Neue Kaffeebohne, riesige Streuung beim Mahlen

Diskutiere Neue Kaffeebohne, riesige Streuung beim Mahlen im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Liebes Kaffeenetz Ich habe mal wieder eine Frage. Ausgerüstet bin ich mit der Lelit Bianca und einer EtzMax Mühle. Als Standartmischung verwende...

  1. andone

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    Liebes Kaffeenetz

    Ich habe mal wieder eine Frage. Ausgerüstet bin ich mit der Lelit Bianca und einer EtzMax Mühle. Als Standartmischung verwende ich die "Espresso Romano" vom Schwarzenbach in Zürich, die jeweils am Di und Do vor Ort frisch geröstet wird (Kaffee Espresso Romano - Kaffeemischungen - Kaffee). Aufbewahrt werden die Bohnen in mehr oder weniger luftdichten und wiederverschliessbaren Säcken a 250g im Gefrierfach. Beim Espressobezug mit dem bodenlosen Siebträger habe ich stets leichtes Channeling und Gespritze und die Bezugsdauer variert zwischen 20 und 25 Sekunden (Messung ab erstem Tropfen mit Acaia Lunar). Ich verwende 15g Pulver, Mahlgrad grosser Ring 5, kleiner Ring 4. Bezugsmenge ist ca. 32-35g, also etwas mehr als 1:2. WDT mache ich nichts, bloss tampen. Der Espresso schmeckt mir sehr gut, obwohl ich mich frage, weshalb ich so hohe Unterschiede in der Bezugsdauer habe. EDIT: Bei dieser Kaffeemischung habe ich beim Mahlvorgang nahezu überhaupt keine Streuung und auch nahezu keine statische Aufladung).

    Meine eigentliche Frage bezieht sich aber auf neue Kaffeebohnen, die ich geschenkt bekommen habe. Es handelt sich dabei um die Mischung Tanzania von Lü's Bio Rösterei, slow roasted, 100% Bio. Die Kaffeebohnen sind relativ klein und sehr dunkel (LÜ'S BIO RÖSTEREI - Slow Roasted© Bio Kaffee - biorösterei.ch). Zum Röstdatum habe ich keine Angaben. Die Bohnen lagen aber wohl ein paar Tage ungekühlt in einem luftdichten Säcken rum. Aufbewahrung und Kaffeebezug habe ich ansonsten gleich gelassen. Was ich nun erlebe ist eine riesen Streuung beim Mahlvorgang. Das Kaffeepulver spritzt nur so umher und scheint auch stark elektrisch geladen. Die Verstellung des Mahlgrads des kleinen Rings um 2 Stufen feiner oder gröber zur obengenannten Standardeinstellung bringt keine nennbare Verbesserung beim Mahlvorgang. Die Bezugsdauer des Espresso sinkt auf ca. 15-20 Sekunden und es gibt starkes Channeling und Gespritze. Der Kaffee schmeckt leicht verbrannt.

    Was übersehe ich? Alternativ habe ich noch eine Commandante (Red Sonja) Handmühle zur Hilfe, die ich wohl auch noch ausprobieren werde. Aber müsste ich das nicht irgendwie auch mit der EtzMax Mühle hinbekommen? Wegen der reduzierten Bezugsdauer würde ich eigentlich dazu tendieren, den Mahlgrad noch feiner einzustellen. Allerdings gibt es bei jedem Mahlgang eine so grosse Sauerei, dass das an Kaffeeverschwendung grenzt...

    Beste Grüsse und allen einen guten Start ins 2020!
     
  2. Sekem

    Sekem Mitglied

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    zu frisch?
    "falsche" Bohnen?
    Ich hatte bisher Mahl-Sauereien nur mit einem Malabar, aber da extrem. Ich habe hinterher erfahren, das der bekannt dafür ist.
     
  3. Menne

    Menne Mitglied

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    ah gut zu wissen, ich hatte auch kürzlich massive sauerei mit malaber. kein wunder, wenn man den auch so lange dem sturm aussetzt :D
     
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  4. #4 Brewbie, 01.01.2020
    Brewbie

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    Ich habe solch eine Mörder-Krümelei immer mit dem Cremaster. Auf Nachfrage sagte der Röster, das liege auch mit an der Bohnensorte; da könne man nix machen. Nehm ich‘s halt hin, weil er lecker ist.
     
  5. andone

    andone Mitglied

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    Was meinst Du mit "zu frisch"? Wann gilt eine Kaffeebohne als zu frisch? Und wie erkennt man die Frische von gerösteten Bohnen, wenn man das Produktionsdatum nicht kennt?

    Wenn ich das richtig verstehe, rührt die grosse Streuung von der elektrostatischen Aufladung während des Mahlprozesses. "Schuld" ist daher nicht die Kaffeemühle, sondern die Kaffeebohne. Dieses Problem tritt häufig bei dunkleren Röstungen auf, was bei mir der Fall wäre bei der Tanzaniamischung, nicht aber bei meiner alltäglichen Mischung. Das würde natürlich einiges erklären. Mit der Commandante habe ich übrigens kein Problem, die Tanzaniamischung zu einem guten Espresso zu führen. Zwar tritt auch hier eine hohe statische Aufladung zu Tage. Hier kann ich das Mahlgut aber einfach ein paar Minuten liegen lassen, sodass sich die Ladung wieder abbaut und eine Sauerei gibt es auch nicht.
     
  6. NiTo

    NiTo Mitglied

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    10 bis 14 Tage nach der Röstung.
    Gar nicht, deswegen kauft man solche Röstungen auch besser nicht.
     
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  7. #7 Gandalph, 02.01.2020
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    Mit RDT ( befeuchten ) kann man es stark verbessern, oder gar eleminieren.
    Ich hatte einen Malabar von Fausto, der flog, als er aus dem Trichter kam, aufwärts :)
    Mit RDT wurde es weit besser, und mit zunehmendem Alter auch.
     
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  8. #8 lackiem, 02.01.2020
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    Sorry, was bedeutet RDT?
     
  9. NiTo

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    "Ross Droplet Technique"
     
  10. #10 Tokajilover, 02.01.2020
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  11. vectis

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    Hallo,
    keine Sorge, das liest sich vielleicht nach "Hexenwerk", vor allem wegen der Abkürzung, ist aber nichts weiter als in diesen Threads erörtert:

    Das Ergebnis der Suchanfrage: Bohnen befeuchten | Kaffee-Netz - Die Community rund ums Thema Kaffee

    Manche streifen mit der angefeuchteten Hand durch die Bohnen in der Tüte oder im Hopper und das wars.
    Man kann es natürlich mittels Zerstäuber usw. etwas "wissenschaftlicher" angehen. Zumindest siehts danach aus, sofern man eine Show-Einlage braucht.
    ;)
     
  12. #12 lackiem, 02.01.2020
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    Danke Euch, man lernt nie aus. :D
     
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  13. #13 Max1411, 02.01.2020
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    Die etzMax streut ansonsten erstaunlich wenig. Ich betreibe sie gerade nur im Single Dosing ohne RDT ohne irgendwelche Probleme mittlerweile mit der 7. Röstung. Welchen Kegel nutzt du? Ich hatte nur einmal Streuung als ich mit dem Filter Kegel versucht habe espressofein zu mahlen.
     
  14. andone

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    Ich stimme Dir zu, dass die Etzmax grds. erstaunlich wenig streut! Von der Mühle bin ich absolut begeistert. Nur eben bei dieser einen Kaffeebohnen hatte ich eine grosse Streuung.

    Ich nutze den Standardkegel (HIGH-Kegel).
     
  15. andone

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    Ok, vielen Dank für die Info. Nun, die Röstung war sicher schon älter als 10 bis 14 Tage. Aber genau kann ich es nicht sagen, da es ja ein Geschenk war. Zuhause hab ich sie dann sofort in den Tiefkühler gepackt, wie ich es mit allen Kaffeebohnen mache.
     
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