Reparaturen Lelit PL60 PlusT nach 2 1/2 Jahren: Pumpen/Pressostat&QuickConnects

Diskutiere Reparaturen Lelit PL60 PlusT nach 2 1/2 Jahren: Pumpen/Pressostat&QuickConnects im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo Allerseits! Nachdem ich schon seit ewig von dieser Community profitiere dachte ich es wird Zeit auch mal was beizutragen! Vorwort Ich...

  1. fry42

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    Hallo Allerseits!

    Nachdem ich schon seit ewig von dieser Community profitiere dachte ich es wird Zeit auch mal was beizutragen!


    Vorwort
    Ich habe schon ein paar Jahre Erfahrung im Reparieren/Restaurieren von Maschinen und besitze seit jeher einen ganzen Haufen an Werkzeug. Bitte überlegt gut, ob Ihr Euch diese Reparaturen zutraut! Jegliches Nachmachen erfolgt auf eigene Gefahr!

    Einleitung
    Nachdem ich die letzten Wochen/Monaten einiges an meiner Lelit machen musste hab ich mir gedacht ich schreibe hier einen kurzen Bericht.
    Fotos gibt es leider kaum - vielleicht kann ich noch das Ein oder Andere beisteuern.
    Ich hoffe, dass dieser Bericht anderen BesitzerInnen hilft Problemen vorzubeugen, Probleme frühzeitig zu erkennen und die Zahl der Reparaturen/Ersatzteilbestellungen klein zu halten.

    Außerdem muss ich ein wenig meinen Frust vom Leib schreiben: Ich finde, dass eine Maschine dieser Preisklasse bei durchschnittlich 2-3 Cappus/Tag länger halten sollte!


    Probleme

    Nach 1 Jahr: Filterprobleme
    Bereits im ersten Jahr hatte ich das Problem, dass der mitgelieferte Ionentausch-TankFilterAufsatz seine Kristalle nicht bei sich behalten wollte. Man hat deutlich gesehen wie diese sich in die Ansaug-Schläuche verteilt haben.
    Damals habe ich alle Silikonschläuche und den Filter getauscht.

    Nach 2 Jahren: Probleme mit Bezugspumpe
    Nach ca. 2 Jahren hat die Bezugspumpe die ersten Probleme bereitet: Sie hat gelegentlich nur gebrummt und nicht gepumpt. Ich habe darauf hin ordentlich entkalkt und dann ging sie wieder einigermaßen. Also sie hat teilweise brummend angefangen, nach ein paar Sekunden dann losgepumpt.
    Mein Verdacht war, dass sich doch ein paar Kristalle aus dem Filter darin gesammelt haben. Mittlerweile hab ich die Pumpe zerlegt und weder Kalk noch Kristalle darin gefunden. Das einzige was mir aufgefallen ist war, dass die vordere Ventilhalterung locker war.
    Ich habe sicherhetishalber eine Ersatzpumpe bestellt: Eine Ulka EX5 statt der verbauten EP5 (Die hat statt dem Plastikzutz einen aus Messing, ansonsten baugleich).

    Nach 2 1/4 Jahren: Nun auch Probleme mit der Dampfkesselpumpe, leichte Inkontinenz
    Nun zeigt auch die Pumpe zum nachfüllen des Dampfkessels schwächen. Im kalten Zustand konnte sie noch nachfüllen, war die Maschine jedoch länger im Betrieb hat sie nur noch wiederholt gebrummt.
    Da ich meinen täglichen Kaffee brauchte und zu der Zeit viel arbeit hatte musste ein workaround mittels abschalten/abkühlen/einschalten reichen.

    Ziemlich zeigleich musste ich feststellen, dass irgendwo ein wenig Wasser entweicht. Es war regelmäßig unter der Abtropftasse der Dampflanze feucht. Anfangs dachte ich noch es sei irgendwo daneben getropft...

    Nach 2 1/2 Jahren: Es rinnt am falschen Ende, Pressostat am Dampfkessel defekt(?)
    Die leichten Wasseraustritte haben sich zu einem kostanten Rinnen ausgeweitet. Der Grund war schnell gefunden: Die Quick-Connect/Push-In Verbindung am Wassereinlass des Dampfkessels wurde undicht.
    Da es schnell gehen musste hab ich einen neuen, gewinkelten, QuickConnect für 4mm Schlauch bestellt sowie 1/2 Meter des Druckschlauches.
    Ruckzuck getauscht.

    Tatsächlich, wenige Tage darauf, macht die Maschine einen leichten Knall mit darauf folgendem lauten Zischen. Ein kurzer Blick auf das Manometer hat gezeigt, dass der Dampfkessel über 4 Bar hatte!
    Hab sofort einen neuen Pressostaten bestellt - und gleich auch ne neue Dampfkesselpumpe (Ulka EP77).
    Ich wollte nun wirklich Alles auf einmal erledigen. Endlich wieder eine einwandfreie Maschine haben!
    Also beide Pumpen getauscht sowie den Pressostaten. Und weil ich das Teil schon ewig rumliegen hatte auch einen Pumpendämpfer mit eingebaut.

    Resultat: Die Pumpen werken einwandfrei, die Bezugspumpe durch den Dämpfer sogar deutlich leiser als zuvor!
    ABER: Nun ist der QuickConnect am Dampfkessel-Auslass undicht!!!


    Empfehlungen
    Nachher ist man immer schlauer. Um mein Nachher zu Eurem Vorher zu machen hier meine Erkenntnisse und Empfehlungen

    Fehler1: Nur eine Pumpe bestellt, nicht gleich Beide
    Ich hätte mir denken können, dass die zweite Pumpe auch bald schlapp macht. Und bei 14€ für die Zweite Pumpe wär das ein geringes Risiko gewesen. Ausserdem hätte ich sie gleich tauschen sollen anstatt zu warten...
    EP77: 14€ Pumpe, 8€ Liefergebühr. EX5: 17€, 8€ Liefergebühr.

    Fehler2: Nicht beim ersten Wasseraustritt die Ursache gesucht
    Wenn etwas undicht ist wirds nicht von selbst besser. Bestenfalls bleibt es gleich, die Chancen sind jedoch groß, dass es schlechter wird.

    Fehler3: Beim Tausch des QuickConnects nicht auch Pumpen getauscht
    Wenn man schon die Maschine auseinander nimmt ist es kaum aufwändiger gleich alle Kandidaten in Angriff zu nehmen. Hier war ich zu ungeduldig...

    Fehler4: Nicht alle Quick Connects getauscht
    Wenn ein QuickConnect am Dampfkessel schlapp macht ist die Chance groß, dass der Zweite auch bald folgt. Und wenn ein Ersatzteil so viel kostet wie die Lieferung des selben...
    Außerdem hat man die Maschine eh schon zerlegt...
    Ich würde auf jeden Fall die Zwei am Dampfkessel zeitgleich tauschen.
    QuickConnect: 8,5€ Schlauch: 14,7€ Lieferung: 9,9€

    Fehler5: Nicht geprüft ob das Rohr zum Presosstaten frei ist
    Ja, da hab ich nicht schnell genug geschalten: Es ist nämlich durchaus möglich, dass nicht der Pressostat defekt war, sondern die Verbindung dorthin! Aktuell funktionierts mit dem Neuen, aber schaun wir mal ob mich das noch einholt...


    Reparaturanleitungen

    Bezugspumpe tauschen
    • STROM ABSTECKEN UND AUSKÜHLEN LASSEN!!!
    • Macht vor jedem Schritt ein FOTO! Damit könnt ihr beim Zusammenbau alle Verbindungen auf die Richtigkeit prüfen.
    • UND: Alles was Ihr macht macht Ihr auf eigene Gefahr!

    • Obere Abdekung entfernen: 5 schlanke Blechschrauben an der Oberseite entfernen (Achtung: die eine Kurze gehört über das Manometer!), dann die drei etwas Stärkeren, Kurzen um den Wassertank.
      Für die Oberen Schrauben brauchts einen PH1, länge egal. Beim Tank PH2 mit kurzem Schraubenzieher oder Ratsche.
    • Die Schläuche für Zu&Rückfluss oberhalb der Pumpe lösen. Ich glaube am besten beim Y Verteiler.
    • Nun man mit einem flachen Schraubenzieher ca. 5mm zuerst vorsichtig den Ansaug-Gummi-Winkel von der Pumpe runterhebeln. Zuerst an der Oberkante, danach abwechselnd Seitlich. Am Auslass vorsichtig den Schnellverbinder lösen (Ring reindrücken, Schlauch rausziehen).
    • Stromanschlüsse bei der Pumpe abstecken: Bei mir war das Oben 2xBlau die ineinander gesteckt waren und Unten 2xBraun die in den selben Flachstecker gecrimpt waren.
    • Mit einem PH2 Schraubenzieher durchschnittlicher länge die zwei Schrauben lösen mit denen die Pumpenhalterung befestigt ist. Diese sind direkt unter Ansaug- und Auslass der Pumpe zu finden.
    • Pumpe mit Montageblech vorsichtig herausziehen.
    • Die Gummihalterung der Pumpe an der Ansaugseite mittels flachem Schraubenzieher vorsichtig abhebeln und Pumpe herausziehen. Auf der Auslassseite kann man die Pumpe einfach mit der Hand aus der Halterung ziehen.
    • Neue Pumpe zuerst mit dem Auslass in die Gummihalterung stecken, dann auf der Ansaugseite fixieren.
    • Die neue Pumpe mit Montageblech vorsichtig wieder in die Maschine stopfen.
    • Eventuell geht es einfacher, wenn man Strom und Ansaugwinkel befestigt bevor man die Pumpe festschraubt. Ist Geschmackssache...
    • Pumpe festschrauben, Strom/Ansaug und Auslasschlauch anstecken. Dann noch die zwei Schläuche über der Pumpe wieder verbinden - auf Dichtheit prüfen
    • Deckel drauf. Achtung: Kurze Schraube bei Manometer!
     
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  2. fry42

    fry42 Mitglied

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    Vorbereitungen für alles Weitere
    • Das SSR (Schwarze Streichholzschachtel mit 4 Kabeln) abschrauben: Dazu braucht Ihr einen kurzen PH1 oder Ratsche. Auf der Rechten Seite muss die Schraube ganz raus, auf der Linken reicht es die Schraube zu lockern, dann könnt Ihr das SSR nach rechts rausziehen.
      (Ich hab die Schraube gleich wieder reingeschraubt, um sie nicht zu verlieren/verwechseln)
    • Die beiden Schläuche zum Tank aus dem Blech um den Tank herum vorsichtig ruasziehen. Ob Ihr den Filter im Tank dafür entfernt oder die Schläuche beim Y Verteiler abzieht bleibt Euch überlassen :)
    • Tank entfernen
    • Unterhalb des Tanks ist eine bewegliche Klappe (für den Schalter, der den angenehmen Ton auslöst, wenn das Wasser knapp wird...). Die Klappe wird mit einer Schraube am Blech rechts vom Tank (ganz unten) gegen aufklappen gesichert. Diese Schraube müsst ihr lösen, dazu braucht man einen sehr langen PH2. Mit diesem könnt Ihr, durch den Ausschnitt zur Wasserstandsanzeige, die Schraube erreichen.
    • Die nächste Schraube die es zu lösen gilt befindet sich an der Aussenseite des Blechs, dass den Tank umschließt, ganz links. Sie ist von Oben zugänglich, allerdings auch wieder mit einem sehr langen PH2 Schraubenzieher
    • Hat man die Schraube gelöst kann man die Klappe unterhalb des Tanks vorsichtig nach oben klappen (lange Fingernägel ausborgen :) ), das Blech um den Tank vorsichtig nach vorne ziehen und dadurch die Klappe an der linken Kante aushängen
    • Es offenbart sich eine weitere von Oben zugängliche Schraube beim Tankblech (an der rechten/hinteren Kante des Tankraums). Ist diese entfernt kann man das ganze Blech vorsichtig herausheben
    • Nun zum Dampfkessel: Hier zuerst alle Kabel abziehen die raus müssen (FOTOGRAFIEREN!): Tanksonde (blau/gewinkelt), Heizung (blau/gerade), beide Braunen am Pressostaten und Einer der zur Heizung weiter führt
    • Nun gilt es die Schlauchverbindungen zum Kessel zu lösen, ohne eine Überschwemmung zu riskieren:
      Ich stelle dazu ein Wasserglas an die Stelle wo zuvor der Tank war, löse die Schlauchverbindung beim Auslass der Pumpe (drücken/ziehen) und stecke den Schlauch sofort ins Glas
    • Danach entferne ich den Schlauch vom Dampfkessel zum Magnetventil an der Kesselseite. Jetzt läuft das meiste Wasser ins Glas. Sobald kein Wasser mehr austritt das Glas entleeren und wieder hinein stellen
    • Es gibt zwei Blechtreiber die den Kessel in Position halten: Einer links/hinten beim langen Montagewinkel und einer vorne/mittig. Beide entfernen.
    • Kessel herausheben Hier gibt es ein paar Hinweise: Wenn Ihr den Kessel schräg stellt, was ihr nicht vermeiden könnt, rinnt nochmals Wasser raus. Daher steht das Glas noch da :)
    • Ich habe den Manometeranschluss NICHT gelöst, sondern vorsichtig(!) gebogen. Die Verbindung war sehr fest verschraubt, daher schien mir diese Variante sicherer
    • Wenn Ihr den Kessel raushebt müsst Ihr noch einen Erdungsanschluss an der Unterseite lösen! (Und nicht vergessen ihn wieder dran zu machen!)


    Tausch des QuickConnnects am Kessel
    • Alten Winkel abschrauben, neuen Einschrauben :)
    • Mein Anschluss hatte einen integrierte Dichtung und der Flansch am Kessel schien mir ausreichend Auflagefläche zu bieten. Sollte das bei Euch anders sein mit Loxeal//Teflon/whatever abdichten
    • Ist Euer Anschlusswinkel nicht von der drehbaren Sorte so müsst Ihr darauf achten, dass er nach dem Einbau in die gleiche Richtung zeigt wie der Alte
    • Der Anschlusswinkel ist ein 90° Push-In/QuickConnect mit G1/8 Gewinde und für Schläuche mit 4mm Aussendurchmesser.


    Tausch des Pressostaten
    • Auch hier: Alten abschrauben, neuen Einschrauben
    • Achtet darauf, dass Ihr keine zu große Kraft auf das T-Stück am Kessel ausübt! Ich habe den Pressostaten mit einem 14er Schlüssel und das T-Stück in der Mitte mit einem verstellbaren Schraubenschlüssel gehalten
    • Das Teil, dass Ihr braucht ist ein 2,5Bar Pressostat für 230V/16A mit G1/8 Verschraubung.


    Tausch der Dampfkesselnachfüllpumpeinrichtung
    • Zuerst die Kabel abstecken, hier ist ein Foto wiedermal hilfreich.
    • Wie schon bei der Bezugspumpe mit einem ca. 5mm Schraubenzieher den Zuflussschlauchwinkelgummiaufsatz vorsichtig abhebeln. Hier wird etwas Wasser aus dem Schlauch laufen - also evtl. ein Tuch darunter sropfen...
    • Am Auslass der Pumpe ist ein Expansionsventil angeschraubt. Da beide Seiten weiß&Kunststoff sind ist das vielleicht nicht gleich ersichtlich. Es ist jedenfalls der Teil, der an der neuen Pumpe nicht dran ist
    • Hier zuerst den Rücklaufschlauch abziehen (hier wirds auch ein wenig feucht) und dann das Ventil abschrauben. Die Verschraubung ist nicht bombenfest - also ohne Gewalt arbeiten! Man sollte sich zuerst überlegen in welche Richtung man schrauben muss und wie man beide Hälften zu fassen bekommt. Ich habe einen 13er Schlüssel an die Pumpe gesetzt (dafür gibt es zwei Aussparungen). Ich glaube Nominell ist es ein 12er, es hat aber der 13er auch getan.
      Das Ventil würde ich keinesfalls am Schlauchwinkel selbst greifen. Ich habe es mit einem 14er Schlüssel direkt bei der Verschraubung des Winkelstücks gehalten. Es reicht 1/4 Umdrehung in die richtige Richtung, dann kann man es gemütlich mit der Hand abschrauben
    • Nun den Dampfkesselpumpenmontagegummiwinkel an der Ansaugseite abhebeln, wieder mit dem flachen Schraubenzieher. Danach kann man die Pumpe nach rechts aus dem Gummi bei der Ansaugseite ziehen
    • Einbau in umgekehrter Reihenfolge - ich habe die Verschraubung zwischen Pumpe und Expansionsventil mit Loxeal 18-10 gesichert. Der kleine O-Ring schien mir ein bißchen unsicher und ich wollte kein abermaliges Zerlegen riskieren...
    • Die Pumpe ist eine Ulka EP77 mit 230V 28W, die hat 4 Bar maximaldruck, wodurch ein Fehler bei Sonde und ExpVentil keine Überschwemmung auslöst...

    Zusammenbau
    • Achtet auf die Reihenfolge (z.B. zuerst Dampfpumpe rein und dann Ventil daran)
    • Achtet auf die richtige Verkabelung/Verschlauchung (Fotos, Fotos, Fotos)
    • Achtet auf lose Schlauch- und Kabelenden
    • Achtet darauf, dass keine Stecker/Schläuche etc. durch die Vibrationen der Pumpe irgendwo anschlagen (das kann nervig werden)
    • Achtet darauf, dass alle Schrauben wieder zum Einsatz kommen
    • Achtet darauf, dass Blechtreiberschrauben weniger fest gezogen werden sollten
    • Achtet auf die Kurze Schraube beim Manometer
    • Achtet bei der ersten Inbetriebnahme auf ungewöhnliches Verhalten, Undichte Stellen etc. Nach so einer Reparatur auf keinen Fall die Maschine sofort unbeaufsichtigt laufen lassen!!
    • Und schließlich: Achtet auf Euch selbst! Und wie gesagt: Ihr handelt auf eigene Gefahr!


    Mein Resümee


    Lelit hat am falschen Ende gespart. Oder schlecht eingekauft. Oder alles richtig gemacht - schließlich ist die Maschine erst nach Ablauf der Gewährleistung so richtig defekt gewesen :)

    Ich bin mit dem ausbröselndem Filter nicht alleine gewesen, schon das hätte nicht sein dürfen. Und ich glaube immer noch, dass die Pumpen deshalb so schnell durch waren, auch wenn ich beim Zerlegen keine Spuren von kristallen gefunden habe. Aber dass zwei Ulkas so bald und ziemlich zeitgleich den Geist aufgeben halte ich schon für einen zu großen Zufall.

    Zumindest am Dampfkessel waren die QuickConnects eine Fehlentscheidung: Entweder sie sind nicht für die Temperaturen bei dauerhaften 2,5Bar geeignet oder Lelit hat schlechte Ware gekauft. Mittlerweile bin ich am überlegen alle Schnellkupplungen gegen Schlauchtüllen mit Verschraubung auszutauschen. So wie diese: Schlauchverschraubung 1/8 - 6/4mm

    Dazu muss auch der Schlauch gegen einen 6/4er getauscht werden.

    Sehr erfreut bin ich über den Dämpfer. Retrospektiv hätte ich auch bei der Dampfwasserpumpe einen montieren sollen...

    Leider mag ich die Maschine immer noch, warten wir mal ab, wann meine Upgadeitis zuschlägt...
     
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  3. #3 Chris1200, 30.06.2018
    Zuletzt bearbeitet: 30.06.2018
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    Du schreibst dass sich vermutlich Granulat aus dem Filter im ersten JAHR gelöst hat.......der Filter ist aber eigentlich nur bis 35-50 liter wirksam, und das schaffe ich locker in 3 -5 Wochen. Wie lange hast du den Filter denn im Gerät gelassen?
     
  4. #4 Wrestler, 30.06.2018
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    15 Liter / Woche ?? :eek:
    Das Ding ist doch kein Wasserkocher?
    Das wären 2 Liter / Tag.
    Espresso hat 30 ml , evtl noch für aufquellen etwas mehr. Leerbezug, d.h. mindestens 30 Espresso / Tag, eher noch mehr ?
    Da bleibt dann auch noch genug für milchschaum übrig.
    Das ganze dann bei einem Einkreiser.
    Bei der Nutzung noch von haushaltsüblichem gebrauch zu sprechen, ... ich weiß nicht ?!
     
  5. #5 Chris1200, 30.06.2018
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    Die pl62 ist ein Zweikreiser. Zudem reinige ich täglich mit der Espazzola und Spüle ziemlich grosszügig - und entleere spätestens einmal die Woche den Boiler (will kein Brackwasser für einen Americano oder Tee). Ich fülle spätestens alle 2 Tage (eher 1.8) den Tank auf. Aber selbst wenn man in 4 -6 Wochen nicht auf 30 Liter plus kommen sollte ist die längere Verwendung der Filter aus Keim Gründen nicht empfehlenswert - siehe schleimige Oberfläche in den Wassertanks.

    Da ich mittlerweile seid 10 Jahren meinen Kaffee selbst röste bin ich sehr sensibel geworden was den Geschmack angeht, und das Wasser spielt dabei eine sehr sehr grosse Rolle.
     
  6. #6 Wrestler, 30.06.2018
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    Der Thread läuft unter dem Titel der lelit pl 60 plus T.
    Das ist ein Dual boiler.
     
  7. fry42

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    Hi,

    Ich hab ja geschrieben im ersten Jahr, nicht nach einem Jahr :)
    Mein Verbrauch liegt ziemlich genau bei 1,5 Liter/Woche.
    Somit hab ich mir gedacht, dass der Filter auf jeden Fall 1/2 Jahr halten sollte und habe den Fehler beim tausch des Filters bemerkt.

    Verbrauch hin oder her: Ich finde den Fehlermodus "Ich zerstöre deine Maschine" nicht wirklich entschuldbar.
     
  8. #8 Chris1200, 30.06.2018
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    Da hast du absolut Recht....das Granulat darf niemals Richtung Maschine austreten.
    Danke für die Klarstellung.
     
  9. #9 Chris1200, 30.06.2018
    Chris1200

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    Ist doch vollkommen egal.....meine Frage bezog sich auf das Austreten von Granulat bei Filter Nutzung....also spielt die die Anzahl der Boiler keine Rolle....
     
  10. #10 Wrestler, 30.06.2018
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    Jupp, .... völlig egal.
    In einem Laden wurde die Lebensdauer der Filter im Tank mit 3 bis 4 Monaten angegeben.
    Das mit dem austretenden Granulat ist natürlich ärgerlich.

    Ich nutze deswegen ausschließlich Flaschenwasser.
    Ich habe auch nicht unbedingt die Probleme, dass ich von Brackwasser oder ähnlichem betroffen bin.
    Ich muss auch nicht ständig spülen, den Kessel leeren usw.
    Natürlich sind solche Bauteile eigentlich auf längere Laufzeiten ausgelegt.
    Aufgrund der bisherigen geringen schlechten Erfahrungen mit den lelit Maschinen kann man das vielleicht auch nicht unbedingt verallgemeinern.
    Deswegen sind solche Ausfälle an der Maschine trotzdem völlig inakzeptabel.
     
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  11. #11 old_bean, 01.07.2018
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    Danke für die ausführlichen Beschreibungen, hättest du unter Umständen auch Bilder um die Themen ein wenig zu illustrieren?
     
  12. #12 Wrestler, 01.07.2018
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    Daher vermutlich auch immer sein Hinweis, es auf jeden Fall selbst zu dokumentieren.
     
  13. fry42

    fry42 Mitglied

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    Hi,

    Ja, ich hab auch gern Bilder :)
    Ob die viel bringen werden sei dahin gestellt...

    Hier ist mal der Dampfkessel:
    [​IMG]

    Zu sehen ist das Kapillarrohr zum Manometer, die Verkabelung/Verschlauchung und unter dem Kapilarrohr der Pressostat.

    Und dann noch die Dampfkesselpumpe:
    [​IMG]

    Diese ist unterhalb vom Kessel. Rechts im Bild sieht man den erwähnten Fortsatz an der Pumpe, der in Situ abgeschraubt werden muss um die Pumpe raus zu bekommen. (Die Pumpenhalterung bekommt man nicht so einfach raus wie bei der Bezugspumpe).

    LG!
    S.
     
  14. #14 DeMischi, 29.07.2018
    DeMischi

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    Ich hab noch jetzt extra hier im Forum angemeldet um Danke zu sagen für die ausführliche und hilfreiche Beschreibung.

    Ich hatte exakt das gleiche Problem und habe die Dampfpumpe getauscht und den Quickconneect am Dampfkessel. Dieser war nämlich undicht und es hat sich ein sehenswerter Kalkstein gebildet.

    Die größte Herausforderung war jedoch die Schraube am Boden vor dem Blech für den Tank zu lösen. Einen so langen Schraubenzieher hatte ich gar nicht. Musste mir ein paar Bitverlängerungen zusammenstecken (3 Stück ) um auf die Länge zu kommen.

    Auf jeden Fall klappt jetzt alles wieder wie eine eins und hier nochmal ein dickes Dankeschön an fry42 für die Anleitung.
     

    Anhänge:

  15. tom_bo

    tom_bo Mitglied

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    Hallo zusammen,
    schonmal vielen Dank für die vielen guten Tipps. Bin mir aber nicht sicher, ob mein aktuelles Fehlerbild hier schon dabei ist:
    Bei meiner Maschine entweicht "explosionsartig" Überdruck vom Dampfkessel. Beim aufheizen kommt ein bischen Dampf irgendwo an der Messingtülle (siehe Foto) und dann machts auf einmal "Puff" und alles ist in Dampf gehüllt.
    Vermutung 1: Verkalkung
    Vermutung 2: Pressostat kaputt und dadurch entweicht der Überdruck über ein Ventil?
    Habt Ihr einen (oder mehrere ;-)) Tipps?

    Vielen Dank
    Tom Lelit60.jpg
     
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Reparaturen Lelit PL60 PlusT nach 2 1/2 Jahren: Pumpen/Pressostat&QuickConnects

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