Quickmill 03035 (Pegaso) Tropfen am Siebträger

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  1. Josch

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    Hallo zusammen,

    Maschine:
    Quickmill 03035 Pegaso

    Problem:

    Tropfen am Siebträger nach Bezug nach Brühkopfreinigung

    dieses Problem habe ich seit etwa eineinhalb Jahren immer nach Reinigung des Brühkopfes. Die Quickmill 03035 habe ich jetzt seit knapp vier Jahren. In den ersten Jahren gab es das beschriebene Problem noch nicht. Für einige Tage kommt nach der Reinigung zwischen Siebträger und Brühkopf Wasser heraus und läuft dann am Griff des Siebträgers nach unten und tropft herunter.

    Ich habe das Problem sowohl mit der originalen Aluguss- als auch mit der Tidaka-Edelstahl-Duschplatte und ich habe es auch schon mit zwei Einer-Sieben und zwei Siebträgern probiert - das Problem besteht in allen Fällen. Auch mit roter oder grüner Dichtung (ob neu oder älter) gibt es keinen Unterschied.

    Reinigen tue ich folgendermaßen:

    - Wasserverteiler herausschrauben und mit Feder und Stift entfernen
    - Duschsieb entfernen
    - Duschplatte entfernen
    - Brühkopf mit einer Bürste und ggf. weicher Messingbürste abbürsten
    - Wasserverteiler, Feder, Stift, Duschsieb und Duschplatte in heißem Wasser mit Spülmittel und Glitzi Topfschwamm mit der Schrubbseite reinigen

    Wo könnte jetzt noch das Problem liegen? Sollte ich den Wasserverteiler mit Feder und Stift erneuern? Kann ich da etwas testen?

    Oder funktioniert das einwandfrei, nach Bezug wird durch Feder und Stift der Durchlauf korrekt geschlossen und es wird durch den im Siebträger verbleibenden Druck noch Flüssigkeit nach oben an der Dichtung vorbei gepresst? Wo läge dann dort der Fehler? Wie gesagt - Ein altes und ein neues Einersieb machen keinen Unterschied, ebenso ein alter und ein neuer Siebträger nicht.

    Wobei der alte Siebträger nach knapp vier Jahren an den drei Klemmsegmenten schon recht weit abgenutzt ist - der neue Siebträger lässt sich bei gleicher Füllmenge mit 10g nicht so weit einspannen, weil noch mehr Material an den Klemmsegmenten vorhanden ist.

    Ich bin da momentan ein wenig ratlos und für jeden Tipp dankbar :)

    Viele Grüße,

    Josch
     
  2. #2 Sebastiano, 01.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 01.11.2019
    Sebastiano

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    Hallo Josch, eigentlich handelst Du ja nicht wirklich falsch…

    Zur Lokalisierung Deines 'Problems' wäre es hilfreich zu wissen, was genau zwischen Siebträger und Brühkopf heraustropft:
    a) klares Wasser aus dem Brühkopf oder
    b) Caffè/Wasser aus dem Filtersieb

    Unabhängig davon ob Wasser oder Caffè heraustropft – vorab mal Lösungs-Ansätze:

    Aufnahme-Rille für den Dichtring. in Deiner Ablaufbeschreibung vermisse ich das explizite Reinigen der Aufnahme-Rille für den Dichtring sowie das Säubern des Dichtrings daselbst…
    • Es kann vorkommen, dass beim Dichtungswechsel der Dichtring nicht völlig bündig, sondern leicht verdreht in der Rille sitzt. Dadurch kann beim Einspannen des Siebträgers eine kleine Wulst entstehen, die auch zu dem von Dir beschriebenen Effekt führen könnte: Caffè könnte dann auch über den Siebträgerrand gepresst werden
    • Prüfe die Sauberkeit der Rille und/oder den korrekten Sitz der Dichtung, denn auch durch Unsauberkeit in der Rille könnte die Dichtung eine leichte Wulst bilden und zu einer Undichtigkeit führen
    • Auch ein überfülltes oder speziell am Siebrand unsauber getamptes Filtersieb sowie ein unsauberes Filtersieb könnte zu Undichtigkeit oder leichter 'Verspannung' beim Einsetzen des Siebträgers führen, da der Dichtring der Quickmill Thermoblockmaschinen ja innen in das Filtersieb hinein ragt, im Gegensatz zu vielen anderen Systemen
    • Eventuell hilfsweise die Dichtung sehr leicht z.B. mit einem Tupfer Olivenöl oder so benetzen, dann könnte der Siebträger leichter ‘flutschen’ und ein ‘Verspannen’ der Dichtung lindern oder sogar ganz verhindern
    • Die Brühkopfhohlschraube ist bauartbedingt zwar 'etwas sensibel' und sollte 'mit Gefühl' festgezogen werden, jedoch nicht 'zu sanft', da ansonsten die Duschenplatte nicht dicht genug an den Brühkopf sowie den Dichtring schließt

    Dichtringe können Schwankungen in der Materialität und mitunter auch im Volumen aufweisen

    Senkbohrung für die Aufnahme der Duschenplatte sauber halten.
    eventuell weist Dein Brühkopf eine leichte 'Unpassigkeit' in der Senkbohrung für die Aufnahme der Duschenplatte auf, die ebenfalls zu Undichtkeit führen könnte. Siehe eventuell auch diesen Hinweis.
    Neuere Thermoblockmaschinen werden wohl serienmäßig mit einer Edelstahlduschenplatte mit innenliegendem Dichtring (klick) ausgeliefert, um eventuelle Undichtigkeiten zu verhindern.

    Die Verwendung einer Messingbürste am Alu-Brühkopf. selbst wenn es sich um eine vermeintlich 'weiche' Messingbürste handeln sollte oder die Verwendung eines eventuell 'metallisierten' Glitzischwamms an der Alu-Duschenplatte, halte ich für zu brutal. Du wirst kaum vermeiden können, dass feine Kratzer entstehen, die sich bei jedem Reinigungsvorgang verstärken und eine gewisse Unpassigkeit/Undichtigkeit zwischen Brühkopfunterseite und Duschenplatte entsteht. Zusätzlich könnte die Wärmeübertragung durch eine nicht völlig plan schließende Duschenplatte beeinträchtigt werden, ebenso könnten sich Verschmutzungen stärker ansammeln. Deine Edelstahl-Duschenplatte könntest Du auch bequem zusammen mit Filtersieben und Duschensieb in der Spülmaschine säubern…

    Das wird schon wieder…

    Gruß, Sebastiano
    .
     
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  3. Josch

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    Hallo Sebastiano,

    ganz herzlichen Dank für Deine ausführlichen Lösungsmöglichkeiten.

    Zu Deiner Frage, was am Siebträger heraustopft: Es handelt sich um Kaffee aus dem Siebträger.

    Ich habe mir ein neues Duschsieb und ein "Wasserverteiler-Kit" mit Wasserverteiler, Feder und Ventil sowie diverse O-Ringe in den Durchmessern 50 und 51 mm, verschiedenen Schnurstärken und Shore-Härten besorgt (alle aus FKM/Viton) - alle O-Ringe habe ich hier bezogen: IR-Dichtungstechnik - die verkaufen auch in Kleinmengen.

    Duschsieb, Wasserverteiler, Feder und Ventil habe ich ausgetauscht. Der Wasserverteiler hat einen Sechskant, der wesentlich weniger hoch baut wie der Originale. Die ganze Einheit sitzt auch viel besser, sodass ich den Siebträger jetzt mit der gewohnten Kaffeepulvermenge (10 Gramm im Einersieb) auch bis zum Anschlag einspannen kann, was vorher nicht möglich war - ich musste immer etwas nachspannen, nachdem ich kurz den Bezug gestartet habe und kurz darauf wieder unterbrochen, wenn der Kaffee Wasser bekommen hat.

    Es tropft direkt nach der Reinigung von Brühkopf, Duschsieb, Wasserverteiler, Feder und Ventil allerdings immer noch etwas am Siebträger heraus.

    Die Dichtungen habe ich noch nicht durchprobiert, das kommt als nächste Maßnahme.

    Ich habe mir den Brühkopf noch einmal genauer angesehen und festgestellt, dass die Alufläche, die vom Duschsieb verdeckt wird, wenn es eingeschraubt ist, doch schon etwas angefressen ist (mutmaßlich durch zu lange Reinigungsintervalle und meiner mehrfachen Reinigung mit einer Messingbürste). Ich gehe zusätzlich davon aus, dass das auch an dem Absatz, in der der O-Ring sitzt, der Fall sein wird. Daher habe ich beschlossen, nach vier Jahren dann auch noch die Halterung der Heizung/den Brühkopf auszutauschen. Die habe ich gerade bestellt. Alles andere wäre eine halbe Sache ;-)

    Dazugekommen ist gestern auch noch ein Expansionsventil, mit dem ich ebenfalls noch ein wenig experimentieren werde :)

    Ich werde berichten, wie es nach Tausch der Heizungshalterung/Brühkopf aussieht.

    Viele Grüße,

    Josch
     
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  4. #4 Sebastiano, 10.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 10.11.2019
    Sebastiano

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    In der Tat dürfte das werkeln mit einer Messingbürste an 'weichen' zudem auf Passgenauigkeit ausgelegte Alu-Bauteile nicht sehr ratsam sein.

    Jedenfalls: Danke @Josch für Deine konstruktiven & erfolgreichen Rückmeldungen – parallel auch in diesem Thread:. #4.
    So macht der Austausch in Foren Spaß und kann zudem auch für andere Rat-Suchende bei späteren Recherchen hilfreich sein.
    Leider scheint es ja zeitweise aus der Mode zu kommen, einen Hilferuf durch erfolgte Problemlösung oder ein entsprechendes Arrangement sinnvoll fortzuschreiben oder eben erfolgreiche Rückmeldung zu beschließen…

    Weiterhin gutes Gelingen und berichte gern über Deine weiteren Fortschritte… ;)

    Gruß, Sebastiano
    .
     
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  5. Josch

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    Hallo zusammen,

    kleines Update: Ich habe gestern die Heizungshalterung/Brühkopf-Einheit getauscht.
    Seitdem sieht das dann aus wie in diesem Beitrag: #12 :)

    Allerdings ist der Tausch aufwendiger als bei der Orione 3000, wie in oben erwähntem
    Thread zu sehen. Ich musste den vorderen Kombistecker von der Platine, die links vor
    der Mühle sitzt, lösen sowie die rechts sitzenden beiden Lämpchen (grün und orange)
    und die drei Kippschalter ausbauen. Zusätzlich musste noch das Kapillarröhrchen aus-
    gebaut werden (ich empfehle, das Manometer auch zu entfernen, damit die Halterung
    des manometers nicht unnötig im Weg ist). Ohne diese Maßnahmen bekommt man die
    Heizung nicht weit genug angehoben, um die Heizungshalterung/Brühkopf-Einheit unter
    der Heizung herauszuziehen. Die Heizung kann gerade so weit angehoben werden, dass
    man die Heizungshalterung/Brühkopf-Einheit schräg nach vorne zur Maschinenfront he-
    rausbekommt.

    Allerdings ist meine Heizungshalterung/Brühkopf-Einheit in weiiiiit besserem Zustand
    als in diversen Threads hier zu sehen. Ich konnte eine recht hartnäckige Verschmutzung
    direkt im Absatz, in dem der Brühkopf-Dichtring sitzt, entdecken. Gegebenenfalls lag das
    Tropf-Problem daran.

    Bislang hat es tatsächlich noch einmal getropft. Allerdings hatte ich da etwas zu viel Kaffee-
    mehl und konnte den Siebträger nur zu etwas mehr als 2/3 einspannen. Nachdem ich den
    Bezug kurz unterbrochen und en Siebträger bis zum Anschlag einspannen konnte war das
    Tropfen weg. Bislang war das tatsächlich der einzige Fall (eigentlich auch recht logisch bei
    zu viel Kaffeemehl ;-))

    Wer dazu noch Fragen hat - gern her damit :)

    Viele Grüße,

    Josch
     
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  6. Josch

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    Hallo zusammen,

    und noch ein Update :)

    Ich habe nun zwei O-Ringe von IR-Dichtungstechnik getestet, da das Tropf-Problem noch nicht hundertprozentig verschwunden war.

    Der originale O-Ring soll ja nach diversen Quellen, unter anderem hier erwähnt folgende Abmessungen haben:

    Innendurchmesser: 50,8 mm
    Schnurstärke 3,53: mm
    Errechneter Außendurchmesser: 57,86 mm

    Der Absatz am Brühkopf, in den der O-Ring kommt, hat einen Durchmesser von 52 mm (mit dem Meßschieber nachgemessen).

    Zuerst habe ich folgenden Viton-O-Ring ausprobiert (LINK):

    Innendurchmesser: 50,0 mm
    Schnurstärke: 4,0 mm
    Errechneter Außendurchmesser: 58,0 mm​

    Mit diesem O-Ring klemmte der Siebeinsatz vom Siebträger so fest, dass man ihn ohne Hilfsmittel aus dem Brühkopf nicht mehr herausbekommt. Er klemmt schlicht und ergreifend viel zu fest.

    Danach habe ich dann eine Nummer kleiner genommen, wiederum einen Viton-O-Ring (LINK):

    Innendurchmesser: 51,0 mm
    Schnurstärke: 3,5 mm
    Errechneter Außendurchmesser: 58,0 mm

    Damit ist die Abdichtung zwischen Siebträger und Brühkopf PERFEKT!

    Durch die Dehnung, die die Ringe beim Einsetzen auf die 52 mm Durchmesser des Brühkopf-Absatzes erfahren verringert sich ja logischerweise der Durchmesser der Schnur etwas. Das ist bei diversen "Original"-O-Ringen mit 50,8 mm/3,53 mm dann offenbar etwas zu wenig, zumal - wie auch bereits an anderer Stelle erwähnt - die Maße von den unterschiedlichen Herstellern (Farbe grün, rot, etc. pp) offenbar NICHT einheitlich sind. Mit 51,0 mm/3,5 mm scheint es optimal zu sein. Ich vertraue daher lieber einem Dichtungsprofi, der sich solche Schwankungen nicht erlauben kann (ganz davon abgesehen, dass die O-Ringe dort nur einen Bruchteil dessen kosten, was man bei Ersatzteilehändlern bezahlt) ;-)

    Ich hoffe, das hilft jemandem mit derselben Problematik einmal weiter :)

    Viele Grüße,

    Josch
     
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