Orione 3000 + GREAF CM 800: Mache ich das so in etwa richtig?

Diskutiere Orione 3000 + GREAF CM 800: Mache ich das so in etwa richtig? im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Liebe Kaffeefachkräfte, ich bin ziemlich neu in der Espressozubereitung. Eigentlich wollte ich nur mal eben von vorgemalenem Espresso in einer...

  1. #1 Kickin Beans, 09.06.2020
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    Liebe Kaffeefachkräfte,

    ich bin ziemlich neu in der Espressozubereitung. Eigentlich wollte ich nur mal eben von vorgemalenem Espresso in einer Siebträgermaschine mit so einem "Doppelterboden-Sieb" eine Stufe aufsteigen und habe dann gemerkt, dass man sich dabei relativ schnell in den Wahnsinn treiben kann - vielleicht gerade auch dann, wenn es einem zu Schade erscheint die Testespressi zu entsorgen.

    Jedenfalls das Wichtigste schon mal vorweg: Die meisten der jüngst produzierten Espressi schmecken mir sehr gut. Trotzdem stellen sich mir noch ein paar Fragen. Ich habe schon die Suchfunktion bemüht und zu allem etwas gefunden, aber absolut sicher bin ich mir dennoch nicht. Ich habe auch schon ca 2 Stunden in dem 39 Seitigen Konvolut diverser Fragen und Antworten zu der 820 (?) geblättert...

    Ich schildere mal kurz mein Vorgehen nebst Fragen und würde mich freuen, wenn ich einfach dazu eine Rückmeldung erhalten könnte, falls ich gravierende Fehler mache. Vielleicht hilft es ja sogar noch weiteren Einsteigern.

    Ich habe erstmal versucht den passenden Mahlgrad zu finden. Ich hatte ihn fast, war aber schon im ganz feinen Bereich der der Mühle. Habe sie dann aufgeschraubt und gemäß Anleitung an dieser Krone verstellt. Plötzlich war sie sehr grob eingestellt, obwohl ich zwei Zähne in die richtige Richtung gestellt habe. Ich weiß nicht, was genau passiert ist, eventuell habe ich sie falsch zusammengebaut. Habe das Vorgehen nochmal wiederholt und jetzt bin ich so ungefähr bei 15 von 40 und würde sagen das ist gut bis kurz vor zu fein, da das Mehl etwas klumpt. Die Extraktionszeit pendelt noch sehr stark zwischen 20 und 45 Sekunden aber das spricht ja eher für eine ungenaue Dosierung der Menge? Bei gut 30 Sekunden (50 ml) schmeckt mir persönlich der Espresso am Besten, aber ich hätte natürlich gerne, dass er so bei 25-30 am Besten schmeckt. Ich glaube auch, dass ich einen Fehler schon gefunden habe. Schätze, dass die Temperatur etwas zu niedrig ist. Der Espresso ist zwar brutal heiß, aber die Heizung schaltet sich immer während des Bezuges ein. Seltsamerweise scheint es gar nicht so sehr davon abzuhängen, welche Menge an Wasser durchläuft sondern, wie lange es dauert. (Das Wasser im Tank hat Zimmertemp.) Ich habe mir schon Einiges zum Temperatursurfen durchgelesen und mache es so:

    Ich heize vor. Dann lasse ich Wasser durch Sieb und Siebträger in die Tasse laufen bis die Heizung angeht. Das sind bei mir so 50-60 ml.(Ist das normal? Das kommt mir wenig vor.)

    Dann trockne ich den Siebträger ab, male, wiege, male nochmal was dazu, wiege erneut, verteile, Tamper, Tamper nochmal weil ich es verkackt habe... Das dauert dann schon eine Zeit und vielleicht ist das auch der Fehler. Aber verzeiht die Maschine wirklich so wenig Trödelei?

    Ich hab dann aber meisten trotzdem ein ganz gutes Ergebnis. Die Crema ist haltbar und sogar etwas gestreift. Sie kommt wieder nachdem ich durchgerührt habe. Der Espresso schmeckt gut zuerst nach Marzipan und die leere Tasse riecht nach Schokolade. Manchmal kommt mir die Crema etwas hell vor. Ich nutze immer das 2er Sieb und 16gr. Mehl (Waage wiegt jedoch nur auf 1 g genau) Die Bohnen sind die Hausmischung von Coffecircle. (Will mich jetzt mal hier lokal umsehen).

    Jetzt genieße ich endlich den Espresso... und muss aber dabei schon an das Reinigen denken. Es gibt ja jetzt, denke ich, zwei Möglichkeiten:

    1. Möglichkeit: Ich trinke den Espresso und klopfe den Puck aus. (Der kommt immer easy raus, hat einen Abdruck von der Schraube und manchmal ganz leicht Pünktchen vom Sieb, ist fest und "trocken".) Dann wasche ich den Siebträger inkl. Sieb mit Wasser aus und trockne ihn ab ohne das Sieb rauszunehmen. Anschließend lasse ich nochmal Wasser durch die Dusche laufen und wische mit einem Baumwolltuch in der Dusche rum. An dem Tuch hängen manchmal ein paar Körnchen.

    2. Möglichkeit: Ich schalte die Maschine ab und trinke den Espresso in Ruhe. Dann klopfe ich nur den Puck raus. Würde das reichen, wenn ich am selben Tag wieder einen Espresso mache und dann ja sowieso wieder einen Leerbezug mache? Über Nacht würde ich natürlich immer nach Möglichkeit 1 verfahren.

    Lässt man den Siebträger besser in der Maschine oder lagert man ihn in abgeschraubten Zustand? Ersteres hätte ein feuchtes Klima zu Folge (gammel?) und abgeschraubt kommt viel Luft an Dichtungen? Härten die dann aus? (Beim Heizen ist klar: drinne)

    Also ganz klar ist, dass ich noch Erfahrungen sammeln muss in der Dosierung und dem allgemeinen Handling. Schön wäre es, wenn ich eine Rückmeldung zur Reinigung bekommen könnte und ob es tragisch ist, wenn die Heizung während des Bezuges angeht. Falls Ihr natürlich in meinen Ausführungen irgendwas total dämliches entdeckt: Bitte raus damit!

    Danke schon mal!
     
  2. Sekem

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    Viele Fragen.......
    Du hast einen Durchlauferhitzer (Thermoblock). Das der sich einschaltet während des Bezuges ist völlig normal. Um immer die gleiche Ausgangstemperatur zu haben: Siebträger mit Kaffeemehl einspannen, warten bis Heizung an- und wieder ausgeht und sofort dann den Bezug starten. Für meine Espressobohnen mit hohem Robustaanteil (60%) ist mir das allerdings zu heiß. Leerbezüge mache ich keine. Der ST hängt ja direkt unter dem heißen Thermoblock und ist nach 15 Minuten Maschine an gut heiß.

    Kauf dir für'n Zehner in der Bucht eine von diesen Chinawagen, die auf ein Zehntel genau wiegen. Du weißt, das die Graef viel Totraum hat und die Einstellung schwer zu finden ist? Es geht, aber wie ich hier immer wieder lese, verzweifeln auch einige daran.

    Die QM-Siebe vertragen m.E. zwischen 14 und 16 Gramm an Mehl. Nach einer Zeit mit 16 Gramm bin ich inzwischen wieder bei 14,5. Das ergibt nach 25-30 Sekunden dann die gewünschten 29 Gramm Espresso (+/-) nicht Milliliter! Da die Crema ein anderes Gewicht hat und unterschiedliche Bohnen unterschiedlich viel Crema haben ist Milliliter kein Maß. Bei meinen Robustabohnen lasse ich dann noch etwas weiter laufen bis ca. 35 Gramm, aber das ist eine andere Sache.

    Ich reinige nach "Möglichkeit 1". Die Löcher kleben richtig zu, wenn das Mehl darin trocknet - da muss sonst dann die Spülbürste ran. Das Sieb nehme ich raus, wische auch mal von unten und schaue mal durch, ob (fast) alle Löcher offen sind. Ich trockne allerdings nicht ab, das überlasse ich der (Rest-) Hitze der Maschine. Meine 0820 bleibt übrigens, wenn ich daheim bin, den ganzen Tag an. Gemessene Stromkosten in 10 Stunden inkl. 4 Bezügen = 15 Cent. Da gammelt auch nix feuchtes, die Resthitze trocknet alles.
    Ich hatte übrigens mal ein fast komplett zugesetztes Duschsieb. Das einmal drunter wischen, drückt wohl die Reste hinein. :( Auch läßt der Geschmack nach, wen das Duschsieb zu "dreckig" wird - also alle paar Tage mal abschrauben und reinigen. (Achtung auf Feder und Stift!!!)
     
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  3. #3 Kickin Beans, 09.06.2020
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    Hallo Sekem,

    ja viele Fragen. Danke, dass Du dir die Zeit genommen hast.

    Die Leerbezüge mache ich, weil ich auch die Tasse wärme und es bei mir mit unter Umständen ganz schön lange dauen kann, bis die Heizung von alleine an- und ausgeht. Aber vielleicht bekomme ich das mit der Zeit noch besser getimed. Wahrscheinlich spielt es bei mir im Moment auch noch gar keine so große Rolle, ob die Temperatur wirklich jedesmal ganz genau gleich ist, da ich in allem anderen derart ungeübt bin. Jedenfalls gut zu wissen, dass es nicht schlimm ist, wenn die Heizung angeht. Ich hatte befürchtet, das bedeute, die Temperatur des Blocks wäre unter einen bestimmten Wert gefallen und bei durchlaufendem Wasser hätte der Thermoblock keine Chance mehr gegen die "Kälte" des Frischwassers anzukommen, sodass die Temperatur massiv weiter abfallen würde.

    Bzgl der Schwächen der Mühle weiß ich bescheid. Ich finde es auch nicht optimal. Seitdem ich die grob Einstellung geschafft habe und in jede Richtig noch Reserven habe, bin ich erstmal optimistisch. Sicher ist auch: Selbst mit einer super Mühle würde ich nicht mit Sicherheit sagen können, ob ich den Mahlgrad perfekt getroffen habe. Dazu fehlt mir einfach die Erfahrung. Letztendlich geht es mir auch in erster Linie darum leckere Getränke zu produzieren. Klar, ich will auch ein bisschen optimieren und ausprobieren, aber ich will es auch so einfach, wie möglich halten. Ich strebe jedenfalls keine Perfektion an, sofern sie überhaupt existiert. (Obwohl ich es interessant und faszinierend finde, was hier im Forum so abgeht)

    Danke für den wichtigen Tipp bzgl der Menge. Bevor ich eine neue Waage habe, stelle ich bei dieser hier erstmal 15 gr. ein, dann bin ich schon mal ungefähr im passenden Bereich. Ich habe nämlich auch schon festgestellt, dass man bei 16 gr. und ungenauer Waage Gefahr läuft überzudosieren und dann steigen Druck und Extraktionszeit plötzlich enorm schnell und heftig.

    Ich kann mich nur nochmal ganz herzlichst bedanken!

    Das Abschrauben, werde ich definitiv machen!

    Ich probieren es jetzt erstmal mit etwas geringerer Dosierung und dafür noch ein hauch feinerer Mahlgrad. Irgendwann muss ich mich dann nochmal mit dem Thema Wasser beschäftigen. Momentan nehme ich Black Forest (weil es das in Glasflaschen gibt) und schütte ein Schluck Leitungswasser dazu. Wir haben hier um die 20° dh. Am liebsten wäre mir so ein kleiner Aufsteckfilter, aber ich hab auch schon wieder Horrorstries gelesen, von PH-Wert Messungen und dass das Wasser zu sauer werden könnten und die Maschine angreifen könnte etc.

    Für heute muss ich die Experimente allerdings erstmal deutlich begrenzen bevor mein Herz es der Vibrationspumpe gleichtut.
     
  4. #4 Sebastiano, 09.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 10.06.2020
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    Wenn Dir die 'normale' Brühtemperatur bei Anwendung der von Dir beschriebenen Reihenfolge zu heiß erscheint, so ist das nicht verwunderlich. Wird nämlich der gefüllte Siebträger zuerst eingespannt, dann abgewartet bis die Heizung einschaltet und wieder ausschaltet, so wird das dem Kaffeemehl nicht gerade förderlich sein, weil das Kaffeemehl im Siebträger etwas überspitzt gesagt leicht 'nachgeröstet' werden könnte…

    Reihenfolge beim Caffé-Bezug beachten. der gefüllte Siebträger sollte erst dann eingespannt und der Bezug dann sofort gestartet werden wenn die Heizung soeben abgeschaltet hat. So startet der Caffè-Bezug sicher reproduzierbar mit der standardmäßig höchsten Brühtemperatur. Falls eine höhere Brühtemperatur gewünscht wird – was je nach gewünschtem Geschmacksprofil oder speziell bei heller gerösteten Arabica-Bohnen sinnvoll sein kann – so ist dies mit den Mono-Thermoblockmodellen 0820, 3000 und baugleichen sehr leicht auch ohne PID-Steuerung durch. Aktives Temperatursurfen .möglich.

    Wichtig, um eventuellen Brühtemperatur-Fehlinterpretationen oder Missverständnissen vorzubeugen:
    Es ist zwar grundsätzlich bei jedem Heizsystem völlig 'normal', dass sich die Heizung thermostatgesteuert in Intervallen ein/aus-schaltet. Die Temperaturstabilität und die Heizintervalle 'verlängern' sich, je intensiver das Gesamtsystem aufgeheizt ist.
    Indes – Quickmill Thermoblockmodelle ohne PID-Steuerung haben eine relativ große Hysterese, und dass sich die Heizung während des Bezugs einschaltet 'kann' vorkommen, sollte aber keineswegs als 'normal' geschweige denn als 'wünschenswert' im Sinne eines 'kontrollierten' Caffè-Bezugs dargestellt werden. Die Thermoblockheizung arbeitet flink und sehr direkt, sie sollte möglichst nicht während des Bezugs einschalten, weil es dadurch - je nach Durchflussrate - zu ungewollter/unkontrollierter Erhöhung der Brühtemperatur kommen könnte, was dem Ergebnis in der Tasse in der Regel nicht förderlich sein dürfte. Um dies möglichst zu vermeiden sollte der Caffè-Bezug genau nach dem Abschalten der Heizung gestartet werden. Abgesehen von sehr speziellen 'Brühtemperatur-Spielereien' während des Bezugs, die zwar möglich sind und die speziell beim Dual-Thermoblock Modell 3004 auch durchaus sinnvoll sein können, weil damit das Aktive Temperatursurfen nicht in der Weise möglich ist wie mit Mono-Thermoblockmodellen. Diese 'Brühtemperatur-Tricks' könnten vom erfahrenen Thermoblock-Barista genutzt werden, aber das im Detail zu erörtern würde hier den Rahmen sprengen…

    Nun, da kam ich mit meinem Post etwas zu spät, um die befürchtete Fehlinterpretation aufgrund der wohl gut gemeinten, aber missverstandenen Darstellung von @Sekem zur Wirkung der Heizintervalle auf die Brühtemperatur und damit das Ergebnis in der Tasse noch vor Deinem Post ins rechte Licht zu rücken… Denn eine möglichst reproduzierbare Brühtemperatur ist sehr wohl von Bedeutung – speziell für Dich als Novize – um Erfahrungswerte für Dich vergleichbar machen zu können. Bereite einen Kaffee mit drei unterschiedlichen Brühtemperaturen und Du wirst drei unterschiedliche Ergebnisse in Deiner Tasse haben.
    Für möglichst reproduzierbare Ergebnisse empfehle ich die hier weiter oben beschriebenen Brühtemperatur-relavanten Dinge…

    Viel Erfolg und Gruß, Sebastiano

    Edit: Typo
    .
     
    Espressotanta, benötigt und Sekem gefällt das.
  5. #5 Kickin Beans, 09.06.2020
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    Hallo Sebastiano,
    auch dir vielen Dank!

    Bisher habe ich noch nicht mit Kaffemehl im Sieb "gewartet", weil ich mir ebenfalls dachte, dass das Mehl dafür zu empfindlich sein könnte. Es ist ja auch schon warm im Siebträger und die Aromen verflüchtigen sich dann sicherlich auch schneller. Da scheint ein Missverständnis entstanden zu sein. Das hatte ich eben vergessen zu erwähnen. Und so entsteht mein Dilemma: Ich brauche einfach sehr lange bis ich mit malen, messen und tampern zuende bin. Dann ist die Heizung schon wieder eine Weile aus und ich stehe da mit heißem Siebträger mit frischem Kaffeemehl... Dann hab ich nur noch die Wahl direkt loszubeziehen oder zu warten... Beides nicht so toll. Deswegen muss ich das irgendwie timen. Ich könnte das höchsten beschleunigen, indem ich nach dem Tampern nochmal Wasser abzapfe...

    Dampfheizung wenige Sekunden zuzuschalten, habe ich auch mal ausprobiert, damit hatte ich auch ein super Ergebnis, dachte jedoch, bei einer klassischen Röstung sollte es doch auch ohne diese Kniffs gehen. Jedenfalls werde ich sie auch noch länger vorheizen lassen. Dann habe ich wenigstens auch schon mal mehr Wärme gespeichert und damit mehr Puffer.

    Ich werde der Temperatur künftig mehr Beachtung schenken.

    Nochmal Danke und viele Grüße
     
  6. #6 Kickin Beans, 13.06.2020
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    Hallo zusammen,

    ich habe eure Tipps soweit beherzigt und wollte noch ein kurze Rückmeldung geben, dass sie mir geholfen haben. Insbesondere die 12-Euro-China Investition hat sich positiv ausgewirkt. Mein Temperatur-Timing ist noch immer nicht wirklich gut, aber ich versuche einfach zu "flushen", wenn ich fast alles andere erledigt habe. Dann muss ich zwar manchmal noch 30-60 Sekunden warten, aber in der Zeit sollten sich hoffentlich nicht zu viele Aromen verflüchtigen und der Siebträger nicht zu stark abkühlen. Oft sieht mein Puck etwas gebirgig am Rand aus, aber das habe ich hier schon öfter gelesen und ich hoffe einfach mal, dass es kein Channeling ist. Das würde ich hoffentlich schmecken. Es ist auch so, dass ich den Puck nicht ausklopfen muss: Er fällt von ganz alleine raus, sobald ich den Siebträger umdrehe. Das hat hoffentlich nichts (Schlechtes) zu bedeuten.

    Beste Grüße
     
  7. Sekem

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    Geht bei meiner auch so.
    Das gebirgige am Rand ist nicht so gut. Das Mehl gut verteilen, ich klopfe den ST mal auf den "Tisch" und dann tampen.
     
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  8. #8 Fränk B., 13.06.2020
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    hi,

    meinst du das Gebirgige am Rand nach dem Bezug? das ist normal, kommt von dem Duschsieb


    Grüße,

    Fränk
     
  9. #9 Sebastiano, 13.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 13.06.2020
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    Nach intensiven Versuchen gebe ich auf – egal ob Einer- oder Zweier-Sieb, ich schaffe es einfach nicht das hier als. 'normal' .dargestellte. 'Gebirgige' .in meinem Filtersieb zu erzeugen – die Puckoberfläche bleibt bis zum Rand immer gleichmäßig glatt, höchstens mal ein leichter Abdruck des Schraubkopfs der Brühkopfschraube…

    Auch der in diesen Beiträgen ähnlich 'gebirgige'.konzentrischen Scherbruch .will mir einfach nicht gelingen:
    Könnte es vielleicht daran liegen, dass bei meinen Quickmill-Thermoblockmaschinen (die haben ein • Rückschlagventil federgelagerter Ventistift in der Brühkopfhohlschraube) nach jedem Caffè-Bezug der Abbau des Restdrucks im Filtersieb 'vorwärts' durch den Auslauf des Filtersiebes erfolgt, denn darum tropft der ja nach dem Bezug manchmal etwas nach…

    Was mache ich falsch…?

    Gruß, Sebastiano
    .
     
  10. #10 Fränk B., 13.06.2020
    Fränk B.

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    hi,

    hängt doch mit der Füllhöhe zusammen, vielleicht nimmste einfach weniger Pulver?! ich lasse übrigens den Träger solange drin, bis z.B. die Milch soweit ist. Der Puck ist trocken + lässt sich total easy abschlagen


    Grüße,

    Fränk

    p.s. vielleicht reden wir auch von unterschiedlichen Dingen (kann derzeit hier keine Bilder ansehen, schlechter Handyempfang)
    ich meine den Abdruck des Duschsiebes nach dem Bezug, da das Sieb am Rand nach oben gebogen ist, ist dementsprechend der Rand des Pucks auchnauch oben gewölbt. Hab auch (beim 2er) keinerlei Probleme mit Chaneling
     
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  11. #11 Kickin Beans, 15.06.2020
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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Antworten und entschuldigt bitte meine verspätete Rückmeldung. War gestern etwas angeschlagen.

    Ich mache morgen mal ein Foto vom Puck.

    Bei mir sieht es am ehestens so aus wie bei dem von Sebastiano verlinkten Beitrag "Anfängerprobleme mit Quickmill + Mahlkönig Vario Home"

    Die Bilder sind mir auch teils schon bekannt und ich habe Diverses ausprobiert (klopfen vor Tampen, umrühren mit Gäbelchen, zuerst den Rand Tampen). Am besten sieht es tatsächlich aus, wenn ich weniger befülle, aber da muss ich schon an die 14 g gehen und das schmeckt man dann auch.

    Vielleicht liegt es wirklich am Quellen des Mehls. Das Duschsieb verläuft ja an der Seite schräg nach oben. Vielleicht drückt sich das Mehl einfach nach dem Bezug am Rand etwas nach oben oder es reißt beim Rausdrehen ab. Ich hab den Puck auch mal aufgebrochen, konnte aber keine Unregelmäßigkeit feststellen.
     
  12. #12 Sebastiano, 15.06.2020
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    Quellverhalten. Unterschiedliche Kaffee-Sorten zeigen ein unterschiedliches Quellverhalten. Ich beobachte zum Beispiel bei Äthiopischem Yirgacheffe ein kaum zu bändigendes, überaus starkes Quellen wenn er 'zu frisch', also etwa einige Tage nach der Röstung, verwendet wird. Das führt zwangsläufig zu einer Verringerung der Füllmenge – aber eine 'zu frische' Verwendung ist aus geschmacklichen Gründen aber ohnehin nicht zu empfehlen…

    Entahme des Siebträgers nach dem Caffè-Bezug. Hier noch eine zwar eher seltene, aber dennoch mögliche Ursache für das Aufbrechen der Puckoberfläche:
    Wie lange wartest nach Bezugsende Du mit dem Ausspannen des Siebträgers?
    In der Regel baut sich der Restdruck im Filtersieb innerhalb 30-40 Sekunden vollständig ab. Das geschieht systembedingt langsam 'vorwärts' durch den Siebträger-Ausfluss, darum kann es eventuell auch nachtropfen.
    Entnimmst Du den Siebträger deutlich früher, dann könnte es unter Umständen passieren, dass der Restdruck eben oberhalb der Puckoberfläche entweicht und, je nach Konstellation, durch eventuell 'nachströmende' Luft/Feuchte die Puckoberfläche von untern her 'aufreißt'. Das hätte dann nicht ursächlich etwas mit dem Caffè-Bezug zu tun und würde sich auch nicht geschmacklich auswirken – es könnte lediglich eher eine Verschmutzung des Brühkopfs durch hochpressenden Kaffeeschmand/Krümel entstehen – und die aufgerissene Puckoberfläche könnte zu Fragen führen, wie hier diskutiert… ;)

    Probiere oder berichte bitte mal…

    Gruß, Sebastiano
    .
     
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  13. #13 Kickin Beans, 15.06.2020
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    Es kann schon sein, dass ich etwas schneller, als 40 Sekunden bin. Eine Weile warte ich zwar, aber es kann schon sein, dass es eher 30 Sekunden sind. Ich lasse ihn morgen mal zwei Minuten drin und schau mal nach.

    Dass meine Bohnen zu frisch sind glaube ich nicht. Es sind noch knapp 18 Monate bis zum Ende des MHD. Schätze eher, dass sie schon fast zu alt sind, nach allem was man hier so liest. Das ist jetzt die dritte Sorte und ich hatte die unruhige Oberfläche bei den anderen Bohnen auch. Aber dass er quillt ist klar und Kontakt zum Duschsieb hat er auch. Das sieht man an der Schraube und manchmal am Abdruck vom Sieb. Ich denke aber, dass vor dem Bezug noch kein Kontakt stattfindet. Ich spanne den Siebträger morgen vor dem Bezug nochmal kurz ein und aus. Dann müsste man ja sehen, ob die Oberfläche angekratzt wurde.

    Was ich mir noch vorstellen könnte: Das Sieb ist ja zum Rand hin schräg und es ist sogar eine Kante vorhanden. Wenn das Kaffeemehl quillt drückt es möglicherweise sich in die Kante und kann sich dort leichter festsetzen/einklemmen. Nur so ein Gedanke, halte das auch eher nicht für sehr wahrscheinlich.
     
  14. #14 Kickin Beans, 16.06.2020
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    Hier kommt wie angekündigt die Rückmeldung:

    Es scheint wirklich ein Tick zu viel Kaffeemehl gewesen zu sein. Als ich den Siebträger ein- und ausgespannt habe, hing eine dünne Schicht am Duschsieb. Darauf hin hab ich gut ein halbes Gramm weniger genommen und es blieb nichts hängen. Da ich den Mahlgrad auch etwas feiner gestellt habe und weniger Espresso bezogen habe, war der Geschmack auch gut. Die Crema war etwas hell und weniger dick, aber die Bohnen sind auch nicht der Hit, schätze ich. (Habe welche von der Mainzer Kaffeemanufaktur genommen und die haben hier scheinbar Einige nicht überzeugt. Hinzu kommt das wahrscheinlich grenzwertige Alter.)
     
  15. #15 Kickin Beans, 17.06.2020
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    Jetzt ist es doch wieder passiert. Sieht nicht sehr gravierend aus: aber dennoch deutlich.

    Waren genau 14 Gramm laut Waage. Es sind ca. 40 Gramm in 28 Sekunden durchgelaufen.
     

    Anhänge:

  16. #16 Sebastiano, 17.06.2020
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    Applaus…;)
    Und… wie hat Dir der Caffè geschmeckt…?
    Und: #12…?
    .
     
  17. #17 Kickin Beans, 18.06.2020
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    Die haben wirklich nochmal eine Nummer besser geschmeckt. Ich hatte zwar zu Anfang gedacht, dass ich sensorisch nicht unbedingt zu in der Lage bin einen Unterschied zu schmecken. Er wurde aber dann doch noch runder.

    Leider sieht man aber ja doch noch diese kleinen Pünktchen und Gräben am Rand...

    #12: Dachte, dass ich genug gewartet habe, es kann aber sein, dass mich mein Ergebnis doch kurz abgelenkt hat. Ich habe es nicht mehr im Kopf. Ich lasse den Espresso aber meist sowieso noch einen Moment stehen, da es ja noch ordentlich tropft, bevor der Druck abgebaut wurde.

    Es ist wirklich schon eine Herausforderung. Heute hatte ich einen Rückschlag, denn es lief zu langsam, obwohl ich eigentlich nichts verändert hatte. Ich vermute, dass es bei meinen Bohnen gerade so ist, dass der Mahlgrad genau zwischen zwei Stufen liegt, denn es ist nach dem Verändern des Mahlgrades ganz gut und wird dann schlechter. Wahrscheinlich bildet sich ein Gemisch aus Mehl im Totraum und Mehl der neuen Einstellung. Über die Menge kann ich es ja jetzt nicht mehr so gut steuern, da bei 14,2 Gramm das Maximum zu sein scheint und deutlich unter 14 Gramm will ich nicht gehen: Das kommt mir dann dünn vor.

    Werde aber bald eine neue Sorte testen und die muss ich bestimmt sowieso ein Stück gröber malen und ich hoffe, dass die Mühle dann leichter einzustellen ist. Wenn nicht muss ich sie wieder aufschrauben... Das ist der Preis für die günstige Mühle
     
  18. Sekem

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    Das Doppelsieb fast durchaus auch noch 16 Gramm. Ich arbeite aber auch mit ca. 14.5 Gramm.
    Deine dann 40 Gramm in der Tasse wären mir zu dünn. Ich halte mich das eher an die 1:2 Regel, habe also dann 28 bis 30 Gramm in der Tasse.
    Wenn du die Tasse unter dem Siebträger stehen lässt, tropft dir all das bittere Zeug rein, das du nicht haben willst.
     
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  19. #19 Kickin Beans, 20.06.2020
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    Sekem, danke für den wertvollen Tipp. Also ausschalten und direkt weg mit der Tasse!

    Wenn ich nur 30 Gramm in der selben Zeit laufen lasse, wird der Druck noch höher. Ich bin oft schon so bei 13 Bar und ich habe hier mal gelesen für Vibrationspumpen wären 12 (gerade noch?) okay. Andererseits: Hätte ich eine Maschine ohne Manometer, wüsste ich davon nichts und das scheint sich ja dennoch bewährt zu haben.

    Leider hat sich auch der unruhige Puck-Rand wieder eingestellt, trotz geringer Menge, und ich habe extra lange gewartet, bevor ich den Siebträger ausgespannt habe. Ich hoffe, dass es am Quellen und "festkleben" liegt. Er quillt definitiv gegen das Duschsieb, denn man sieht richtig den Abdruck und ich hatte heute nur 13,9 Gramm auf der Waage.
     
  20. Sekem

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    1.437
    Zum einen, vergiss erstmal den Druck. :)
    Was du da siehst ist nicht der Druck, der am Puk anliegt. Den siehst du nur auf einem Manometer, das am ST angeschraubt ist.
    Um anderen, der Abdruck der Schraube ist bei QM, im Gegensatz zu anderen Maschinen, völlig normal.
     
    Kickin Beans, Sebastiano und cbr-ps gefällt das.
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Orione 3000 + GREAF CM 800: Mache ich das so in etwa richtig?

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