Restaurierte Mühle dreht falsch ?

Diskutiere Restaurierte Mühle dreht falsch ? im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, Nach meiner Internet-Sperre melde ich mich wieder zurück. Der Espresso aus der Emina schmeckt sehr gut. In der Zwischenzeit habe...

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  1. lurio

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    Hallo zusammen,
    Nach meiner Internet-Sperre melde ich mich wieder zurück. Der Espresso aus der Emina schmeckt sehr gut.
    In der Zwischenzeit habe ich mich mit der Restaurierung einer Mühle beschäftigt. Eigentlich eine Küchenmaschine mit Aufsatz zum Kaffeemahlen. Sunbeam Mixmaster M4H anno 1932, daher ist das Mahlwerk auch schon sehr abgenutzt.
    Das Projekt ist eigentlich abgschlossen, nur mühlt die Mühle nicht. Mein Verdacht ist die Drehrichtung. Der Elektromotor dreht falsch rum.
    Ich denke das ganze (also das Mahlwerk) muss im Gegenuhrzeigersinn drehen. Es dreht aber genau anders rum, also im Uhrzeigersinn.
    Dadurch verkleben die Rillen und es flutschen oben weder Kaffeebohnen rein, noch kommt gemahlener Kaffee raus.
    Ich habe mal Bilder gemacht, eine Zusammenstellung, so wie die beiden Mahlwerkteile zusammengehören und noch Nahaufnahmen der Rillen.
    Vor meiner Restaurierung hat die Mühle gut gearbeitet (sogar genug fein für meine Emina).
    Danke und Gruss lurio
     

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  2. #2 mechanist, 13.06.2018
    Zuletzt bearbeitet: 13.06.2018
    mechanist

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    Interessantes Gerät.
    Also dem Kegel nach müsste sie tatsächlich gegen den Uhrzeiger drehen, die Frage ist, wo Du während der Restaurierung etwas geändert haben könntest -
    der Kegel wird ja nicht direkt angetrieben, da sitzt doch offenbar ein Getriebe dazwischen und es gibt mehrere
    Möglichkeiten des Anschlusses von Geräten? Die Drehrichtung des Motors kann man eigentlich nur bei Starkstrommotoren ändern, was ist da für ein Motor drin und wie ist der geschaltet?
     
  3. lurio

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    Einphasenwechselstrommotor. Ich kenne mich mit Elektronik ganz gut aus, allerdings nicht so mit Elektromotoren. Müsste da bei einem Einphasenmotor nicht irgendwo ein Kondensator sein. Den habe ich bislang nicht gefunden... Asbestplatte als Vorwiderstand. Drehe ich den Stator um passt die Drehrichtung (logisch), nur widerspricht das allen Fotos, welche ich beim Auseinandernehmen gemacht habe. Zudem sind dann die Kabel zwischen Stator und den Schleifkontakten zu kurz. Zwischen Motor und Mühle hats ein Getriebe, aber auch dass kann nicht anders zusammenbauen.
    Immerhin ist klar, weshalb die Mühle nicht mühlt.
    danke !!.
     
  4. #4 mechanist, 13.06.2018
    Zuletzt bearbeitet: 13.06.2018
    mechanist

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    Die Asbestplatte dürfte ein Heizwiderstand sein, der aber üblicherweise nach dem Anlaufen der Mühle wieder abgeschaltet wird, entweder durch einen
    zweigeteilten Schalter oder anders. Kondensatoren für Betrieb bzw. zum Starten kamen erst im Lauf der 50er. Wenn ich das richtig sehe, gibt es doch nach unten unter dem Getriebe zwei Möglichkeiten, Geräte anzuflanschen.
    Vielleicht probierts Du mal das andere? Könnte sein, dass die Drehrichtung bei dem anderen Anschluss passt.
    Der Kegel sieht so schlecht noch nicht aus, Kegel und Gegenstück sind aus Guss, das hat ein anderes Verschleissverhalten, kann man nicht mit Stahlscheiben vergleichen.
     
  5. lurio

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    Der andere Anschluss dreht richtig doch das Anflanschen ist mech. nicht möglich.
    Ich habe jedoch den Motor dazu gebracht in die andere Richtung zu drehen. Ich habe einen Denkfehler gemacht, immer wenn ich den Stator drehte , vertauschte ich auch den Anschluss der Schleifkontakte.
    Nun passt alles und meine Diva ist endlich wieder Einsatzbereit. Besten Dank !
    Gruss Lukas
     
  6. #6 old_bean, 15.06.2018
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    Interessantes Teil, produziert die auch Espresso taugliches Mahlgut?
     
  7. lurio

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    Also als eher Einsteiger in der Espressowelt würde ich sagen: ja, vom Feinheitsgrad sicher, kann sogar zu fein für meine Faemina sein. Allerdings mühlt sie aufgrund der abgenutzten Rillen nur sehr langsam und man muss darauf achten, dass der 300 Watt Motor nicht überhitzt.
    Gruss
     
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