Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

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  1. #81 schmilsen, 20.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    nee der preis ist es nicht - wir versuchen uns grad nur eine meinung zu bilden und bislang haben wir noch keinen vertrauenswürdigen architekten gefunden der uns ruhigen gewissens empfohlen werden kann...
    die bauträger die wir in der wahl haben sind auch bei weitem nicht die billigheimer die mit kampfpreisen werben - auch durch empfehlungen von bekannten in kürzlich bestückten neubaugebieten - da war eben leider kein architekt dabei... die befreundete architektin hört leider auf und zieht nach england und empfiehlt mir noch nichtmal das architekturbüro in dem sie gearbeitet hat - weiss sonst auch keinen den sie ruhigen gewissens empfehlen könnte - schade schade...
     
  2. #82 Bauhaus, 20.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Und nochmal, weil ich nicht lese:

    Staunässe heisst nicht, dass man einen wasserdichten Keller bauen muss, also eine weisse Wanne. Hier streiten sich die Experten über:
    1. DIN Normen für Isolierung (die meist übliche und wenn vernünftig ausgeführte Bitumen-Dickbeschichtung ist im Gegensatz zur Schweißbahn nicht DIN-gerecht aber meist doch die bessere Wahl.
    2. Die Dichtheit einer weissen Wanne aus WU-Beton. Der beste WU-Beton ist nicht unbedingt wasserdicht, sondern eben wasserundurchlässig, was nicht das Gleiche ist.
    3. Wenn eine weisse Wanne nicht 100%ig nach geltender Norm ausgeführt wird (und das wird er eigentlich nie) dann ist sie undichter als ein gut isoliertes Mauerwerk z.B. aus Kalksandstein.
    4. Wie bereits erwähnt: Bodengutachten werden inzwischen überall erstellt, viele Bodengutachter wurden wegen Fehlern verklagt. Finden die nur ein Pfützchen Wasser (noch dazu abhängig von Jahreszeit und Wetterbedingungen am Tag der Begutachtung) werden sie immer vom Schlimmsten ausgehen und Maßnahmen vorgeben, die den Bauherren oft unnötig viel Geld kosten. Wenn dann noch ein Bauträger mit im Spiel ist, kannst Du sicher sein, dass der Dir schriftlich gibt, ohne weisse Wanne keine Gewähleistung geben zu können. Meist werden Mehrkosten von 15-20.000 € dafür aufgerufen, bei Weitem mehr, als der wirkliche Mehrwert, wenn er denn einer ist. Ach so: Im Bebauungsplan steht über Stauwasser oder Grundwasser nie etwas.
    5. Stauwasser bedeutet, dass der Boden bei Regen nicht genug Wasser durchlässt und somit zeitweise feucht bis nass werden kann. Nicht zu verwechseln mit Grundwasser, welches mehr oder minder witterungsunabhängig (auf schwankendem Niveau) anliegt, entweder unterhalb der Gründungsebene (so ists eigentlich überall und wenns 10m tief ist) oder eben direkt bis 3,00m unter dem Boden. dann würde man allerdings von drückendem Wasser sprechen und eine weisse Wanne wäre angebracht.

    Hier solltest Du Dich in diesem Neubaugebiet mal umhören, wer was mit wem wie gebaut hat, welche Probleme aufgetreten sind und ob überhaupt. Lass Dir keinen Betonkeller aufschwatzen, den Du nicht brauchst. Und wenn Du Dich dafür entscheidest, sollte gerade diese Bauphase möglichst durchgehend beobachtet und fotografiert werden. Hier spielt insbesondere der Schwachpunkt zwischen Betonsohle und Kellerwand eine große Rolle, da meist in diesem Bereich mit falschen Materialien und durch Unkenntnis die Fehler gemacht werden, die Dir dann Jahrzentelang Ärger bereiten. Bitte lass Dir auch die Lieferscheine des verwendeten Betons geben, da hat es schon die urigsten Dinge gegeben. Das trifft im Übrigen nicht nur auf eine weisse Wanne zu. Auch gemauerte Keller kann nicht jeder bauen (und schon garnicht die Subunternehmer von Bauträgern) und die Sohle ist immer aus WU-Beton herzustellen.

    LG, Bauhaus
     
  3. #83 El Barto, 21.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Im Bebauungsplan steht, ob und was auf dem Grundstück gebaut werden darf (zB Wohnhaus, Geschosshöhe, überbaubare Fläche etc...) aber nie etwas zur Beschaffenheit des Bodens geschweige denn technische Anforderungen an den Keller.

    Grüße
    B.
     
  4. nilsi

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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    @bauhaus : das ist genau die art der individuellen beratung die im zusammenspiel mit erfahrenen planern, baufirmen und sachverständigen benötigt wird. kompliment !
     
  5. #85 schmilsen, 21.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    das hab ich auch aus verschiedenen ecken schon anders gehört das so etwas durchaus in einem bebauungsplan steht wenn z.b. eine weisse wanne benötigt wird - selbst der typ vom amt gestern war überrascht das es nicht im plan steht da so etwas oft gemacht wird - erst der typ vom tiefbauamt hat ihn da aufgeklärt... naja, seis drum...
     
  6. pefro

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    Bekannte von mir ist Geoökologin, die macht sowas öfter mal. Wenn eine Gemeinde / Stadt ein Baugebiet ausweist, dann lässt sie (muss sie?!) i.d.R. ja eh ein Bodengutachten anfertigen und das wird oft kostenlos, oder gegen eine geringe Gebühr, zum Bebauungsplan mit angeboten.

    Die, die ich allerdings bisher gesehen habe, hätten mich als "Bodentechnischen Laien" nicht unbedingt weitergebracht. Da stand nie was in der Richtung "sie brauchen den und den Kellertyp" drin, was Haftungstechnisch wohl auch nachvollziehbar ist und nicht selten auf zwei Bodengutachten, eines von der Gemeinde und eines vom Bauherren rauslaufen dürfte.

    Gruß
    Peter
     
  7. #87 El Barto, 21.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Was hätte denn die Art des Kellers mit dem Bebauungsplan zu tun? Bei dem geht es nur um Planungsrecht, nicht um die Art des Kellers.

    Grüße
    B.
     
  8. #88 Bauhaus, 21.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Nun ja. Bei Neubaugebieten wird immer Bodengutachten mitgemacht. Ob davon jetzt etwas im Bebauungsplan oder in anderen Unterlagen zur Erschließung ist ja eigentlich auch egal. Bei Sanierungen (ehem. Kontaminierung oÄ) die vorgenommen wurden, kann das schonmal erwähnt werden.
    Grundsätzlich sind solche Bodengutachten für eine Vorabplanung ok. Da gerade der Grundwasserstand über die Jahre hinweg pendelt (auch beeinflusst durch größere Baumaßnahmen (hier in Dortmund verschwand das Oberflächennahe GW bereichsweise durch Renaturierungsmaßnahmen und Phönixsee-Baustelle) und natürlich nicht jedes Grundstück genau genug erfasst wird, kann solch ein Gutachten nur ein Richtwert sein.

    Mich würde das Gutachten schon Interessieren, vielleicht kannst Du mir es per PDF-Datei zukommen lassen. Da kann ich sicher etwas zur Kellerplanung beitragen.

    LG, Bauhaus
     
  9. #89 13thfloorelevators, 21.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    stimmt, verallgemeinern darf man da wirklich nicht. jedoch wird beim architekturstudium leider der gestaltung viel mehr augenmerk geschenkt als den technischen aspekten (zumindest an den österreichischen fakultäten wo ich doch einigen überblick habe). so etwas macht sich dann halt leider oft bemerkbar. architekten mit guten technischen grundregeln sind gold wert, aber oft schwer zu finden!
     
  10. emil

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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Eigentlich wollte ich mich ja aus dem Thema raushalten, aber wenn Bauhaus sich schon so reinhängt ... grundsätzlich sind alle Informationen dieser Art genau das, worüber man sich dann als Architekt freut, wenn sie einem vom Bauherrn hingesemmelt werden, obwohl der Kontext (den wir hier alle nicht so genau kennen) ein ganz anderer ist.

    Zum Thema Bodengutachten: Üblicherweise muss man für ein Gutachten mit 1200-1500 Euro rechnen, dazu kommen die erforderliche Feld- und Laborarbeiten, also Bohrungen und Analysen, sodass man für 2500,- Euro ziemlich gut gesagt bekommt, wie die Parameter des Baugrundes (und zwar exakt dort, wo dann das Haus hinkommen soll) bezüglich Druckabtragung, Versickerung, Schadstoffbelastung und Grundwasserstand so sind.

    Aus diesen Werten kann der Bauingenieur seine Fundamente bemessen und der Architekt eine regelgerechte Abdichtung des Kellers planen - den von Dir verwendeten Begriff der Staunässe gibt es in der DIN allerdings nicht. Ich gehe davon aus, dass damit aufstauendes Sickerwasser gemeint ist.
    Dagegen kann man entweder den Keller abdichten (DIN 18195-6) oder aber mit einer fachgerechten Drainage (DIN 4095, die beim Bauen des Kellers kein wahnsinniger Mehraufwand ist, da der entsprechende Aushub zum Erstellen des Kellers mit Arbeitsraum eh vorhanden ist) dafür sorgen, dass an den Kellerwänden eben kein aufstauendes Sickerwasser ansteht - dann kann man nach DIN 18195-4 abdichten, in der in meiner Fassung auch die kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung KMB geregelt ist.

    All das sollte ein sach- und fachkundiger Mensch veranlassen und koordinieren, der dann am Ende auch die Haftung im Rahmen üblicher Normenwerke dafür übernimmt - hierzu zählen vor allem auch die VOB und die entsprechenden DIN-Normen. Ob das ein Bauingenieur oder Architekt ist, ist erstmal schnurzwurscht - in beiden Berufsgruppen (wie übrigens in allen anderen auch) gibt es gute und schlechte Vertreter, wobei erschwerend dazu kommt, dass es keine verbindlichen Parameter für die Qualität eines Architekten oder Bauingenieurs gibt. Such Dir also einen Planer, bei dem die Chemie stimmt, und lass Dich von dem beraten. Ein (wenn auch mit erstaunlicher Sachkenntnis ausgestattetes) Forum kann das nicht ersetzen. Warum glaubt eigentlich jeder, der schon mal ein Haus gebaut hat, deswegen Fachmann zu sein? Diese Materie ist ziemlich komplex ...

    Nur ein kurzer Hinweis: Jeden Euro, den Du bei den Planungskosten einsparst, zahlst Du wahrscheinlich doppelt beim Bauen.

    Gruss Emil
     
  11. #91 Bauhaus, 21.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Nun sollte man schon den ganzen Fred lesen, damit niemand beleidigt ist:)

    Noch vor einigen Jahren gabs Nichts über Dickbeschichtung in der DIN, da gabs nur Schweißbahn. Mag inzwischen anders sein, spielt hier auch noch keine Rolle, weil:

    Es ging mir primär darum, dass überhaupt ein Architekt oder Bauingenieur eingeschaltet werden sollte. Trotz vieler guter (und von mir aus schlechter) Zurede und Ratschläge wird dieser in vielen Fällen allein auf Grund der "Lockangebotes " von Bauträgern verworfen, was fast immer zu dem sprichwörtlichen "Salat" führt, sprich: Mehrkosten, im Vertrag übersehene Eigenleistungen, Billighandwerker oder gar die Insolvenz des überzahlten Bauträgers.

    Und hier haben wir wieder so einen Fall: Aller Ratschläge zum trotz werden sich hauptsächlich Bauträgerangebote angesehen, (weil kein Architekt gefunden wird?)

    Zum Bodengutachten hatte ich bereits erwähnt, dass das Vorliegende wahrscheinlich das gesamte Neubaugebiet betrifft und somit nicht explizit für das geplante Grundstück gemacht wurde. Die These, dass Bodengutachter sich (auf Kosten von Bauherren) absichern ist zwar erstmal von mir, jedoch lese ich diese Schriften seit 15 Jahren, jede Woche 5 oder mehr. Ich habe also einen Überblick und diese Entwicklung ist eindeutig. Richtig ist, dass so ein Gutachten ca. zweifünf kostet (wenn nicht an vier Eckpunkten in 6m Felsen gebohrt wird, was ich auch schon erlebt habe), richtig ist auch, dass es einen guten Überblick über die evtl. erforderlichen Maßnahmen und Kosten ergibt. Nur wenn man aus einer Untersuchung z.B. im Februar, nach 2 Wochen Tauwetter und entsprechend feuchtem Boden folgert, dass es einer weissen Wanne, Böschungswinkeln von 45°, Schotterpacklagen von 50cm oder gar Grundwasserabsenkungen bedürfe, ist man ganz schnell 50.000€ mehr los.
    Es gibt sicherlich Objekte, wos nicht anders geht, aber bei einem Privathaus in einem Neubaugebiet kippt da ganz schnell jede Finanzierung.

    Ich finds im Übrigen sinnvoll, auch Infos von Privatleuten einzuholen, zuviel kann man sicher nicht erfahren und die Horror- oder Schlaubergergeschichten braucht man sich doch nicht zu verinnerlichen. Wenn ich mich allein mit Fachleuten unterhalte, spielt in deren Beratung immer eine Art Vereinsblindheit eine Rolle. Man sollte umfassend informiert sein, gerade wenns an Fachwissen mangelt.

    nur ein Beispiel:

    Frag ich einen Zisternenbauer, ob es sich lohnt, in Regenwassernutzung zu investieren wird er natürlich ja sagen und sich über die individuelle Kosten/Nutzen-Rechnungen weniger Gedanken machen. Dass man da aber 7000€, womöglich ohne Eigenkapital, vorfinanziert, hierfür noch Zinsen zahlt und womöglich 25 Jahre braucht, damit sich das Ding auch rechnet (bei 2 Personen sinds dann eher 50 Jahre), dann hätt ich auch auf den Proll in der Pommesbude hören können, der sagt, sein Wasser kommt doch aus dem Hahn, wozu dann ne Zisterne. Er hätte recht gehabt, und zwar ohne zu rechnen und Ahnung zu haben.

    Also lass hier doch jeden, der möchte, seinen Teil beitragen. Der Herr Schmilsen wird schon zu sortieren wissen. Und wenn Du schon die DIN-Normen im Kopf hast, dann steuer Deinen fachlichen Rat bei und nicht lass das Gemoser über andere Meinungen.

    Dein letzter Satz ist allerdings Gold wert und mein sogar, mit "doppelt" kommt man da nicht aus.

    Bauhaus
     
  12. emil

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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Wer hat gemosert?

    Gruss Emil
     
  13. #93 Bauhaus, 21.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    hab ichs falsch verstanden? Dann sorry. Was machst'n so, dass Du DIN-Normen nachlesen kannst?
     
  14. CORTO

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    Hallo

    hab mich nun nicht durch alle Seiten durchgelesen.
    Aber das WICHTIGSTE ist doch der Festwasseranschluss für die Espressomaschine
    oder?

    Grüsse CORTO
     
  15. #95 schmilsen, 21.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Absolut richtig CORTO ;-) wird in jedem Fall mit in die Planung genommen - ist ja glücklicherweise auch billiger als ein Keller ;-)
    Zum Bodengutachten - der Tiefbauer hat mir entsprechende Auszüge gezeigt und vorgelesen - eine Kopie durfte ich leider nicht haben - ich versuche aber über andere Wege eine zu bekommen (kenn da eine die auch bei der Gemeinde - anderes Ressort - arbeitet).
    Dann kannst du gerne eine e-Kopie bekommen - bin ja für jede Hilfe dankbar ;-)
    Nochmal zu den Architekten - mein Bruder (Zimmermannmeister) und sein Chef können aktuell auch keinen wirklich empfehlen und die haben ja nun jeden Tag mit denen zu tun... eig. traurig für die Branche...
     
  16. #96 Bauhaus, 21.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Traurig ists, da haste Recht. Ich hab schon mit vielen hundert Architekten zusammengearbeitet und könnt nur einen wirklich empfehlen, aber der kommt halt aus Dortmund. Dein Bruder kennt natürlich die Schwächen und schon die Kleinste lässt einen bei Empfehlungen vorsichtig werden.

    Aber soweit ich mich richtig erinnere, wolltest Du zweckmäßig bauen. Da kannst Du schon mal die designgerichteten Künstler aussortieren. Ich mein ja, er darf nicht zu jung sein, wobei: Ein alter Knacker, so'n "hamwa-früher-auchnich-gemacht-Typ, isses auch nicht.
     
  17. #97 willcrema, 21.01.2010
    Zuletzt bearbeitet: 21.01.2010
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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Nachdem mein Statement für den Architekten hier ja heiß diskutiert wird, meld ich mich auch nochmal zu Wort.

    Ein Haus bauen ist ein sehr intensiver Vorgang für den Privatbauherrn.Er schultert ein Vemögen, das ihn meist über Jahrzehnte bindet und investiert es in Grund und Boden und SEIN Haus.Das macht man üblicherweise einmal in seinem Leben, höchstens zweimal.

    Was mich bei dieser Art Diskussionen immer wundert, ist die Tatsache, dass der Qualität der Gestaltung dabei sowenig Raum bleibt und die technischen Anforderungen immer in den Vordergrund rücken.Dabei ist es doch eigentlich vorrangig, dass das Raumgefüge passt, die Gestaltung dem Bauhern entspricht , so daß er sich in seinem Haus ( das sein Vermögen widerspiegelt) wohlfühlt.Natürlich muß das auch technisch enwandfrei abgewickelt werden, denn " Ein Auto das nicht fährt, ist überhaupt nichts wert" ( Frei nach Fredl Fesl )

    Eben dafür ist der Architekt ausgebildet.
    Er setzt die Priorität auf die Qualität des Raumgefüges und der Gestaltung, verbunden mit guter konstruktiver technischer Machbarkeit.
    Er ist deshalb, (vergleichbar mit dem Regisseur beim Film) der, bei dem die Fäden zusammenlaufen und der, der alle Entscheidungen zusammen mit dem Bauherrn trifft.Naturgemäß ist er daher derjenige der auf der Baustelle das Sagen hat, und ebenso naturgemäß ist es so, daß der, der das Sagen hat immer besonderes unter Beobachtung steht und entsprechender Kritik ausgesetzt ist. Das liegt in der Natur der Sache.

    Es gibt genügend Beispiele gestalterisch hervorragender Architektur von Architekten , die technisch einwandfrei funktioniert.
    Es gibt äußerst selten ( annähernd nie) gestalterisch ansprechende Architektur von Bauingenieuren, schlicht und ergreifend deswegen, weil sie dafür nicht ausgebildet sind.

    Sachverständige Bauingenieure werden üblicherweise nur zu Schadensfällen gerufen. Wenn es keine Schaden gibt, gibt es auch keinen Sachverständigen.

    Ich bin selbständiger Architekt.

    In 15 Jahren Praxis hatte ich einen einzigen Schadensgutachter auf einer meiner Baustellen.
    Er kam zu dem Ergebnis, dass der bestehende Schaden durch falsches Lüftungverhalten des Nutzers zustande kam.

    Was glaubt ihr ist der Grund dafür dass, Bauprofis die nichts anderes tun als bauen, einen guten Architekten beauftragen und keine Bauträger?
    Weil Sie aus Erfahrung wissen, dass sie damit unter dem Strich am besten wegkommen.
     
  18. #98 stuartlidl, 21.01.2010
    stuartlidl

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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Hallo Schmilsen,

    ich hab selbst einige Jahre Bebauungspläne aufgestellt und würde mal sagen das es zwar keine Pflicht ist darüber was reinzuschreiben nach BauGB - es wäre aber ganz gut. In der Praxis ist es doch immer so das die Bauherren (während der Bauphase verständlicherweise sehr gestresst) dann ins Bauamt latschen und ihrem Unmut kundtun wenn sie Grundwasser in der Grube haben.

    Frag doch erst mal in der Gemeinde nach einem Bodengutachten. Wir haben das bei jedem Neubaugebiet machen lassen. Natürlich wird da nur punktuell untersucht und es kann immer wieder trotzdem feuchte Ecken geben, aber es ist schon mal etwas über die Bodenschichten drin.

    Gruß
    Christian
     
  19. #99 13thfloorelevators, 21.01.2010
    Zuletzt bearbeitet: 21.01.2010
    13thfloorelevators

    13thfloorelevators Mitglied

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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    da hast du natürlich recht...und etwas gestaltung würde bauingenieuren auch nicth schaden, aber dafür ist das studium wohl zu umfangreich (hochbau ist ja auch nur ein teilgebiet).

    deinem restlichen post kann ich nur teilweise zustimmen. klar ist gestaltung wichtig und klar: das erwartet man sich von einem architekten. das problem ist nur, dass auf den unis künstler ausgebildet werden statt solide architekten die gut gestalten können und auch technisches grundverständnis haben.
    ich kenne das halt von der anderen seite und man muss architekten sehr oft haarsträubende ideen ausreden die im kartonmodell toll aussehen aber nicth realisierbar sind (bzw. nur mit irrem aufwand). zum glück passierd das sehr oft während des planungsprozesses...gestaltung ist wichtig...aber auf dauer muss es funktionieren sonst kann man die schönheit auch nicth geniessen :)

    aber man soll nicht verallgemeinern, es gibt auch sehr viele gute architekten...
     
  20. ComKaff

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    AW: Projekt Hausbau 2010 - Was beachten???

    Ich habe mein Grundstudium an der Uni Kaiserslautern absolviert und an der TU Berlin fortgesetzt. Ein Vorteil, wie sich in Berlin herausgestellt hat, denn ich habe in KL eine solide Ausbildung erhalten.

    Vielleicht kauft sich der Bauherr, die Bauherrin eines dieser tollen Bücher, in denen Einfamilienhäuser vorgestellt werden, meist themenorientiert: Nullenergiehaus, 1000 EUR Haus (pro qm!) et cetera. Ganz wichtig dabei ist, über die 2. Dimension hinaus zu denken und sich Räume vorzustellen. Plötzlich werden Raumerlebnisse zu einem wichtigen Wohlfühl- und Indentifikationsfaktor. Zugegeben, in einem Neubaugebiet etwas schwierig. Besser wäre es, ein Grundstück zu finden (das erschlossen ist) in dessen Genius Loci (gutes Gefühl, ich bin verliebt, das ist es!) man/frau sich verguckt.

    Warum nicht den Architekten aus dem Häuserband anrufen? Ich bin sicher, in der Örtlichen Nachbarschaft gibt es Architekten, die es in den Häuserband geschafft haben. Der hat bestimmt die richtige Lösung, die er mit der Bauherrschaft zusammen entwickelt.

    Viel Erfolg!
     
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