Restauration: Astoria Handhebelmaschine (Bilder ab S. 3)

Diskutiere Restauration: Astoria Handhebelmaschine (Bilder ab S. 3) im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo allerseits, nachdem ich am Wochenende eine Astoria Handhebelmaschine (Bj. so mitte der 80er) erstanden habe, gibts nun die ersten...

  1. #1 Kartoffelmann, 05.06.2007
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    Hallo allerseits,

    nachdem ich am Wochenende eine Astoria Handhebelmaschine (Bj. so mitte der 80er) erstanden habe, gibts nun die ersten Probleme.
    Das Wasser, dass aus der Brühgruppe kam, schmeckte irgendwie komisch. Nach zig Litern Durchlauf und drei Tagen war der Geschmack und Geruch immer noch unvermindert da. Also mal den Hebelmechanismus auseinandergenommen und nachgeschaut. Nachdem ich die Feder samt des oberen Teils herausgezogen hatte, strömte mir der besagte Duft sofort in die Nase. Mein erster Gedanke war: Das Fett an den Dichtungen muss es sein, war es aber nicht. Nachdem ich alle Dichtungen gereinigt hatte, war der wunderschöne Duft immer noch da. Ich habe dann überlegt, dass es vielleicht eine Mischung aus Schmoder, etc. zwischen Passe und Brühgruppe sein könnte (s. die Explosionszeichnung; die Passe ist das Teil Nr. AS.28 )

    [​IMG]

    Um die Passe austreiben zu können, wollte ich die Brühgruppe demontieren, um mich dann mit einem Hammer vorsichtig dem Teil anzunehmen. Aber als ich alle vier Schrauben der Brühgruppe gelöst hatte, kam mir das Teil mitnichten entgegen. Im Gegenteil: Die Brühgruppe sitzt so dermaßen fest auf der Dichtung, dass sie sich auch bei stärkerem Krafteinsatz nicht einen mm bewegt.

    Nun meine Frage: Warum ist das Ding so unglaublich fest? Wie kann ich es runter bekommen? Hat jemand noch ne andere Idee, woher der zarte Duft kommt, der jeden Espresso versaut?

    Ich hoffe jetzt mal auf ein paar äußerst hilfreiche Antworten!!

    Grüße,

    Philipp
     
  2. #2 Bubikopf, 06.06.2007
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    Hallo Philipp!
    Schraub doch mal das Sicherheitsventil und das Entlüftungsventil oder andere Teile oben auf dem Kessel ab, vielleicht hat die Maschine lange gestanden und es hat sich im Kessel mittlerweile Leben entwickelt. Vielleicht kannst Du dann auch mal einen Blick auf das Steigrohr werfen. vielleicht ist der Kessel dermaßen verkalkt das das Rohr festsitzt. Die HH ist ein Einkreiser, vielleicht ist da immer nur eine Einfachentkalkung gemacht worden. Wenn die Maschine nicht ganz anders als meine aufgebaut ist, hält außer den 4 Schrauben nichts die Brühgruppe, vielleicht musst Du mit einem Meißel rundherum vorsichtig die Dichtung sprengen. Die Kunst liegt in der Gewaltanwendung ohne Zerstörung.
    Gruss Roger
     
  3. #3 nobbi-4711, 06.06.2007
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    Ein paar kräftige Schläge mit dem Gummihammer gegen die Brühgruppe sollten eigentlich helfen.

    Ich würde das Problem auch mal im Boiler suchen, wer weiss, was da alles drin ist.

    Greetings \\//

    Marcus
     
  4. #4 Kartoffelmann, 06.06.2007
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    Das Boilerwasser ist es nicht. Das Wasser aus der Heißwasserdüse und der Dampflanze ist weitestgehend Geruchs- und Geschmacksneutral.

    Der Geruch ist deutlich wahrnehmbar, wenn man sich mit der Nase der aufgeschraubten Brühgruppe samt Passe nähert. Ich würde den Geruch mal als eine Mischung aus Metall und Gummi beschreiben. So wirklich nach Schmodder riecht es eigentlich nicht. Deswegen war auch das Fett die erste mögliche Fehlerquelle die ich untersucht habe.

    Die Brühgruppe sitzt auch nach ein paar Hammerschlägen noch bombenfest, so dass ich vermute, dass sie wohlmöglich mit der Dichtung und evtl. sogar dem Kesssel verklebt ist. Die Dichtung ist nämlich neu. Und so dermaßen festbacken kann die Brühgruppe doch gar nicht innerhalb von 4 Wochen.

    Grüße,

    Philipp
     
  5. #5 nobbi-4711, 06.06.2007
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    Vielleicht sinds ja die Dichtungen selbst. Die können manchmal einen bemerkenswerten Eigengeruch entwickeln. Im Gastroalltag ists egal, da es nach ein paar Tagen Dauereinsatz und etlichen hundert Kaffee verschwunden ist.

    Greetings \\//

    Marcus
     
  6. #6 Kartoffelmann, 06.06.2007
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    Genau das wars!! Ich habe gerade mit einem sehr dünnen Schraubenzieher und einem Hammer vorsichtig die Dichtung aufgehebelt. Tatsache ist, dass die Dichtung mit der Brühgruppe verklebt war. Und dieser Kleber hat im Zusammenspiel mit dem Geruch der Dichtung den genannten Duft verursacht. Die Dichtung war immer leicht in Kontakt mit dem durchfließenden Wasser, so dass sich der Kleberduft im Brühkopf verteilt hat.

    Jetzt versuche ich nur noch die Passe aus dem Brühkopf zu hämmern, was allerdings nicht wirklich funktioniert. Die sitzt ebenfallls so fest, als ob sie in den 20 Jahren noch kein einziges mal herausgenommen wurde.
    Hat jemand hier noch einen Tip, wie ich das Ding am besten löse?

    Grüße,

    Philipp
     
  7. #7 nobbi-4711, 06.06.2007
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    Hm...schräg mit einem Rasiermesser einschneiden?

    Greetings \\//

    Marcus
     
  8. #8 Kartoffelmann, 06.06.2007
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    So, nach endlosem Hämmern ist die Passe endlich raus! Und wie schon vermutet ist das Ding seit 20 Jahren nicht einmal raus gewesen. Die Dichtungen waren zerbröselt und in dem Zwischenraum von Passe und Brühgruppe saß der richtig dicke Schmodder. Die Passe liegt nun gerade im Kochtopf in Zitronensäure und ist mittlerweile schon wieder als ein Metallteil zu erkennen.

    Werde in absehbarer Zeit mal ein paar Bilder des überholten Maschinchens reinstellen. Und wenn ich noch Fragen zum Zusammenbau habe, werde ich mich sowieso nochmal hier melden :wink:

    Grüße,

    Philipp
     
  9. #9 Bubikopf, 06.06.2007
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    Hallo Philipp!
    Glückwunsch zur gelungenen Demontage. Besorg dir am besten eine Teflondichtung für den Brühgruppenflansch ( AS121 ). Kann sein, das der Schmodder in der Laufbuchse ( Passe AS.28 ) auch der Grund für den zu kalten Espresso war.
    Gruss Roger
     
  10. #10 Kartoffelmann, 06.06.2007
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    Hallo Roger,

    die Dichtung ist schon bestellt. Eine Teflondichtung war übrigens auch schon vorher verbaut. Allerdings ist die natürlich hin. Bis auf diese eine schwer zu erreichende Stelle ist ja an der Maschine auch alles gründlich überholt gewesen. Jetzt brauch ich nur noch die zwei Dichtungen die zur Passe gehören und dann kanns losgehen mit leckerem Espresso und Dampfpower im Überfluss :D

    Grüße,

    Philipp
     
  11. #11 nobbi-4711, 06.06.2007
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    Hm, ich hab bisher noch keine richtig guten Erfahrungen mit Teflondichtungen gemacht; Teflonband ok, aber Teflondichtungen sind m.E. zu hart. Mir sind die Standard-Dichtungen lieber, die dreht man zu und sie sind zu, nicht der ganze Krams mit Anpurren, abkühlen lassen, nachziehen, nochmal nachziehen...

    Greetings \\//

    Marcus
     
  12. haemmi

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    Also mich würden auch Bilder der zerlegten Gruppe interessieren, dann könnte ich mal vergleichen. Ich habe selber eine verwandte Gruppe. Hebelmechnanismus,Feder, Kolbenstange, Kolben und Kolbendichtungen sind vermutlich identisch. Der Zylinder ist aber anders: ein Block, nicht am Kessel, sondern am Rahmen angeflanscht und beiheizt über Thermosyphon.

    Zur Teflondichtung: Das sehe ich so wie nobbi-4711. Ich habe einmal die Heizungsflanschdichtung meiner Cimbali, die vorher aus Pappe war, gegen eine Teflondichtung getauscht. Ich war doch unangenehm überrascht, wie fest ich die Schrauben anziehen mußte, damit es dicht wurde. Der Vorteil wird wohl sein, daß die Teflondichtungen kaum festbacken (natürlich ohne die Verwendung irgendwelcher Flüssigdichtungen). Die Pappdichtung mußte ich stückchenweise entfernen.

    Uneingeschränkt empfehlen kann ich aber Teflon als Material für die Distanzscheiben für Siebträgerdichtungen. Cimbali ist darauf übergegangen. Mann kann nur hoffen, daß die anderen da nachziehen.

    Gruß, Andreas
     
  13. #13 Kartoffelmann, 14.06.2007
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    Nachdem ich noch einige Teile getauscht habe, die Brühgruppe sowie die Passe komplett gereinigt und alles wieder zusammengebaut habe, musste ich leider feststellen, dass die doch sehr tiefen Riefen in der Passe nicht dicht zu bekommen sind. Vorher waren sie halt ein wenig verdreckt und waren somit unproblematisch. Ohne den Dreck läuft nun aber beim Kaffeebezug das Wasser durch die Riefen an der Dichtung vorbei nach oben. Nachdem ich ein wenig mit den V-Dichtungen "gespielt" habe und deren Öffnungen mal nach oben, mal nach unten gelegt habe, war das ganze System einigermaßen dicht. Aber das kann ja kein Dauerzustand sein. Also hab ich in den sauren Apfel gebissen und mir bei XXL eine neue Passe für sagenhafte 68,56 Euro bestellt.

    Trotz alledem hab ich nun endlich eine einigermaßen ordentliche Einstellung der Maschine hinbekommen und mit dem 2-er Sieb bekomme ich nun vorzeigbare Ergebnisse hin. Dazu musste ich allerdings den Kesseldruck laut meinem alten Manometer auf 1,5 bar erhöhen. Drehe ich den Pressostaten allerdings runter, wird der Espresso zu kalt und sauer. Da ich dem alten Manometer aber nicht mehr ganz traue, hab ich hier schon ein neues liegen, dass die Tage installiert wird. Denn dass der Druck wirklich bei 1,5 bar liegt, kann ich nun wirklich nicht glauben.

    Latte-Art technisch kann man zudem mit der Maschine astrein arbeiten. Dampf ohne Ende und mit der neuen 4-Loch Düse ist die große Dampfpower dabei auch noch gut zu handeln. Das Ergebnis ist feiner Microschaum. Perfekt zum gießen.

    Letztendlich bin ich mit der Maschine ganz zufrieden. Wenn ich die neue Passe und das neue Manometer installiert habe ist die Maschine dann auch erstmal fertig. Dann gehts an die Feineinstellung.

    Danke schon mal an alle, die mir mit dem ein oder anderen Tip geholfen haben.

    Grüße,

    Philipp
     
  14. andrel

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    Der Thread ist mir als er neu war glatt durch die Lappen gegangen.. Auch von mir herzlichen Glückwunsch zur gelungen Reparatur, wenn es auch teuer war.
    Berichte doch bitte mal, ob das neue Manometer tatsächlich andere Werte anzeigt als das alte. Mir war bei der (vermutlich) identischen Maschine nämlich auch der Espresso zu kalt und leicht säuerlich, ich hab den Druck auf 1,3 Bar erhöht bis es schmeckte.
    Mit der Latte-Art hapert es bei mir noch.. die 4-Loch Düse bläst trotz aller Vorsicht immer bis auf den Grund des 0,6er Paderno Kännchens runter, brüllend laut beim Rollen und dann wirds natürlich auch nichts mit Microschaum. Verwendest du ein größeres Kännchen oder kannst du es einfach nur besser als ich :wink:?

    Gruß, Andre
     
  15. #15 Bubikopf, 14.06.2007
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    Hallo Philipp!
    Auch von mir Glückwunsch. Ich hoffe, Du hast die Passe nicht beim Austreiben verschranzt, dann wäre ich ja mitschuldig. Ich konnte meine recht gut mit einer Messingbürste und Bohrmaschine polieren. Deinem Manometer würde ich auch nicht glauben, 1,2- 1,3 Bar sind im Gastrobetrieb bei der Maschine üblich.
    @ Andre!
    Ich kann mit dem Dampfventil die Dampfpower recht gut dosieren, muss nicht immer volle Pulle sein.
    Gruss Roger
     
  16. haemmi

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    Die Ausrichtung der Dichtungen ist auch nicht einheitlich. Die Dichtwirkung erfolgt immer nur gegen die Öffnung des V. Ich hoffe, ich bekomme das jetzt aus dem Kopf noch richtig zusammen: Die obere Dichtung muß mit der Öffnung nach unten (Abdichtung vom Einlaß in Richtung Feder), die mittlere mit der Öffnung nach oben (Abdichtung vom Einlaß in Richtung Dusche), die untere mit der Öffnung nach unten (Abdichtung des Wassers über dem Puck gegen den Kolben).

    Wenn es falsch sein sollte, dann bitte lautstarker Protest!

    Gruß, Andreas
     
  17. #17 Kartoffelmann, 14.06.2007
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    So, das neue Manometer ist dran und ... welche Überraschung: Der Kesseldruck beträgt exact 1,25 bar, also 0,25 weniger als das alte Manometer angezeigt hat. Heute ist dann noch der Festwasser- und Abwasseranschluss galant hinter den Küchenschränken verlegt worden. Ich hoffe dann, dass morgen die neue Passe kommt und dann ist´s endlich fertig.

    @ bubikopf: Die Passe ist übrigens nicht beim Austreiben kaputt gegangen, sondern hatte schon vorher diese tiefen Rillen. Nur waren die vorher schön mit Kalk, etc. gefüllt und damit dicht.

    @ andrel: Mit dem Schäumen komme ich vielleicht deshalb ganz gut zurecht, weil ich seit ca. 4 Jahren 2-3 mal die Woche neben dem Studium in einer Bar arbeite, in der prozentual relativ viel Kaffee, etc. verkauft wird. Da steht hinter der Theke eine 2-gruppige Astoria mit ebenfalls richtig viel Dampfpower.

    Grüße,

    Philipp
     
  18. andrel

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    Daß ich noch sehr viel zu lernen habe wurde mir neulich klar, als ich Cem vom Rossi dabei zusah, wie er völlig selbstverständlich ein perfektes Bäumchen auf einen Coffee-To-Go Cappu im Pappbecher zauberte bevor er den Deckel draufmachte. Ich bin vor Neid fast geplatzt. :wink:

    Gruß, Andre
     
  19. #19 Kartoffelmann, 16.06.2007
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    Kurz noch eine Anmerkung zu der Position der Öffnungen der 3 V-Dichtungen des Kolbens. Auf dem Bild aus dem Ersatzteilkatalog von Astoria siehts es so aus, als dass die unterern beiden Dichtungen mit der Öffnung nach oben verbaut werden und die obere mit der Öffnung nach unten.

    [​IMG]

    Genauso hatte ich es letztendlich auch gemacht und erst damit den Kolben einigermaßen dicht bekommen.
    Was sagt ihr zu der Abbildung? Wenn ich keinen Knick in der Optik habe, müssten die Dichtungen doch so positioniert werden - oder irre ich mich da jetzt vollständig?

    Gruß,

    Philipp
     
  20. #20 Bubikopf, 18.06.2007
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    Der Wassereinlass ( 4 Löcher in der Passe ) befindet sich exact auf Höhe des Messingsteges zwischen der oberen und mittleren Dichtung, in diesem kleinen Hohlraum herrscht also Kesseldruck. Die obere Dichtung soll diesen Druck ( und das dazugehörige Wasser vom oberen ( nicht abgedichteten ) Teil des Brühzylinders fern halten. Die mittlere Dichtung dichtet bei Kesseldruck in Richtung ST ab. Die untere Dichtung muss dem aufzubauenden Brühdruck von möglichst 9 Bar Stand halten. V-Lippdichtungen werden durch den Druck erst richtig gegen die Aussenfläche gedrückt und dadurch zuverlässig dicht, müssen also mit der Öffnung in Richtung Druck weisen. Ich würde also der Ausführung Hämmis folgen. Ich habe bei meiner die Ausrichtung genau entgegengesetzt zu der in deinem Bild, bei Kesseldruck scheint die "falsche " Ausrichtung nichts auszumachen ( zumindest bei neuen Dichtungen ), ich habe das allerdings so von dem Vorbesitzer übernommen der die Maschine immer in den Service gegeben hat ( und funktioniert bisher). Für die Pavonis habe ich eine Anleitung vorliegen, da ist es eindeutig beschrieben das die untere Dichtung zum ST hin offen ist, die obere nach oben, die hat dann aber statt der dritten Dichtung noch eine Kolbenstangendichtung.
    Gruss Roger
     
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Restauration: Astoria Handhebelmaschine (Bilder ab S. 3)

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