Quest M3s ab Mitte 2016

Diskutiere Quest M3s ab Mitte 2016 im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Zunächst mal hallo in die Runde, ich bin schon seit 2010 lesend dabei. Letzten Sommer habe ich nun auch mit dem Rösten angefangen und bin nach...

  1. Snixl

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    Zunächst mal hallo in die Runde, ich bin schon seit 2010 lesend dabei.
    Letzten Sommer habe ich nun auch mit dem Rösten angefangen und bin nach sehr kurzem Einstieg mit einem gebrauchten Gene, und ausführlicher Rechereche vor allem hier im Forum beim Quest gelandet und habe mit diesem knapp 100 Röstungen auf dem Buckel.
    Wenn ich mir so anschaue was der Quest bei euch so an Modifikationen durchlaufen hat, ist die aktuelle Version ja schon die Quintessenz aus diesen Umbauten.
    Er hat eine hinten gelochte Trommel und drei lange Edelstahlröhren, die die Zuluft an den Heizstäben vorbeiführen und sie so vorheizen.
    Ich habe auch das Gefühl das er sich eher so verhält wie die gemoddeten Quests ohne jedoch einen direkten Vergleich zu haben. Ich habe mir noch einen längeren Griff an den Probenzieher gebaut und den Lüfterwiederstand abgeknipst. Bei Stellung 0 läuft er jetzt mit leichtem Luftzug, ich habe jetzt also den vollen Regelbereich.
    Ich bin so langsam auch recht zufrieden mit den Ergebnissen und inzwischen auch eher bei viel Power und wenig Luft am Anfang und schrittweiser Reduktion der Power bei dann immer mehr Luft im weiteren Verlauf angelangt. Röstzeit ist so um die 10 Minuten bei 250 gr. Ich strebe meistens eher etwas hellere Röstungen an, die ich aber sehr gerne im Siebträger zubereite. Anfangs bin ich vorsichtiger rangegangen und hatte eher so 15 bis 18 Minuten pro Röstung. Da hatte man dann doch recht gut Zeit den richtigen Röstgrad zu treffen. Bei den fixeren röstungen ist das echt noch schwer, da geht es teilweise doch recht turbulent durch den ersten Crack... und schwupps 20 Sekunden zu spät raus...
    Wenn mir so eine schnelle Röstung auf den Punkt gelingt finde ich das Ergebnis meist doch sehr deutlich besser als bei den langsamen Röstungen und man könnte glaube ich fast sagen, je heller die
    Röstung desto mehr Power wird am Anfang benötigt damit die Hitze im Kern der Bohne ankommt.
    Leider ist das echt noch schwer so eine "lekker Tässchen" zu reproduzieren.
    Schafft ihr es denn, das Ganze um den Crack rum so zu verlangsamen das es nicht zu hektisch wird und
    so lecker bleibt, oder ist es eher " no risk no fun".
    Dann ist da ja noch die Sache mit dem Flick, aber eins nach dem anderen...
    Auf jeden Fall macht es extrem viel Spass, grade jetzt wo es doch etwas detaillierter wird und man wenigstens manchmal schon das Gefühl hat etwas Kontrollierter an die Sache zu gehen.
    Ich benutze Artisan mit einem Amprobe TMD 56 ,die normale BT Position mit eingeschraubten Fühler und statt der normalen ET Position habe ich einen der mit dem Amprobe gelieferten Drahtfühler an der bei vielen von euch bevorzugzen Position zwischen Trommel und Wand am Einfüllstutzen mit etwas Alufolie fixiert.
    Ich kann so auf jeden Fall recht gut das Ansprechen der Heizung sehen.
    Und noch eine Frage bezüglich der Heizung. Was habt ihr für Erfahrungen mit der Haltbarkeit der Heizstäbe,
    ich gebe am Anfang inzwischen gerne mal Vollgas, was auf dem Wattmeter gesamt so 1350 Watt sind. Befördere ich sie damit sehr schnell ins Nirvana?

    So, genug für den Anfang
    Herzliche Grüße an euch alle,

    Axel
     
  2. #2 MarioAtJazz, 13.01.2017
    MarioAtJazz

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    Hallo und Willkommen,

    Also ich bin kein Meister im Schnellrösten, aber ....
    Schau dir einmal die Reaktionszeit deines Rösters im Leerlauf an. Das ist zwar ohne Bohnen,
    aber es genügt. z.B: auf etwa 200 Grad vorheizen, dort einige Zeit konstant belassen, du wirst vermutlich
    bei gut 3.5 Ampere landen. Dann Vollgas geben und warten bis der BT und ET Sensor z.B. um 2-4 Grad hoch geht.
    Ich bin bei etwa 1:30 Reaktionszeit gelandet. Und natürlich das Gegentail auch: 200 Grad, von 3.5 Ampere
    auf 2.0 Ampere. Diese Senkung gegen Ende muß man mal erlebt haben, die kann nämlich
    bei gemütlichen Röstungen (wie ich das mache) der Tod vom 1C sein.
    Die 2-4 Grad deshalb, da man in der Phase ab 1C in etwa diese Steilheit pro Minute hat, und der Quest
    in etwa 1:30 Trägheit hat. Das paßt größenordnungsmäßig in etwa zusammen.

    Das hat ergeben, daß ich bei 170-175 beginne Leistung wegzunehmen.
    Da hat man in etwa 10 Grad/Minute TempAnstieg, d.h. Ich nehme kurz vor Beginn der Reaktionszeit
    zum B1C hin Leistung weg, so etwa 0.4A Schritte, weil die Skala danach ist.
    Dann zumindest bei etwa 190-195 nochmals, je nach gewünschter Steilheit.

    Ungefähr bei B1C+1 Minute, also in der Mitte vom 1C hat man folgene Möglichkeiten, je nach Gusto, Philisophie
    und geplanter Röstdauer: Abermals 0.4 A runter, Lüfter z.B. von bisher maximal 5 jetzt auf 6.5 (und damit
    beginnt man Rauch und auch Energie abzusaugen) und dann ab in etwa Ende-1Minute (je nach Gusto) Leistung auf 0 + Lüfter auf 9.

    Ich hab selbst nicht genau verstanden, wie der Lüfter am Ende zu stellen ist. Die Einen sagen (so habe ich es empfunden),
    daß ein zu großer Lüfter am am Ende zu früh Energie absaugt und den 1C abwürgen kann, andererseits soll angeblich
    die Röstung gegen Ende eher zur Konvektionsröstung werden (siehe GENE), und damit ein hoher Lüfter besser sein.
    Es wird wohl wie immer das ominöse heikle Mittelmaß aus Lüfter und Energievorrat in der Trommel sein.

    Ich röste eher den Malabar (den beherrsche ich jetzt halbwegs) und nehme etwa gegen Ende-00:30 bis 00:45 den Lüfter auf 9,
    da soll man am Ende nämlich NICHT zu viel Energie wegnehmen und daher eher später, und der Malabar mag es ja eher gemütlich.
    Ich hab mal gelesen "at the End beat it with heat". Es gibt also Kaffees, die es am Ende auch mal heiß mögen.

    Was ich leider nicht beurteilen kann ist, ob diese Taktik des Reduzierens bei einer schnellen Röstung nicht zu träge ist.

    Mario
     
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  3. Snixl

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    Hi Mario,
    vielen Dank für die Ausführliche Antwort, ich finde das ist ein guter Ansatz. Wie es der Zufall so will habe ich heute
    Malabar gekauft :) . Mit dem werde ich das mal ausprobieren und dann versuchen es später auf eine schnellere Röstung zu übertragen. Ich finde beim Malabar auch das der nicht so viel Hitze mag. Mit welcher Temperatur startest du beim Malabar? Bei mir sind das so um die 180 Grad. Ich kaufe den Malabar meist bei Ridder in Berlin und dort rösten sie ihn sehr Hell, der riecht auch geröstet nach Heu und etwas nach Kamelmist, aber den in den Siebträger und mit Milch, ist wie eine Praline trinken. Ich hab das mit den Bohnen leider noch nicht ganz geschafft, im direkten Vergleich fällt mir auf das der geröstet gekaufte total klar und eindeutig ist und meiner
    eher undifferenziert mit vielen Nebenaromen, die sich aber nicht klar entfalten. Oh je, über Geschmack reden...
    Soweit so gut,
    Axel
     
  4. #4 MarioAtJazz, 14.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 14.01.2017
    MarioAtJazz

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    Den Malabar NIE über 125 Grad vorheizen,
    Röstdauer so zwischen 15:00 und 16:30, nicht über 17:30
    BT so um die 215 rum, nicht über 217, da wird er ölig
    ab B1C maximalst + 4:00 Minuten, da ist er aber schon bitter
    maximal 220Gramm, da ist schon die Grenze zum ungleichmäßigen Rösten knapp überschritten
    Lange trocknen, so etwa bei die 50% der Zeit herum, mehr nicht, viel weniger auch nicht
    Der Malabr dunkelt ab einem Röstgrad von C++ nach, das Öl kommt evtl später
    lAAAAAAnge ausrasten (1 Monat), nicht vor 2 Wochen verkosten - ist sinnlos
    vor dem ersten Mahlen einer Charge ein paar Mal Luft holen lassen, atmen lassen,
    sonst verändert er bei den ersten Mahlungen schnell den Mahlgrad.

    Den genau schokoladigen Geschmack, der nicht bitter ist, herauszuholen, ist dann eine sehr feine Kunst.
    Das liegt m.E. wenn man Mal ein passendes Profil hat an der gewählten Endtemperatur, ist aber eher eine Vermutung.

    Den Mahlgrad so einstellen, daß ganz dicke Tropfen herunterkommen.



    Mario

    PS: evtl Artisan Log per PN
     
  5. UliD

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    Hallo Axel,

    willkommen in der Quest-Hellröst-Runde!

    Wenn du dich auf Quest-Umbauten beziehst, die hier im Forum zu finden sind, meinst du wahrscheinlich @cafesolo Komplettumbau und @spalto bzw. meine gekürzte Trommel? Seit kurzem habe ich auch - wie meistens bei TomC im HB-Forum geklaut - ein etwa 10cm langes Kupferröhrchen in den Lufteinzug gelegt, so dass auch bei mir die Luft erst mal im Röhrchen vorgeheizt wird, bevor sie in den Röster kommt. Da es bei mir ein dickes Röhrchen ist, wird die Luft wahrscheinlich anders (schlechter) zwischen innerer und äußerer Trommel verwirbelt als bei den dünnen Röhrchen des M3s, trotzdem dürfte das Verhalten der Röster relativ ähnlich sein.

    Generell finde ich es problematisch, Strom- und Lufteinstellungen von zwei Quests zu vergleichen. Ich glaube, dass es große Toleranzen in der Strommessung und in der Luftstärke gibt. Der Lüfter z.B. beginnt bei mir bei 1 zu laufen, ab ca. 3,5 sind bei leerer Trommel kaum mehr Temperaturreaktionen messbar (bei beladener Trommel verhält er sich anders). Und zur Strommessung auf dem Quest-Amperemeter... Ich habe vor kurzem ein Leistungsmessgerät zwischen Steckdose und Quest gehängt und mal geschaut, was da bei unterschiedlichen Einstellungen gezogen wird. 70W etwa werden bei Heizung 0 und Lüfter auf 3 angezeigt, und dann:
    2,4A -> 330W (!)
    3,2A -> 510W
    4,0A -> 760W
    4,8A -> 1090W
    Max 1.320W
    Da müssen jeweils noch die 70W abgezogen werden. Also stimmt jedenfalls bei mir die Anzeige bei den unteren Einstellungen ganz und gar nicht.

    Prinzipiell röste ich genauso wie du, Axel, anfangs viel Energie, dann reduzieren. Luft steigere ich.

    Beim Einfüllen stelle ich die Heizung etwa 1 Minuten auf 2A (2 Pseudo-Ampere). Damit versuche ich das Einfüllen bei großen Röstern zu simulieren, bei denen erst mal die Energie komplett rausgenommen wird. Wegen der geringen Masse des Quest halte ich die Heizung zumindest warm. Lüfter ist dabei auf 1, d.h. gerade als Luftzug mit der Hand am Ausgang spürbar.
    Nach ca. 1 Minute drehe ich die Heizung hoch, je nach Kaffee und Profilversuch zwischen 4,8 und 5,2. Wenn die MET sich gefangen hat, steigere ich leicht die Luft (meine Einstellung 2, damit werde ich in nächster Zeit etwas spielen).
    Auf 2 (gut spürbarer, aber noch dezenter Luftzug am Ausgang) habe ich früher meinen Lüfter meistens durch die Trockenphase gehalten. Mit dem Kupferröhrchen hatte ich allerdings bei meinen ersten Röstungen Brandstellen innerhalb der Bohnen (nicht außen), die wahrscheinlich darauf hindeuten, dass sie nicht richtig getrocknet wurden. Bei der Gelegenheit habe ich gemerkt, dass ich auch früher schon bei meinen besten Röstungen innerhalb der Trockenphase, so bei 130° BT, den Luftzug erhöht habe.

    Mit Rampe und First Crack versuche ich mit dem neuen Setup - Kupferröhrchen - noch klarzukommen. Bis jetzt glaube ich zu sehen, dass (genau wie früher) der Quest in Rampe und FC Energiezufuhr braucht, damit die Bohnen nicht flach schmecken. Nach wie vor scheint eine lange Trockenphase (oberhalb 6 Minuten, gerne auch 7) dem Verlauf im FC und dem Geschmack gut zu tun. Das Ansteigen der Temperatur am Ende des FC scheint mit viel Luft besser zu handhaben zu sein als früher, mit einer einbrechenden RoR im FC habe ich nach wie vor Probleme (das Ganze natürlich abhängig von den Bohnen, manchmal ist die RoR auch im FC kaum zu bändigen).

    Kaffee: 250g (immer), Hochland Afrika und Süd-/Mittelamerika, meistens gewaschen. Von Malabar habe ich nicht den leisesten Schimmer. :)

    Reaktionszeit des Rösters: Ich habe nach meinen Umbauten immer Temperaturverläufe mit dem leeren Röster über längere Zeiten aufgezeichnet, um eine Ahnung zu bekommen, wie sich die Änderungen auswirken. Spätestens seit dem Kupferröhrchen merke ich aber, dass sich der leere Röster ganz anders verhält als der Röster in Betrieb. Grundsätzlich teile ich deine Aussage mit dem Austesten natürlich, Mario.

    Schön, dass sich mal wieder der Quest im Forum rührt! ;)

    Beste Grüße
    Uli
     
    max.sr, Gaggia und Snixl gefällt das.
  6. Snixl

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    Mario, das mit dem Malabar probiere ich mal, so hab ich ihn noch nie geröstet.
    Ich werde dann mal mindestens 3 Röstgrade produzieren und dann warten... , und berichten.
    Uli, ich checke mal mit dem Wattmeter die gleichen Ampereeinstellungen, aber bei den ollen Analogen
    Zeigerinstrumenten kann man im unteren Bereich meist nicht wirklich von einem Messinstrument sprechen erst ab
    etwa 2/3 Ausschlag werden sie genauer.
    Vielleicht können wir ja mal schauen ob wir uns für unsere Quests eine kleine Checkliste ausdenken und diese abarbeiten und die Ergebnisse vergleichen.
    Hat einer von euch mal mit einer Isolation rumgespielt, ich habe ein "Deckchen" aus mehreren Lagen Alufolie gebaut und habe den Eindruck, das dadurch die Temperatustabilität besser geworden ist
    Meint ihr meine Sorge um die Heizelemente ist unbegründet, ist ja immer nur recht kurze Zeit volle power.
    Hattet ihr schon Ausfälle?

    Herzliche Grüße,
    Axel
     
  7. UliD

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    Hi Axel,

    ich weiß nicht, was du genau mit der Checkliste meinst. Wahrscheinlich bin ich da aber außen vor. Trotz aller Umbauten ist mein Quest ein anderer Röster - viel näher am M3s als am "alten" Quest, aber dennoch etwas anderes.

    Die Heizelemente waren wohl früher mal empfindlich, wenn ich mich am HB-Forum orientiere. Inzwischen scheinen sie aber sehr robust zu sein. Ich hatte nie mit irgendeinem Teil des Quest Schwierigkeiten. (Naja, einer Schraube des Ventilators, aber das zählt nicht.)

    Mein Quest ist ebenfalls mit ein paar Lagen Alufolie (geringfügig) gedämmt. Die Dämmung macht einen klaren Unterschied. Der M3s ist aber wohl von vorneherein besser isoliert als der alte Quest.

    Beste Grüße
    Uli
     
  8. #8 MarioAtJazz, 27.02.2017
    MarioAtJazz

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    Ich muß mich zu meiner letzten Stellungnahme ein wenig korrigieren,
    aktuelle Erkenntnis ist diese:

    Den Malabar NIE über 125 Grad vorheizen,
    Röstdauer so zwischen 15:00 und 15:30, nicht über 16:00
    BT am Ende so um die 217 bis max 220 herum, nicht über 220, da wird er zu ölig
    Ich gehe bis zum ersten Knacken des 2C.
    ab B1C maximalst + 4:15 Minuten, da ist er aber schon etwas bitter
    maximal 220Gramm, da ist schon die Grenze zum ungleichmäßigen Rösten knapp überschritten
    Trocken bei etwa 6:30 herum, B1C bei etwa 11:00 bis max 11:30
    Der Malabr dunkelt ab einem Röstgrad von C++ nach, das Öl kommt evtl später
    LAAAAAAnge ausrasten (1 Monat), nicht vor 2 Wochen verkosten - ist sinnlos
    vor dem ersten Mahlen einer Charge ein paar Mal Luft holen lassen, atmen lassen,
    sonst verändert er bei den ersten Mahlungen schnell den Mahlgrad.
    Der Einbrand ist bei mir etwa 210g hinein, 177-178 hinaus.

    Den genau schokoladigen Geschmack, der nicht bitter ist, herauszuholen, ist dann eine sehr feine Kunst.
    Das liegt m.E. wenn man Mal ein passendes Profil hat an der gewählten Endtemperatur und der
    gewählten Steigung ab B1C, ist aber eher eine Vermutung.
    Den Mahlgrad so einstellen, daß ganz dicke Tropfen herunterkommen.

    Ich sag noch was meine Fehler waren ( damit andere wenigstens andere Fehler machen)
    Zu stark vorgeheizt, war aber bald gefunden
    Aus dem wenig Vorheizen hab ich geschlossen, daß der lange geröstet werden muß->war bitter
    Zu große Angst vor dem 2ten Crack ist auch nicht gut, aber dann sofort abkühlen.
    Daß andere (bei anderen Röstern) ihren Kaffee bei knapp über 200 Grad herausnehmen,
    hat mich ebenfalls in die Irre geleitet, obwohl bei denen der 1C auch bei 200 kommt.
    Zu bald nach Ende des 1C herausgenommen. Da ist der Kaffee bei der Extraktion hell und fad.



    Mario

    PS: evtl Artisan Log per PN
     
  9. noscha

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    Hallo zusammen,
    ich habe ein paar Fragen an euch!
    Ich bin Röstanfänger vorweg.
    Hat jemand von euch den Quest M3s?
    Ich habe am letzten Wochenende meine 2 Röstung hinter mir. Ich rösten mit 250 Gramm und ich heize mit 200 Grad vor. Der TP ist bisher immer so um die 62 Grad. Ist es ratsam diese zu erhöhen? Wenn ja wie? Geht ihr generell bei der Röstung von Anfang bis zum Röstende mit der Temperatur nach oben?
    Würde mich auf eine Antwort freuen.
     
  10. Piezo

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    Ich finde es auch klasse, dass es Quest-mässig weiter geht.
    Ich habe "leider" nur den alten Quest, bin aber immer noch happy, bekomme meine Röstungen sehr präzise so vor, wie ich mir das vorstelle und hege daher keinen Wunsch den Quest umzubauen.
    Derzeit habe ich etwa 230 Röstungen hinter mir, Bohnen seit geraumer Zeit Südamerikanisch (meist ein Santos) und das ganze bis Anfang 2nd Crack, manchmal auch heller.
    Ich hatte dabei viele Röstungen mit 170 gr Chargengrösse geröstet bin aber nun seit ca 20 Röstungen auf 250 gr. umgestiegen.

    Vom Prozess her gibt es einige Gemeinsamkeiten zu dem vorher Gesagten.

    Einfüllen bei 250 Grad BT / Energie bei 5A und dann bis 150 Grad BT die Einfüllklappe offen lassen -> daher ein schnelles Auftanken der Bohnen mit Energie
    150 Grad BT -> Klappe zu und Luft auf 3 (keine Lüftermod)
    180 Grad BT -> Luft auf 5
    190 Grad BT -> Energie auf 2A und Lüfter auf 8 -> dadurch schnelles Absinken der MET
    20 Sekunden später -> Energie auf 4A und Lüfter auf 7 reduzieren
    meist bei 200 Grad BT Beginn First Crack
    bei ca. 213-215 Grad BT Ende First Crack -> Luft auf 8, Energie auf 3A
    bei 220 - 225 raus -> je nach Gusto

    Ich röste natürlich auch mit Artisan und bin auch bei mehreren Röstungen nacheinander meiner Wunschkurve sehr exakt zu folgen ...
     
  11. #11 MarioAtJazz, 28.02.2017
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    Noch eine Frage an die Malabar Röster und zu meinem obigen Profil:

    Also zufrieden bin ich mit dem Profil nicht. Es ist mir noch immer zu bitter.
    Ich weiß nur nicht mehr wohin ich gehen soll. Mein dztiges Profil ist hart am B2C.
    Probiert hab ich bisher:
    lang rösten > 16:00 Minuten und 3:30 Minuten ab B1C und 217 Grad BT maximal bei Entnahme: helle Extraktion
    14:00 bis 15:00 Minuten so 3:30 bis 4:00 ab B1C, etwa bis 216 BT bei Entnahme: ebenso helle Extraktion
    14:00 bis 15:00 Minuten so 3:30 bis 4:00 ab B1C, etwa bis etwa 220 Grad und beginnendem 2C: angenehm dunkle Extraktion, deutlich bitter (nach 2 Wochen). Daß die weiteren 2 Wochen sooooo viel an Bitterkeit nehmen ??
    Ich weiß jetzt nicht mehr, was über bleibt? Doch lang und bis 220 Grad oder gar mehr?
    Es heißt doch, daß Kaffee bitter wird, wenn zu lange zu wenig Temperatur oder zu kurz zu viel Temperatur herrscht.
    Mir ist nur eben der vernünftige Bereich von-bis noch immer nicht klar.
    Mit welchem Profil röstet denn ihr ?

    Mario
     
  12. #12 cafesolo, 28.02.2017
    cafesolo

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    Hallo Mario,

    ich habe den Malabar schon Jahre nicht mehr geröstet. Würde aber ein wenig anders vorgehen, wenn ich ihn jetzt rösten müsste.

    Du hast den neuen Quest. Im Beitrag Nr.8 hast du aber doch noch ganz hoffnungsvoll geschrieben und scheinst sehr zufrieden gewesen zu sein. Deine Gedanken in dem v.g Beitrag finde ich gut. Ich würde den Kaffee auch bei Füllmengen von 200-250gr. bei BT 150/160° einfüllen und nicht zu schnell rösten. Die Endtemperatur würde ich nicht über 210/212°C gehen. Lieber etwas flacher nach im Crack und auch danach. Bis in den 2.Crack würde ich ihn auch nicht rösten. Luftmäßig eher verhalten bis zum 1. Crack.

    Gruß Uwe
     
  13. #13 MarioAtJazz, 28.02.2017
    MarioAtJazz

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    Hallo Uwe und alle anderen Malabar Röster,
    gelegentlich aktualisiere ich meine Access Datenbank, in der die Eckdaten der Röstungen abgelegt sind.
    Da hab ich eine Röstung gefunden mit folgenden Daten:

    RöstErgebnisse Abfrage
    Index Sorte Datum Uhrzeit EndTemperatur RöstDauer Zeit ab B1C Einbrand
    6 Malabar 22.01.2017 20:38:00 224 14:43:00 03:00:00 15,2

    und hatte diese mit "gut" benotet.

    Das führt mich zu folgender Frage: Zwischen deiner Empfehlung (210 Grad) und meiner Röstung liegen knapp 15 Grad, ich vermute mal, daß man das als "Rösterwelten" bezeichnen kann. Wie ist das zu erklären?
    Mir fallen da folgende Möglichkeiten ein:

    1) Das ist ja ein Naturprodukt .....
    2) Das ist Geschmackssache
    3) Das ist eine Frage wie frisch/alt der Rohkaffee ist
    4) Das hängt auch stark von der Lüftersteuerung ab
    5) Das hängt vom Röster ab
    6) Das hängt vom Montageort des Temperaturfühlers ab
    7) ????

    Was für eine Erklärung würdest du wählen ?

    Für deine Empfehlung spricht die Erkenntnis, daß der Malabar in so ziemlichallen Belangen anders ist.
    Und auch daß z.B. beim Gene ich Empfehlungen gelesen habe, die Temperatur ab Mitte 1C massiv zu senken,
    ich kann mich da an bis zu 20 Grad erinnern.

    Gegen deine Version spricht, daß ich letztens in einem anderen Forum gelesen habe ( auf den Quest bezogen),
    daß (ich hoffe ich erinnere mich jetzt richtig) in etwa 220-225 Grad City bis City+ entsprechen, 225 bis 230 Grad
    FC bis FC+ entsprechen.

    Sorry, ich trage da nur zusammen, was ich so gesehen und gelesen habe, und bekomme das alles nicht unter einen Hut ....

    PS: Ich werde jetzt eben diese Röstung nochmal versuchen, mal sehen ob das auch reproduzierbar ist, oder ob mein Argumentationsgebäude gleich zusammenfällt.

    Mario
     
  14. noscha

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  15. noscha

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    Ich habe noch nicht so viele Röstungen hinter mir, ich setze den Lüfter nur aufsteigend langsam während der Röstungen ein.
    Wie jongliert ihr mit der Heizleistung und dem Lüfter? Wann und zu welchem Zeitpunkt der Röstung setzt ihr den Lüfter ein? Was bewirkt der Lüfter generell?
    Ich rösten mit Artisan und habe nur den BT Fühler.
    Ich weiß noch nicht genau wann ich den Lüfter in Verbindung mit der Heizung am optimalsten (zu welchem Zeitpunkt) und effektivsten einsetzen soll.
    Welche Möglichkeiten gibt es da?
    Freue
    mich auf Antworten.
     
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