Neue Erfahrungen mit dem Gene

Diskutiere Neue Erfahrungen mit dem Gene im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Guten Abend allerseits, gestern habe ich mich hier im Forum angemeldet um einen Beitrag dazu zu leisten, was ich im Moment trinke. Nachdem ich...

  1. #1 Danilo1, 25.02.2016
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    Guten Abend allerseits,

    gestern habe ich mich hier im Forum angemeldet um einen Beitrag dazu zu leisten, was ich im Moment trinke.
    Nachdem ich recht deutlich darauf hingewiesen wurde, dass ich meinen Gene eventuell falsch nutzen könnte war ich erst recht enttäuscht, weil ich von meinen Röstergebnissen bisher immer recht zufrieden war. Mit dem Ziel sehr schonend zu rösten, habe ich immer bei 210°C geröstet (oder auch gebacken).
    Dass das nicht richtig sein soll, war mir nicht bewusst. Deshalb habe ich den Test gemacht und nach dem Hinweis von @cafesolo geröstet. (Danke vorab)
    200°C vorheizen, dann bei 235°C rösten.
    Auffällig war vor allem, dass ich den Crack viel deutlicher gehört habe. Er war lauter. Die Röstaromen, die in der Luft stehen sind deutlich angenehmer. Das Röstbild ist einheitlicher und die Bohnen sind viel besser aufgegangen und sind auch optisch ansprechender.
    Erstaunlicherweise ist der Einbrand geringer bei der heißeren Röstung, obwohl sie optisch dunkler aussieht. Das liegt vermutlich an der kurzen Röstzeit und dadurch deutlich schnelleren Austrocknung der Bohne.
    Was den Geschmack angeht, kann ich noch nichts sagen, die Bohnen kommen direkt aus dem Röster.
    Da werde ich morgen ein Update liefern.

    [​IMG]
    http://imgur.com/d3mFlIt

    P.S. womit füge ich am besten Fotos ein? :D
     
  2. #2 nacktKULTUR, 25.02.2016
    nacktKULTUR

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    Steht hier.

    BTW, bevor Du neue Dinge erfindest: Die Bohnen müssen vom Startpunkt aus mit möglichst viel Energie in den 1C getrieben werden, und dann kannst Du die Temperatur reduzieren, denn die meisten Geschmacksstoffe entwickeln sich in dem Zeitraum zwischen 1C und 2C.

    Lies einfach mal etwas in dieser Rubrik, dann kommst Du auf den richtigen Pfad. Oder, noch besser, lies Claus Frickes „Kaffee rösten zuhause“.

    P.S. So röste ich z.B.
     
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  3. #3 Danilo1, 25.02.2016
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    Ja, danke. Ich habe das Buch von Claus Fricke und habe es auch gelesen, allerdings hatte er geschrieben, das man beim Rösten am besten bei niedrigen Temperaturen anfängt. Das habe ich gemacht und mich dabei wohl gefühlt. :D
    Vielleicht habe ich doch mehr fürs Studium gemacht, als für Kaffee...
     
  4. #4 bauhaus1964, 26.02.2016
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    Damit bringst Du wichtige Dinge auf den Punkt!
    :D
     
  5. amigo

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    In der Regel sind die Tips, die du hier in diesem Forum bekommst, Gold wert :), glaub mir.

    Aber ich denke, das hast du schon gemerkt.

    Zu deinen Erfahrungen mit dem Kenianer:
    Auf dem Bild, was du gepostet hast (in einem anderen fred) sehen sie stark verhungert aus, soll heissen: zu wenig Temperatur, womöglich nur gebacken (ohne 1.C). Ein Kenianer gehört m.E. auch nicht unbedingt zu den Kaffees, an dem man sich als Anfänger versuchen sollte; er ist nicht so leicht zu rösten.

    Ist als positive Kritik gemeint ;)

    Gruss
     
  6. #6 nacktKULTUR, 26.02.2016
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    Es geht nicht darum, ob Du Dich beim Rösten wohlfühlst. Es geht um das Wohlgefühl der Bohnen.

    Mit den niedrigen Temperaturen meint Fricke die Trocknungsphase. Entweder im 2-Phasenverfahren oder zuerst bei 200°C 5 Minuten verharren, bis die Zitrone erreicht wird. Dann auf 240°C hochregeln, um möglichst rasch den 1C zu erreichen. Danach weiter wie oben beschreiben.

    Und ja, fang lieber mit einer Anfängerbohne an. Z.B. mit einem Santos, oder einem Sumatra. Und immer mindestens 250g, besser 280g Rohbohnen im Gene. Sinst wird das nichts.
     
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  7. #7 MarioAtJazz, 26.02.2016
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    Gibt es zu dieser Regel Ausnahmen ? Wie ist es mit dem Malabar, Maragogype, bzw mit eher großen Bohnen? Wie ist es mit den Perlbohnnen, brauchen die ein Maximum an Energie ?
    Oder anders gefragt: Wie falsch ist es, wenn ich alles so röste. D.h. Wie "untrinkbar" sind die, auf die das nicht so gut zutrifft ? Blöde Frage, ich weiß ...
     
  8. #8 nacktKULTUR, 26.02.2016
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    Nein - ich drehe nicht für alle Bohnen auf 240°C. Malabar bekommen bei z.B. nur 230°C. Musst halt probieren, wie es Dir am besten schmeckt.
    Siehe oben - auch blöde Fragen kann man sich selbst beantworten.
     
  9. #9 MarioAtJazz, 26.02.2016
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    Hab nicht alles gelesen, es steht eh da: "vom Startpunkt weg" hab ich überlesen, das beantwortet mein Mißverständnis. Der ist halt beim Malabar anders.
     
  10. #10 Danilo1, 26.02.2016
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    So, nun mal zu meiner Erfahrung was den Geschmack angeht.
    Der Kaffee, der mit höheren Temperaturen geröstet wurde schmeckt: anders. Schmeckt er besser? Erst wenn der Kaffee sich abgekühlt hat, schmeckt man, dass der Kaffee ausgewogener ist. Es kommen andere Aromen durch (eher dunklere Beeren, Karamell) im länger gerösteten kommt die beschriebene Rote Johannisbeere durch und etwas Mandel. Ich weiß, dass das nicht so leicht zu vergleichen ist, da die Aromen sich beim Rösten in Sekundenbruchteilen ändern können...
    Ja, die Bohnen sehen deutlich schöner aus, wenn sie heißer und schneller geröstet werden, aber auf die Schönheit der Bohnen kommt es mir für den Eigenbedarf ja nicht an.
    Für mich war der Kaffee bisher immer gut. Dass ich es vorher falsch gemacht habe, oder die Bohnen nur gebacken habe sehe ich nicht ganz ein (bin offen, eines besseren belehrt zu werden ;) )
    Ich mache das mit dem Rösten zwar noch nicht so lange, aber als Anfänger würde ich mich dann trotzdem nicht bezeichnen.

    Ich nehme das Feedback hier mit und werde es in meine nächsten Röstgänge mit einfließen lassen und dann so rösten, dass mein Kaffee mir am besten schmeckt. Trotzdem danke für die Hilfe ;)
    Neue Erfahrungen sammeln ist gut!
     
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  11. #11 MarioAtJazz, 26.02.2016
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    Hi Danilo,
    Hast du einen Dimmer, da sind dann die Temperaturangaben vom Gene ein wenig anders.
    Ich würde doch zu gerne sehen, wie dein "gebackener" Kaffee herunterrinnt, die Farbe davon nämlich.
    Dann könnte ich das mit meinen Ergebnissen vergleichen.
    Ich vermute, er wird eher eine helle Crema haben. Wie bitter ist er im Abgang?
    Welche Maschine und wieviel Gramm?
    Mario
     
  12. #12 Danilo1, 26.02.2016
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    Ich trinke ihn als Filterkaffee :D
    Demnach keine Crema...
    Mein Espresso wird dunkler geröstet (oder bisher auch "gebacken"), da benutze ich aber bisher keinen Kenianer, sondern Nicaragua und Guatemala im Moment. Die Farbe des Espresso ist in Ordnung. Ich komme eh aus der Third Wave Bewegung und mag meinen Espresso eher hell.
    Einen Dimmer habe ich nicht...
     
  13. amigo

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    Warum sollte das so sein? Mit dem Dimmer steuert man händisch die Leistungsaufnahme der Heizung. An der Temperaturanzeige des Gene ändert das m.E. nichts, wenn die Meßpunkte/Fühler nicht verändert wurden.
     
  14. #14 cafesolo, 26.02.2016
    cafesolo

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    Genau so würde ich es auch machen. Wenn dir der Kaffee nach deinem Röstprofil besser schmeckt, dann bleib dabei. Jeder Kaffee läßt sich auf viele Arten rösten und nur der persönliche Geschmack entscheidet:
     
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  15. #15 cappucciner, 02.11.2016
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    Ich würde "Rote Johannisbeeren" eher als Fehlaroma (zu sauer) bezeichnen.

    Einerseits gilt der individuelle Geschmack. Andererseits geht es doch hier darum mittels dem Gene das Beste aus den Bohnen herauszuholen.

    Ingo schrieb an anderer Stelle, dass die Nutzung eines Dimmers eine höhere Temperatur lt. Gene Display benötigt. Die in der dimmerlosen Regelung auftretenden Spitzen fallen beim Dimmer weg.
     
  16. #16 Ingo - The Roast Rebels, 07.11.2016
    Ingo - The Roast Rebels

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    P.S. das Thema schonend Rösten hat ja auch mit der Bildung von Acrylamid zu tun, aber da bist Du mit den Heimröstern oder auch die traditionellen Röster im grünen Bereich. Das ist kritisch in der industriellen, schnellen Röstung. Oder wenn Du gar dunkel röstest, was Du ja nicht machst, wie Du oben schreibst.

    Daher gerne beim Gene ordentlich Gas geben damit die Bohnen nicht backen ;-)
     
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