QuickMill QM67 Dualbloiler

Diskutiere QuickMill QM67 Dualbloiler im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo, ich habe hier bisher immer nur mitgelesen, weil die Suche zu jeder meiner vielen Fragen immer mehr als genug Antworten produziert hat....

  1. claasg

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    Hallo,

    ich habe hier bisher immer nur mitgelesen, weil die Suche zu jeder meiner vielen Fragen immer mehr als genug Antworten produziert hat. Jetzt habe ich aber mal eine, zu der ich nichts gefunden habe. Falls ich mich irre, bitte korrigieren.

    Ich bin mit meinem Zweikreiser (Mitica) nicht 100-prozentig zufrieden (vor allem mit der umständlichen und schwer reproduzierbaren Temperatur-Einstellung) und schaue mich nach einem Dualboiler um. Da gibt es ja einige übliche Verdächtige. Gestern bin ich bei Espresso Tecnica in Hamburg auf die QuickMill QM67 aufmerksam geworden, die mir im Laden recht gut gefiel. Hier im Forum oder im Kaffeewiki finde ich aber nichts dazu. Es gibt aber einen Thread auf Home-Barista und ein paar Videos.

    Kennt jemand die Maschine und hat eine Meinung oder Erfahrungen dazu? Oder ist die noch zu neu? Stand jedenfalls im Laden und war offenbar vorrätig.

    Ich suche eine Maschine für den moderaten Heim-Einsatz. Aber mit hohem Qualitätsanspruch.

    Mir gefällt vor allem:
    - Angenehmes Format, nicht zu schmal, recht tiefe Sudschublade (die meiner Mitica ist kürzer, da geht ständig was vorne drüber)
    - Guter haptischer Eindruck, schöne Drehknöpfe (im direkten Vergleich subjektiv deutlich besser als Vibiemme)
    - No-Burn-Rohre
    - PID Display am Gehäuse für einfache Temperatur-Einstellung
    - Beide Kesses PID-Gesteuert, kein Relais-Klackern
    - Kessel isoliert
    - Nicht zu große Kessel, für meinen Einsatz denke ich passend. Dafür starke Heiz-Elemente.
    - Tank und Vibra, für meinen Einsatz auch in Ordnung
    - Tankdeckel mit Scharnier wie bei meiner Mitica
    - Expansionsventil ohne Öffnen des Gehäuses direkt zugänglich (unter Tassenablage)
    - Dampfkessel abschaltbar (in der Woche vor der Arbeit verzichte ich aus Zeitgründen gerne auf Milch)

    Evtl. Negativ
    - Wassertank nicht besonders groß (hab noch keine Zahl gefunden), aber ich muss ja auch nicht so viel flushen wie bei einem HX
    - Frontplatte biegt sich möglicherweise etwas beim einspannen, kann man auf den Videos sehen

    Gibt es Nachteile, die ich nicht sehe? (Die Diskussion pro/contra E61 bei Dualboilern ist bekannt)

    Direkter Konkurrent wäre z.B. die Mini Vivaldi, aber die hat offenbar kein Händler in meiner Gegend.

    Grüße, Claas
     
  2. #2 S.Bresseau, 20.10.2012
    S.Bresseau

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    AW: QuickMill QM67 Dualbloiler

    Hallo Claas

    Naja, wohl eher Modelle wie

    • CBC Royal Giove
    • Expobar Brewtus IV
    • Izzo Alex Duetto
    • VBM Domobar Super Dual
    • Rocket R58
    Alle genannten sind klassische E61er Dualboiler und geben sich imho optisch nicht viel, sind halt "Küchenharleys" [​IMG]. Die technischen Daten findest Du z.B. im kaffeewiki.de

    Wenn Du schon an die Vivaldi denkst: Kennst Du die DC mini, die User nobbi-4711 verbessert und verkauft? Kennst Du diesen Thread? http://www.kaffee-netz.de/espresso-...thread-haushalts-dualboiler-kaufberatung.html

    Viele Grüße
    Stefan
     
  3. claasg

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    AW: QuickMill QM67 Dualbloiler

    Okay, stimmt natürlich, da hab ich mich nicht so klar ausgedrückt. Die Mini Vivaldi ist keine E61 aber in der vergleichbaren Preisklasse und ist mir als interessant aufgefallen.
    Die R58 hat Rota, ist ein Stückchen teuerer und die externe Box will mir nicht so richtig gefallen (hab schon mal damit arbeiten können).
    Über die anderen vergleichbaren Maschinen findet man ja auch schon einiges.

    Die DC Mini habe ich gesehen. Der fehlende Heiß-Wasser-Auslass stört mich. Schnelles Aufheizen ist aber ein Plus. Was genau baut nobbi-4711 denn daran um? Hab ich über die Suche jetzt nicht so direkt gefunden. An welcher Stelle gibt es dazu Informationen?

    Grüße, Claas
     
  4. #4 S.Bresseau, 20.10.2012
    S.Bresseau

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  6. claasg

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    Hat wirklich niemand Infos zu der QuickMill? Oder ist die aus irgendwelchen Gründen so uninteressant. Dann würde ich die gerne kennen.

    Nach Lektüre des Threads bei Home-Barista könnte der etwas kleine Dampfboiler ein Problem sein.
     
  7. #7 silverhour, 23.10.2012
    silverhour

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    AW: QuickMill QM67 Dualbloiler

    Ja, recht komisch, daß die QM67 scheinbar niemand auf dem Radar hat. Aber Quickmill wird eh oft und fälschlich "nur" mit kleinen Thermoblockkisten in Verbindung gebracht. Auch habe ich sie bei noch keinem Händler auf der HP gesehen. Da sie recht neu zu sein scheint (der Artikel auf HB ist vom Juni dieses Jahres) stellt sich natürlich die Frage: Ist das Dingens in Deutschland überhaupt auf dem Markt?

    Grüße, Olli
     
  8. claasg

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    Wie gesagt, in Hamburg kann man sie anfassen und kaufen. War aber grad nicht angeschaltet.

    Aber sonst scheint sie wirklich noch niemand zu haben.
     
  9. #9 LaCrematore, 23.10.2012
    LaCrematore

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    Ich weiss nicht genau, was daran so spannend sein soll. Die ganze "macht DB + E61 Sinn" Diskussion ist in Bezug auf Rocket schon gelaufen, mehr kommt doch da eh nicht rum. Der Rest ist Geschmacksache. Ich finde die kleinen, eigenständigen (und m.E.n. sehr guten) QM-Kisten sehr cool, die großen Chromkisten eher teuren mainstream. Vielleicht geht es ja anderen ähnlich...
     
  10. sumac

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    ich hab einen preis gefunden.. ca. 1700 euro, da würde ich eher auf die IZZO Alex zurück greifen oder gleich auf die R58
     
  11. Phlo

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    AW: QuickMill QM67 Dualbloiler

    Nach monatelangem Mitlesen habe ich mich dann doch endlich mal registriert, um auf diesen Thread zu antworten. Eigentlich war ich damals nur auf der Suche nach etwas mehr Genuss und wollte nur nach einem besseren Kaffee für meinen Vollautomaten (den ich in sachen Kaffeequalität für sehr gut hielt) googeln. Dabei bin ich bin dann hier im Kaffee-Netz gelandet und von den Verrückten hier :)-;)) ziemlich heißgeredet worden. Espresotechnica wird hier in verschiedenen threads positiv erwähnt - deshalb bin ich dorthin, um mir diese angeblich ach so tollen Siebträgermaschinen mal aus der Nähe anzugucken. Es kam wie es kommen musste - als ich dann dort einmal *richtigen* Espresso und Cappu mit *richtigem* Schaum probieren durfte, war mir sofort klar, dass ich in dieses Thema einsteigen muss. Völlig unbegreiflich, wie ich es so lange (10 Jahre!) mit diesem Vollautomaten aushalten konnte. Ein Unterschied wie Tag und Nacht - als wenn ein Vorhang weggerisse wurde.^^

    Daher nun zum topic:
    Ich wollte also direkt ne ordentliche Maschine haben, die mir auch noch in einigen Jahren Freude machen wird. Im Laden wurde ich ausführlichst beraten (ich habe mich da bestimmt 2x3 h aufgehalten und Espressi verkostet). Ein klassischer Einkreiser war mir als Anfänger zur nervig (Temperatursurfen), ein 2-Kreiser erschien mir irgendwie temperaturmäßig unlogogisch (jaja cooling-flush kein Problem). Aus den bereits von Dir erwähnten Gründen und aufgrund der Empfehlung seitens Espressotecnica habe ich mich dann für die QM67 entschieden und bin bislang sehr zufrieden. Nur zur Ergänzung: Sehr angenehm ist auch das Wechseln/Reinigen des Duschsiebs der Brühgruppe - man muss keine Schrauben lösen, sondern kann das Teil ganz einfach und leicht mit nem Kaffeelöffel abhebeln. Ein Manual gibt es übrigens hier: https://www.chriscoffee.com/files/108/QM67+(June+2012).pdf

    Zu den möglichen Nachteilen:

    - Der Wassertank ist ca. 2,5 - 3 Liter groß. Werde ich bei Bedarf gerne genau ausmessen. Je nach Nutzung (Kaffee, spülen, vorheizen, reinigen etc.) fülle ich ca. alle 2 Tage nach. Länger würde ich das Wasser aber eh nicht im Tank stehen lassen wollen.
    - Es ist richtig, dass sich das Frontblech ein ganz klein wenig bewegt, wenn man den Siebträger mit Kraft einspannt. Wirklich störend ist das aber nicht. Das Blech ist keinesfalls wabbelig o.ä.. Ich werde das mal bei Gelegenheit bei einem anderen "Chrombomber" testen - ich kann mir kaum vorstellen, dass sich bei anderen Maschinen bei dieser Hebelwirkung gar nichts bewegt.
    - der Bezug von größeren Mengen Heisswasser für Tee ist nicht sonderlich angenehm (dauert zu lange, "spratzelt"). Das war mir jedoch egal, da ich das Heißwasser eh nur zum Vorheizen von Tassen/Gläsern nutze und dafür ist die Düse völlig OK.
    - irgendwo hat sich jemand in einem review beschwert, dass man die Heißwasserdüse zur Seite schieben müsse, um den Pumpenhebel umlegen zu können. Das ist richtig und der Kompaktheit der Maschine geschuldet (auf dem Foto oben ist die Düse bereits zur Seite geschoben). Mich stört es jedenfalls nicht. Meine Küche ist so groß, dass die Düse dauerhaft 3 cm über den Rand der Maschine hinaus stehen darf. ;-)
    - der Dampf-boiler ist für den Hausgebrauch nicht zu klein. Jedenfalls hatte ich neulich auch kein Problem, die 7-8 Freundinnen meiner Frau mit mikro-geschäumten Spezialitäten zu beglücken. Ich habe allerdings den Druck des Dampfkessels von den voreingestellten ca. 0,9 bar auf (immer noch grüne) 1,4 bar hochgesetzt.
    - keine Paddle Brühgruppe, sondern E61 ;-)


    Wenn Dich noch etwas Spezielles interessiert, was ich einmal mit der Maschine testen soll, sag Bescheid.
     
  12. claasg

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    AW: QuickMill QM67 Dualbloiler

    Danke Phlo für deinen ausführlichen Bericht!

    Mir gefällt die Maschine auch immer noch gut, wenn man einen E61-DB mit Tank/Vibra sucht, auch wenn er evtl. etwas teuer ist. Ich glaube auch dass man mit E61-DB gut leben kann, die Argumente dafür und dagegen müssen hier nicht wiederholt werden. Am Ende muss man für sich persönlich entscheiden.

    Wie lange lässt du die Maschine aufheizen?

    Insgesamt tendiere ich allerdings mittlerweile doch eher zu nicht-E61. Das hat zum Beispiel auch mit der simplen Sache mit der Heißwasserdüse zu tun, die du erwähntest (und die sehr viele Maschinen betrifft). Klar kann man damit gut leben, aber ich hatte gerade mal das Vergnügen (oder den Fehler gemacht *g*) an einer La Linea zu arbeiten (viel breiter, mehr Platz, Heißwasser direkt über Abtropfschale, kein Hebel im Weg), das ist schon irgendwie viel angenehmeres Arbeiten. Mein Heißwasser steht im Moment auch neben der Maschine, was heißt, wenn mal was daneben geht, ist das auch neben der Maschine. Siebträger unter Heißwasser abspülen ist auch unpraktisch.
    Auch wenn ich mir nicht so einen Gastro-Bomber in die Küche stellen möchte ist z.B. eine Vivaldi schon eher so aufgebaut (breiter, alles über der Abtropfschale ohne Platzproblem) und die Brühgruppe hat ja auch noch andere Vorzüge. Aber ich schweife ab...

    Viele Grüße, Claas
     
  13. #13 silverhour, 27.10.2012
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    Angeblich liegt sie preislich so bei 1.700 Talern
    Klar, viel Geld, aber sie würde deutlich unter den üblichen Chrombomber-Verdächtigen wie Vibiemme, IZZO oder Rocket R58 liegen (die dann aber eine Rota haben). Nur die Bretwus mit Vibra wäre spürbar günstiger.
     
  14. claasg

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    AW: QuickMill QM67 Dualbloiler

    Und die Vibiemme Junior auch. Allerdings ist die QM67 schon einen Tick größer und ich finde wertiger verarbeitet.
     
  15. Phlo

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    Ich lasse die an einer Zeitschaltuhr laufen, die sehr großzügig eingestellt ist. D.h. ich lasse die Maschine eine gute Stunde anspringen, bevor ich realistischerweise Kaffee benötige. Eigentlich ist die Brühgruppe aber nach ca. 15 - 20 Minuten auf Schmerztemperatur.

    Preislich finde ich sie auch einen Tick zu teuer, mir war es aber wichtig, den Händler vor Ort zu haben und das war mir dann ein paar Zusatz-Euronen wert. Die Vibiemme Junior mit PID ist mWn etwas teurer. Die Expobar Brewtus IV wird in der Bucht gerade für 1.200 € angeboten. Das ist in der Tat ein Schnäppchen.
     
  16. #16 Ced141277, 07.01.2013
    Ced141277

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    AW: QuickMill QM67 Dualbloiler

    Hallo Zusammen,

    nach endloser Recherche bin ich über Euren Beitrag zu dieser Maschine gestolpert und muss sagen, ja, mein Interesse ist geweckt.

    Seid Ihr denn immer noch mit der Maschine zufrieden, der letzte Beitrag ist ja nun auch schon gute zwei Monate alt ?

    Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, wo ich diese Maschine - gerne auch in Kombintaion mit einer Mühle - bei einem Händler sehen und sogar vor Ort kaufen kann, ich komme aus dem Ruhrgebiet und lasse mein Geld lieber bei einem echten Händler im Geschäft vor Ort.

    Danke und viele Grüße
     
  17. #17 ottensen01, 19.01.2013
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    Finde die QM 67 für den kleinvolumigen Espressohaushalt gerade wg. der kleinen Kessel auch reizvoll, da so wenig Wasser aufzuheizen ist. Einen "Einbruch" beim Dampfen auf 0,9 bar weisst meine VBM DB super mit ihrem großen HX-Kessel auch auf, das ist reichlich Power. Und offenbar hat QM die Leistung der Heizung für die 67 nochmal erhöht.
    Habe bei Espresso Tecnica gerade gelernt, dass es eine gleich ausgestattete Maschine auch mit Rota und Festwasser umschaltbar als Vetrano Dual Boiler gibt/geben wird. Sie hat dann auch die "dicken Backen" der Vetrano, sprich: die doppelwandige Aussenbeplankung.
     
  18. #18 ottensen01, 05.02.2013
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    So. Mein Vibiemme Domobar Super Wärmetauscher hat ein würdiges neues Zuhause gefunden.
    Jetzt ist eine Quickmill QM67 bei mir eingezogen.
    Wie SeattleCoffeeGear in einem Youtube-Video so schön sagt: "A straight forward little guy". So ist es.
    Für mich bedarfsgerecht und schon nach den ersten Shots und Cappus heute wirklich prima und im Ergebnis besser als die VBM. Auch der Milchschaum.
    Jetzt müssen wir uns erst einmal aneinander gewöhnen und dann berichte ich vielleicht nochmal ausführlicher.
     
  19. Phlo

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    AW: QuickMill QM67 Dualbloiler

    Herzlichen Glückwunsch und willkommen im Club :-D

    kleiner Tip zum Dampf: erhöhe ruhig den Druck auf (unproblematische) 1,3 - 1,5 bar. Dann hast Du auf jeden Fall genügend Power und kannst mehr oder weniger unendlich dampfen (ok - ich habe den Test mangels Bewegung am Manometer nach ca. 5 Minuten abgebrochen). Ich habe auch gute Erfahrungen mit den 12er Sieb gemacht.
     
  20. #20 ottensen01, 09.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 23.02.2013
    ottensen01

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    AW: QuickMill QM67 Dualbloiler

    Martinpresso schrieb in: http://www.kaffee-netz.de/grunds-tzliches/13966-wie-sieht-eure-kaffee-ecke-aus-202.html#post821580
    Seit wann ist die auf dem Markt?
    Im Web finden sich erste Beiträge/Filme im Sommer 2012. Zu Beginn noch mit kleineren Heizungen.

    Warum der Wechsel genau?
    Nach Jahren der Nutzung der Vibiemme Domobar Super HX habe ich mich dabei beobachtet, meist 80/20er Mischungen zu kaufen, weil sie mir besser gefielen, als die 100% Arabicas. Also lieber den La Brasiliana Oro Blue statt des Marfisa, lieber den Standard-Costadoro statt des Masterclubs etc.
    Diagnose: Trotz ausgefuchstem Temperatursurfen inkl. Messkurven etc. ist es offenbar schwer, auch mit einer thermisch guten HX-Maschine den Arbeitspunkt der 100%-Kaffees zuverlässig zu treffen. Das wollte ich jetzt aber. Zusätzlich fand ich es in letzter Zeit immer störender, mit dem 2,7-Liter-Kessel eine große Menge Wasser aufzuheizen, um letztlich nur weinige Cappus oder Espressi zu produzieren. Also war ich auf der Suche nach einem PID-Doppelkessel mit vernünftiger Auslegung. Zu PID-Doppelkesseln gibt es Threads ohne Ende mit den sattsam bekannten Diskussionen zu Vivaldi, Dalla Corte, Sinn und Unsinn einer E61 am Dualboiler, der Notwendigkeit von Rotationspumpen und Festwasseranschluss.

    Für mich sprachen ganz subjektiv folgende Argumente für die QM67:
    - Festwasser und Rotaionspumpe lohnen für meine kleinen Volumen gar nicht, sondern erhöhen das Risiko der Küchenüberflutung und hoher Reparaturkosten, falls die Pumpe doch einmal defekt wäre. Eine Rota am Tank ist für mich Quatsch, die Kavitations-Geräusche würden mich prinzipiell stören. Wenn ich so etwas hören möchte, nutze ich ein Ultraschallgerät, da ist Kavitation sinnvoll. ;o)
    - Die Vib der QM67 ist am Ausgang zusätzlich druckgeglättet.
    - Die Kessel haben mit 2x ca. 0,8l eine vernünftige Größe. Ich heize jetzt wohl weniger als die Hälfte des Wasser auf, als bei meiner alten VBM.
    - Die Maschine ist weitgehend aus Standard-Bauteilen zusammengesetzt und damit langfristig reparierbar: Standard-Ulka-Pumpe, Standard PID, Standard-Heizungen etc.
    - Die QM67 ist vollständig aus Edelstahl gebaut (R58: Lackiertes Stahlchassis).
    - Ich habe meinen Händler vor Ort in Laufweite und viele Servicepunkte in Deutschland (Izzo: Nur Stoll), wenn doch mal ein Ersatzteil notwendig werden sollte.
    - Insgesamt ist die QM67 für mich eine sehr durchdachte und in der Handhabung kultivierte Maschine.

    Zur Dampf-Diskussion kann ich sagen: Die Handhabung und das Ergebnis des Schäumens ist deutlich besser als bei der VBM DS. Der Dampf der QM67 ist wohl feuchter, als bei der DS. Da Milch aber ohnehin eine Fett-Wasser-Emulsion ist, kann ich nicht erkennen, was etwas Wasser schaden könnte. Die Düse der QM67 funktioniert erheblich besser, und der Druck liegt höher. Die DS heizte mit 1800 Watt den Kessel, musste aber auf 1,2 Bar betrieben werden, damit die Brühwassertemperatur im Wärmetauscher stimmt. Die QM67 läuft bei mir auf 128 Grad, was ca. 1,7 Bar entspricht und heitzt mit 1400 Watt. Der Druck der DS brach auf ca. 0,8 Bar ein, der der QM nun nur auf ca. 1.1 Bar.
    Ein Kritikpunkt an der QM67 ist für viele derjenigen, die erst Brühen und dann Schäumen, dass nach dem Brühen zunächst der Brühkessel priorität geheizt würde, obwohl Dampf benötigt wird. Das ist absolut gegenstandslos: Meine QM67 hat 2350 Watt auf dem Typenschild stehen und kann so konfiguriert werden, dass beide Kessel zugleich geheizt werden können. Zusätzlich wird das Speisewasser des Dampfkessels aus dem Brühkessel gezogen, ist also vorgeheizt. Dafür sollte man vorsichtig sein, Tassen mit Heisswasser vorzuwärmen, weil für das Nachfüllen des Dampf/Wasserkessels Kaltwasser in den Brühkessel geschoben wird.

    Zur Aufheizzeit kann ich nicht viel sagen, da ich von der DS ohnehin gewohnt bin, sie mit Vorlauf einzuschalten. Wenn man den Parameter P höher wählt (z.B. 2,5 - QM empfielt 1,5 für beste Funktion) heizt die Brühgruppe natürlich schneller auf, die Temperatur schwingt dann aber ca. 2 Grad über den Sollwert hinaus. Man kann also selbst Prioritäten setzen, wenn man weiss, was man tut.

    Insgesamt rechtfertigen schon die ersten Ergebnisse den Wechsel für mich vollauf. Für mich ist die Maschine genau bedarfsgerecht.

    Oder als Metapher: Ich fahre VW Touran, weil:
    - 210 km/h auf den zweispurigen Bahnen hier im Norden voll ausreichen,
    - ich für höheres Sitzen in der Großstadt keinen Geländewagen brauche,
    - ich maximal 2000 Liter transportieren kann und dafür keinen LKW kaufen würde,
    - das Auto mit 4,40m Länge hier in jede Parklücke passt, und für die, die's brauchen auch selbst hineinfahren kann,
    - sein adaptives Fahrwerk leer und mit 700 kg Zuladung eine gute Figur macht,
    - er einen moderaten Verbrauch hat.
    Also alles praxisorientierte, aber keine typischen Autofan-Argumente.
    Vielleicht ist die QM67 der Touran unter den Dualboilern.
    Man muss wissen, was man will.
     
    Montafiore, Schosef und hanse gefällt das.
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