Probleme bei Bypass-Einstellung Rotationspumpe

Diskutiere Probleme bei Bypass-Einstellung Rotationspumpe im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Ich bin ein wenig überfordert mit meiner Rota (klick). Ich bin mir sehr sicher, vor 2 Jahren 9,5 Bar eingestellt zu haben. Bei Kontrolle des...

  1. #1 Santelmo, 02.02.2020
    Santelmo

    Santelmo Mitglied

    Dabei seit:
    16.04.2012
    Beiträge:
    840
    Zustimmungen:
    408
    Ich bin ein wenig überfordert mit meiner Rota (klick). Ich bin mir sehr sicher, vor 2 Jahren 9,5 Bar eingestellt zu haben. Bei Kontrolle des Drucks mit Siebträgermanometer habe ich nun 12,5 Bar gemessen. Dann die Bypass-Schraube nach links, also herausgedreht (nach meinem Verständnis bedeutet das mehr Bypass = weniger Druck), aber keine Veränderung. Habe so lange gedreht, bis die Schraube herausgefallen ist und ich die Feder sehen konnte.

    Dann die Schraube hereingedreht bis zum 0-Punkt. Dann waren es 14 bis 15 Bar. Beim anschließenden Wieder-Herausdrehen dann lange keine Veränderung, bis es dann irgendwann wieder 12,5 Bar waren.

    Ich kann also nur zwischen 12,5 und 15 Bar regeln. Woran kann das liegen? Ich brauch doch nicht etwa schon eine neue Pumpe ...

    Manometer sollte in Ordnung sein, da Leitungsdruck ordentlich angezeigt wird.

    Danke für Eure Unterstützung!
     
  2. #2 Espressojung, 02.02.2020
    Espressojung

    Espressojung Mitglied

    Dabei seit:
    10.09.2012
    Beiträge:
    2.869
    Zustimmungen:
    877
    Dein Problem mit dem Bypassventil (in der Rota) ist kein Einzelfall ==> das kommt sehr oft vor.
    Du mußt das komplette Ventil ausbauen und alles gründlich reinigen
    ==> am besten ist es das komplette Ventil gegen ein Neues zu ersetzen.
    Und nicht vergessen auch den Ventilsitz in der Pumpe gründlich reinigen.
    So sieht das komplette Ventil aus.
    [​IMG]
     
    HH580, korbinian und Santelmo gefällt das.
  3. Jockey

    Jockey Mitglied

    Dabei seit:
    13.05.2019
    Beiträge:
    296
    Zustimmungen:
    508
    Wo misst das Manometer? Evtl verfälscht dir das Expansionsventil da ein paar Werte.
    Und soweit ich weiß läuft die Einstellung genau andersherum ab: Rausdrehen> Voller Querschnitt, volle Leistung
    Reindrehen> Drosseln der Pumpe, es wird mehr umgewälzt aber weniger gefördert
     
  4. #4 Espressojung, 02.02.2020
    Espressojung

    Espressojung Mitglied

    Dabei seit:
    10.09.2012
    Beiträge:
    2.869
    Zustimmungen:
    877
    Beim Eibau einer Rota, sichert das Expansionsventil nur den HX und hat nichts mit dem Brühdruck zu tun.
    Der Brühdruck wird über das Bypassventil in der Rota gesteuert.
    Der Brühdruck steigt, wenn das Bypassventil im Uhrzeigersinn (rechts herum) gedreht wird.
    ==> dann steigt auch die Fördermenge der Pumpe ==> weil weniger Wasser angesteuert wird.
     
  5. #5 Santelmo, 02.02.2020
    Santelmo

    Santelmo Mitglied

    Dabei seit:
    16.04.2012
    Beiträge:
    840
    Zustimmungen:
    408
    Danke euch beiden für eure Unterstützung.

    @Espressojung: Verstehe ich das richtig, dass es nicht damit getan ist, die große Sechkantschraube, in der die Stellschraube sitzt, zu lösen? Falls ja, soll ich mich hieran orientieren?
     
  6. #6 Espressojung, 02.02.2020
    Espressojung

    Espressojung Mitglied

    Dabei seit:
    10.09.2012
    Beiträge:
    2.869
    Zustimmungen:
    877
    Das Problem ist das lange trichterförmige Teil, dies ist das eigentliche Ventil
    und das hat sich in seinem Sitz in der Pumpe verklemmt.
    Dadurch ist die Regelfunktion des Ventils außer Kraft gesetzt.
    Man kann versuchen von der Seite der Einstellschraube das Ventil mit einer Pinzette
    herauszuziehen, aber oft kommt es dabei zur Beschädigung des Ventils.
    Besser ist es, die Rohrverschraubung auf der Pumpendruckseite zu demontieren
    und mit einem Haken (z.B. einem Inbusschlüssel) das Ventil herauszuhebeln.
    Das Ventil läßt sich dann leicht auf der Pumpensugseite herausnehmen.
     
    HH580, korbinian und Santelmo gefällt das.
  7. #7 Santelmo, 02.02.2020
    Santelmo

    Santelmo Mitglied

    Dabei seit:
    16.04.2012
    Beiträge:
    840
    Zustimmungen:
    408
    Danke. Dann wohl Augen zu und durch ...

    Ich habe in dem verlinkten Beitrag etwas von einfetten gelesen. Zum Verständnis: wo und was muss gefettet werden?
     
  8. #8 nobbi-4711, 02.02.2020
    nobbi-4711

    nobbi-4711 Mitglied

    Dabei seit:
    21.12.2003
    Beiträge:
    6.614
    Zustimmungen:
    1.479
    Wenn du die Pumpe lange genug rattern lässt, steigt nach einiger Zeit der Druck bis auf den am Expansionsventil eingestellten Wert. Korrekt ist, was unmittelbar nach Druckanstieg angezeigt wird, nicht erst 10 Sekunden später.
     
    Santelmo gefällt das.
  9. #9 Espressojung, 02.02.2020
    Espressojung

    Espressojung Mitglied

    Dabei seit:
    10.09.2012
    Beiträge:
    2.869
    Zustimmungen:
    877
    Ich würde den Ventilstift und den Druckstößel mit O-Ring in der Führung etwas mit Silikonfett einfetten.
     
    Santelmo gefällt das.
  10. #10 Santelmo, 02.02.2020
    Santelmo

    Santelmo Mitglied

    Dabei seit:
    16.04.2012
    Beiträge:
    840
    Zustimmungen:
    408
    Danke für den Hinweis. Der Druck lag quasi sofort an. Nur bei der reinen Leitungsdruckmessung habe ich für mehrere Sekunden gemessen/messen müssen.
     
    korbinian gefällt das.
  11. #11 Santelmo, 03.02.2020
    Santelmo

    Santelmo Mitglied

    Dabei seit:
    16.04.2012
    Beiträge:
    840
    Zustimmungen:
    408
    Darauf würde ich gerne noch mal zurückkommen. Im Manual von der Seite fluid-o-tech.it steht:
    [​IMG]
    Ich unterstelle, dass mit "Flow rate" hier der Betriebsdruck gemeint ist. Dann soll laut Hersteller der Bypass an der Pumpe nur als Überdruckventil für Druckspitzen fungieren. Der Brühdruck müsste dann doch am OPV eingestellt werden.

    Wenn die Pumpe dadurch länger hält und eventuell sogar das Betriebsgeräusch reduziert wird, würde ich das gerne probieren.

    Kann hier jemand berichten, der das so macht? Vielleicht hat jemand sogar Erfahrung mit beiden Varianten? Vor allem: wie geht man bei der Einstellung vor? Muss man sich die Position der Einstellschraube von einem Bauteil (OPV oder Bypass) bei richtiger Druckeinstellung merken/markieren, dann höher gehen um die Einstellung am anderen Teil vorzunehmen, und dann wieder an die markierte Einstellung zurück?
     
  12. #12 Espressojung, 03.02.2020
    Espressojung

    Espressojung Mitglied

    Dabei seit:
    10.09.2012
    Beiträge:
    2.869
    Zustimmungen:
    877
    Bei den Maschinen die ich kenne ECM u. Rocket (mit Rota-Pumpen), ist das Expansionsventil so geschaltet,
    das es den HX vor zu hohem Druck schützen soll. Der eingestellte Druck liegt hier bei ca. 12bar.
    Wenn der Druck den eingestellten Druck (ca.12bar) am Expansionsventil übersteigt, dann wird das Wasser
    in die Auffangschale abgeleitet ==> aber nicht in den Tank zurück.
    Der Brühdruck wird hierbei über das Bypassventil in der Pumpe eingestellt.
    Warum die Hersteller dazu entschieden haben das so zu handhaben,
    kann ich dir nicht sagen - aber so ist es.
     
  13. Jockey

    Jockey Mitglied

    Dabei seit:
    13.05.2019
    Beiträge:
    296
    Zustimmungen:
    508
    Vielleicht geht es bei dem Schreiben von Fluidotech eher um die Differenz zum ankommenden Leitungsdruck? Anders würde das auch keinen Sinn machen.
     
  14. #14 Santelmo, 03.02.2020
    Santelmo

    Santelmo Mitglied

    Dabei seit:
    16.04.2012
    Beiträge:
    840
    Zustimmungen:
    408
    Du meinst also an den mit schwarzen Pfeilen markierten Stellen?

    [​IMG]

    [​IMG]
     
    Ländlesachse gefällt das.
  15. #15 Espressojung, 03.02.2020
    Espressojung

    Espressojung Mitglied

    Dabei seit:
    10.09.2012
    Beiträge:
    2.869
    Zustimmungen:
    877
    Ja, genau diese Stellen.
     
    Santelmo gefällt das.
  16. #16 Santelmo, 03.02.2020
    Santelmo

    Santelmo Mitglied

    Dabei seit:
    16.04.2012
    Beiträge:
    840
    Zustimmungen:
    408
    Das würde ich aufgrund der Angaben zum empfohlenen und maximalen Differenzdruck eher ausschließen. Aber ich bewege mich leider auf vollkommen unbekanntem Terrain ...

    Mich würde dann wirklich die Antwort auf die Frage interessieren, warum die Maschinenhersteller so gravierend gegen die Vorgaben des Pumpenherstellers verfahren. Vielleicht orientieren sich die Herstellerangaben der Pumpe am Dauerbetrieb und die Maschinenhersteller vom - wenige beanspruchenden - Intervallbetrieb ...
     
  17. #17 Santelmo, 03.02.2020
    Santelmo

    Santelmo Mitglied

    Dabei seit:
    16.04.2012
    Beiträge:
    840
    Zustimmungen:
    408
    Bei Procon steht es genau so:

    [​IMG]
     
  18. #18 Espressojung, 03.02.2020
    Espressojung

    Espressojung Mitglied

    Dabei seit:
    10.09.2012
    Beiträge:
    2.869
    Zustimmungen:
    877
    Mir ist da noch was eingefallen und zwar:
    Bei den Tankmaschinen (z.B. mit Vibra-Pumpen), steuert das Expansionsventil den Brühdruck
    und das abgesteuerte Wasser wird über einen Schlauch in den Tank zurückgeführt.
    Espressomaschinen die mit einer Rota-Pumpe ausgerüstet sind, können mit Tank aber auch
    mit Festwasseranschluß betrieben werden.
    Beim Festwasseranschluß ist das Rückführen des abgesteuerten Wassers zum Tank jedoch nicht möglich,
    aus diesem Grund wird deshalb das Rota-Bypassventil als "Brühdruckventil" ==> Expansionsventil verwendet.
    Das "klassische Expansionsventil" wird in dem Fall als Sicherheitsventil für den HX oder den Brühwasserkessel verwendet.
    ==> wenn das "Sicherheitsventil" aus irgend einem Fehler (im Rota-Bypassventil) öffnet,
    wird das Wasser in die Abtropfschale geleitet.
     
  19. #19 Santelmo, 03.02.2020
    Santelmo

    Santelmo Mitglied

    Dabei seit:
    16.04.2012
    Beiträge:
    840
    Zustimmungen:
    408
    [​IMG]
    Wahnsinn. Das Ding saß so fest, dass ich anfangs gar nicht glauben konnte, dass es dazu gedacht ist rein und rauszugehen. Mit Gewalt rausgezogen, entkalkt und gefettet. Nun geht es wieder vor und zurück.

    Das Teil, das noch tiefer in der Pumpe sitzt, war nicht festgesetzt.
     
    Ländlesachse und Konstantinos gefällt das.
  20. #20 Ländlesachse, 28.02.2020
    Ländlesachse

    Ländlesachse Mitglied

    Dabei seit:
    05.07.2008
    Beiträge:
    1.486
    Zustimmungen:
    218
    Schlimmstenfalls kann es (wie bei mir heute Morgen beinahe passiert) zu einer Überschwemmung in der Küche kommen, wenn bei Festwasser das Eckventil offen steht, kein NC-Magnetventil im FW-Strang montiert wurde und die Bypasseinheit nicht gefettet und verkalkt ist. Es tropfte bei etwas über 2 bar Leitungsdruck derart stark aus dem Verstellschraubgewinde heraus, dass nach 15 Minuten ein halbes Trinkglas Wasser auf der Arbeitsplatte mit dem Schwamm weggesaugt werden musste. Ab sofort: regelmäßige Wartung & Dichtungstausch (die große und die kleine am Bypassventil) alle 5 Jahre. Zum Einfetten nutze ich Heißwasser-Armaturenfett (Trinkwasser-zugelassen, CONMETALL) in der 6g-Tube (reicht im Privateinsatz „ewig“).
     
Thema:

Probleme bei Bypass-Einstellung Rotationspumpe

Die Seite wird geladen...

Probleme bei Bypass-Einstellung Rotationspumpe - Ähnliche Themen

  1. Espresso einstellen mit Lelit PL41 und Specialita

    Espresso einstellen mit Lelit PL41 und Specialita: Moin, Ich bin jetzt seit Montag ebenfalls ein "stolzer" Besitzer eines Siebträgers doch der Espresso ist eher so mäh... Vorweg: Ich weiß es gibt...
  2. Brühzeit - Umstieg auf E61/Rotationspumpe

    Brühzeit - Umstieg auf E61/Rotationspumpe: Hallo liebe Leute, ich bin unsicher mit der Brühzeit. Bei meiner alten Maschine (Profitec 300 mit Vibrationspumpe) hatte ich wunderbare...
  3. DeLonghi 22.110 - nach Wechsel des Brühkolbens Probleme

    DeLonghi 22.110 - nach Wechsel des Brühkolbens Probleme: Liebe Community, bisher konnte ich meine 22.110 erfolgreich pflegen und warten, doch jetzt benötige ich Eure Tipps. Da meine Maschine schon...
  4. Einsteiger-Frage 2/3: Temperatur einstellen bei Zweikreisern?

    Einsteiger-Frage 2/3: Temperatur einstellen bei Zweikreisern?: Liebe Damen und Herren, erstmal DANKE an alle für das unglaubliche Wissen, dass in diesem Forum zu finden ist! Bitte dennoch um Verständnis für...
  5. VBM Junior - leichte Druck- und mechanische Probleme

    VBM Junior - leichte Druck- und mechanische Probleme: Hallo, wird meine Junior alterschwach? Seit kurzem haben sich folgende Problem eingeschlichen. 1. Druckabfall von 1 Bar gegenüber früher. Der...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden