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[Vorstellung] Neue öffentliche Preiskalkulation bei Quijote

Dieses Thema im Forum "Gewerbliche Angebote" wurde erstellt von pingo, 6. Januar 2017.

  1. pingo

    pingo Mitglied

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    Hamburg
    Ich schätze Deine Meinung und Deine Skepsis sehr. Aus Kritik wie der Deinen lerne ich und freue mich darüber.

    Du unterstellst mir hier aber Dinge, bzw. betonst sie zumindest in einer Art und Weise, die so wirklich nicht korrekt ist.
    Ich lobe im Gegensatz zu Deinem Text hier regelmäßig und konkret besonders gute und ehrliche Kollegen (häufig genannt: Kaffischmitte, Röstbar, Machhörndl, Bonanza, Barn, Kaffeemonopol, Flying Roasters, Phoenix, Supremo und viele mehr sowie ehrliche "fairtrade" Firmen wie El Rojito, Café LIbertad, dwp, El Puente usw.). Dies zieht sich als roter Faden durch meine Posts deutlich stärker als das Anprangern von Lügen, die ich auch niemals öffentlich konkreten Kollegen vorwerfen würde. Viel eher melde ich mich persönlich bei den Betreffenden und frage nach, wie sie ihre Aussagen denn meinen.

    Und ich denke trotzdem, dass es absolut in Ordnung ist, Lügen auch als solche zu benennen. Die Welt ist voll davon und das ist nicht schön.

    Unsere Gehälter sind übrigens nicht niedriger als in anderen Firmen, damit liegst Du falsch. Es ist bei uns nur so, dass die Gründer / Chefs, nicht mehr verdienen als die neuen Kollegen in ihrer Probezeit / Anwärterschaftszeit. Wir zahlen uns halt alle das Gleiche aus. In vielen anderen gut laufenden Unternehmen ist es haltso, dass sich die Chefs nach einigen Jahren deutlich mehr auszahlen, die Angestellten / Arbeiter aber weiterhin gerade in der Kaffeegastronomie weiter hin mit knapp über dem Mindestlohn abgespeist werden. 310.000 Euro pro Jahr für 6,8 Vollzeitstellen sind ein Gehalt, was in dieser Höhe branchenüblich oder sogar etwas über dem Schnitt liegt.
     
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  2. Blümchenkaffee

    Blümchenkaffee Mitglied

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    Diese Ausage bezieht sich wirklich nur auf dich!!!
    Du hattest geschrieben, dass du die Idee von Quijote für schräg hälst.
    Und du hattest geschrieben, dass Quijote seinen Gewinn verstecken würde.
    Und du hattest geschrieben, dass das Alles sowieso nur Marketing von Quijote ist.
     
  3. blu

    blu Super-Moderator

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    Äh, doch oder?!
    Vielleicht verstehst du ihn falsch? Es geht um die Transparenz, aber nicht um sein Gehalt. Ich habe auf @pingo s Homepage jetzt nicht nachgelesen, wie es zu dem Hamburger Durchschnittsgehalt kommt und warum das maßgeblich für sie ist, aber das ist doch willkürlich (und der Median wohl eher die interessante Größe) bzw. mir nicht wichtig.
    Interessant finde ich, dass die Kalkulation offen gelegt wird. Bei doppeltem, ... Gehalt würde ich es Ihnen genauso gönnen (noch mehr die Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit).
    Die vorgeworfene Unehrlichkeit bezog sich meinem Verständnis nach eher auf andere Dinge, aber das steht ja weiter oben.
    Du kannst das Konzept schräg finden (ich btw auch, jedoch bewundernswert), aber dein ständiges "Stänkern" verstehe ich nicht. Jeder andere könnte doch seine Geschäfte ähnlich transparent machen, ebenso bei höherem Gehalt bzw. bezogenen Leistungen.
    LG blu
     
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  4. mcblubb

    mcblubb Mitglied

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    Das ist hmm... ich weiß nicht was ich sagen soll.

    Anyway:

    1.) Müssen Unternehmen Ihre Bilanzen offenlegen und mit etwas Ahnung kann man die recht gut zerpflücken und kommt auf ähnliche Listen wie die im Ausgangspost.
    2.) Wie transparent sollen Unternehmen sich machen, bis der Wettbewerb sie "hinrichten" kann. Es ist gang und gäbe. dass man seine direkten mitbewerber analysiert. Beim kleinsten Fehler gehen in vielen Branchen die Firmen dann in den Konkurs (und das Management war "unfähig")

    Die Posts von Pingo lösen bei mir immer etwas aus. Ich habe versucht das zum Ausdruck zu bringen. Offenbar nicht verständlich genug. Ich will niemand zu nahe treten oder Böses unterstellen. Sollte das jemand so sehen tut es mir leid und ich entschiuldige mich dafür.
     
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  5. Aeropress

    Aeropress Mitglied

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    zu 1: das ist so falsch nur Kapitalgesellschaften und solche ohne persönliche Haftung müssen das, andere Personengesellschaften erst ab einer bestimmten Größe die klein und mittelständische Röstereien nicht überschreiten.
    zu 2: kann nicht den Zusammenhang zu Quijote erkennen, sie bieten ja das auch gerade für Mitbewerber als Beispiel an wie man überhaupt kalkuliert, nicht jeder Röstereigründer ist Betriebswirt und für sowas dankbar. Du beschreibst eher das Verhalten großer Kapitalgesellschaften die sich regelrecht bekriegen, aber das ist ja nun ne ganz andere Baustelle.

    Was Quijote macht ist ja freiwillig und damit schon per se nicht zu kritisieren, was DU persönlich davon hälst ist Dir unbenommen, aber was Du da erkennen willst kann wohl sonst niemand sehen, schlechter als nicht offenlegen ist es ja nun sicher mal nicht, es beeindruckt Dich halt nicht ok, ist ja auch nur für die Interessierten gedacht, das bist Du dann eben nicht.
     
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  6. mlehmann

    mlehmann Mitglied

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    Also:
    1. Finde ich das Vorgehen von quijote super.
    2. ich denke das dieses Vorgehen unsere Welt als Ganzes ein bisschen besser macht auch weil eindenkprozess, ein hinterfragen und potenziell ein veränderungsdruck entsteht. Ich denke die Diskussion zeigt davon etwas.
    3. lese grade so ein Buch und meine in Quijote den übernächsten Entwicklungsschritt von Organisationen "Teal" zu erkennen.
     
  7. Alexsey

    Alexsey Mitglied

    Ich verstehe Deine grundsätzliche Haltung. Bei mir schlagen meist auch die Alarmklocken, wenn jemand als Gutmensch auftritt. Allerdings ist mit gutem Beispiel vorranschreiten oder Mängel in der Gesellschaft anzupreisen, nichts Verwerfliches, sondern sogar mutig. Dass dabei Quichotes Image gewinnt, sehe ich als positiv an (ist nicht immer so bei Ehrlichkeit) und auch vollkommen korrekt. Wobei ich vermute, er tut es primär wirklich nicht aus Egoismus.
     
  8. schraubohne

    schraubohne Mitglied

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    ich kann mir vorstellen du meinst so etwas : http://www.strategy-business.com/media/image/00344_ex01b.gif
     
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  9. Heißluftröster

    Heißluftröster Mitglied

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    Doch, ich glaube nachvollziehen zu können, dass dich in diesem Zusammenhang ein gewisses Unbehagen beschleicht, das wohl schwer in Worte zu fassen ist. Mir geht es tatsächlich ähnlich. Vielleicht liegt es daran, dass wir gelernt haben, immer den Haken an einer Sache zu suchen, vielleicht sind wir irritiert, wenn wir keinen finden. Pingo versteht das sicher, er bezeichnet sich ja selbst als skeptischen Menschen.

    Das finde ich große Klasse! Hierdurch unterscheidet sich diese Diskussion wohltuend von vielen anderen in diesem Forum!
    Im übrigen müssen wir dir dankbar sein: Ohne die schwierige (und oft undankbare) Vertretung einer Gegenposition gibt es eben keinen Diskurs und diese wertvolle Analyse mit vielen interessanten Beiträgen wäre ohne sie nicht entstanden!
     
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  10. Blümchenkaffee

    Blümchenkaffee Mitglied

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    ...ich hatte @mcblubb gefragt, (andere übrigens auch) was er konkret schräg findet, dass Quijote keinen Gewinn erzielen möchte. Antwort Fehlanzeige!
    Dann hatte ich gefragt:woher mcblubb die Gewissheit nehme, dass Quijote seinen Gewinn verstecken würde!
    Antwort Fehlanzeige!
    Dann hatte ich mcblubb gefragt, woran er es festmachen würde, dass das Alles von Quijote sowieso nur eine Marketingstrategie sei. Antwort Fehlanzeige
    Die Antworten hat er also verweigert, sodass ich dich @Heißluftröster nicht verstehe, worin du die wertvolle, schwierige Gegenposition von mcblubb siehst?
     
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  11. finsterling

    finsterling Mitglied

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    Mich ärgert im Allgemeinen und hier besonders, diese Gutmensch Verunglimpfung.
    Alles was nicht wirtschaftlich und dem Homo Ökonomicus geschuldet ist , mal pauschal als weltfremd und " gutmenschlich " zu bezeichnen, ist in meinen Augen sehr übel.

    Hier in Speziellem , denke ich, daß Pingo eben nicht weltfremd einem romantischem Ideal folgt, sondern im Rahmen des Vernünftigen ein Geschäft betreibt, aber eben kein Bock hat ein Verhalten wie die meisten Anderen im Geschäftsleben an den Tag zu legen.
    Ich habe das nicht geschafft, aus Bequemlichkeit und weil ich mehr haben wollte als meine Angestellten. ( Natürlich auch mehr getan habe, Risiken eingegangen etc pp. . Alles was man halt so als Salonlinker zu seiner Rechtfertigung sagt....)

    Trotzdem, ich finde das gut wie Pingo das macht !
     
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  12. mcblubb

    mcblubb Mitglied

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    Dazu bezieht Pingo in Post 5 Stellung - erfolgt aus dem Diskurs.

    BTW: Du hast mir keinerlei Fragen gestellt oder habe ich da was übersehen? Du hast mir Dinge unterstellt. Übrigens auch falsche!

    Der vollständigkeit halber:

    Wo ist denn hier die Frage? Wo hab ich das so geschrieben?
     
  13. TobiasJ

    TobiasJ Mitglied

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    @finsterling : absolut deiner Meinung ! Ich finde diese Verunglimpfung und Unterstellung auch absolut fehl am Platz !

    Auch mal aus einer anderen Sicht geschrieben - pingo und team zahlen sich ja durchaus mehr Geld als in der Branche üblich ist. Das man es also nur aus Lust und Liebe macht ist wohl auch nicht richtig.

    Auch wenn man Qujote ein wenig verfolgt vermute ich, dass man dortt sehr frei arbeitet, es ist bestimmt keine starre 9 - 5 Firma. Auch wenn man die Blogs etc über die Reisen verfolgt habe ich da oft das Gefühl das bei allen hier Hobby und Beruf sich vermischen und man liebt was man tut! Und - wow - das ist doch das was die aller wenigsten leute von ihrer arbeit sagen können!

    Da ist in meinen Augen auch eine ganze Portion Egoismus und Realismus mit dabei - das ist keine verträumte weltfremde Firma! Quijote ist eine tolle Firma die eine Nische perfekt ausfüllt.
     
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  14. fanthomas

    fanthomas Mitglied

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    Die Tranzparenz ist vorbildlich und nebenbei sicherlich auch verkaufsfördernd.
    Was allerdings an dem Konzept, keinen Gewinn auszuschütten, schräg sein soll, erschließt sich mir nicht.
    Grob gesagt gibt es drei Bereiche:
    1. den öffentlichen Sektor
    2. den Markt,
    3. den dritten Sektor, also Non-Profit Organisationen.

    Stark vereinfacht ist das Hauptkriterium im dritten Sektor, dass diese Organisationen generell keinen Gewinn ausschütten.
    Egal ob Einzelpersonen, der Staat oder andere Organisationen begünstigt wären.
    Überschüsse gehen in Rückstellungen oder Investitionen.
    Dazu gehören z.B. auch gemeinnützige GmbHs, Verbände, Stiftungen, Wohlfahrtsorganisationen, Parteien ... .
     
  15. Technokrat

    Technokrat Mitglied

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    295
    Gemach, gemach.

    @mcblubb stimmt nicht in den vielstimmigen Chor der Lobpreisenden ein, sondern vertritt eine eher skeptische, aus meiner Sicht jedoch ebenfalls vertretbare Meinung. Vielleicht war die ein oder andere Äußerung unglücklich, er hat sich jedoch in #64 souverän entschuldigt.
     
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  16. mlehmann

    mlehmann Mitglied

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    @ Quijote: Mich würde interessieren, was die Triebfeder für Eurer Vorgehen ist. Ich glaube nämlich nicht wie hier mehrfach angenommen, dass dahinter marketingttechnisches Kalkül steckt. Könntest Ihr auch etwas zu Eurer internen Organisation und Entscheidungsstruktur sagen?
     
  17. schraubohne

    schraubohne Mitglied

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    @mlehmann darüber geben doch alleine hier im kn ausreichend viele posts auskunft, lies es dir doch dort bis zur genüge durch. hier ist ja ein thread über die offenlegung einer kalkulation,
    bei der angeregten diskussion bin ich der auffassung das thema sollte nicht verwässert werden.,

    zur triebfeder, irgendjemand muß ja mal anfangen, dinge anders zu machen. daß dann üblicherweise gegenwind herrscht, ist jedem normabweicher hinlänglich bekannt.
    vielleicht vermögen sich da einige hineinzudenken.
     
  18. mcblubb

    mcblubb Mitglied

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    Ich glaube, wenn man sich mal mit dem Thema Marketing intensiver auseinandersetzt, sollte es keine Diskussion darüber geben ob Kundenkommunikation als Marketingmaßnahme einzuschätzen ist oder nicht.

    Auch wenn Pingo das nicht beabsichtigt, so ist die Wirkung seiner Posts kundenwirksam (sieht man ja auch hier im Thread). Somit ist es gewollt oder nicht Marketing, genauer gesagt Werbung.

    Man spricht bei den Marketingstrategien von den "4P" (Mccarthy wars m.W.)

    Produktpolitik
    Preispolitik
    Kommunikationspolitik (promotion wg. des P)
    Absatzkanal (Place)

    Ich glaube keines der 4 Themen wurde hier nicht angeschnitten.

    Das ist ja auch nicht weiter schlimm.
     
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  19. pingo

    pingo Mitglied

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    wichtig ist hier vor allem die Präambel:

    https://www.quijote-kaffee.de/transparenz/quijote-vertrag-intern/

    Wir meinen es tatsächlich ernst. Wir wollen einen guten Job machen, Vorbild für die Branche in Bezug auf Transparenz und direkte Handelsbeziehungen sein und ich habe keinen Bock Chef oder Sklave zu sein, sondern möchte Entscheidungen mit allen andere Kollegen zusammentreffen. Ob man das nun Anarchismus oder Basis-Demokratie nennt, ist mir egal. Es entspricht jedenfalls meinem Weltbild und funktioniert zumindest bei Quijote auch ganz gut.
    Es gibt ja zu genüge andere Firmen, die ähnlich radikal arbeiten, wie z.B. Premium Cola
    https://www.premium-cola.de/
     
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  20. pingo

    pingo Mitglied

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    Und nochmal: Gewinne werden bei uns nicht versteckt. Es gibt ganz einfach keinen Kapitalisten hier bei Quijote, der sie für sich behält.
    Wer das und anderes hier Gesagtes nicht glaubt: wir laden Euch ein, einen Tag bei uns auf der Arbeit vorbeizuschauen und das Projekt vor Ort anzusehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2017
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