Problem mit Mahlgradvarianz Eureka Mignon

Diskutiere Problem mit Mahlgradvarianz Eureka Mignon im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo liebe Espressofreunde. Nach langer Überlegung habe ich mir doch eine "vernünftige" Espressomaschine und eine Mühle zugelegt. Geworden ist es...

  1. #1 Jules228, 18.10.2020
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    Hallo liebe Espressofreunde.
    Nach langer Überlegung habe ich mir doch eine "vernünftige" Espressomaschine und eine Mühle zugelegt.
    Geworden ist es eine ECM Mechanika III und eine Eureka Mignon.
    Nun aber zum Problem mit der Mühle:

    Wenn ich den Mahlgrad einstelle, funktioniert die Mühle einwandfrei. Das Kaffeemehl ist schön homogen, Bezugszeit passt.
    Am nächsten Tag jedoch, ohne etwas an der Mühle verstellt zu haben, schwankt die Bezugszeit enorm.
    Habe ich am Vortag die Bezugszeit auf meine gewünschten 25-26 sec eingestellt, wandert sie am Folgetag auf 30-32 sec bei gleicher Kaffee Out menge.
    Dass man Mühlen den Gegebenheiten anpassen muss und hin und wieder nachstellt, ist mir bewusst, aber eine solch krasse Varianz kommt mir zu viel vor, oder?

    Die Mühle ist relativ neu, daher überlege ich, sie zu reklamieren, oder habt ihr Ideen woran es liegen kann?

    Liebe Grüße
     
  2. #2 quick-lu, 18.10.2020
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    Hallo im KN,
    Besonderss krass erscheint mir das nicht, vor allem, da die Mühle über entsprechend Totraum verfügt und du vermutlich diese Menge (2-4g, handelt es sich um das aktuelle Modell der Mignon oder deren Vorgänger?) vorab nicht herausmahlen wirst?
    Außerdem wirken sich Luftfeuchtigkeit und Alterungsprozess der Bohnen im Hopper an der frischen Luft und Licht aus (noch dazu, wenn die Röstung nicht mehr die frischeste sein sollte).
    Der Weg wäre umsonst, das Verhalten deiner Mühle ist alles andere als ungewöhnlich. Ganz im Gegenteil.
    Also
    es handelt sich ganz einfach um eine ständige Routine, ersten Bezug beobachten und entsprechend gegensteuern, vorausgesetzt, es stört im ersten Bezug kein altes, vorgemahlenes Mehl.
     
  3. #3 Jules228, 18.10.2020
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    Totraum wird natürlich raus gemahlen.
    Der hopper wird nur mit einer tagesration befüllt und die Bohnen sind supremo 1 Monat alt.
     
  4. #4 quick-lu, 18.10.2020
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    Trotzdem wirst du nicht umhinkommen, den Mahlgrad, wenn auch minimal, anzupassen.
     
  5. #5 domimü, 18.10.2020
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    Und wieviel Gramm Kafffeemehl verwendest du nun wirklich? Aus deiner Beschreibung ist nun wirklich keinerlei Fehlfunktion erkennbar. Es ist völlig normal, dass bei timergesteuerter Mahldauer die Mehlmenge nicht auf 1/10g stimmt, schon nur wegen des Totraums. Und leichte Änderungen der Mehlmenge haben halt auch Änderungen der Bezugszeit oder -menge als Folge.
     
  6. #6 infusione, 18.10.2020
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    Wie @domimü schon sagte, würde ich am Anfang jeden Bezug auf 1/10g genau wiegen und schauen, dass die Menge konstant ist.

    Dann brauchst du 2 Bezüge, bis du den Mahlgrad wirklich beurteilen kannst. Der erste Bezug ist eine Mischung aus Mehl mit altem Mahlgrad und Mehl mit neuem Mahlgrad. Wenn du also am Vortag feiner gestellt hast, kann es gut sein, dass der Bezug am Folgetag noch langsamer ist. Deutliche Unterschiede der Bohnenhöhe im Hopper spielen auch eine Rolle.

    32s ist ja nicht schlimm (außer bei sehr dunklem Kaffee). Einfach unverändert lassen und schauen, welche Bezugszeit du am nächsten Tag hast. Dann Rückschlüsse ziehen. Nicht zuviel hin- und herstellen.

    So aus der Ferne halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass die Mühle ein Problem hat.
     
  7. #7 Jules228, 18.10.2020
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    Ich verwende 16 Gramm Mehl, habe die Mühle also 8g eingestellt. Dass die Mühle nicht auf 1/10g genau mahlt, ist mir bewusst.
    Jedoch war es so, dass ich sie auf eine Bezugszeit eingestellt habe. Das erste mal ist der Espresso am Folgetag förmlich gerauscht, ein anderes mal ist die Bezugszeit um 8-10 sec länger geworden. Ich wollte mich nur vergewissern, dass dies "normal" ist. Bin eben noch Anfänger :D
     
  8. #8 Kaffe-Affe, 18.10.2020
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    Genau das kann man "Am Anfang" eben nicht direkt ändern und nur durch üben und Konzentration auf die Vorbereitung des Bezugs (Auswahl des passenden Siebs im Verhältnis zum Füllgrad, Mehlverteilung im Sieb, Durchmischung, Anpressdruck) verbessern, das ist völlig normal, bei jedem Handwerk. Dein Werkzeug ist in Ordnung, da wirst du noch viel Spaß mit haben.
     
  9. FRAC42

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    Kaffee ist ein Naturprodukt und ändert sich - da reichen durchaus ein paar Stunden.

    Zudem funktioniert meine Mignon Specialitá am besten, wenn der Hopper mindestens 1/3 gefüllt ist. Darunter werden die Ergebnisse inkonsistent, vor allem die bei gleicher Zeit gemahlene Menge schwankt. Da hilft nur nachwiegen und ggf. entsprechend nachmahlen oder etwas Kaffepulver aus dem Sieb entfernen. Oder den Hopper häufig nachfüllen und eine gewisse Bohnenalterung in Kauf nehmen.

    Wenn die Menge schon mal gleich bleibt (+/- 0,2 Gramm) reichen in der Regeln minimale Mahlgradanpassungen.
     
  10. Tigr

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    Um welches Eureka Mühlenmodell geht es denn nun bei dir?
    Altes MCI Modell ist ganz anders als die neue Generation von Eureka.
     
  11. #11 Kaffe-Affe, 19.10.2020
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    In welchen Punkten siehst du einen gravierenden Unterschied der hier relevant für das beschriebene Problem wäre , konstruktiv ist das Mahlwerk das alt bewährte, die neuen Features wie das Display auf der Nase machen für das Mahlgut nicht wirklich einen Unterschied.
     
  12. FRAC42

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    Die Specialità hat z.B. größere Mahlscheiben, weniger Totraum, streut und klumpt weniger und zeigt weniger statische Aufladungung. Das kann alles den Bezug beeinflussen, vor allem über Schwankungen der Kaffeemehlmenge.
     
  13. #13 Kaffe-Affe, 19.10.2020
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    Das lese ich öfters, aber jetzt mal von 5 mm Scheibendurchmesserunterschied abgesehen sehe ich konstruktiv nichts was diese meiner Meinung nach vom Handel hergebrachte Behauptung stützt. Hatte hier letztens eine neue Mignon (Specialita) neben meiner alten MCI (letzte Version vor Auslauf), da habe ich Nichts gesehen was da ein besseres Mahlgut durch Konstruktion hervorbringen soll, habe aber auch nur jemandem die Scheiben gewechselt und keine eingehende Analyse gemacht.
    Aber der TE äußerte ja die Vermutung mit seiner Mühle stimme etwas nicht, damit haben die Konstruktionsunterschiede ja sowieso nichts zu tun, die alten wie die neuen sind gute Mühlen und die PR von Eureka scheint auch zu funktionieren.
     
  14. FRAC42

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    Dann schau mal bei einer MCI und einer Specialità in den Auswurf und staune ...
     
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  15. Tigr

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    Die alten MCIs hatten m. W. einen manuell einstellbaren Timer am Boden.
    Die neue Generation hat einen digitalen Timer, auf 1/10sec. genau.
    Bei gleicher Bohne habe ich eine Varianz von nicht mehr als 0.2 Gramm bei gleicher Timerzeit (Specialita).
    Bei der MCI Version bin ich nicht sicher, wie genau da der Timer ist. Ungenauer Timer = unterschiedliche Menge des Pulvers.
    Wenn der Timer nicht genutzt wird, oder das Pulver immer abgewogen wird, hat es natürlich keinen Einfluss.
     
  16. #16 Kaffe-Affe, 19.10.2020
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    Mir ging es jetzt um die Aussage von dir "hat weniger Totraum" und "klumpt weniger", es liest sich so als hättest du nicht selber getestet/geprüft. Dass der TE am Anfang (und je nach Anspruch für immer) wiegen soll setze ich jetzt mal voraus.
     
  17. #17 Brewbie, 19.10.2020
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    Die neue Eureka Mignon Specialita klumpt weniger, hat weniger Totraum und die Timer sind vieeeeel besser als die Eureka Mignon MCI! Punkt! Ich hatte beide Mühlen.
     
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  18. #18 Kaffe-Affe, 19.10.2020
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    Aus Interesse zum Totraum:
    ...drückt sich in Gramm dann wie aus?
    ...wird konstruktiv wie gelöst, durch ein Gitter im Auswurfschacht?
     
  19. FRAC42

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    Es hilft nichts, wenn wir uns hier über die verschiedenen Mignon Modelle streiten.

    Das Ergebnis in der Tasse hängt von vielen Parametern ab, nicht nur vom Mahlgrad. Gerade die bei per Timer vorgebene Menge Kaffemehl schwankt je nach Bohnenalter, Hopperfüllgrad und Raumklima - wenn man es genau nimmt, muss man hier immer wiegen und nachjustieren.

    Oder man geht das ganze entspannter und per Augenmaß an, dann gibt es aber keinen Grund die Mühle zu Reklamieren wegen ein paar Sekunden mehr oder weniger Bezugsdauer.

    Zu wissen, welche Mignon Mühle verwendet wird wäre interessant, entscheidender finde ich eine konsistente Kontrolle aller Parameter und die Einsicht, daß selbst der digitale Timer der Specialità nur eine Hilfe ist, aber keine Waage ersetzt.
     
  20. #20 Brewbie, 19.10.2020
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    Sorry, ich bin nicht nach den official-coffee-net-association-standards (die ja bekanntlich von allen KN-Forumsteilnehmern in 3-Monatsabständen neu kalibriert werden) vorgegangen, sondern nach - täterätää: Augenmaß.

    Und ja, es gibt ein Gitter im Auswurfschacht.

    Und wenn wir schon dabei sind: der Quark mit der "Streuung" oder dem "Rumsauen" hängt meiner Meinung nach mehr mit den Bohnen und der Luftfeuchtigkeit zusammen als mit der Mühle selbst. Wenn man einen Trichter benutzt ist alles easy und sauber.
     
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