Preinfusion s Flowrates und Zeiten.

Diskutiere Preinfusion s Flowrates und Zeiten. im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo verehrtes Publikum, ein bisschen aufregend ist so ein erster Thread ja doch. Ich würde gerne Mal aquirieren, was Ihr so für Preinfusions...

  1. 00nix

    00nix Mitglied

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    Hallo verehrtes Publikum,
    ein bisschen aufregend ist so ein erster Thread ja doch.

    Ich würde gerne Mal aquirieren, was Ihr so für Preinfusions Zeiten nutzt und falls einstellbar und messbar, welche Flowrates Ihr habt.

    Seit ich bei meiner Rancilio S26 arg ins überhitzen gekommen bin durch meine FoT C304 und den Nadelventil Bypass, bzw die schwache HX Konstruktion der Maschine, hat sich einiges getan:

    Umstieg auf eine Nuova Simonelli Premier V, Umrüstung dieser auf die gleiche Pumpe und erstmal den Nadelventil Bypass nur auf der linken Gruppe.

    Der Druck lässt sich nun wunderbar über die kleinen PWM Steuerung auf der Maschine einstellen, ohne diese öffnen zu müssen.
    Theoretisch ließe sich auch per Hand ein Fluss-Profil fahren aber dafür bin ich dann doch zu faul.

    Dies realisiere ich nun momentan über eine voreingestellte Flusseare am Nadelventil Bypass und einen Schalter der neben der Maschine liegt.

    Der Shot Ablauf sieht dann ungefähr so aus:
    4ml/sec Preinfusion bis zum ersten Tropfen (können schon Mal 15sec vergehen) und dann Schalter aus um auf vollen Durchfluss zu stellen.
    Dieser liegt bei ca 7,5ml/sec bis 8ml/sec.
    Hängt ein bisschen davon ab, wie voll der Tank ist.
    Die Maschine hängt noch nicht am Hauswasser sondern an einem 10l Tank, ca 1m über der Maschine.
    So muss die Pumpe relativ viel arbeiten. Hat aber locker Power für 15bar gegen das Blindsieb.

    Wenn ich möchte, kann ich den Bypass natürlich wieder zuschalten sollte der Shot zu schnell laufen.

    Jetzt kommt Ihr:

    Was sind eure Flussraten, wie lange geht eure Preinfusion oder ist das alles Käse

    Ein schönes Wochenende allen!
    Anbei ein Video von der momentanen Einstellung des Bypasses
     
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  2. #2 Zuvca, 01.09.2019
    Zuletzt bearbeitet: 01.09.2019
    Zuvca

    Zuvca Mitglied

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    gute fragestellung! ich habe einen needlevalvemod der nicht auf dem bypass liegt sondern im kaltwasserzulauf. die flussate regle ich "on the fly". ich habe ziemlich viel rumexperimentiert was ich gut finde und dabei für mich rausgefunden, dass es sehr auf die bohne ankommt. ich trinke nur hellen filterroast als espressoshot. ich nutze als minimale FR 1.5g/s für einen slayerlike shot, dann auf max von knapp 6g/s. allerdings finde ich diese zubereitungsart in vielen fällen als nicht wünschenswert für mich. alles wird sehr rund, die kanten werden abgeschliffen, die säure geht deutlich zurück, die caramels hoch und der shot wird sehr "dunkel" geschmacklich gesprochen : ), andererseits mehr körper und textur. es geht aber eben etwas das charakteristische verloren. das funktioniert für mich nur bei manchen bohnen (zB bei etlichen äthiopiern, die etwas blass waren und dadurch richtig geil wurden). bei anderen bohnen fand ich den straight shot ganz ohne PI am besten (außer der vibra PI ; )) es gab einen rwanda, der wurde am besten, wenn ich keine PI gemacht habe, aber die flowrate durchgängig auf 4g/s gesetzt hatte.
    was also die PI angeht, schmeckt mir meistens eine regelung am besten, bei der für ca 5-8s sehr niedriger flow ist (1.5g/s) und dann ein beschleunigung auf 6g/s stattfindet, so dass die PI phase maximal so 12-18s dauert bis zum full flow. allerdings finde ich in der mehrheit der fälle, dass die bohne (mir) im straight shot ohne PI am besten schmeckt!
    ich hänge mal die bilder an, wie es für mich beim rwanda war, das ist natürlich "nur" mit der zunge gemessen, aber es verdeutlicht für diese bohne schön, wie das ganze für mich mit der salyer PI kollabiert ist...und das das alles seeeehr bohnenabhängig ist.
    alles bezieht sich auf ek oder proM shots.
    mich würden auch mal messungen mit dem refrakto interessieren, um die zunge gegenzuchecken ; )
    reihenfolge: keine PI, reduced flow+keine PI und sehr lange PI:

    ach ja, ich poste das an allen passenden und unpassenden stellen, weil es so cool ist:
    Pressure Profiling › Wolfredo

    edit: ich kann nur jedem raten, den sowas interessiert, sich für kleines geld eine kompresso zu kaufen. man kann wahnsinnig einfach mit diesen sachen spielen, völlig variabel, und bekommt über den geschmack eine super rückmeldung über die zusammenhänge...

     
    00nix, braindumped und Tokajilover gefällt das.
  3. Spaddl

    Spaddl Mitglied

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    Was war denn das Problem der s26?
     
  4. 00nix

    00nix Mitglied

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    Hi zusammen!
    Ein sehr schöner Beitrag ist leider wieder gelöscht worden, den hatte ich noch nicht verstanden. Vielleicht mag der Autor noch einmal schreiben?

    Ich habe gerade aufgrund eines Fehlkaufs (vorgemahlene Bohnen ) Mal einen Versuch gestartet, mit der Pumpe eine Filterextraktion zu realisieren.
    Also flux das gewünschte Gewicht an Wasser durch Sekunden geteilt, die Flowrate an der Pumpe per PWM Photo und
    Smartespresso Profiler App eingestellt und los gings:
    Dummerweise hab ich vorher nicht getestet, ob überhaupt soviel Kaffee in meine Tasse geht und musste dem entsprechenden vor erreichen des 1:16 Verhältnis, dass ich normalerweise trinke bei meinem V60 abbrechen.

    Als Flowrate waren 6,5ml eingestellt und am Anfang kurz die Pumpe für 20sec angehalten um eine Bloomingphase zu simulieren.

    Das Ergebnis:
    Oooordentlich überextrahiert aber wahnsinnig süß!
    Die Bohne war von Coffeecircle der Yirgacheffe.
    Anbei das Protokoll der SE App.

    Natürlich ist die Flowrate die die App anzeigt momentan noch aus Gewichtszunahme in der Tasse und Zeit errechnet. Die Flowrate im Flowmeter stellt mich und meine Arduino Künste noch vor ordentliche Herausforderungen
    Die Flowrate Einstellungen vor dem Bezug wurde auch über die App realisiert.
    Screenshot_20190908_165121_hu.kavekalmar.sep.jpg IMG_20190908_164010.jpg
     
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