Quest M3 und schwarze Trommel

Diskutiere Quest M3 und schwarze Trommel im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo, beim Rumstöbern in englischsprachigen Foren bin ich auf eine Mod gestossen, die interessant klingt. Die Trommel des Quests anschleifen und...

  1. Piezo

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    Hallo,

    beim Rumstöbern in englischsprachigen Foren bin ich auf eine Mod gestossen, die interessant klingt.
    Die Trommel des Quests anschleifen und anschliessend schwarz lackieren. Soll angeblich den Ansprechzeit des Quests erhöhen, ihn also direkter machen.
    Kennt jemand diese Modifikation? Erkaufe ich mir eventuell damit andere Nachteile (z.B. Trommel zu schnell zu heiss etc.)
     
  2. UliD

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    Klingt interessant und liest sich bei HB ziemlich gut.

    Wenn ich es mir (in Erinnerung an den viele Jahre zurückliegenden Physikunterricht) richtig zusammenreime, erhöht das die Wärmeabsorption der Trommel und nutzt damit die Energie der Heizstäbe effizienter. Zugleich vermute ich, dass sich damit die Art der Energieübertragung auf die Bohnen verschiebt: Mehr Kontakt, weniger Konvektion. Bin aber in Rösterfragen ein Laie.
    Wichtig dürfte die Farbe sein, die man nimmt: Evtl. gibt es auch schwarze Farbe, die Infrarotstrahlung nicht gut absorbiert?

    Hast du's schon ausprobiert?
     
  3. Piezo

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    Nein, habe ich noch nicht. Ich beobachte einen entsprechenden Tread (http://www.homeroasters.org/php/forum/viewthread.php?thread_id=4327), aber da tut sich derzeit nicht viel.
    Mehr Hitzeübertragung per Kontakt ist sicherlich richtig, aber so lange die Trommel nicht über 300° C geht, ist das ja erwünscht. Konvektion ist ja entsprechend steigerbar. Die Lüftung ist während eines Großteils der Röstdauer ohnehin nicht am Limit. Ergo: weniger Trägheit ...

    P.S. So viel zu Theorie ;)
     
  4. #4 cafesolo, 22.12.2014
    cafesolo

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    Ist das wirklich erwünscht ? Probat geht da aber einen anderen Weg.
    Zitat von der Probatseite:

    "Wärmeübertragung durch Konvektion
    Die Lösung liegt in der strikten Trennung von Wärme und Bewegung.
    Luft spielt bei der Kaffeeröstung eine entscheidende Rolle. Deshalb hat sie bei uns nur eine, aber zentrale Aufgabe: Konvektion – nicht mehr und nicht weniger. Die Bewegung des Röstgutes erfolgt bei uns ausschließlich mechanisch. Dieses Prinzip ist die wichtigste Grundlage für Beständigkeit und reproduzierbare Ergebnisse und die Basisphilosophie für all unsere Röstlösungen. Denn nur durch die strikte Trennung von Bewegung und Energieübertragung lassen sich diese exakt steuern. Jede einzelne Bohne bewegt sich in PROBAT Röstern auf kontrollierten Flugbahnen und wird durch einen kontrollierten Heißluftstrom geführt. Jede Röstung hat einen definierten Anfang und ein definiertes Ende. Sie sollten bestimmen können, wie schnell oder langsam Ihr Röstgut bei hohen oder niedrigen Temperaturen durch viel oder wenig Luft geführt wird. Denn bei der Erreichung Ihres optimalen Röstergebnisses zählt jede Sekunde, nicht nur für Ihre Qualität, sondern auch für Ihre Produktivität."
     
  5. Piezo

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    Probat hat aber auch noch klassische Trommelröster im Portfolio. Klar gibt es einige verschiedene Grundkonzepte, die unterschiedliche Vor- und auch Nachteile habe können, gar keine Frage. Und dass der klassische Trommelröster nicht das Ende der Fahnenstange darstellt, ist mir auch klar.

    Meiner Meinung nach ist einer der Eigenheiten des Quests seine Trägheit. Diese ist bedingt durch die elektrische Heizung.
    Meine Frage bezieht sich daher auf diese Trägheit und ob man den Röster dadurch ein wenig "sensibler" machen kann.
     
  6. #6 cafesolo, 22.12.2014
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    Ich habe ja den Quest mit Alufolie umwickelt um ein wenig mehr im Bereich des Cracks rauszuholen bzw. dem Temperaturabfall dort etwas entgegen zu wirken. Ich hatte den Bericht auf HB auch schon vor längerer Zeit gelesen u. bin mir nicht sicher ob da nicht doch was aus der Farbe in die Röstung übergeht. Spielst du mit dem Gedanken es zu versuchen?
     
  7. Piezo

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    Vorerst nicht, allerdings finde ich die Idee interessant.
    Den Quest umwickeln werde ich sicher nicht, da das Schmuckstück die Küche ziert und ich ihn garantiert nicht verunstallten werde.
    Bislang komme ich mt dem relativ gemächlichen Ansprechen gut zurecht, vor allem beim "Nachrösten vorhandener Kurven.
    Da ich im Bereich erster-zweiter Crack lediglich mit 4A unterwegs bin, habe ich eigentlich genug Power hintenraus.
    Was meinst du mit "mehr im Bereich des Cracks rauszuholen"?
     
  8. #8 cafesolo, 23.12.2014
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    Das nachrösten ist mit dem Quest nicht so das Problem.

    Ich meinte mit dem mehr rausholen im Bereich des 1.Cracks bzw. danach, dass ich kurz vor dem 1.Crack die Energie drastisch reduziere 2-2,8 A je nach Rohkaffee u. Rampingphase. Die Bohnen gehen ja am Anfang des Cracks vom Endothermen Zustand in den Exothermen Zustand über. D.h sie geben Energie ab. Wenn ich da mit 4 A weiter rösten würde, wäre mein Temperaturanstieg in dem Bereich viel zu steil. Ich möchte am Ende des Cracks so mit ca. 206-208°C herauskommen u. dann je nach Verwendung noch weiter röste oder aber den Kaffee schon rausnehme. Ein zu schnelles Rösten im 1.Crack würde bedeuten, dass viele flüchtige Aromen verloren gehen. Die Reduzierung der Energie kurz vor Beginn des 1.Crack hat natürlich auf Grund der geringen Wärmekapazität des Rösters zur Folge, das ich je nach Röstdauer wieder Energie zuführen muss. Durch die Alufolie erhöhe ich etwas die Wärmekapazität des Rösters u. kann so den Temperaturabfall (oder das Einstellen des Temperaturanstieges) hinauszögern ohne weiter mehr Energie zuführen zu müssen.

    Gruß Uwe
     
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