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[Vorstellung] Neue öffentliche Preiskalkulation bei Quijote

Dieses Thema im Forum "Gewerbliche Angebote" wurde erstellt von pingo, 6. Januar 2017.

  1. kenny

    kenny Mitglied

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    "Gewinn" im weiteren Sinne ist auch, ein gutes Leben zu haben, das heißt, seine Arbeit zu lieben, entspannt zu bleiben, mit Freunden und Partnern konstruktiv und kreativ Projekte weiter zu entwickeln, mit sich und der Welt im Reinen zu sein, keinen Streß oder Druck zu haben, einen schönen Ort zum Arbeiten und Wirken zu schaffen, Ansehen und Annerkennung zu genießen und selbstbestimmt zu sein.
    Das läßt sich so auch nicht in ein Hausnummerngehalt umrechnen, egal, wie hoch. Solange es zum Leben reicht, was will man mehr? Ich jedenfalls versuche, auch danach zu leben, schön, wenn man jeden Tag daran arbeiten darf, daß es funktioniert! Es ist trotz allem auch richtig harte Arbeit manchmal.
    Liebe Grüße,
    Kenny
     
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  2. mcrob

    mcrob Mitglied

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    Online zu lesen ist aber:
    Für uns vereinfachen solche großen Kunden sowohl den Vertrieb als auch die Fakturierung und Buchhaltung. Es ist einfach leichter ein Paket für 500,- Euro zu packen als 20 Pakete für 25,- Euro an Privatkunden.

    Demnach ergibt sich eine Vereinfachung bereits aus der Art der Bestellung, also einer großen Menge, welche sich entsprechend auch in einen monetären Faktor umrechnen lässt. Zum Beispiel weniger Arbeitszeit für ein großes Paket, nur eine Rechnung und nicht 200, etc.

    Zudem gibt es aber auch einen Aufschlag auf den Endkundenpreis für die Finanzierung der Großkundenrabatte.

    So verstehe ich die Darstellung :)
     
  3. pingo

    pingo Mitglied

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    Verstehe ich nicht....
     
  4. mcrob

    mcrob Mitglied

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    Was genau nicht? :)

    Zum einen:
    - Ihr sagt eine Großbestellung ist einfacher für Euch, also weniger Aufwand, also auch weniger Kosten. Was in kleineren Preisen für den Großkunden mündet.

    Zum anderen:
    - Es gibt auf den Endkundenpreis einen Aufschlag für Rabatte für Großkunden

    Das verstehe ich dann nicht ;)
     
  5. pingo

    pingo Mitglied

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    Ja, genau so taucht das halt in der Kalkulation auf. Wenn wir aber die gleiche Menge Kaffee rösten und in den durchschnittlichen 2,5 kg Paketen an Endverbraucher schicken würden, würde in der Kalkulation als Grund für höhere Preise erhöhter Aufwand an Packen, Fakturierung, kleineren Päckchen, Kommunikation, Mahnkosten und Distribution auftauchen.
    Wir könnten gerne mal eine fiktive, aber realistische Kalkulation ohne Großabnehmer veröffentlichen. Ich nehme an, dass sich das ungefähr aufheben würde.
    Um auf die Menge zu kommen hätten wir schonmal ca. 1,6 zusätzliche Stellen nötig. Das wären alleine schon wieder 70.000 Euro.
    Erklärt sich das so?
     
  6. mcrob

    mcrob Mitglied

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    Das ist nicht der springende Punkt aus meiner Sicht. Ihr habt einen Vorteil durch Großbestellungen, den ihr als Nachlass an die Großkunden weitergeben könnt.
    Vermutlich werden das aber nur wenige Prozentpunkt sein und einen Großkunden nicht ausreichend zu einer großen Bestellung motivieren :). Um auf die mindestens 15% zu kommen, muss also der kleine Endkunde den Großkundenrabatt mitfinanzieren.

    Man könnte jetzt meinen, dass dies ggfs. nur teilweise zum Grundsatz der Gerechtigkeit / Gleichbehandlung passt ;)
     
  7. Coughy

    Coughy Mitglied

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    Ich verstehe deinen Einwand auch nicht @mcrob. Ist doch eine völlig normale Vorgehensweise bei normalen Unternehmen / Kaufleuten, dass man bei größeren Abnahmemengen einen Preisnachlass gewährt. Das macht aus vielerlei Sicht sehr viel Sinn, z.B. sorgt eine gewisse Grundauslastung zu mehr Planbarkeit, weniger Kapazitätsschwankungen, und besserer Fixkostenamortization. Ob man diese Rabatte dann als Erlösminderung oder als Kosten in der Kalkulation darstellt kommt aufs gleiche raus.
    Nur weil Quijote keine Gewinnmaximierung betreibt heißt ja nicht, dass sie nicht auch wie vernünftige Kaufleute handeln. Im Gegenteil, um ihre Zielsetzung zu erreichen müssen sie das sogar.
    Im übrigen ist das doch auch ein toller Service, wenn man selbst Kleinstmengen ohne Mindestabnahme, zu fairen Preisen und mit geringen Versandkosten erwerben kann.
    Ich verstehe nicht, warum man versuchen muss aus jedem Detail einen Verstoß gegen ein (außerdem recht merkwürdiges) Gerechtigkeitsprinzip zu konstruieren.
     
  8. Technokrat

    Technokrat Mitglied

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    Hä?

    Rabatte, die von der Abnahmemenge abhängen, sind üblich und sinnvoll. "Der kleine Endkunde" wird dabei in keiner Weise benachteiligt.
     
  9. Alexsey

    Alexsey Mitglied

    Ja, weil die Ersparnis (z.B. weniger Arbeitsaufwand, weniger Verpackung,...) durch die Großkunden den Endkundenpreis erst einmal nach unten drückt. Das heisst, durch die einfachere Bedienung von Großkunden wird der Preis im allgemeinen erst einmal günstiger. Da er diese Ersparnis (die auch Du erst einmal als Kleinkunde hast) aber wieder an den Großkunden abgibt, muss er ihn dann auch wieder auf den Preis drauf schlagen. Er könnte auch zwei Kalkulationen machen. Einen für den Kleinkunden, indem er nur die Kosten für die Bedienung der Kleinkunden rechnet. Dieser wäre teuerer als der jetzige ohne Rabattaufschlag, da die Zeit- und Kostenersparnis durch Großkunden nicht mit einberechnet ist (und sollte optimalerweise etwa beim Preis mit Rabattaufschlag liegen). Der zweite Preis wäre nur auf Basis der Kosten für die Großkunden berechnet und dieser Unterschied ist keine Kleinigkeit. Großkunden machen das Leben enorm leichter. Eine solche Vorgehensweise wäre jedoch komplizierter und somit kostenintensiver. Würde also den Preis für Klein- und Großkunden in die Höhe drücken.
    Wenn Großkunden nur so wenig bringen würden, wie Du sagst, wieso sollte dann Quichote Interesse daran haben, ihnen 15% zu geben? Was glaubst Du, warum praktisch alle Onlinehändler ab einem gewissen Betrag die Versandkosten erlassen oder umgekehrt manche Kleinmengenzuschläge verlangen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Januar 2017
  10. mcblubb

    mcblubb Mitglied

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    Sarkasmus on

    Ihr seid die Guten.
    Nun verkauft Ihr an Firmen (das sind die Bösen). Den "Bösen" gebt Ihr Rabatte, die dann vom "kleinen Mann" (die Guten) bezahlt werden müssen.

    Sarkasmus off

    Es ist für viele Menschen schwer verständlich, dass eine Versandpauschale nicht nur Porto beinhaltet. Dass zu einer Lieferung eine Verpackung gehört, dass ein Mensch den Auftrag annimmt, eine Produktionsplanung erfolgt, Verpackt wird etc. wird gerne übersehen.
    Ebenso, dass eine Rechnungsnachverfolgung gemacht werden muss, Abgleichen von Zahlungseingängen, PayPal etc. mit Auftragseingang. Und dass die Menschen, die das machen auch bezahlt werden müssen.
    Es ist manchmal schwer zu verstehen, dass das bei einer komplexeren Bestellung eines Privatmenschen (3kg, 5 Sorten) der Aufwand höher ist als bei einem Gastronom der 10kg und 2 Sorten nimmt. Und die Arbeit daran nicht in 10 s gemacht ist. Beispiel: Für Verpacken, Auftragsbearbeitung, Rechnungsbearbeitung braucht man schätzungsweise 30 min pro Auftrag . Dazu kommen Materialien im Wert von ca. 3 € (Karton, etc.). Und natürlich Porto. 6€ für ein kleines Paket, 8,50 für ein großes.

    Bedeutet: die 3kg Bestellung bringt ca. 70€, davon ab 20€ Arbeitslohn (arbeitgeberanteil!), 3 € verpackung und 6€ Porto. SInd ungefähr 40% vom Gesamtwert
    die 10kg Bestellung bringt 220€, ab 20€ Arbeitslohn, 3€ Verpackung, 8,50€ Porto, Sind ungefähr 20% vom Gesamtwert. Also kann man hier entspannt einen Rabatt geben ohne "ungerecht" zu sein.

    (Ich habe keine Ahnung, ob ich die Daten von Quijote exakt treffe. Bin aber extrem sicher nicht weit weg zu sein)

    Und die maximale Transferleistung ist nun, sich zu überlegen, wie man das in eine Kalkulation einpreist ;-)

    Bei aller meiner Kritik, dass ist einer der für mich am leichtesten nachvollziehbaren Punkte im Geschäftsmodell...
     
  11. ingokl

    ingokl Mitglied

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    Eben, wer sagt denn (bzw. wo soll erkennbar sein), dass die Kostenvorteile bei der Bearbeitung von großen Aufträgen nicht vollkommen ausreichen, um den Großkundenrabatt zu finanzieren? Je nach Kleinstückigkeit meiner privaten Bestellung bin ich gar nicht mal so sicher, ob nicht sogar der Großkunde inkl. seines Rabattes meinen Kilolopreis etwas quersubventioniert;).
     
  12. pingo

    pingo Mitglied

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    Der gefällt mir ;-)
     
  13. mcrob

    mcrob Mitglied

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    @pingo:
    Du hast ja die Kalkulation gepostet und die anderen spekulieren und erklären wie was gemeint sein könnte.
    Was davon ist denn jetzt korrekt? Oder möchtest Du das nicht kommentieren - ist auch OK :)
     
  14. pingo

    pingo Mitglied

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    Habe ich das nicht erklärt? Ich hatte gedacht, ich hätte es erklärt.
    Natürlich subventioniert niemand niemanden. Und wenn, ist es uns aufgrund mangelnder Daten auch nicht klar, ob kleine Privatkonsumenten die großen subventionieren oder genau umgekehrt. Dafür müssten wir ja alle unsere Abläufe exakt erfassen. Tun wir aber nicht.
    Und, was viel wichtiger ist: es ist ja gar nicht so, dass nur Unternehmen diesen Rabatt bekommen. Wir haben mehr als 10 Einkaufsgemeinschaften von Privatpersonen, die im Bekannten-, Freundes-, Familien-, Vereins- und Kollegenkreis den Kaffee weiterverteilen oder einfach Sammelbestellungen machen (teilweise auch hier über KN koordiniert). In diesen Fällen, gibt es ebenso 15 % Rabatt.
    Ich verstehe diese Diskussion hier auch gar nicht. Wo ist das Problem?
     
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  15. CorranHorn

    CorranHorn Mitglied

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    Ich glaube dass die meisten die Kalkulation in der Weise lesen, wie sie auf den ersten Blick geschrieben ist.
    Jedoch hat meiner Meinung Alexsey das schon richtig erklärt:
    Aufgrund der Großkunden ergibt sich ein allgemeines günstiges Preisniveau. Nun entstehen jedoch für den einfachen Kunden 'Mehrkosten" im Gegensatz zu den Großkunden und diese werden separat in der Kalkulation dazu gerechnet.

    Insgesamt finde ich es sehr gut, dass wir als Endkunden die Kalkulation kennen. Jedoch könnte (was ich hier definitiv nicht unterstellen möchte) innerhalb der einzelnen Kostenpunkten Abweichungen von Plan zu Ist vorhanden sind, sodass der geneigte Betrüger hier"Gewinn"verstecken kann. Sodass wir jetzt natürlich die Steuererklärung und Jahresabschlüsse brauchen *Achtung Ironie*

    Ich persönlich finde euer Preis-Leistung Verhältnis sehr gut und werde auch weiterhin bei euch bestellen. Egal ob ich eventuell einen Großkunden mitsubventioniere oder nicht. Denn meinen Preis weiß ich im Vorhinein.
     
  16. omega3

    omega3 Mitglied

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    Das Problem ist, dass ihr der lebende Beweis seid, dass ein Wirtschaften jenseits von "fressen und gefressen werden" und/oder Selbstausbeutung möglich ist - und das auch noch offen kommuniziert.
    So was macht schon misstrauisch... Dann muss sich der einzelne nämlich fragen: Ja, wenn es auch anders geht, trage ich denn meinen Teil zu Positiven bei?
    Solange man der Überzeugung sein kann, dass "die Welt" / "das Wirtschaftssystem" keine andere Wahl lässt, als Täter und Opfer zu produzieren, solange muss man ja auch keine Verantwortung übernehmen und kann wunderbar weitermachen wie bisher...
     
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  17. berlino

    berlino Mitglied

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    .. genau, welches Problem wird hier konstruiert?
    Den Kaffee, den man von Pingo bekommt, ist der Betrag, den ich zahle alle Male wert.
    Pingo, macht weiter.
    bernd
     
  18. pingo

    pingo Mitglied

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    Es gibt mindestens 3 Forenmitglieder, die uns ein Darlehen gegeben haben. Diese kennen unsere JA.......
    Unsere JA weise tatsächlich in den letzten Jahren einen Gewinn aus, da wir jeweils schneller gewachsen sind als kalkuliert. Wir stecken diesen Gewinn allerdings niemals in die eigene Tasche (dies ist uns laut ebenfalls öffentlichem Binnenvertrag auch unmöglich). Die Gewinne wurden genutzt, um unsere Eigenkapitalanteile der einzelnen Kollektivisten zu egalisieren, die Einkaufspreise zu erhöhen, mehr Kollegen in die Firma aufzunehmen und unsere Arbeit so zu verbessern, die Preise niedrig zu halten trotz deutlich steigender Qualitäten und um Rücklagen zu schaffen (z.B. für den neuen Webshop, den es ab ca. MItte 2017 geben soll).

    Und nochmal mit dem Vorschlaghammer:

    Wir schaffen das scheinbar Widersprüchliche tatsächlich: wir haben einen höheren "Return to Origin" (den Anteil, des Verkaufspreises, der an die Produzenten geht) als jede andere uns bekannte Spezialitätenrösterei (siehe http://www.transparenttradecoffee.org/ ) und zahlen uns (Teilhaber, Kollektiv-Anwärter und die wenigen Aushilfen erhalten alle gleich viel pro Stunde) gleichzeitig für die Branche überdurchschnittliche Gehälter aus.

    Das bedeutet: bessere Preise für die Produzenten, günstigeren Kaffee für die Konsumenten und mehr Geld für uns.

    WO IST DAS PROBLEM?
    Ich kann mich gerne mal daran machen, die einzelnen Punkte in der Kalkulation zu erläutern.
     
  19. CorranHorn

    CorranHorn Mitglied

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    Falls es vorhin falsch rübergekommen ist, ich zweifele definitiv nicht an eurer Kalkulation und habe diese vor der Aktualisierung gelesen.

    Ich glaube, dass manche die Kalkulation so verstehen, dass sie aufgrund des Großkunden Rabattes mehr bezahlen müssen.
    Eine Gewinn und Verlustrechnung zu lesen wird auch nicht alltägliches Geschäft der meisten hier sein.
     
  20. pingo

    pingo Mitglied

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    hab ich auch nicht so verstanden....
     

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