[Restauration] Isomac Rituale

Diskutiere [Restauration] Isomac Rituale im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo beisammen, ich habe mir vor geraumer Zeit eine defekte Isomac Rituale gekauft, die ich jetzt wiederaufarbeite. (Fotos folgen noch). Heute...

  1. #1 zenzbert, 11.02.2019
    zenzbert

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    Hallo beisammen,

    ich habe mir vor geraumer Zeit eine defekte Isomac Rituale gekauft, die ich jetzt wiederaufarbeite. (Fotos folgen noch).
    Heute habe ich den Kessel zu einem Heizungsbauer gebracht, der sich dem kleinen Haarriss widmet und diesen Lötet. Hoffentlich klappt das, sonst muss ein neuer Kessel her.

    Anstonsten geht es weiter an das entkalken. Die ersten Kupferteile glänzen schon wieder.

    Grundlegende frage: Beim zerlegen waren die Gewinde voller Dreck. Ich denke mal, dass das eine Dichtpaste oder Kleber war. Stimmt das? Wenn ich die Maschine wieder zusammenbaue, sollte ich dann wieder alle Gewinde abrichten oder mit Dichtungsringen arbeiten? Wobei ich nicht glaube, dass man an alle Metallstücke ein Dichtungsring anbringen kann.

    Wär schön wenn jmd. mir einen Tip geben könnte.

    Danke
     
  2. #2 Londoner, 11.02.2019
    Londoner

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    Glückwunsch zu der Maschine....und zu einem sicher spannenden Projekt :)

    Was die Gewinde angeht (ich nehme an, du sprichst von den Kupferverschraubungen (bzw. Edelstahl) am Kessel, usw.), kann der "Dreck" auch Kalk sein.
    Also am besten erstmal ordentlich entkalken (ich nehme gerne Zitronensäure).
    Teile wie Presso, Pumpe, Manometer, etc. natürlich soweit es geht vorher entfernen bzw. die Kupferteile so in die Säure einlegen, dass die empfindlichen Teile trocken bleiben.
    Die Heizung kannst du auch entkalken, dabei sollten nur die Anschlüsse trocken bleiben, sonst gibt es bei Wiederinbetriebnahme einen Kurzschluss.
    Sollte danach noch restlicher Dreck am Gewinde stecken, kannst du den mit einer Drahtbürste weiter entfernen.

    Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass die Kupferverschraubungen nach Zusammenbau meistens so wieder dicht sind, wenn man die Verschraubungen
    fest (mit Gefühl) zieht und im warmen Zustand nochmal etwas (!) nachzieht.
    Sollte dies nicht der Fall sein, hilft in der Regel Dichtband (PTFE).

    Drücke die Daumen für den Kessel!
    Berichte gerne mal, ob das geklappt hat....ich hab da auch noch so einen Fall, wo wahrscheinlich nachgelötet werden muss,
    deshalb interessiert mich das Thema :)

    Viel Erfolg!
     
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  3. #3 zenzbert, 02.03.2019
    zenzbert

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    Hallo,

    sehr lange ist’s her, aber es hat etwas gedauert, bis der Kessel wieder hier angekommen ist. Aber es hat geklappt, sieht zwar nicht besonders schön aus, aber hält 15 bar aus. Und das alles für eine Packung Kaffee. An dieser Stelle schonmal vielen vielen Dank an den Heizungsbauer!
    Jetzt geht es weiter mit dem entkalken, und wenn alles gut geht wird sie am Sonntag Abend zusammengebaut vor mir stehen!
    Hat jmd noch tips um die schwarze kalkkruste im Kessel besser zu entfernen? Habe gelesen kleine Metallkugeln in die Zitronensäure zu geben und dann nach ca 10-20 schütteln. Die Heizstäbe sind noch drin, ich bekomm das Gewinde beim besten Willen nicht locker. Kann da etwas kaputt gehen?

    PS: Das foto kann ich erst hochladen, wenn ich wieder am pc bin.
     
  4. vectis

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    Hallo und weiterhin viel Erfolg mit der Überarbeitung.

    Zum Entkalken mit Zitronensäure nur mal den Hinweis, dass das manche gerne machen, aber nicht immer empfehlenswert ist.
    Es existieren hier mehrere Threads, die u.a. beinhalten, dass bei falscher Anwendung von Zitronensäure kristalline Ausscheidungen entstehen können, die neue Probleme entstehen lassen.

    Was ist das und wie bekomme ich es weg? Evtl. Kesselstein?
    (dort #3 von @Adjacent )

    Ich empfehle daher stattdessen die Verwendung von Amidosulfonsäure, die wesentlich effektiver wirkt als Zitronensäure, insbesondere auch mit kaltem Wasser.
    Die Methodik mit kleinen Metallkugeln, Centstücken etc. ist auch schon mehrfach thematisiert worden...
    Kann man natürlich machen, aber ob das z.B. für Heizelemente etc. so gut ist?

    Es geht hier ja nicht um innen angerostete Auto- oder Motorradtanks, die mitunter mit so etwas befüllt und auf einen sich drehenden Betonmischer befestigt werden um eine mechanische Entfernung zu bewirken.;)

    Die erwähnte Amidosulfonsäure ist so wirksam, dass man sich die zusätzliche Shaker-Methode in der Regel sparen kann.
    Das entsprechende Pulver kann man über die bekannten online-Plattformen in verschieden großen Gebinden günstig erwerben und mit Wasser in der gewünschten Dosis anmischen.
    24 Stunden einwirken lassen und der gewünschte Effekt sollte sich einstellen.
    Nur bei massivem Kalkbelag ist eine mehrfache Anwendung ggf. erforderlich.
     
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  5. #5 zenzbert, 03.03.2019
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    Danke! da das mit der Zitronensäure sehr schleppend funktioniert, habe ich jetzt Amidosulfidsäure bestellt. Bin mal gespannt ob das dann funktioniert.

    und ich lasse es mit der Shaker-Methode. Hab mir schon gedacht, dass das nicht das klügste sein kann.

    Hier zumindest mal das erste Foto, der reparierte Kessel (wie gesagt nicht die schönste arbeit, aber dicht und besser als über 200€ füe einen neuen Kessel):
     

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  6. #6 Londoner, 04.03.2019
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    Danke für die Rückmeldung und für das Foto.
    Da hat der Heizungsbauer aber eine ordentliche Schicht draufgelegt....das wird wohl halten.
    Schön, dass das geklappt hat. Ich hab da auch noch so einen Fall, bei einer Isomac Zaffiro.
    Das macht wir auf jeden Fall Hoffnung, dass es bei mir auch klappt, statt 200€ für einen neuen Kessel zu investieren.
    (Dein Heizungsbauer sitzt nicht zufällig in der Nähe von Köln, dass du mir den auch empfehlen könntest? ;-) ).

    Ich denke wichtig ist, dass die Auflagefläche der Dichtung (wieder) plan ist, sonst wird es schwierig die Stelle
    100% dicht zu bekommen. Auf dem Foto sieht es so aus (scheint aber vielleicht nur so), als gäbe es einige Unebenheiten
    auf dem bearbeiteten Flansch. Vielleicht besser diese vor Wiederzusammenbau mit feinem Schleifpapier noch etwas zu glätten.

    Viel Erfolg weiterhin,
    Jürgen
     
  7. zenzbert

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    Hallo,

    lang ist’s her aber es ging leider nicht früher. Inzwischen klappt alles super, nach und nach werden Teile erneuert.

    @Jürgen: die Stelle war glücklicherweise eben, sodass alles dicht ist.

    Aber es ist noch nicht alles so wie ich es gerne hätte. Noch offene Umbauten sind:
    1. altes Bezugssystem der Wasser- und Dampfhähne auf das neue umzubauen. Also ich möchte lediglich den Wasserhahn kugelgelagert haben, damit man besser arbeiten kann. Aber bis jetzt hatte anscheinend noch keiner dieses Problem. Meiner Meinung mach wäre die schönste Option ein 90grad bogen aus Edelstahl einzubauen, aber aus irgendeinem Grund gibts das nicht. Fällt jmd. Noch eine bessere Lösung ein?
    2. Doppelmanometer Nachrüsten
    3. vll. PID Steuerung nachrüsten

    Besten Dank und viele Grüße
    Vinzenz
     

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