 Mitglied

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    Gerade am säuerlichen kann die Fred schon eine Teilschuld haben. Wir hatten in der Arbeit auch oft damit zu kämpfen, dass der Espresso bitter - also überextrahiert - und trotzdem noch ziemlich sauer geschmeckt hat. Das Thema ist mit der Sette weitestgehend Geschichte, jetzt kann ich den Kaffee recht einfach auf die jeweilig gewünschte Seite legen. Meiner Meinung nach vergrößert sich mit einer Mittelklassemühle wie Sette, Mignon, Zero (und wahrscheinlich noch weiteren, die 3 kenne ich hald) auch der Bereich in dem der Kaffee gut wird deutlich, man hat dann einfach ein breiteres Betriebsfenster.

    Mit der PI der Kate, die ja recht ähnlich funktionieren sollte, konnte ich bei den dunklen Röstungen, die wir in der Arbeit trinken keine wirklichen Vorteile erreichen. Vielleicht ist es bei Dir ja anders, ich drücke die Daumen.


    Die Empfehlung kann ich ebenfalls aussprechen.


    Auch hier eine Empfehlung für das WDT-Tool, geschmacklich nicht der Überbooster, dafür in Sachen Konstanz der Bezüge bisher meine beste Investition.


    Zu den möglichen Mühlenoptionen wurde schon genug gesagt. Dein Konsum dürfte für die Lagom Mini hinsichtlich der Herstellerfreigabe grenzwertig sein (packen würd sies wohl grad bei dunklen Röstungen problemlos wenn man die Berichte über sie so hört). Ich kann auch meiner Sicht auch die Niche Zero empfehlen, ebenso die Eureka Mignon Specialita - weil ich sie auch beide besitze. Beides tolle Mühlen, die sich im Ergebnis bei mir nicht viel nehmen, jedoch individuelle Stärken und Schwächen aufweisen. Die G-Iota soll aber insbesondere modifiziert auch sehr gut sein, bei der William PL72 wird manchmal die Rasterung der Mahlgradeinstellung bemängelt, sonst habe ich aber bis jetzt wenig negatives gelesen.
    Die Sette mahlt schnell (fast doppelt so schnell wie die Specialita), sehr fluffig und klumpenfrei und der Kaffee schmeckt. Leider ist sie aber laut und im Vergleich Ersatzteilhungrig, weshalb ich sie nur als Gebraucht-Schnäppchen empfehlen kann (da dann auf das bereits getauschte Getriebe und vorhandene Rechnung achten).
    In dem Sinne, viel Spaß bei der Recherche, der Entscheidung, dem Kauferlebnis und hoffentlich auch dann der Berichterstattung hier :cool:
     
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