Noch eine Kaufberatung

Diskutiere Noch eine Kaufberatung im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, ich hoffe als Neuling nicht direkt in der falschen Kategorie zu posten. Nachdem ich jahrelang Filterkaffee getrunken habe und...

  1. #1 Cortadoconleche, 16.07.2017
    Cortadoconleche

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    Hallo zusammen,

    ich hoffe als Neuling nicht direkt in der falschen Kategorie zu posten.
    Nachdem ich jahrelang Filterkaffee getrunken habe und dann einige Jahre eine Jura Impressa hatte bin ich nun beim Bialetti Espressokocher "angekommen". Obwohl schon besser als die "Plörre" aus dem Vollautomaten, möchte ich nun gerne die Kompromisse hinter mir lassen und endlich eine dauerhaft gute Maschine kaufen, bei der ich noch nach Jahren auf eine gute Entscheidung zurückblicken kann.

    In den nächsten Monaten soll es dann also eine Siebträgermaschine und Mühle sein.

    In Frage kämen für mich folgende Maschinen:

    Bezzera BZ10 S PM
    Rocket Cellini Evo V2
    ECM Mechnika IV Profi
    Izzo Alex Duetto MC500 - Generation III
    Rocket R58

    Als Mühle würde ich die Mazzer El A wählen.

    Ohne jeden einzelnen Parameter der Maschinen zu vergleichen - zu welcher würdet ihr mir raten?
    Zum Kaffeekonsum:

    Morgens 2 X Tassen Cappu
    Mittags 2 X Espresso
    Gelegentlich bei Besuch mehr.

    Meine Fragen:

    Gibt es Modelle, die schon Edelstahl - Wassertanks haben ? Wäre dies nicht sinnvoll bez. Langlebigkeit.
    Wie sinnvoll ist der Dualboiler für o.g. Einsatz? Wie ist der Dualboiler da zu sehen: eher Prestigefrage oder sinnvoll ?
    Lohnt der höhere Preis bei ECM gegenüber z.B. Rocket und Bezzera? Sind z.B. die Bleche besser verarbeitet und die Spaltmaße besser als bei den anderen? Wie ist das eure Meinung / Erfahrung ?
    Was hat es mit dem Drehrad vs. Kipphebeln auf sich? Glaubensfrage / Geschmackssache ? Was ist praktischer ?

    Wer hat die Izzo Alex Duetto MC500 - Generation III ? Ist diese besser als die Rocket R58 ?

    Fragen über Fragen...vielen herzlichen Dank schon einmal für eure Antworten.
    Schönen Sonntag noch

    C.
     
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  2. #2 Kaspar Hauser, 16.07.2017
    Kaspar Hauser

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    Natürlich die BZ10, weil sie meiner am ähnlichsten ist und man immer seine eigene Maschine empfiehlt.
    Außerdem habe ich sie aus gutem Grund nach Abwägung aller (meiner) Kriterien für den Hausgebrauch ausgesucht.
    Mein Verbrauch sind ähnlich wie deiner aus.

    Mich hat das Konzept mit dem elektrisch beheizten Brühkopf mehr überzeugt, als die Heizung per Thermosiphon der E61-Gruppe der anderen Maschinen in deiner Liste.

    P.S.: Die Kipphebel finde ich im Vergleich zum Drehrad megapraktisch! Mit einem Druck von 0 auf 100%, aber auch feinfühlig zu dosieren.
     
  3. Hoba68

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    - Edelstahlwassertanks hat wohl niemand, ist auch unnötig. Die halten lange und kannst ja nach 10 Jahren mal einen neuen kaufen.
    - Dualboiler machen Sinn wegen der genauen Temperartureinstellung für den Kaffeeboiler durch PID. Ist aber nicht, was Du haben müsstest, wäre m.E. eher mal ein Upgrade, wenn Dir dann irgendwann danach sein sollte.
    - Wenn Dir Spaltmasse und die Verarbeitung von Blechen wichtig sind, dann kauf Dir ein deutsches Auto und keine italienische Kaffeemaschine ;). Wenn Dir das wichtig ist, dann kauf eine ECM. Das wird aber den Kaffee nicht verbessern.
    - Kipphebel sind bei hohem Durchsatz sinnvoll, für zu Hause ist es nicht nötig, spielt nicht die grosse Rolle
     
  4. #4 Kaspar Hauser, 16.07.2017
    Kaspar Hauser

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    Genauso wie ein Zweikreiser für zwei Cappu am Morgen, was auch mit einem Einkreiser geht.

    Ich würde es als lieber als Geschmackssache bezeichnen.
     
  5. NiTo

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    Warum?
    Weshalb?
     
  6. Hoba68

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    Ja, ist auch ok.
     
  7. #7 Cortadoconleche, 17.07.2017
    Cortadoconleche

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    Ok, Edelstahltank habe ich abgehakt.
    Einkreiser möchte ich allerdings nicht. Da haben mir Freunde und Kollegen von abgeraten, die selber eine haben und auch regelmäßig einmal Milch aufschäumen. Zudem bin ich gebrandmarkt was das Aufschäumen mit Alternativen geht.

    Bez. Spaltmassen: Mir ging es nur um die Frage, ob zwischen den oben genannten Herstellern wirklich ein wahrnehmbarer Unterschied in der Verarbeitung besteht. Wenn ich mich für die nächsten 10 - 20 Jahre (hoffentlich hält sie so lange) festlege, dann möchte ich mich nicht täglich an solchen Details stören - insbesondere wenn ich 2000 EUR und mehr ausgeben würde.
     
  8. Cliff

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    Schonmal an die Xenia gedacht? Da musst du zwar aktuell noch ein bisschen Wartezeit bis zur Auslieferung mitbringen, aber zumindest mich hat das Konzept so überzeugt, dass ich mich gar nicht mit anderen Maschinen mehr befassen würde, sollte ich mal meine La Pavoni upgraden wollen.
    Siehe auch: [Verkaufe] - X e n i a - 2017
     
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  9. Piezo

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    Ich will jetzt sicherlich keine Grundsatzdiskussion starten, aber den Unterschied wirst du nicht finden. Bezzera und ECM empfinde ich durchaus ebenbürtig.
     
  10. Hoba68

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    Im sichtbaren und wahrnehmbaren Bereich gibt es Unterschiede im direkten Vergleich. Das genau ist ja der Punkt mit dem ECM hervorsticht. Für sich allein betracht wirst Du wenig zu meckern haben an einer Bezzera oder ähnlichem.

    Ist ein persönliches Ding, ich würde den Aufpreis zu einer ECM nie zahlen wollen, wäre es mir nie wert. Preis Leistung ist mir erheblich wichtiger..
     
  11. gemm_

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    Das ist eher dem Namensschild auf der Maschine geschuldet. Die gut verarbeiteten Bezzera (z.B. Mitica) liegen von der äusserlichen Verarbeitung durchaus auf ECM Niveau.
     
  12. #12 Tantris, 17.07.2017
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    Ich würde mir an deiner Stelle noch die Profitec Pro 300 anschauen. Ja, die ist etwas teurer als die bz10, ist aber eine dualboiler Maschine mit PID. Ich habe sie (hatte vorher eine bz07) und bin extrem zufrieden. Der Schaum ist super, und wenn ich mal nur einen Espresso möchte, heize ich den Dampfkessel gar nicht auf. Braucht man Dampf, dauert der Heizvorgang ca 3 Minuten. Für Espresso lasse ich die Maschine meist 15 Minuten aufwärmen, das reicht im Allgemeinen.
     
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  13. #13 yoshi005, 17.07.2017
    yoshi005

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    "Anschauen" ist eine gute Empfehlung. Alle genannten Maschinen machen guten Espresso, die Dualboiler sind etwas besser einstellbar und temperaturkonstanter. Alle sind bei Deinem Nutzerprofil empfehlenswert und langlebig, der Rest hängt von Deinen persönlichen Vorlieben ab.
     
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  14. NiTo

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    Das hängt von der Größe des Brühboilers, der Art der Temperatursteuerung und der Größe / Menge / Geschwindigkeit der Bezüge ab.
     
  15. anak85

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    BZ13 :) so wie von Kaspar Hauser erwähnt. Sehr temperaturstabil!

    Für die Mengen Kaffee sollte die Maschine keine zwei Boiler haben und die Bezzera ist sehr effizient mit 8 Minuten aufwärmzeit. Die BZ10 braucht etwas länger, da das Heizelement 200W weniger Leistung hat.
     
  16. cbr-ps

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    Wirklich temperaturstabilität in der Gruppe? Die von @Iskanda geschilderten Erfahrungen (soweit ich verstanden habe tatsächlich gemessen) mit der elektrischen BZ Heizung z.B. hier lohnt sich ne Rocket? und in anderen Threads erörtert hören sich anders an. Inwieweit das für das Ergebnis in der Tasse relevant ist, wäre extra zu bewerten. Aber elektrisch beheizt = temperaturstabil scheint ein Trugschluss zu sein.
     
  17. anak85

    anak85 Mitglied

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    Ich stimme Iskanda nur bedingt zu. Ja, das Heizelement schaltet die Heizung ein und aus. Aber sie heizt nicht den Kaffee sondern die Messingbrühgruppe, die aus einem Klumpen Messing besteht. Da ist, wie bei allen Brühgruppen, eine hohe Wärmekapazität vorhanden.

    Ich habe die Brühtemperaturen noch nie gemessen, bin aber der Meinung, dass die Schwankungen nur sehr gering sind. Wenn die Maschine mal länger steht gibt es keinen Dampf aus der Brühgruppe, wie es bei manch anderen Maschinen mit Wärmetauscher der Fall ist. Dennoch mache ich immer einen 5 Sekunden Leerbezug bevor ich meinen Siebträger einspanne.

    Alle maschinen nutzen elektrische Heizung, wenn man nicht gerade mit Gas heizt. Die Frage ist nur ob genug Masse vorhanden ist (Tankvollumen / Brühgruppe) um die Temperatur stabil zu halten. Für den Heimgebrauch mit 4-6 Kaffee am Tag kann ich sagen, dass die Bezzera dies vollkommen erfüllt. Unsere Kaffee sind immer identisch vom Geschmack, wenn die Rösterei nicht manchmal Schwankungen bei den Bohnen uns zukommen lässt.
     
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  18. #18 Aeropress, 17.07.2017
    Zuletzt bearbeitet: 17.07.2017
    Aeropress

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    Kein gutes Argument, denn wenn ich den Dampfboiler bei Nichtgebrauch einfach abschalten kann (was bei den meisten Dual Boilern der Fall ist) dann verbrauche ich deutlich weniger Strom, und die aktive Heizung der Brühgruppe der BZ10 läuft auch nicht mit Solarenergie sondern mit dem Saft aus der Steckdose. :) Mich würde das sehr wundern wenn der Verbrauch einer BZ10 (oder auch BZ13 was ja nur die gleiche Maschiene in Luxusversion ist) günstiger läge als bei einem gängigen Dual Boiler. Und sowas wie eine Dalla Corte Mini zeigt der BZ10 beim Energieverbrauch aber ganz sicher mal die Rücklichter. Nicht das die schlecht wären aber Energie ist hier sicher kein Argument. Das könntest Du bringen wenn Du einen Einkreiser empfehlen würdest.
     
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  19. anak85

    anak85 Mitglied

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    Wasser aufwärmen braucht Strom, das ist klar :) Ich denke man muss eine Balance finde zwischen Kesselvolumen für die Temperaturstabilität und unnötigen Volumen, welches zusätzlich aufgeheizt werden muss. Da finde ich 1,5 Liter gesamt schon sehr passend. Größere Vollumen sind natürlich immer stabiler von der Temperatur her, brauchen aber mehr Energie zum aufheizen.

    Die Dalla Corte Mini hat 0,5 Liter + 1,5 Liter Kessel. Wie 2 Liter mit weniger Energie beheizt werden können als 1,5 Liter einer BZ13 ist mit nicht ganz klar. Die Corte Mini hat kleinere Heizelement, was einfach bedeutet es dauert länger...
     
  20. cbr-ps

    cbr-ps Mitglied

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    Sorry, aber "Meinung" ist mir hier als Argument zu schwach, insbesondere, wenn die Temperaturstabilität als Tatsachenbehauptung in den Raum gestellt wird. Ob das wirklich für ein Durchschnittsergebnis relevant ist, sei mal dahingestellt. Aber wenn es das nicht sein sollte, wäre es auch keiner Erwähnung wert.
    Ich werde mir bei Gelegenheit mal Messequipment zulegen und meine Strega messen, um vom Spekulationslevel wegzukommen.

    Äpfel vs Birnen - nur ein Bruchteil der Maschinen hat eine elektrische Brühgruppenheizung und es dürfte kaum eine ernstzunehmenden Kesselheizung geben, die die von Holger erwähnte Hysterese von 14 Grad hat. Damit wäre wohl kaum was zu reißen.
    Hier muss man für eine ernsthafte Diskussion schon etwas differenzierter rangehen.

    Glückwunsch, das kriege ich nicht hin. Wobei ich nicht zu beurteilen vermag, ob es an schwankender Temperatur liegt, denke aber eher nicht.
     
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