Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

Diskutiere Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review) im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, da ich nun schon einige Zeit mit meiner frischen Brewtus (im Systermann-Umbau mit interner Rotationspumpe) am spielen bin...

  1. NebuK

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    Hallo zusammen,

    da ich nun schon einige Zeit mit meiner frischen Brewtus (im Systermann-Umbau mit interner Rotationspumpe) am spielen bin wollte ich ein kleines Review ueber die Gute zusammenschreiben. Wenn ihr euch jetzt wundert was denn der Titel damit zu tun hat, ich wollte noch ein paar Worte dazu verlieren wie ich zur Brewtus gekommen bin, welche Erfahrungen mich zu der Entscheidung bewogen haben ;P.

    Ersteinmal aber noch vorab: Es kann gut sein dass ich in eben diesem ersten Part des Reviews Mist verzapfe. Falls das denn so sein sollte, bitte bitte berichtigt mich! Ich werde das ganze so darstellen wie es sich mir aufgrund meiner "Experimente" zeigt.


    ==== Wie man zur Brewtus kommt ====
    Nach meinem klaeglichen Anfang mit der Gaggia hatte ich lange lange Zeit ein dauer-restaurationsprojekt, eine Faema STAR, zweigruppig mit E81 Grueppchen. Diese perversen Dinger sind eine weiter- oder eher rueckentwicklung der E61 - es fehlt die Mechanische preinfusion, es fehlt ein anstaendiges Verteilungsschema (zentraler Auslass mit seeehr schlechter verteilerschraube/platte) und so weiter. Der Waermetauscher war auch schick, jedes HX Roehrchen hatte gute 500ml, was in Leerbezuegen jenseits der Schmerzgrenze geendet hat. Der Thermosyphon war von der Balance her mehr als chaotisch, die Flowrate konnte man nicht sinnvoll begrenzen und lag bei guten 150ml/10s, und so weiter...

    Das Ding war eigentlich soweit ok. Die Temperatur hat man dank dem TS nie gescheit getroffen, aber grob gings. Man muss drecksgenau arbeiten und hatte trotzdem Channelling, aber die Ergebnisse waren grob ok...

    Als ich dann immer oefter die Chance hatte meine Roestungen auf E61ern, sowohl Haushalt als auch einer fetten Gastro-E61 zu testen ist mir was aufgefallen. Irgendwas stimmte bei mir nicht. Selbst mit genau eingehaltenen Leerbezuegen (auf basis von mehrpunkt Temperaturmessungen and gruppen/kessel/hx), Spielerei am Druck, manueller Preinfusion etc. pp. ist einfach nix rausgekommen. Also wiedermal hin und her, viele Maschinen ausprobiert, viel getestet, mit Kumpels blindtests machen lassen und die E61 Patentschrift studiert. Dashier ist dabei (fuer mich) rausgekommen ist:
    - Ich will E61, selbst im Vergleich mit der Vivaldi S1 hat das Ding mit seiner mechanischen Preinfusion anscheinend (geschmackliche) Vorteile
    - E61 will Festwasser. Das Ding braucht damit seine federgeladene Preinfusion (45*-Stellung) gescheit geht schlagartig ~4Bar (ist das in Italien mehr als bei uns?) Leitungsdruck. Kessel/HX-Druck von Tankmaschinen kann das nicht liefern.
    - Eine gescheite Preinfusion will eine Rotationspumpe, der Druck sollte nach der Preinfusionsphase (45*-Stellung) moeglichst schlagartig von den 4Bar auf den Zieldruck ansteigen. Wenn man hier Vibrationspumpen mit Rotationspumpen vergleicht schmeckt man das ziemlich ziemlich deutlich. Warum genau, weiss ich auch nicht. Aber es ist sogar im Blindtest zu erkennen.
    - Ich will Dualboiler mit anstaendiger Regelung. Diese Spielerei mit Leerbezuegen bei HX ist nix gescheits. Damit kann man zwar auf wunderbaren italienischen Barespresso kommen. Wenn man richtig richtig Aufwand betreibt auch auf mehr - aber der tendenziell eher amerikanische Espresso den ich suche, eine Getraenk das versucht soviel "Eigen-Charakter" wie moeglich aus den Bohnen zu holen ist mit genauer Temperaturregelung so viel einfacher. Automatische Flush-Steuerungen mit mehreren Sensoren hatte ich zwar ueberlegt, aber das ist wieder gebastelt und sehr aufwendig.

    Wenn man das alles zusammennimmt kommt man auf die Brewtus II im Systermann-Umbau. Es gibt seit neustem wohl auchnoch eine Izzo Alex Duetto die auch mit Rota/FW ausgestattet ist, aber die Brewtus ist in den Amiforen einfach "well-tested", die Izzo noch Neuland.


    ==== Wie die Brewtus zu einem kommt ====
    Vorab will ich kurz den tollen Service von Andreas Systermann loben. Kleine weitere Umbauten wie z.b. ein Ablauf an der Abtropfschale o.ae. die nicht standardmaessig im Umbau inbegriffen sind wurden ohne Aufpreis oder Murren erledigt.

    Die Brewtus selbst kam auf einer Einwegpallette von der Spedition. Ordentlich schwer ;P. Sehr schoen sicher verpackt war sie auch, Aussenkarton mit Folie auf die Pallette "geschweisst", innen dann der original Brewtus Karton mit einer sehr soliden Styroporkonstruktion (haerteres Styropor als das was "man so kennt"), die die Gute schuetzt. Es liegen ein Plastiktamper(!!!), ein Siebtraeger mit komischem Auslauf (zwischending zwischen Einer und Zweier), zwei Siebe, ein langer Druckschlauch und ein wenig Kleinkram bei.


    ==== Wie die Brewtus zum brodeln kommt ====
    Der Anschluss hat sich relativ einfach dargestellt. Beim Abwasser musste ich ein wenig improvisieren, da hier kein Schlauch beilag, alles andere ist quasi Selbsterklaerend. Da die Maschine beim Umbau schon lief und ausgiebig getestet wurde entfaellt ein erste Aufheizen mit Hebel auf 45*-Stellung (um den Kessel beim ersten Aufheizen zu schuetzen).

    Beim ersten Aufheizen ist mir dann gleich mal etwas aufgefallen: Das kleine Expansionsventil-Roehrchen dass unter dem Ablauf der Gruppe rausschaut hatte zwei Probleme - ersteinmal tropfte es wie verrueckt, mehr als mir normal erschien, und zweitens tropfte es nicht in die Abtropfschale, sondern auf das Gitterblech dass aufliegt. Super, also Systermann angerufen. Prompte Antwort, das sei nicht normal, das liege - zusammen mit dem zu hohen Bruehdruck (13Bar) daran, dass er die Maschine auf Tankbetrieb eingestellt hat. Ich muss noch die ~4Bar vom Festwasser draufrechnen und das Expansionsventil entsprechend einstellen. War auch kein Problem, nochmal zur sicherheit gefragt wo alles ist, und ab gehts. Bei der Gelegenheit auch gleich noch den Dampfboilerdruck auf 1.5Bar (war 1.1Bar) hochgeschraubt.

    Beim ersten Bezug merkt man gleich mal einen Vorteil der Rotationspumpe. Das Ding ist LEISE. Im Vergleich mit diesem Vibrationspumpengescheppere sogar RICHTIG LEISE. Sogar leiser als meine Faema war, und die hatte Daempfer ohne ende. Man kann das Geraeusch garnicht so recht beschreiben - fuer diesen Chromklotz irgendwie geradezu erhaben ;P.

    Was etwas Muehe gekostet hat ist das Menu des Reglers ganz zu verstehen. Das Ding hat insgesammt ueber 20 Optionen - davon braucht man regelmaessig gottseidank nur eine, das Offset fuer die Ratio Kesseltemperatur-Gruppenaustrittstemperatur (quasi die Angabe wieviel Waerme die Gruppe abgibt, und um wieviel das Wasser heisser sein muss damit doch die richtige Temperatur vorne ankommt. Ist logischerweise von der Umgebungstemperatur abhaengig).

    ==== Wie man unter Zuhiflenahme der obigen Wege ueber die Brewtus zum Espresso kommt ====
    Nun aber mal zum wichtigen, wie verhaelt sich die Brewtus so im tagtaeglichen Gebrauch, und wie gut ist das was rauskommt denn nun wirklich? Hat sich der ganze Aufwand - ob zeitlich oder finanziell - denn gelohnt?

    Aber erstmal langsam, gehen wir das ganze Schritt fuer Schritt durch. Ein normaler Arbeitsablauf an der Brewtus ist:
    - Nach dem Aufstehen zur schon vorgeheizten Brewtus kommen.
    - Man muss um die Bruehgruppe auf Nenn-temperatur zu bringen (E61 ist fuer HX maschinen gebaut, die Gruppe will mit ueberhitztem Wasser geheizt werden) einen Leerbezug machen. Aber nicht wie HX-Leerbezuege genau getimed oder sogar grosse Mengen. Grob 4 Sekunden rennen lassen, wenns weniger is nich schlimm, wenns 30s rennt auch nich schlimm ...
    - G.g.f. an der Muehle die Alterung der Bohnen etwas ausgleichen, minimal groeber, Mahlen und WTD, "wie immer"
    - Ab damit in die Brewtus, Hebel auf 45*, warten bis die ersten Tropfen kommen, Hebel ganz hoch und zuschauen wie rehnbraunes Gold aus dem ST Laeuft.
    - Probieren, merken "uhhh, das ist doch etwas Sauer, Zeit hat aber gestimmt", Also ab hoch mit der Temperatur. 2*C hoeher. 10s warten bis der Boiler geheizt hat, nochmal ein kleiner Leerbezug um die neue Temperatur zur Gruppe zu bringen, Mahlen, ab rein => GODSHOT

    Das ganze mag etwas aufwendig klingen. Im Vergleich mit dem was man dafuer bekommt, oder mit dem was an anderen Maschinen notwendig waere um so etwas zu bekommen ist das ganze allerdings erstaunlich einfach.

    Ein grosser Vorteil an der Brewtus ist, dass man vollstaendig auf den Kaffee und dessen Perfektionierung konzentrieren kann. Man braucht nichtmehr rumzuschrauben oder sich zu ueberlegen welches Problem man wie todschlagen koennte. Da man sehr einfach an Druck und Temperatur rumstellen kann ist es absolut kein Problem jedem Kaffee genau das zu geben was er braucht. Wenn man dazu keine Lust oder Zeit hat gibt einem die genaue Temperaturkontrolle auch die Moeglichkeit kleine Bohnen- oder "Arbeitsfehler" auszugleichen. Mein etwas zu hell geratener Lintong den ich gerade in der Tasse habe habe ich mit einer etwas hoeheren Temperatur von 96*C gerettet. Das ist zwar gefaehrlich am oberen Ende, aber das Ergebnis kann sich trotzdem mehr als nur sehen lassen.

    Auch erstaunlich ist es wieviel unterschiedliche Aromen Kaffees auf den verschiedenen Temperaturen abgeben. Es gibt ein Band von 2-4*C in dem Shots rauskommen, die man Godshots nennen kann, aber die trotzdem voellig unterschiedlich Schmecken, alle irgendwie charakteristisch fuer den Kaffee, aber doch vollkommen verschieden.


    Jetzt aber genug geschwelgt, ab zum naechsten!
     
  2. NebuK

    NebuK Mitglied

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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    ==== Wie die Brewtus gebaut ist, und wie man reinkommt ====
    Die Brewtus ist mehr als nur gut verarbeitet. Ich habe weder scharfe Grate gefunden, noch eiert duennes Blech irgendwo am Gehaeuse rum. Alle wichtigen Teile die Scheppern koennten sind gut gedaempft. Die Verarbeitung ist wirklich eins a.

    Genauso der innere Aufbau. Man kommt ueberall wo man schnell rankommen muss *richtig* schnell ran. Pressostat, Bypassschraube und Expansionsventil sind nach dem Entfernen von nur 4 Schrauben problemlos mit einem Handgriff ohne sich zu verbiegen erreichbar. Wenn man denn mal wirklich mehr schrauben wollte hat man auch wenig Probleme. Die Rohre sind sinnvoll verlegt und alle wichtigen Schrauben haben genug platz um Schluessel oder Schraubenzieher dort hinzustecken. Alles sehr sauber und gut aufgebaut.

    Alle Bedienelemente auf der Front sind schoen angeordnet, den Platz unter der Bruehgruppe empfinde ich als durchaus genug. Die NoBurn Dampflanze ist ein Segen, vorallem weil auch keine Milch mehr an ihr einbaeckt. Das einzige kleine Manko hier ist die Heisswasserlanze, sie ist so angeordnet dass sie dem E61-Hebel im weg ist wenn man Wasser ueber der Abtropfschale braucht.

    Die einzigen beiden Probleme die die Brewtus im Systermann-Umbau hat sind: Das Expansionsnventil-Roehrchen, dass den beim Heizen entstehenden Ueberdruck in die Abtropfschale leitet. Hier musste ich Hand anlegen, einen Schraubenzieher in das Roehrchen rammen und ein wenig biegen, da das Roehrchen sonst das Gitterblech geflutet haette.
    Das zweite nicht ganz so tolle ist, dass die Tassenablage schwer genau buendig einzusetzen ist. Es rappelt zwar nix, aber ein klein wenig aergerlich ists schon ;P.

    ==== Wie man von der Brewtus zu einigen Zahlen kommt ====
    Fuer die, die wie ich auch gerne mit faszinierenden Zahlen um sich werfen, hier einige interessante Fakten.

    Das Pressostat hat eine Schalthysterese von < 0.1Bar. Das hat zwei schoene Vorteile - erstens ist trotz des mit 1.7L relativ kleinen Kessels immer genug Dampf da, und zweitens schaltet der Dampfboiler, der als mini-HX fuer das kalte Zulaufwasser des Bruehboilers agiert selbst bei einem normalen Bezug sofort ein, was dazu fuehrt, dass der Bruehboiler relativ selten heizen muss, und fast nie waerend einem Bezug. Das ist der Temperaturstabilitaet sehr zutraeglich.

    Die Temperaturstabilitaet ist enorm. Wenn man die Kiste "leer"-Laufen laesst kann man 1.5 Liter rausziehen und beobachtet dabei nur Schwankungen um 0.4*C. Bei 2.5Litern steigt die Temperatur um 0.8*C ueber den eingestellten Wert. Ich glaube, hier hat niemand Probleme ;P.

    Die Aufheizzeit bis die Gruppe richtig durchgeheizt ist und Temperaturstabilitaet erreicht ist betraegt mit diversen Leerbezuegen etwa 25Minuten. Das ist nicht anders als bei anderen Maschinen, 35kG Kupfer wollen ersteinmal warm werden ;P.

    Der Dampf reicht bei 1.5Bar locker dafuer aus um 3 0.6L Pitcher direkt hintereinander zu schaeumen. In Zahlen, 0.7L Wasser sind in 90s zum kochen gebracht. Um in dem 0.6L Pitcher schoenen Microschaum zu erzeugen hat man ca. 35s (etwas laenger als der Bezug ;P) Zeit, dann ist die Milch so heiss, dass Pitcher anfassen gerade noch Spass macht.


    ==== Kurz gefasst ====
    Wer keine Lust mehr hat zu basteln, sich ueber Temperatur, diver Preinfusionsverfahren und so weiter Gedanken zu machen ist mit der Brewtus mit Rotationspumpe und Festwasser sicherlich sehr gut bedient. Es ist immerwieder erstaunlich wie ich mit den selben Bohnen und der selben "Arbeitsroutine" die ich auch auf der STAR verwendet habe auf der Brewtus Shots von einer Qualitaet ziehe die ich mir nie habe ertraeumen lassen. Mit dieser Kiste sind taegliche Godshots ohne viel Aufwand moeglich. Mir hat sie meine Lust und meinen Spass am Espresso gerettet, lange haette ich das Gebastel und Probiere an "halben Sachen" nichtmehr ausgehalten ;P. Mit der Brewtus hingegen hat man jedesmal wenn man sich einen Espresso auf der Zunge zergehen laesst das erbauliche Gefuehl, dass man doch kurz davor ist Weltklasse Kaffee zu produzieren.



    Gruesse
    - Dario
     
  3. #3 cappufan, 06.11.2008
    cappufan

    cappufan Mitglied

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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Hi Dario,
    freut mich, daß Du mit Deiner neuen Maschine so zufrieden bist! :) Ich hatte ja einige Probleme mit der Star ein wenig im Forum mitbekommen.
    Du schilderst die Vorteile der Dualboiler sehr treffend. Ich dachte auch erst, es wird schon nicht so ein Riesenvorteil sein, aber wenn es dann selbst mal in der Praxis einige Zeit ausprobiert hat, merkt man, daß sich das DB-Prinzip (gerade daheim) wirklich lohnt.
     
  4. pefro

    pefro Mitglied

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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Ist das eine Besonderheit der Rotations-Brewtus in Verbindung mit der E61 oder warum machst Du das so?

    Gruß
    Peter
     
  5. #5 Barista, 06.11.2008
    Barista

    Barista Mitglied

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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Ein klasse Bericht, der Interessenten der Maschine sicher viel hilft!!!

    In anderen Threads wurde ja schon des öfteren die Frage aufgeworfen, ob E61 am Dualboiler Sinn macht. Nach dem Bericht frage ich mich das aber auch immer mehr. Beim HX muss ich die Gruppe runterkühlen und beim DB brauche ich den Leerbezug um die E61 Gruppe ordentlich auf Temperatur zu bringen,
    DEr bei der E61 gewollte Temperaturverlust ist beim DB ja gerade kontraproduktiv. Insofern wäre die konsequente Entscheidung ja gegen E61.
     
  6. hawi

    hawi Gast

    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Genialer Bericht! Vielen Dank!

    Eine Rotationspumpe hat unsere Brewtus zwar nicht, aber die restlichen Vorteile (auch den Aufbau der Brewtus) kann ich nur bestätigen.

    Viele Grüße,

    hawi
     
  7. hawi

    hawi Gast

    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Dafür gibt es ja den Temperatur-Offset, den man am Thermostat einstellen kann. Und den Thermosyphon haben ja auch die DB-Maschinen, es ist also nicht so, daß die E61 nicht auf Temperatur gehalten wird.

    Grüße,

    hawi
     
  8. pefro

    pefro Mitglied

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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Na weisst Du, es wurde hier ja schon immer viel fabuliert und theoretisch diskutiert. Das mach ich auch gern und das ist gut so.

    Aber am Ende würde ich auf die Leute hören, die sich das Teil gekauft haben und selbst gemessen haben - und von denen habe ich noch nie was in der Richtung, wie "E61 und Dualboiler passen überhaupt nicht zusammen" gelesen.

    Der gemeine Benutzer will keine theoretisch 100%ige Maschine, sondern eine, die in der Praxis gute und konstante Ergebnisse abliefert. Und genau das macht die Brewtus. Die Gutmütigkeit der E61 Brühgruppe und die Dualboilerlösung halte ich persönlich für eine sehr gelunge Mischung, die eine hohe Konstanz an guten Shots verspricht, wie sie sonst kaum eine Maschine erreicht.

    Videos wie diese hier:

    http://www.youtube.com/v/PivmkXWivP8&hl=de&fs=1

    sprechen doch eigentlich für sich, oder?

    Vor Nebu waren es ja zahlreiche andere (renommierte, siehe Schomer) die mit Testreihen bestätigt haben, das das Ganze äußerst Temp. stabil ist. Was soll denn da nicht zusammenpassen?

    Die Brewtus gibts nun ja schon einige Jahre, die Izzo Alex Duetto und die Vibiemme Domobar Super PID sind relativ neu. Das sind alles renommierte Firmen, die wären kaum auf den E61 / Dualboiler Zug aufgesprungen, wenn das System ansich ein Griff ins Klo wäre.

    Gruß
    Peter
     
  9. MaPfDe

    MaPfDe Mitglied

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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Hallo,

    auch von meiner Seite ein Dankeschön für den ausführlichen Bericht. Es freut mich, dass es nach den Problemen mit der Faema nun doch noch zu einem guten Ende gekommen ist.

    Gibt es Bilder von Deiner aktuellen Ausstattung?

    Grüße,

    Magnus
     
  10. NebuK

    NebuK Mitglied

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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Wenn kein Wasserdruck dauerhaft anliegt hast du mit dem Boiler (der ja quasi immer voll ist, in dem keine Luft als Totvolumen existiert) und 45*C-Stellung ein Problem: Es kommt Wasser aus dem Kessel raus (ueberdruck im Kessel), aber kein neues rein da eine Vibrationspumpe auf aus Blockiert, das Ding kann also nicht anstaendig saugen. Ein Unterdruck im Kessel ist die Folge - und der Kessel mag es garnicht dauernd Ausgedehnt und zusammengezogen zu werden.

    Ansonsten haben (eigentlich?) alle E61er die 45*-Stellung auf der alle "Ventile" offen sind, die Pumpe aber nochnicht laeuft.


    Bilder und Videos kann ich am Wochenende gerne noch ein wenig machen.


    Es ist auch richtig, dass DB und E61 nicht so der hammer ist, da gaebe es sicher schlauere Systeme, aber eben gaebe, weil gebaut hat das noch niemand. Die Vivaldi S1 kommt noch am naehsten ran, hat aber keine so gut funktionierende Preinfusion wie die E61, leider - *ansonsten* waere selbige vorzuziehen ;P.

    Danke fuers Lob, und Gruesse
    -Dario
     
  11. #11 Barista, 06.11.2008
    Barista

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    Mich macht halt primär stutzig, dass der Threadersteller trotz Dualboiler wieder auf Leerbezüge angewiesen ist. Genau das würde ich mit einem Dualboiler vermeiden wollen, da ich bei diesem ein absolut ausgewogenes thermisches System ohne großes Temperaturgefälle erwarte. Für mich ist das nicht konsequent zu Ende gedacht.
     
  12. NebuK

    NebuK Mitglied

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    Ist es auch nicht, da hast du recht. Entwickel was besseres und wir werden es dir aus den Haenden reissen, es existiert naemlich nochnicht :/. Zumal das warscheinlich wirklich nur mit einer aktiv elektrisch Beheizten (und sauber mit Feedback-Loop geregelten) Gruppe moeglich waere. Elektra hat beheizt, aber nicht regelbar und ohne DB. Die S1 hat ein ausgewogeneres thermisches Gleichgewicht, aber immernoch so schlecht dass man auch Offsets braucht - zumal fehlt bei der S1 anderes.

    Im Endeffekt kann man das ganze nur mit beheizter Gruppe vollstaendig isolierter Gruppe oder Thermometer an Gruppe die das Offset automatisch einstellt loesen. Ansonsten kann ich mit einem Leerbezug bei dem ich *nicht* denken und rechnen muss leben ;P.
     
  13. pefro

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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Verstehe ich immer noch nicht.

    Deine Beschreibung ist schon richtig, ich kann das soweit mit meiner Brewtus nachvollziehen.

    Aber in der 45° Stellung dürfte doch auch Deine Rotationspumpe noch nicht pumpen, wie schaffts das Wasser dann durch den Puck - nur mit dem Leitungsdruck? Und was soll der Vorteil von dem System sein, so wie Du es praktizierst?

    Gruß
    Peter
     
  14. pefro

    pefro Mitglied

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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Ja, da kommen wir auf den Kern meines Postings zurück. Theoretisch hast Du völlig recht.

    Nachdem Du in der Praxis weder auf die Menge noch die Länge des Leerbezugs groß achten musst (er dient ja nur zu Beginn dazu die Brühgruppe auf Temp. zu bringen und ist keinesfalls mit den Leerbezugsorgien mancher Zweikreiser, die benötigt werden um (vielleicht) auf die richtige Temp. zu kommen zu vergleichen) stört das eigentl. niemanden. 5 Sek. den Hebel umgelegt, das wars. Danach ist die Temp sehr konstant. Erkennt man ja auch in dem Video recht gut. Wie erst die Temp. ansteigt und sich dann nurnoch innerhalb einer kleinen Range bewegt.

    Gruß
    Peter
     
  15. #15 schwarzesgold, 06.11.2008
    schwarzesgold

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    Servusla,
    möglicherweise sprecht ihr mir gleich jegliche Kompetenzen ab, weil ich keine Brewtus hab, aber ich dachte bis jetzt eigentlich immer, dass die Präinfusion bei einer E61 anders gedacht ist:
    Die sogenannte 45° Stellung ist keine Betriebsstellung. Beim Bezug wird der Hebel von senkrecht nach unten ohne verzug in die waagrecht Stellung gebracht. Die Präinfusion macht die Gruppe bei laufender Pumnpe alleine, indem der PI-Zylinder volläuft. Solange ist der am Puck anliegende Druck niedrig. Wenn der Zylinder voll ist, baut sich der volle Druck am Puck auf. vorher sollte imho noch nichts aus dem ST tropfen; falls doch, ist der mahlgrad entschieden zu grob.
    Zumindest ist das bei meiner zweikreisigen Technika mit E61 so.
    Jürgen
     
  16. Maltex

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    Was fehlt denn der S1 ? (Ernst gemeinte Frage!)
     
  17. #17 cafesolo, 07.11.2008
    cafesolo

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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Hallo Dario,

    interessanter, langer Bericht!

    Getestet habe ich die Maschine noch nicht, aber ich habe sie mir anschauen u. anfassen :)
    dürfen. Leider kann ich nicht bestätigen, dass die Brewtus gut gebaut ist. Das war alles recht dünnes Blech u. machte mir nicht so einen wertigen Eindruck.
    Wurde da vielleicht was geändert? Die letzte Maschine habe ich letztes Jahr im Sommer gesehen.

    Gruß Uwe




     
  18. #18 cappufan, 07.11.2008
    cappufan

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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Hi Dario,
    ups, jetzt wundere ich mich ein wenig. Wir legen den Hebel bei unserer Maschine immer ganz um (m. W. sollte eine 45° Stellung sogar vermieden werden).
    Und einen Aufwärm-Flush machen wir auch nie (ebenso keine Abkühlungs-Flushes) - oder versehentlich, weil ich immer etwas Wasser zum Vorwärmen in die Tassen laufen lasse (über die Brühgruppe), jedenfalls wenn ich sie nicht auf der Tassenablage stehen hatte. Aber das ist nur wenig Wasser und die BG war auch schon richtig heiß.
    Soweit ich weiß, passen E61 und Dualboiler gerade gut zusammen, weil eben dieser Brühkopf so temperaturstabil sei.
    Vielleicht liegt es auch an der Vibiemme E61, die ja auf dem Faema Patent beruht, das seinerzeit die Faema Mitarbeiter zur von ihnen neugegründeten Fa. Vibiemme mitgenommen haben. Die VBM E61 wird von VBM selbst produziert (und nicht wie bei anderen sog. E61-Maschinen ein Klon eingekauft) und ist sehr massiv und schwer und wärmespeichernd. Auch wenn man den Kaffee vorher sogar gut trinken kann, lasse ich die Maschine immer 45 min. aufwärmen, bevor ich den ersten Bezug starte. Will sagen, mir hat bisher noch keine Hitze gefehlt, die E61 Nase ist immer heiß genug. Die verschiedenen "E61"er werden sich vielleicht auch im Inneren unterscheiden (da kenn ich mich aber nicht aus). Ich kenne die E61-er Nase Deiner Maschine selbst nicht, vielleicht ist sie auch ähnlich massiv. Aber dann müßte es wohl an der inneren Konstruktion liegen, daß Aufwärm-Flushes notwendig sind. Festwasser/Rota haben wir nicht, vielleicht ist das auch der Unterschied.
    Am PID wird's doch nicht liegen, oder doch? Ich bin ja keine Technikerin, nur Konsumentin... ;-)
    Aber eigentlich ist ja der Witz am Dualprinzip, daß man selbst gerade nicht mehr eingreifen muß, um die Temperatur aktiv zu beeinflußen.
    Ist aber eigentlich auch egal - Du bist ja rundum zufrieden, auch mit dem Caffè selbst. Dann ist es ja schnurz, wie man da hin kommt, oder? :)
    Wichtig ist ja der Kaffee und nicht die Theorie, wie oben auch schon geschrieben wurde.
     
  19. hawi

    hawi Gast

    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Also, bei uns zuhause steht eine jetzt ziemlich genau ein Jahr alte Brewtus, also mit Sicherheit das ursprüngliche Modell. Über das Design der Maschine läßt sich trefflich streiten, da gibt es bestimmt schönere. Aber darüber, daß das Teil solide gebaut ist, kann es definitiv keine Diskussion geben. Von allen E61-Maschinen, die ich bisher gesehen habe und teilweise auch schon daran schrauben durfte (Vibiemme DS, diverse ECM-Modelle, Izzo, QuickMill), ist die Brewtus die mit Abstand am solidesten gebaute. Ich kenne z.B. keine andere Maschine, deren Gehäuse aus 2 mm dickem (!) Edelstahlblech besteht. Auch die Innereien (Verrohrung, Kessel usw.) und der Rahmen, an dem dann u.a. die Frontplatte und die Brühgruppe aufgehängt sind, sind mehr als stabil. Welche Maschine würdest Du denn als solide bezeichnen, wenn die Brewtus für Dich klapprig ist? Bzw. was an der Brewtus genau ist unsolide? Interessiert mich wirklich, weil ich Deine Kritik nicht ganz nachvollziehen kann.

    Grüße,

    hawi
     
  20. #20 Bubikopf, 07.11.2008
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    AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)

    Zur 45° Stellung und Preinfusion: Die E61 hat eine Mittelstellung ( 45°? ) in der der Hebel minimal Spiel hat ( rastet etwas in der Stellung ein ). Dies ist so weil in der Stellung das untere ( Abfluss- ) Ventil schon geschlossen, das obere ( Einlass- ) Ventil aber noch zu ist. Das bedeutet aber, dass in der Stellung kein Wasser zum Kaffeepuck gelangen kann, auch bei FW mit 4 Bar Druck keine Preinfusion möglich ist. Drehe ich nun den Hebel etwas über den Punkt hinaus nach oben, öffnet das obere Ventil ohne das die Pumpe anspringt, so ist bei FW echte Preinfusion möglich, aber nicht in Mittelstellung sondern etwas weiter. Wird der Zapfen des oberen Ventildichtungsträgers etwas verlängert, kann man auch in der dann aber nicht mehr spürbaren Mittelstellung das obere Ventil öffnen, macht aber keinen Sinn, da es bei zu knapper Ventilsteuerung dazu kommen kann das beide Ventile geöffnet sind und das Wasser durch die BG direkt in die Abtropfschale läuft.
    Du hast keine Ahnung wie eine E61 funktioniert, Du meinst aber zu wissen, dass sie sehr gut zu DB passt.
    Die E61 ist eine thermosyphonische BG, geheizt wird sie mit Wasser aus dem Brühkessel bzw. dem HX. Da der Thermosyphon aber ohne Pumpe auskommen muss, ist dieser Heizkreislauf darauf angewiesen, dass das Wasser sich irgendwie zur BG bewegt ( und wieder zurück ). Dafür ist nicht der Höhenunterschied zwischen HX/Kessel und BG verantwortlich wie oft irrtümlich behauptet ( beide Zuleitungen laufen aufwärts und würden heisses Wasser transportieren ) sondern der Temperaturunterschied innerhalb des Kessels und innerhalb der BG ( das jeder weiß, dass kaltes Wasser schwerer als heisses ist, setze ich mal voraus ). Die Temperaturdifferenz zwischen der BG ( Kühlfunktion ) und des Kessels ( Heizung ) sind für das System E61 erforderlich, die Differenz ist im Vergleich zu gesättigten BG extrem hoch. Stelle ich ein E61 System so ein, dass in Ruhe die BG auf Brühtemperatur ist, dann wird bei Pumpenbetrieb ( bedeutet eine wesentliche Beschleunigung des Wasserflusses gg. Ruhezustand ) das Wasser eben nicht mehr ausreichend gekühlt, es ergibt sich ein thermisch instabiler Zustand, die BG ( und das Brühwasser ) überhitzt. Um auf eine optimale Brühtemperatur zu kommen, muss also das System auf einen Kompromiss zwischen Ruhezustand und Bezug eingestellt werden, die Bg also in Ruhe zu kalt sein ( dafür darf der Kessel dann etwas kühler eingestellt sein ). Ein zweiter Kompromiss besteht darin, dass die Zu- und Abläufe der E61 BG bei DB so kurz wie irgend möglich gehalten werden müssen um die Temperaturdifferenz so gering wie möglich zu halten, gleichzeitig dadurch aber der TS Kreislauf u.U. nicht mehr richtig effektiv ist. Die E61 ist entwickelt worden um mit 2Kreiser mit hoher Temperaturdifferenz betrieben zu werden, schon die Verwendung in Einkreismmaschinen kann man ernsthaft in Frage stellen ( andere Baustelle ). Das in der Praxis bei der einen oder anderen Maschine die Kompromisse in der Praxis gut funktionieren ( abhängig vom Geschick des Entwicklers ), wird auch von mir nicht bestritten.

    LM und DC verfolgen das Konzept der gesättigten BG mit sehr geringen Temperaturdifferenzen innerhalb des Systems. Wenn es denn unbedingt eine indirekt beheizte BG sein muss ( warum auch immer ), kann sicherlich eine el. beheizte BG in Frage kommen ( muss aber nicht ).
    Die Vorwärmung des nachfliessenden Wassers wird bei der Brutus ja über ein HX System gemacht wobei der Dampfboiler auf einen recht hohen Druck eingestellt werden kann. Das führt zu einer ausgeprägten Überhitzung des nachfliessenden Wassers ( steht unter Druck und kann daher Temp. >> 100°C haben ), sicherlich weniger abträglich als kaltes Leitungswasser, aber wieder ein inst. Faktor. bei der G3 wird über ein gesteuertes Mischventil die Nachlauftemperatur auf 80°C gehalten.
    Da gebe ich Peter recht, aber die einfache Aussage, E61 passe bestens zu DB, ist schlicht substanzlos.
    Gruss Roger
     
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