Quickmill Orione - Probleme mit Dampfdruckabfall

Diskutiere Quickmill Orione - Probleme mit Dampfdruckabfall im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, Kurz die Ausgangslage: ich bseitze seit ca. einem Dreivierteljahr die QM Orione 3000 zusammen mit der Mignon MCI. Ich habe einen...

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  1. #1 heissim, 14.05.2021
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    Hallo zusammen,
    Kurz die Ausgangslage:
    ich bseitze seit ca. einem Dreivierteljahr die QM Orione 3000 zusammen mit der Mignon MCI. Ich habe einen bodenlosen Siebträger und habe bei Duschsieb und auch das 2er Sieb jedes Loch sachte mit einer Nadel nachgestochen, da die Grösse der Löche stark variierte und ich heftiges Gespritze hatte. Weiterhin habe ich ein Expansionsventil eingebaut das nun ca. 11-12 bar anzeigt, was vermutlich ca. 10 bar entspricht. Es spritzt zwar immer mal wieder in bisschen aber das ist ok. Der Kaffee/Cappucino ist lecker. Zuguterletzt habe ich mir ne Tidaka Bullet v2 besorgt.

    Mein Vorgehen:
    Ich habe sowohl von Kakadu Coffee die Videos angesehen (und das Verfahren mit Lämpchen an/aus/Bezug lange genutzt). Dann kamen die Kaffeemacher und da ich von letzteren meinen Kaffee beziehe, dort einen Kurs gemacht habe und festgestellt habe, dass Espresso und Cappucino nach deren Vorgehen besser schmeck, gehe ich wie folgt vor. Egal zu welchem Zeitpunkt lasse ich ca. 8 Sekunden spülen und beziehe dann quasi sofort.

    Mein Problem:
    Beim Milch aufschäumen (ich heize nach Kakadus vorgehen 15-20 Stösse der Pumpe vor -> schalte ab und wieder an -> nochmal ein paar Stösse 5-7 -> schalte ab und dann schäume ich (ich nutze meist nur ca. 100 (bei einem Cappu und 190 ml Milch bei zwei). Ich schäume auch oft vor Wut.
    Es dauert immer ein bisschen bis Leistung da ist, Luft einziehen geht gut, dann rollt es und dann plötzlich bricht die Leistung vollständig ein, es kreischt und dann dauert es ca. 10-15 Sekunden, bis wieder Power da ist. Leider heizt in der Zwischenzeit die Milch weiter auf und es bildet sich quasi eine Schaumdecke oben auf der Milch. Wenn die Leistung wieder da ist, ist die Milch fast auf ihren ca. 60 Grad was bedeutet, dass ich die Bläschen nicht kaputt kriege und mein Schaum kacke ist. Mal ist es besser mal schlechter.
    Was auch neu ist, ist die Tatsache dass nach Abschalten des Dampfes meistens (nicht immer) die Düse noch gute 5 Sekunden nachbrodelt. Normalerweise ging sie relativ zügig aus.

    Das war nicht immer so und daher wundert es mich. Am Ändern des Vorgehens und der neuen Düse liegt es nicht, da ich jede Kombi probiert habe. Sauber ist die Lanze auch.

    Kann irgendwer helfen? Kann es am Expansionsventil liegen (wäre auch komisch, denn das war auch nach Einbau lange Zeit nicht so).
    Ich habe nie entkalkt, nutze aber Brittawasser und das liegt bei ca. 4-6 DH. Kann es daran liegen? Pro Tag trinke ich im Schnitt 2-4 Espressi/Cappu.

    Lg und Danke Euch allen.

    P.S: Ich weiss die Orione ist alles nur kein Schaumtraum, aber so mies? Ich bin kurz davor ne Lelit Mara X oder gleich was richtig Teures zu kaufen. Die Orione hat mich durch das Coronajahr treu begleitet, daher ist da irgendwie auch noch was emotionales dabei :) Sie verdient ne Chance.
     
  2. #2 basstian, 14.05.2021
    basstian

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    Mal eine Durchlazufentkalkung mit Amidosulfonsäure zu machen kann auf jeden Fall nicht schaden. Das Brittawasser ist ja immer nur ganz am Anfang der Laufzeit weich und wird zum Ende vor Kartuschenwechsel schon relativ hart. Könnte also schon irgendwo Kalt sitzen. Auf jeden Fall mal probieren. Das OPV sollte kein Problem sein.

    Das wundert mich ein wenig. Denn damit zwingst Du jedesmal den Block in die Knie. 8 Sekunden ohne Gegendruck und damit hoher Flussrate sind ziemlich viel.
    Dadurch müsste die Temperatur bei Bezug eigentlich immer sehr kalt starten und zum Ende immer höher werden, weil bei nem 8 Sekundenbezug auf jeden Fall die Heizung anspringt. Also das finde ich schon überraschend und würde einen sauren (wegen dem kalten Start) und bitteren Kaffee (wegen der hohen Temperatur am Ende) erwarten.

    In Milch mag das je nach Kaffee vielleicht noch gehen und dann kräftig rüber kommen. Aber so richtig gut kann ich mir das gerade nicht vorstellen.
     
  3. #3 DanielL, 14.05.2021
    DanielL

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    Bezüglich Temperatur gibt es von @cottec ein paar interessante Messungen, die einen Hinweis darauf geben, dass der Ansatz der KM gar nicht so schlecht ist. Mir schmeckt es mit 8 Sekunden spülen (nach "Lampe aus") auch besser, wobei ich aber auch das Gefühl habe, dass bei einer langen Spülphase für "Lampe an" die Ergebnisse wieder sehr zufällig werden.

    Das beschriebene Problem beim Schäumen kenne ich komplett identisch von meiner nicht umgebauten Orione. Meiner Analyse war, dass es mit einer zu tief eingetauchten Düse zusammenhängt. Für einen guten Schaum muss ich durchgängig nah an der Milchoberfläche schäumen (kratzen), d. h. Zieh- und Rollphase kombinieren.
     
  4. mrsll

    mrsll Mitglied

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    Ich hatte das gleiche Problem bei meiner 0820 und gemerkt, dass es mit dem Heizen zusammenhängt: Heizt die Maschine während des Schäumens, ist alles gut. Geht die Heizung aus, bricht die Dampfleistung ein. Sieht man schön, wenn man ins Nichts dampft und dabei die Heizung an ist und dann aus geht.

    Ich aktiviere nach dem Espressobezug die Dampftase für ca. 15 Sek., deaktiviere sie und tauche dann die Dampflanze in die Milch und schäume. So habe ich (meistens) während des Schäumens die Heizung an und volle Power. Negative Auswirkungen des am Anfang vielleicht noch etwas feuchten Dampfes bemerke ich nicht. Ich muss aber auch sagen, dass mir die v2-Lanze geholfen hat, da hier die Milch selbst ohne Heizung und somit Power zumindest ein wenig rollt.
     
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  5. #5 heissim, 04.06.2021
    heissim

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    Hallo zusammen,

    ich möchte Euch noch mein Feedback geben, nachdem ich das Problem (für mich) durch Kombination einiger Methoden hier beheben konnte.
    Ich habe entkalkt, das hat viel gebracht vor allem bei der Konstanz beim Schäumen. Mein Vorgehen (bis heute) ist das der Kaffeemacher gewesen und auch wenn ich selbst bis heute nicht verstehe warum, das Ergebnis in der Tasse schmeckt mir besser. Die KM kennen ihren Kaffee halt besser als jeder Andere. 8 Sekunden spülen, sofort beziehen. Bei Cappu/Flat White lasse ich dann wie von mrsll beschrieben nur 15 sek aufheizen und schäume dann (nicht wie von Kakadu das "zweigeteilte" Vorgehen.
    Resultat: Der Druck ist über die gesamte Distanz da, der Schaum wird gut (es sei den ich versemmel es mal wieder weil ich Heisswasser statt Dampf anstelle :(). Nach abstellen läuft auch keine 5-10 Sekunden mehr nach. Es sei angemerkt, dass es für die Orione keine v2 Lanze mehr gibt. Diese wurde "neu" konstruiert von QM sodass sie nicht mehr an die Orione passt. Find ich ne Sauerei, da man m.E. versucht die Leute durch sowas zum Upgrade zu bewegen (ich habe das Problem für mich durch ne Bullet v2 gelöst, klappt prima und lässt sich kinderleicht reinigen). Liebe QM - sollte ich upgraden, dann gehe ich vermutlich zur Konkurrenz :p

    Seit heute habe ich einen neuen Kaffee (auch von KM - der Flaneur) und werde mal sehen. Aktuell arbeite ich wieder mit Kakadus Methode, da die für mich nachvollziehbarer reproduzierbar ist, der Kaffee etwas heller als der Apas ist und somit vermutlich etwas mehr Temperatur verträgt.

    Was mir noch auffällt ist Folgendes:
    1. Wenn ich fertig geschäumt (und nur wenn ich geschäumt habe) habe - ich spanne den ST davor immer aus - und dann zum Abschluss der Reinigungsroutine nochmal kurz flushe, dann "entlädt" sich mit einem Stoss "Zisssschhhh" dampfartig kurz Druck aus der Dusche.
    2. Ich musste den angezeigten Druck leicht reduzieren, da es im Bodenlosen ziemlich gesprenkelt hat. Es wurde besser ist aber nicht weg. Liegt aber evtl. auch am Kaffeealter. Ich brauche für ein Kilo idR. ca. 4 Wochen (ich trinke einsam und allein Kaffee bei uns). Gegen Ende wirds gefühlt schlimmer.
    3. Der neue Kaffee (muss signifikant feiner gemahlen werden) spritzt fast gar nicht, ist aber auch erst am 20.5. geröstet worden.

    Lg Simon
     
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