Meine "Kaffeerösterkarriere"

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  1. wolle

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    Meine „Kaffeerösterkariere“



    Seit Okt. 2014 bin ich Rentner und hatte viel Zeit, mich mit dem Kaffeerösten zu beschäftigen.
    Der erste Röster war eine Gusseisenbrater mit Glasdeckel und eingebautem Rührwerk.
    Für den Anfang o.k., aber die Röstungen waren nicht gleichmäßig. Unterschiedliche Brauntöne und auch vereinzelt verbrannte Stellen.
    Dann habe ich mir einen gasbetriebenen Trommelröster gebaut. Außen Edelstahl, innen Siebtrommel. Schon besser, aber da ich keinen Sichtkontakt hatte, habe ich einige Röstungen versemmelt.
    Anfangs hatte ich auch schon mit einem Popcornröster (18 Euro-Teil) experimentiert, aber ohne brauchbare Ergebnisse. Vom Prinzip her musste das mit der Heißluft doch funktionieren, ähnlich wie bei den kleinen Heimröstern.
    Ich habe das Teil wieder hervorgekramt und einige Versuche durch konstruktionsbedingte Veränderungen gestartet. Die Arbeit hätte ich mir sparen können, denn es ist alles ganz einfach und ohne Veränderungen lassen sich tadellose Röstungen zaubern.
    Es wird lediglich als Zubehör ein Backofen-Funkthermometer (z.B. Rosenstein & Söhne) und ein Stück Blech zum Abdecken der Röstkammer vom Popkornautomaten.

    Das Geheimnis ist die Menge der Rohbohnen, die in den Popcornröster kommt.
    Bei zu kleiner Menge Rohbohnen wird der Röster nicht heiß genug. Bei zuviel Rohbohnen entsteht in der Röstkammer keine Verwirbelung.

    Seit 4 Wochen röste ich nur noch mit dem Popcornröster und die Röstungen sind gleichmäßig und reproduzierbar allein durch Temperaturkontrolle.

    Der Röstablauf ist folgender:

    Genau 90g Rohbohnen in den PR geben und die Thermometerspitze 1cm über den Rohbohnen platzieren. Bei meinem PR ist im Deckel eine ca. 5cm große Öffnung die beim Popcorn herstellen mit dem Messlöffel verschlossen wird.
    Diese Öffnung bleibt offen und hier lässt sich auch das Thermometer fixieren.
    Gerät einschalten und nach einigen Sekunden müssen die Bohnen rotieren.
    Bei mir ist der Zeit und Temperaturverlauf identisch mit dem im Buch von Claus Fricke beschriebenen Röstverlauf.
    Die Temperatur steigt nun in den nächsten 11-12 min kontinuierlich bis 215 Grad an. Da die Temperatursteigerung jetzt ziemlich zäh wird, kommt das Stück Blech zu Einsatz.
    Ich habe in den Deckel einer Bonbondose (Pull-moll) einen ca. 6mm breiten Schlitz bis Mitte eingeschnitten, sodass ich den Deckel trotz Thermometer über die Röstkammer des PR schieben kann. Als Griff reicht ein Stück Draht.
    Indem ich den Deckel über die Röstkammer schiebe, steigt die Temperatur schnell an.
    Durch den Schlitz im Deckel ist auch die Luftaustauschmenge gewährleistet. Würde ich die Öffnung ganz verschließen, könnten die Bohnen nicht mehr rotieren.
    Wichtig: Jetzt Thermometer genau beobachten!
    Sobald die Temperatur auf 225 Grad angestiegen ist, PR ausschalten, Bohnen auf ein Kühlsieb o.ä. schütten und abkühlen.
    Röstgrad City Roast plus. Espressoröstungen bis 230 Grad

    Mittlerweile konzentriere ich mich nur noch auf die Temperatur und die Ergebnisse sind alle gleichmäßig und sehr gut. Der Faktor Kackgeräusche hat mich bisher immer irritiert, weil bei jeder Bohnensorte anders.

    Einziges Manko an dieser Methode ist die geringe Ausbeute (90g Rohkaffe = 76-78g Röstkaffe). Für mich ideal. Kann ich öfters rösten!

    Gruß wolle
     
    Frederic und bonina gefällt das.
  2. bonina

    bonina Mitglied

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    :eek:es gibt funkthermometer?!

    hallo wolle, das gefällt mir gut: durch genaues beobachten mit wenig aufwand ein gutes ergebnis erreichen.
    :Dweniger ist doch manchmal mehr

    viele grüße
    bonina
     
  3. wolle

    wolle Mitglied

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  4. #4 Volkstrottel, 30.05.2015
    Volkstrottel

    Volkstrottel Mitglied

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    "...Der Faktor KACKgeräusche hat mich bisher immer irritiert, weil bei jeder Bohnensorte anders."

    Kackgeräusche würden mich beim Rösten auch sehr irritieren... :)
    Danke für den informativen Beitrag, ich habe ihn mit Interesse gelesen!

    Gruß Volkstrottel
     
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