preinfusion verschiedene Methoden

Diskutiere preinfusion verschiedene Methoden im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo, das thema preinfusion lässt mich nicht mehr los. Die Geschmacksverbesserung dadurch ist immens. Aber angeregt durch einen Bericht...

  1. #1 Dirk2/3, 31.01.2007
    Dirk2/3

    Dirk2/3 Mitglied

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    Hallo,
    das thema preinfusion lässt mich nicht mehr los.

    Die Geschmacksverbesserung dadurch ist immens.

    Aber angeregt durch einen Bericht hier im Board, probierte ich
    verschiedene Ablaufe durch.

    Ablauf 1: Ich nutze den Wasserdruck aus der Leitung (Festwasser 2,25bar) für 10 Sekunden und drücke dann für den Bezug den Pumpenschalter.

    Ablauf 2: Erst schalte ich die Pumpe für 1 sekunde ein und lasse dann bei geöffnetem Magnetventil am Brühkopf vorquellen bei Wasserdruck 2,25bar
    Dabei läft schon tröpfchenweise was heraus. (max 10 sekunden)
    Scheint besser durchzufeuchten.


    Nachdem ich jetzt längere Zeit Methode 2. anwende, komme ich zu dem Schluss, das die Espressi oder Milchgetränke runder, besser schmecken.
    Anders kann ich es nicht beschreiben, da es nach Methode 1 auch schon gut war.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
     
  2. haemmi

    haemmi Mitglied

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    Das schreit ja langsam nach einem Kölner Preinfusions-Kongress. Malte hat eine Dalla Corte Mini, Werner eine richtige E61-Kiste (also die Hebelvariante mit Preinfusionskammer), ich könnte eine Festwasser-Handhebel mit Wärmetauscher beisteuern. Fehlt nur noch eine große Handhebel ohne Wärmetauscher, dann hätten wir wohl alle Varianten.

    Gruß, Andreas
     
    roookie gefällt das.
  3. Stefan

    Stefan Mitglied

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    Abseits von der Pauschalaussage dass eine Preinfusion eine 'immense Geschmacksverbesserung bringt - die Maschinenentwicklungsgeschichte zeigt ein anderes Bild, denn die Preinfusion wurde ursprünglich für robustalastige Röstungen zur 'Entschärfung' erdacht/verwendet. Arabicas mögen sie eher nicht, sie neigen dann dazu, einen Teil des Aromabildes zu verlieren. Bei mehr oder weniger gleichwertigen Mischungen wirds dann grenzwertig, dann ist es mehr eine Frage des persönliche Geschmacks als eine Grundsatzaussage zur Verbesserung oder Verschlechterung in die eine oder andere Richtung. Auf Verkostungen wird übrigens im Regelfall ohne Preinfusion gearbeitet. :wink:
    Beides ausprobieren - am besten auch einmal per Blindverkostung! :wink:

    Gruss
    Stefan
     
  4. #4 Dirk2/3, 01.02.2007
    Dirk2/3

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    @Stefan

    Ich werde mal reine Robustaröstung probieren.

    Gruß
     
  5. #5 gunnar0815, 03.02.2007
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    Stefan bei dem Maya Kaffee von Zimprich Hamburg (reiner Arabica) ist die Verbesserung schon ausgeprägt. Kommt sicherlich auf den Kaffee an. Gibt auch Kaffees die durch Preinfusion verschlechtert werden oder wo fast gar nicht passiert. Würde ich nicht in Arabica und Robusta unterteilen.
    Dirk 2/3 Punkt 2 werde ich (wohl dieses Wochenende) auch mal ausprobieren
    Gunnar
     
  6. #6 gunnar0815, 04.02.2007
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    Da sich die Diskussion über Preinfusion wohl hier hin verschiebt hier der Link der Vordiskussion "Pumpe zwecks Preinfusion abschalten?" http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=12328&unwatch=topic
    Ging dann aber mehr darum einen extra Magnetventilschalter einzubauen um mit Wasserdruck eine Preinfusion zu erzeugen.
    So hab 1. und 2. von dir Dirk auch mal getestet.
    Mir gefällt geschmacklich die 2te Variante besser.
    Es gibt mehr Körper und mehr Geschmack. Die Blondphase fängt aber früher an. Ich müßte auch feiner Mahlen. Die Preinfusionszeit ist kürzer.

    Die 1te Variante ist etwas milder mit weniger Körper. Gleicht aber besser Fehler aus.

    3te Variante wäre wohl 2 bis 3 Sek. mit Pumpe laufen lassen und dann 5 bis 8 Sek. warten. Nachtei dieser Methode ist sicherlich die Konstanz.
    Die Wassermenge (Pumpenzeit) ist Kaffeemengen und Tamper abhängig. In der Wartezeit wird wohl die Temperatur abfallen.

    Gunnar
     
  7. #7 Walter_, 04.02.2007
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    Meine eigenen - sicherlich bescheidenen - Experimente bezüglich kürzerer bzw. längerer Präinfusionsdauer mit der Pavoni ließen mich auch zu der Überzeugung kommen, daß sich eine etwas längere Präinfusionsdauer überwiegend - soll heißen bei den meisten Sorten - positiv auswirkt. Bei manchen Sorten war der Unterschied gering, aber an eine negative Auswirkung der Präinfusion, oder gar an einen Verlust des Aromabildes kann ich mich bei keiner Sorte erinnern. Und das obwohl ich zu 99,9% reine Arabicas verwende...

    Natürlich freut es mich, wenn sich auch andere Espresso-Enthusiasten mit dem Thema unvoreingenommen auseinandersetzen, vielleicht führt das über kurz oder lang zu einem besseren Verständnis dieser Thematik -- und zwar auch in Bezug auf die heute herrschenden Sortenpräferenzen.
     
  8. #8 gunnar0815, 04.02.2007
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    Könnte mir auch gut vorstellen, wenn wir die Variante mit den wenigsten Nachteilen haben, diese auf Tankmaschinen zu übertragen.
    Man könnte z. B. einen Schalter am M-Ventil und an der Pumpe und diese z. B. nur mit 120 V oder so betreiben. So sollte man auch auf weniger Druck kommen.

    Gunnar
     
  9. Stefan

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    ...dann wird die Pumpe bzw. der Pumpenmotor gar nicht erst anlaufen. :wink:

    Gruss
    Stefan
     
  10. #10 nobbi-4711, 06.02.2007
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    Dazu bräuchte man wohl nen Frequenzumrichter (mit der Möglichkeit zur Erhöhung des Anlaufmoments) in Verbindung mit einer Mikroprozessorsteuerung. Nicht billig, alles zusammen. Und dann gehts ans Probieren...

    Greetings \\//

    Marcus
     
  11. #11 koffeinschock, 06.02.2007
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    wenn ihr bereit wärt knapp 1000€ für nen fu auszugeben, brauchts auch keine µC-steuerung mehr - alle geräte dieser preisklasse lassen sich per poti steuern, einige haben sogar ein display, das kann man ohne weiteres umkonfigurieren, um sich zb. die frequenz anzeigen zu lassen. für ne vib-pumpe macht das aber imho nicht wirklich sinn. ich würde sowieso diese ganze steuerungsgeschichte dann aber bleiben lassen und einfach eine rampe programmieren, zb: 0-100% = 0-10s oder sowas in der art ;)
     
  12. #12 meister eder, 06.02.2007
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    da wär's dann doch billiger, ein zweites, niedriger eingestelltes expansionsventil und ein 2wege-magnetventil einzubauen, damit man am anfang den druck für eine bestimmte zeit unten halten kann.
    gruß, max
     
  13. #13 Walter_, 06.02.2007
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    Die Amis lösen das Problem bei den Tankmaschinen meist mit 'ner vorgeschalteten Pumpe (z.B. Flojet)...
     
  14. #14 gunnar0815, 07.02.2007
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    An die zweite Pumpe hatte ich auch schon gedacht. Vielleicht doch die einfachste Lösung?

    Gunnar
     
  15. #15 Walter_, 08.02.2007
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    Ich denke schon ... vorausgesetzt man findet eine geeignete Pumpe, die den Wasserleitungsdruck simuliert. Jedenfalls aber die universellste, weil man - ganz abgesehen von den Präinfusionsexperimenten - damit nicht nur jede Festwassermaschine betreiben, sondern auch jede Tankmaschine quasi zur Festwassermaschine - z.B. mit 20l Kanister - machen kann...
     
  16. #16 Dirk2/3, 08.02.2007
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    Hallo,
    im Falle einer Tankmaschine und Vibrationspumpe ist der Druckaufbau länger und somit sollte ein kurzes Einschalten der Pumpe, um den Puck zu befeuchten, die mögliche Variante sein.

    Die Lösung mit dem bypassgeführten 2ten Expansionventil plus zus. Magnetventil, dass bei 2 bar öffnet ist doch dann quasi wie bei Festwasser mit Druckminderer. Zum Bezug schaltet man dann den Bypass weg.
    Ist doch eine prima Idee.





    Gruß 8)
     
  17. #17 gunnar0815, 02.03.2007
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    Dirk tut mir leid hab jetzt lange nicht mehr weiter gemacht. Hatte viel um die Ohren.
    Ablauf 2 hat sich jetzt bei mir in den letzten Wochen durchgesetzt. Benutzte jetzt auch ca. 1 Sek. Ob 1/2 Sek. oder 2 Sek. besser sind hab ich noch nicht ausprobiert. Werde hoffentlich die Tage mal wieder dazu kommen.
    Bis dann
    Gunnar
     
  18. #18 gunnar0815, 17.03.2007
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    So hab jetzt die 0,8 mm Düse gegen eine selbst gebaute 5 mm Düse getauscht.
    Mit der 0,8 mm Düse hatte ich bei Preinfusion 30 ml in 10 Sek. und 130 ml in 10 Sek. beim Brühen. Mit der 5 mm Düse komme ich jetzt auf 100 ml in 10 Sek. und 240 ml
    Gunnar
     
  19. #19 gunnar0815, 17.03.2007
    gunnar0815

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    Düsen umbauen kann ich jetzt wirklich gut. :lol: Die 5 mm Düse ist etwas ausgewogener.
    Die 0,8 mm Düse hat etwas mehr Fruchtsäuren. Wenn ich die Maschine nur am Festwasser hätte würde ich die 5 mm Düse drin lassen. Da ich die Maschine aber ab und zu mit dem Tank (z. B. Forumstreffen) betreibe hab ich erst mal wieder die 0,8 mm Düse eingebaut.

    Gunnar
     
  20. #20 steffenk, 17.03.2007
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    Na da bin ich mal gespannt, welche geschmacklichen Auswirkungen das hat.

    Gruß
    Steffen
     
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