Restaurierung einer La Pavoni Pub

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  1. fox9

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    Hallo zusammen,

    ich habe eine alte Gastro-Espressomaschine geschenkt bekommen, die ich gerne restaurieren möchte (sofern es mir meine Zeit erlaubt, da wir in ein paar Wochen noch mal Nachwuchs bekommen, aber dann dauert es eben eine Weile länger, mein Keller ist geduldig ;-).

    Jetzt habe ich natürlich jede Menge Fragen und hoffe auf viele Tipps und Unterstützung.

    Es handelt sich um eine La Pavoni Pub mit Festwasseranschluss und externer Pumpe. Sie stand mal in einer Bar und der Vorbesitzer hatte begonnen sie zu restaurieren aber letztlich aufgegeben, weshalb ich sie nun halb zerlegt übernommen habe in der Hoffnung, dass ich sie irgendwann wieder zum laufen bekomme. Da ich eine gut funktionierende Silvia habe, eilt es mir nicht so sehr damit, aber entgehen lassen wollte ich mir die Gelegenheit nicht so eine schöne Maschine herzurichten.

    Hier erst mal ein paar Bilder für den ersten Eindruck:

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    Die Maschine scheint in einem nicht allzu schlechtem Zustand zu sein. Zumindestens wurde mir vom Vorbesitzer berichtet, dass er schon mal Kaffee bezogen hatte, der allerdings sehr schlecht geschmeckt haben muss, was aus diversen Gründen kein Wunder ist (vorgemahlener Kaffee, Reinigungszustand der Maschine, Eintassensieb in Zweitassen-Siebträger usw.). Bei den versifften Leitungen (Grünspan und Zeug schwarz wie Kohle) hätte ich das Endprodukt sowieso nicht probieren wollen.

    Beim Plan ist die Maschine vollständig zu entkernen, alle Teile zu reinigen und zu entkalken. Dabei möchte ich keine Modifikationen vornehmen und möglichst wenig Teile nachkaufen. Sauberkeit und Funktion geht vor Optik, d.h. ich will die Außenteile erst dann neu lackieren / polieren / verchromen lassen, wenn die einwandfreie Funktion gewährleistet ist.

    Wenn alles klappt, würde ich die Maschine in einem Fahrbaren Podest einbauen, in dem sich unten Wasserkanister, Pumpe und ggf. Wasserfilter befinden und ohne Maschine, Mühle und Abklopfkasten befindet. Aber das dauert wohl noch eine Weile.

    Gruß
    Felix
     
  2. fox9

    fox9 Mitglied

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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    Nun zu meinen Fragen im Einzelnen:

    1. Rohrleitungen

    Als erstes (nachdem ich ungefähr 150 Fotos gemacht habe ;-), habe ich mal die inneren Kupferrohre ausgebaut und über Nacht in ein Bad mit Zitronensäure gelegt (heute das Ganze mit dem Tauchsider noch mal auf Temperatur gebracht):

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    Äußerlich sind sie auch schon ziemlich sauber, allerdings habe ich meine Zweifel, ob das auch innen der Fall ist. In einigen Leitungen war extrem viel Grünspan (?) und Zeugs schwarz wie Kohle. Abgesehen davon, dass ich die Behandlung noch mal wiederholen will, habe ich überlegt, ob man hier mit Pfeiffen-Reinigern die Rohre von innen sauber machen kann / soll. Gibt's hier Erfahrungen, wie man das am besten wieder sauber kriegt?

    2. Brühgruppe

    Die Brühgruppe habe ich ebenfalls in die Zitronensäure gelegt. Momentan liegt sie in Kaffeefettlöser, da vorher wohl das ganze eingebrannte Kaffee-Fett weg muss. Das Magnetventil habe ich vorher entfernt, ich hoffe innen ist kein Material, das die Zitronensäure oder den Kaffeefettlöser nicht verträgt.

    Die Brühgruppe schaut ziemlich ähnlich aus wie diese hier: http://www.kaffee-netz.de/reparatur...eikreiser-kleine-bastelstunde.html#post159001. Allerdings scheint sie eine größere Glocke zu habe, außerdem ist sie nur mit zwei Leitungen angeschlossen, der dritte Anschluss, der bei der Eurobar oben in der Mitte ist, ist bei mir fest verschlossen. Kann mir jemand erklären, warum hier ein Anschluss fehlt?

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    3. Ventile

    Die Ventile für Dampf- und Heisswasserbezug habe ich noch nicht behandelt, da ich nicht weiss, ob ich sie als Ganzes in Zitronensäure stecken soll oder vorher zerlegen. Geht Zerlegen und wieder zusammenbauen hier ohne dass Dichtungen erneuert werden müssen?

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  3. fox9

    fox9 Mitglied

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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    5. Kessel und Anbauteile

    Am Kessel selbst sind eine Menge Verschraubungen, die ich bisher nicht entfernt habe. Wenn ich diese entferne, brauche ich da passende Dichtungen, oder geht das alles mit Teflonband? Falls ja, muss man beim Teflonband auf irgendwas achten? Ich habe gesehen, dass es Bänder für Grob- und Feingewinde gibt? Was nimmt man da, wenn man die Wahl hat?

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    Wie gehe ich bei der Entkalkung und Reinigung des Kessels am besten vor? Insbesondere, da der Wärmetauscher fest verschweißt ist, frage ich mich, wie man diesen am besten entkalkt und sauber bekommt? Da hier ja das Bezugswasser durchgeht, ist mir hier die gründliche Reinigung noch wichtiger als beim Kessel, der "nur" den Dampf macht...

    Die Heizung will ich nach Möglichkeit dran lassen, da ich befürchte, dass ich ihn nach Öffnung nicht mehr dicht bekomme (außerdem müsste ich dann wohl erst mal eine passende Dichtung besorgen).

    6. Prestostat

    Der Prestostat ist ein etwas größeres Exemplar, einstellbar von 0,5-1,4 Bar. Hersteller ist SIRAI, auf deren Web-Seite man die aktuellen Prestostaten sehen kann.

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    7. Anschluss-Ventile

    Von der Pumpe kommend gibt's eine Reihe von Ventilen, deren Funktion ich mir nicht sicher erklären kann, hier ein Bild:

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    Der Hebel vorne ist wohl zum manuellen Befüllen. Das dicke Rohr links geht demzufolge auch in den Kessel. Das zweite Rohr links (gegenüber des rechts befindlichen Schlauches, der zur Pumpe geht), ist dann vermutlich für die automatische Befüllung. Vom Pumpenschlauch geht nach hinten noch ein dünnen Röhrchen weg, das zum Manometer geht. Das T-Stück hinten om Bild scheint so eine Art Expansionsventil zu sein, nach rechts gehts in den Ablauf, nach hinten zum Wärmetauscher. Was genau macht dieses "T-Stück"?

    Vielen Dank schon mal alle Antworten und sonstige Kommentare! Ich hoffe ich langweile niemanden mit den vielen und ausführlichen Bildern (musste die Nachricht schon auf drei aufteilen, da nicht mehr als 10 Bilder / Nachricht erlaubt sind). Sofern Interesse besteht und ich die Zeit finde die Instandsetzung fortzusetzen, werde ich Euch auch auf dem Laufenden halten.

    Viele Grüße
    Felix
     
  4. Arni

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    Na, dann mal viel Spaß und einen langen Atem.
     
  5. #5 kaffeemax, 10.08.2008
    kaffeemax

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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    Hallo Fox9,
    da hast du ja ein schönes "Bastelobjekt" bekommen. Die wird hinterher sicher wieder toll aussehen und auch so funktionieren !
    Die Verschraubungen am Kessel sollten alles Quetschverschraubungen sein (oder wie die heißen), d.h. die dichten selbstständig ohne irgendwelche Teflonbänder o.Ä.
    Ist normalerweise völlig problemlos wieder dicht zu bekommen.
    Hab mal ´ne große Faema Express 98 zerlegt und wieder hergerichtet da ging das auch.
     
  6. #6 strabobalbulus, 10.08.2008
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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    und dann auch noch in rot
    GLÜCKWUNSCH, Felix !!
    Dein nomen est omen.... :)

    für zuhause finde ich die eingruppige pub im kastendesign der 80´er die coolste pavoni überhaupt.
    in den amerikanischen foren findest du eine reihe von restaurierungs-beschreibungen, allerdings mit den modellspezifischen besonderheiten (elektrik, manueller hebel (nice!)).

    im kaffee-netz kann dir vielleicht der user *freundhase* tipps geben.

    gruss. axel
     
  7. #7 Espresso-Tom, 10.08.2008
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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    Das Expansionsventil ist das teil das von T stück weg geht und in den vergammelten Silikon oder PVC Schlauch richtung tropfschale geht..

    Und nein die Verschraubungen in den Kessel sind nicht selbstdichtend
    die benötigen Teflonband. 5 Lagen so das sie sich beim reindrehen nicht aufdröseln.. und die Gewinde nie rückwärts drehen dann ist nähmlich wieder undicht...
     
  8. fox9

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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    Danke für die ersten Tipps und natürlich auch für die Glückwünsche! Das erste Problem hab ich jetzt auch schon, vielleicht weiss ja von Euch jemand Rat...

    Durch das nicht sortenreine Bad in der Zitronensäure hat sich eine dünne Kupferschicht auf den Messingteilen abgesetzt. Ich erinnere mich auch noch dunkel an den Chemie-Unterricht, dass zwei unterschiedliche Metalle in Säure (Elektrolyt), eine Batterie ergeben, bei der das unedlere Metall zugunsten des edleren aufgelöst wird (oder umgekehrt?).

    Die Kupferschicht lässt sich zwar ganz gut mit der kleinen Drahtbürste abtragen, aber eben nur an den Oberflächen, die man gut erreicht, wie man auf diesem Bild sehen kann (wobei ich hier ja auch noch hin komme, ich denke jetzt eher daran, dass das bei der Brühgruppe ja auch im inneren passiert).

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    Gibt's hier einen Trick, wie man die Kupferschicht chemisch wieder runter kriegt, so dass auch die versteckten Oberflächen wieder glänzen?

    Dummerweise hat sich das Kupfer auch auf dem Tauchsider niedergeschlagen, den ich mir ausgeliehen habe um das Zitronensäurebad schön heiss zu halten :-?. Das blöde ist, dass ich den nur ausgeliehen hab, und der hat wirklich gespiegelt vor dem Bad :oops:.

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    Davon abgesehen glänzt das blanke Messing aber wie neu, ich bin echt begeistert:

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    Für's erste Wochenende bin ich schon mal ganz zufrieden. Nix kaputt gegangen und einige glänzende Teile in der Hand :lol:

    Ich werde jetzt erst mal Teflon-Band besorgen, vielleicht geht's dann nächstes Wochenende mal dem Kessel-Schmutz an den Kragen...

    Gruß
    Felix
     
  9. #9 strabobalbulus, 11.08.2008
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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    hey

    warum machst du dir um den ueberzug solche gedanken, ist doch nur elementares kupfer.
    besser als die alten messinglegierungen, von denen wir gar nicht alle bestandteile wissen wollen, oder....? :)
     
  10. fox9

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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    Ok, danke. Werd ich mir demnächst mal Teflonband besorgen.

    Wie ist das mit der Heizung? Wenn ich die abschraube, werde ich die vermutlich mit dem Teflon-Band nicht wieder dicht bekommen, oder? Da ist dann sicher eine neue Dichtung fällig. Kriegt man sowas im Baumarkt oder ist da espressoxxl angesagt?

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich die Heizung abmontieren soll. Andererseits sieht das so aus, als ob die nicht zum ersten mal entfernt wurde:

    [​IMG]

    Was meint Ihr?

    Gruß
    Felix
     
  11. fox9

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    So, die Brühgruppe ist aus dem Zitronensäurebad draußen und frisch poliert, sieht ganz gut aus, wie ich finde:

    [​IMG]
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    Kann mir jemand sagen, welche Funktion die Schrauben vorne und an der Seite haben? Wird hier etwas eingestellt, oder ist das nur ein Verschluss?

    Gruß
    Felix
     
  12. #12 Espresso-Tom, 11.08.2008
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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    Na die Dichtung sieht jetzt schon Völlig vermurkst aus...dicht wird die bestimmt nicht mehr...
    Ich habe tasächlich schon einmal in einer Notsituation geschaft eine Schraubheizun mit Teflonban anzudichten, aber da gehört auch viel Glück zu. Nein, wenn Du die Heizung ausbaust ,und das ist hier wohl nötig, dann brauchst eine neue Dichtung, ich würde allerdings auch gleich einen neuen Heizkörper bestellen,wenns den denn noch gibt.
     
  13. #13 Dolomiti, 12.08.2008
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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    Hallo Felix,
    die Schraube vorne ist definitiv nur die Abdichtung einer Bohrung, durch die das Wasser in die Brühgruppe fließt. Da man in der Fertigung ja nicht "ums Eck" bohren kann, treffen sich in dem Klotz zwei Bohrungen. Das überzählige Loch wird dann zugeschraubt. Du kannst die Schraube zum Durchblasen herausdrehen und dann mit Flüssig-Teflon wieder eindichten. Die seitliche Schraube ist mir unbekannt, dürfte aber die gleiche Funktion haben. Evtl. könnte man da einen Temp.Fühler einbauen.

    Jürgen
     
  14. fox9

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    Ok, dann werde mal sehen, wo ich eine neue Dichtung für die Heizung bekomme.

    Gibt es einen Grund die Heizung auszutauschen wenn sie noch funktioniert? Abgesehen von der vermurksten Dichtung sehen die Anschlüsse ja noch relativ neu aus. Ich vermute fast, dass die sowieso schon mal ausgetauscht wurde.

    Wenn ich den Heizstab ohne die Anschlüsse in Zitronensäure entkalke, sollte er doch wieder verwendet werden können, oder ist das keine gute Idee?

    Ich will vermeiden unnötig Geld für Ersatzteile auszugeben, die ich nicht zwingend brauche. Insbesondere solange ich noch nicht weiss, was bei der ganzen Aktion raus kommt... :-?

    Gruß
    Felix
     
  15. #15 kornholio, 12.08.2008
    kornholio

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    sehe ich auch so, warum die heizung tauschen wenn sie noch funktioniert. wenn sie mal kaputt geht ist sie ja auch schnell getauscht.

    k
     
  16. fox9

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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    So, hier mal ein kurzes Update.

    Die Maschine ist nun komplett entkernt. Kessel samt Anbauteilen entfernt. Ganz schön viel Dreck, was da so drinnen ist, da werde ich zunächst mal versuchen möglichst viel davon mechanisch zu entfernen, bevor es ins Zitronensäurebad geht.

    Gibt es hier bessere Alternativen als Zitronensäure? Ich habe das Gefühl dass der Kessel 10 Bäder braucht, bevor er sauber ist. Naja, hab gestern mal 1kg Zitronensäurepulver besorgt.

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    Die Wasserstands-Anzeige habe ich bereits entkalkt und gereinigt. Allerdings hat sich auch hier eine dünne Kupferschicht abgesetzt:

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    Außen stört mich die Schicht eigentlich nicht (die Teile sind sowieso von einem Blech verdeckt), allerdings ist im inneren der Rohre eine rotbraune Schicht dran, die sich sehr leicht ablöst. Wenn man mit dem Wattestäbchen reinfährt, ist es hinterher rotbraun. Nicht sehr appetitlich... Was ist davon zu halten, wie bekomme ich das Zeug weg (mit Wattestäbchen nicht ;-)? Ich bin mir auch nicht sicher, wo das Kupfer herkommt, da ich sortenrein entkalkt habe, aber vielleicht vom Tauchsider, der inzwischen einen Kupferüberzug hat...

    Gruß
    Felix
     
  17. #17 Espresso_Fr, 14.08.2008
    Espresso_Fr

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    Der rote Belag ist normal.

    Wenn Du Messing in ein Zitronensäurebad legst, bekommst das erst Mal so eine Schicht. Aus was die jetzt genau besteht kann ich dir auch nicht sagen, aber von deinem Tauchsieder kommt es nicht.

    Kann man mit einem Lappen gut wegwischen.

    In den Rohren kann ich dir einen Tipp geben. Als Sportschütze habe ich Reinigungspfropfen in den unterschiedlichsten Größen. Für meine 9mm z.B. in 9,3 mm. Mess die Rohre aus, hol dir die Dinger beim Waffenhändler und eventuell noch einen Putzstock, zumindest aber eine Halterung, dann ziehst du die Dinger einfach durch und sauber. Enrsprechende Bürsten gibts auch.

    Grüssle
    Kai
     
  18. fox9

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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    Nur zur Sicherheit ob ich Dich richtig vertehe.. Du sagst "das erste mal" - ich nehme an auch jedes weitere mal, wo ich die in Zitronensäure lege?!?

    Gibt's hier vielleicht alternative Entkalkunsmittelchen, mit denen das nicht passiert?

    Danke für den Tipp! Ich hab im Baumarkt auch so kleine Bürstchen gesehen, mit denen das gehen sollte. Werd ich mir mal besorgen. Wenn's um die Ecke geht, dürfte das schwierig werden. Ich hab auch schon an Pfeiffenreiniger gedacht, die sollten sich ja auch für sowas eignen.

    Gruß
    Felix
     
  19. #19 Espresso_Fr, 14.08.2008
    Espresso_Fr

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    Nein, das habe ich so nicht gesagt :lol:

    Ich habe geschrieben "erst Mal" nicht "erste Mal" :cool:

    Wenn ich mich recht erinnere entsteht dieser Belag durch die Reaktion der Säure mit der Messingoberfläche. Der rötliche Staub sollte nichts anderes als Kupferstaub sein, der durch die Säure freigesetzt wird.

    Ich befürchte fast, das Problem ist systemimmanent :cool:

    Die Säure die du zum Entkalken benötigst, greift bei nicht mehr vorhandenem Kalk die Messingoberfläche an. Das Resultat bekommst Du als Kupferstaub auf dem Werkstück.

    Grüssle
    Kai
     
  20. fox9

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    AW: Restaurierung einer La Pavoni Pub

    Oh, sorry, da hatte ich mal wieder Tomaten auf den Augen... :oops:

    Alles klar, dann hab ich sie vielleicht einfach zu lange in der Brühe liegen lassen?!?

    Gruß
    Felix
     
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